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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Abwärtswandler mit µc -> selbstversorgend


Autor: Hans Rost (hansar)
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Hallo,

ich habe vor einen Abwärtswandler zu realisieren, der einen variablen 
Eingangsspannungsbereich von ca. 18 - 150 V (DC) besitzt.
Der Abwärtswandler soll 5V für einen Mikrocontroller rausgeben.

Die Ansteuerung des Abwärtswandlers (bzw. die Regelung) soll über eben 
diesen Mikrocontroller realisiert werden.

Wie kann ich also den Mikrocontroller mit Spannung versorgen und 
gleichzeitig die PWM für den Abwärtswandler generieren?

Vielen Dank für Antworten.

mfg
Hansa

Autor: MaWin (Gast)
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> Wie kann ich also den Mikrocontroller mit Spannung versorgen und
> gleichzeitig die PWM für den Abwärtswandler generieren?

Gar nicht. Normale Microcontroller sind zu langsam
nach dem Anlagen der Versorgungsspannung mit den ersten
Befehlen loslegen zu können.

Du müsstest also den Elko nach der Spule ganz langsam laden,
damit er von 4.6V auf 5.1V geht ohne 5.5V zu erreichen bevor
der Transistor von ihm ausgeschaltet werden kann, das
erfordert eine grosse und teure Spule, deutlic grösser und
teuerer als gleich eine richtige Schaltung aufzubauen.

Autor: Hans Rost (hansar)
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Also ist ein Abwärtswandler in dieser Applikation zu teuer. Wie sähe 
denn eine richtige Schaltung aus bzw. was für eine Schaltung wäre das?

mfg
Hansa

Autor: Michael Roek (mexman) Benutzerseite
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Hans Rost schrieb:

>
> ich habe vor einen Abwärtswandler zu realisieren, der einen variablen
> Eingangsspannungsbereich von ca. 18 - 150 V (DC) besitzt.
> Der Abwärtswandler soll 5V für einen Mikrocontroller rausgeben.
>
> Die Ansteuerung des Abwärtswandlers (bzw. die Regelung) soll über eben
> diesen Mikrocontroller realisiert werden.
>
> Wie kann ich also den Mikrocontroller mit Spannung versorgen und
> gleichzeitig die PWM für den Abwärtswandler generieren?
>


Hallo Hans,

ja das geht....vielleicht finde ich noch die fertige Schaltung.
Du versorgst einfach einen Linearregler mit entsprechender 
Schutzbeschaltung aus der EIngangsspannung.
Der verbraucht dann etwa 1W (im Dauerbetrieb), aber Du betreibst ihn nur 
einige Millisekunden in diesem Bereich.
Dann benutzt Du den AD/Wandler im uC um die Eingangsspannung zu messen 
und schaltest die Versorgung zum Linearregler immer aus, wenn die 
Eingangsspannung > 10V ist.
Das ganze laesst Du zyklisch laufen, so dass der Linearregler dann immer 
nur wenig Verlustleistung verbraet.


Die Schaltung, die ich meine, ist schon ein paar Jahre alt....muss mal 
in meinen Archiven wuehlen.

Gruss

Michael

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Ganz abgesehen davon, dass dich der µC mit einem an sich harmlosen 
Software-Bug dann ganz schnell selbst das Licht ausblasen könnte.

Autor: Hans Rost (hansar)
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@Michael:

Die Schaltung zu sehen wäre sehr nett.

Wenn ich dich richtig verstehe, wird der Linearregler kontinuierlich an- 
und ausgeschaltet, um die 5 V zu erzeugen?
Und wie sieht das aus mit höheren Eingangsspannungen also 150 V; die 
sind doch nicht mehr messbar über den µC?
Mit einem Step-Down-Wandler würde das nicht funktionieren?

@Karl heinz:

Wie soll ich das verstehen? Sobald in der Software ein Bug auftritt, ist 
der µC hinüber?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Hans Rost (hansar)

>Eingangsspannungsbereich von ca. 18 - 150 V (DC) besitzt.
>Der Abwärtswandler soll 5V für einen Mikrocontroller rausgeben.

>Die Ansteuerung des Abwärtswandlers (bzw. die Regelung) soll über eben
>diesen Mikrocontroller realisiert werden.

Das ist alles andere als einfach, und nach deiner Fragestellung zu 
urteilen hast du nicht ansatzweise das Wissen, sowas umzusetzen. Fange 
drei Nummern kleiner an.

MFG
Falk

Autor: Hans Rost (hansar)
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Dass es nicht einfach ist, habe ich auch schon gemerkt ;)

Ich bräuchte aber ein paar Informationen, wonach ich denn da suchen 
müsste bzw. wo ich mich einlesen kann, damit ich zumindest einen Ansatz 
finde.

Wäre sehr nett, wenn es da irgendwelche konkreten Begriffe gibt, die ich 
zur weiteren Recherche verwenden könnte.

Vielen Dank für die Antworten :)

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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@Falk
>Fange drei Nummern kleiner an.

Das ist nicht die Lösung, denn dann ginge der Bereich der 
Eingangsspannung von 180mV bis 1,5 Volt. Da bräuchte er einen 
Aufwärtswandler, um den
Kontroller mit Saft zu versorgen....

Flücht
Paul

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Es ist sicher sinnvoll, den Wandler durch ein entsprechendes IC zu 
steuern und nicht den µC selbst. Ob es da Bausteine für diesen 
Spannungsbereich gibt, weiß ich allerdings nicht.

Wenn nur ein paar mA für einen µC gebraucht werden, lohnt sich ein 
Wandler nicht unbedingt. Es gibt Linearregler für so hohe Spannungen wie 
den TL783, erhältlich z.B. beim großen C.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Hans Rost schrieb:

> Wie soll ich das verstehen? Sobald in der Software ein Bug auftritt, ist
> der µC hinüber?


WEnn ich das richtig verstanden habe, dann willst du einen SChaltwandler 
bauen, der vom µC angesteuert wird:
µC schaltet die 180V ein - µC schaltet die 180V aus, so dass sich an 
einer Spule 5V einstellen.
Hängt der µC aus irgend einem Grund UND passiert das zufällig wenn die 
180V eingeschaltet sind (also nach Murphy nur in diesem Zustand), dann 
grillt sich der µC mit den 180V selbst.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Hans Rost schrieb:

> Und wie sieht das aus mit höheren Eingangsspannungen also 150 V; die
> sind doch nicht mehr messbar über den µC?

(bezugnehmend auf die Lösung mit einem 7805)

Wozu willst du die messen?
Entscheidend ist doch, dass hinten 5V rauskommen, bzw. das die 
Eingangsspannung des 7805 auf ~10V gehalten werden (zb mit einer Spule).
Sinken die 10V auf 9.5V ab, werden die 180V eingeschaltet; ist die 
Eingangsspannung des 7805 wieder auf >10V, werden die 180V wieder 
ausgeschaltet.
Die 180V selber musst du nie messen.

Aber auch bei dieser Lösung: fällt der µC aus, kriegt der 7805 unter 
UMständen die vollen 180V ab -> brutzel.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Und verlass dich besser nicht darauf, dass du keine Softwarebugs 
produzierst.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Hans Rost (hansar)

>Dass es nicht einfach ist, habe ich auch schon gemerkt ;)

Und die Frage ist schlicht, wozu der Spass? Aus Bastel-Lerninteresse? 
OK.
FÜr eine professionelle Anwendung? Kaum sinnvoll.

>Wäre sehr nett, wenn es da irgendwelche konkreten Begriffe gibt, die ich
>zur weiteren Recherche verwenden könnte.

Du willst ein Weitbereichsnetzteil mit SEHR großem Eingangsbereich 
bauen(18:150 ~1:8) , das ist an sich schon eine kleine Herausforderung. 
Und dann noch über eien Mikrocontroller, der nebenbei auch noch was 
anderes machen soll, hmmm.

Sowas macht man eigentlich nicht, sondern nimmt einen fertigen IC für 
Schaltnetzteile, der funktioniert auch ohne Software.

MFG
Falk

Autor: Entwickler (Gast)
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>ich habe vor einen Abwärtswandler zu realisieren, der einen variablen
>Eingangsspannungsbereich von ca. 18 - 150 V (DC) besitzt.

Wo kommt Deine Eingangsspannung her? Welche Leistungs wird benötigt?

Für einfache Anforderungen eignen sich Steckerschaltnetzteile, die schon 
ab ca. 30V arbeiten. Vielleicht reicht Dir das schon.

Autor: Hans Rost (hansar)
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@Falk:

ich sollte dann also besser einen IC für Schaltnetzteile vor den µC 
schalten, dann könnte der µc auch normal weiterarbeiten - hast du da 
vllt. auch ein paar konkrete ICs, die du nennen könntest?


@Entwickler:

Die Eingangsspannung entnehme ich einer Batterie, die 18 - 150 V 
besitzt.
Der µC soll mit 5V und ca 25 mA versorgt werden; ergo muss ich die 
18-150 V auf 5V und ca 25mA runterregeln.

@Detlev:

ein reiner Linearregler würde schon fast zuviel Leistung verbraten, 
daher suche ich nach einer Alternativen

@karl-Heinz:

also eine auf ein µC beruhende Lösung ist nicht wirklich sicher; 
Software-Bugs produziert man ja am laufenden Band ;)

Autor: Floh (Gast)
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Hans Rost schrieb:
> Die Eingangsspannung entnehme ich einer Batterie, die 18 - 150 V
> besitzt.

Was ist das für ne Batterie?
:-)

Autor: Hans Rost (hansar)
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@Floh:

Ich glaube, ich habe mich ein wenig falsch ausgedrückt.

Es soll universell einsetzbar sein, daher die Reichweite von 18 - 150 V
Ich will den µC mal an eine 18 V und mal an eine 150 V Batterie 
anschließen, ohne, dass ich irgendwelche Modifikationen vornehmen muss - 
also funktionsfähig für den gesamten Eingangsspannungsbereich und jedes 
Mal soll der Wandler auf 5V/25mA runterregeln.



-------------

Vllt. sollte ich generell über eine Alternative nachdenken, die die 
Möglichkeit bietet diesen Eingangsspannungsbereich auf 5V/25mA 
runterzuregeln, um einen µC damit zu versorgen und das dann noch am 
Besten verlustarm.
Gibt es dazu vllt. Vorschläge oder Anregungen?

Autor: Lupin (Gast)
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Abwärtswandler mit nachgeschalteten Linearregler. Sollte für 25mA 
reichen.

Beim anlegen der Versorgung musst du dafür sorgen, dass der 
Schalttransistor des Abwärtswandlers durchgeschaltet ist (für diesen 
Moment sieht der Linearregler dann kurz die vollen 150V - muss man evtl. 
mit Zener-Diode auf was kleineres begrenzen). Danach wacht der µC auf 
und fängt an die Eingangsspannunng für den Linearregler auf z.B. 10V 
runter zu regeln.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Ich sehe gerade, der TL783 verträgt nur eine Differenzspannung von 125V, 
der geht hier also doch nicht. 25mA sind zudem eine ganze Menge, das 
spricht doch eher für Schaltnetzteil. Wahrscheinlich wird man das aber 
für diese eher exotische Anwendung selbst entwickeln müssen.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

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@  Hans Rost (hansar)

>also funktionsfähig für den gesamten Eingangsspannungsbereich und jedes
>Mal soll der Wandler auf 5V/25mA runterregeln.

Macht bei 150V ~ 3.8W Verlustleistung. Naja, nicht schön, aber ggf. 
akzeptabel.

>Gibt es dazu vllt. Vorschläge oder Anregungen?

Man könnte einen kleinen Flyback Converter aufbauen. Vielleicht sogar 
mit dem Urgetüm MC34063 + externer MOSFET.

MFG
Falk

Autor: Hans Rost (hansar)
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@Detlev:

Ist so eine Schaltnetzteilentwicklung ein heikles/schweres Unterfangen 
oder kann man sich da gut einarbeiten?

@Falk:
Wenn ich das richtig aus dem Datenblatt entnehme, dann kann der MC34063 
einen Spannungsbereich bis 40 V abdecken, oder?
Durch den externen Mosfet sollen dann die restlichen 110V abgedeckt 
werden oder wie soll ich das verstehen?

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

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@  Hans Rost (hansar)

>Ist so eine Schaltnetzteilentwicklung ein heikles/schweres Unterfangen

Jain.

>oder kann man sich da gut einarbeiten?

Jain.

>Wenn ich das richtig aus dem Datenblatt entnehme, dann kann der MC34063
>einen Spannungsbereich bis 40 V abdecken, oder?

Ja.

>Durch den externen Mosfet sollen dann die restlichen 110V abgedeckt
>werden oder wie soll ich das verstehen?

Nöö, der MC34063 muss immer mit einem externen Transistor arbeiten. Und 
eben diese Frgae zeigt, dass du noch weit von einer 
Schaltnetzteilentwicklung weg bist. Beschäftige dich erstmal mit den 
Grundlagen, bau dann was einfaches mit dem MC34063 auf, spiel bischen 
drann rum. Und wenn du es dann WIRKLICH verstanden hast, kannst du über 
dein jetziges Problem nachdenken.

MFG
Falk

Autor: Hans Rost (hansar)
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Also lässt sich festhalten, dass der MC34063 ungeeignet ist für 
letztlich zu verwendende Applikation.

Der externe Mosfet wird also verwendet, um die PWM zu erzeugen und diese 
wird je nach anliegender Spannung vom MC34063 generiert.

So habe ich das nun verstanden - aber gibt es so ein Bauteil auch mit 
einem wesentlich höheren Eingangsspannungsbereich?

@Falk:

Was heißt "jain"? Ist es nun schwer oder eher einfach sich da 
einzuarbeiten? Hast du vllt. ein paar gute Quellen?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Hans Rost (hansar)

>Also lässt sich festhalten, dass der MC34063 ungeeignet ist für
>letztlich zu verwendende Applikation.

Jain. Hab ich nicht im Detail drüber nachgedacht.

>So habe ich das nun verstanden - aber gibt es so ein Bauteil auch mit
>einem wesentlich höheren Eingangsspannungsbereich?

Such nach ICs für Netzspannung, die müssen 400V aushalten. Gibt es auch 
integriert, z.B. TNY274.

>Was heißt "jain"? Ist es nun schwer oder eher einfach sich da
>einzuarbeiten?

Eher schwer. Die Prinzipien sind einfach, aber der Teufel steckt im 
Detail.

MfG
Falk

Autor: nefuas (Gast)
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5V 25mA ?...vielleicht sind es echt 11 mA .
Baue eine Batterie rein und lebe 'einfach' !
Hier machen viele aus Nebensaechlichkeiten das Hauptproblem.
 ;-)

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Hans Rost schrieb:
> Also lässt sich festhalten, dass der MC34063 ungeeignet ist für
> letztlich zu verwendende Applikation.

Dein kenntnisstand ist eher völlig ungeeignet um Schaltnetzteile mit 
einem Eingangsspannungsbereich den einen Faktor 8 überstreicht und > 60V 
hat.

Versuche langsam an die Sache ranzugehen und nicht sofort die 
Eierlegende Wollmilchsau zu bauen.

Hans Rost schrieb:
> Es soll universell einsetzbar sein, daher die Reichweite von 18 - 150 V

Universelle Schaltungen sind meistens Mist, sie sind
1. Zu kompliziert weil sie universell sein sollen.
2. Für das eigentliche Problem suboptimal weil eben nicht daran 
angepasst.

Autor: Hans Rost (hansar)
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@nefuas:

Die Idee ist an sich nicht schlecht, allerdings müsste ich dann auch ein 
Ladegerät für den Akku des µCs entwickeln und die Batterie müsste eine 
mindestens genauso lange Laufzeit liefern, wie die größere.

@Schmitt:

Dann wäre die Frage, wo ich anfangen sollte.
Die theoretischen Grundlagen zum Sperrwandler/Flyback Converter werde 
ich mir wohl erarbeiten müssen.
Die Praxis ist dann hoffentlich, die im Datenblatt angegebenen 
Komponenten zu verschalten und dann zu testen - wobei ich mich noch mit 
der PWM-Ansteuerung befassen müsste, da diese denke ich, von Hand 
implementiert werden müsste.

Autor: Hans Rost (hansar)
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Ich habe jetzt mal ein bisschen nachgedacht und eine alternative Lösung 
dank eurer Vorschläge gefunden.
Die Frage ist, ob diese so umsetzbar ist?

Ich nehme einen Linearregler, der den Mikrocontroller für kurze Zeit 
(bis der µC einsatzbereit ist) mit seinen 5V Versorgungsspannung speist.
Dann betreibe ich über eine PWM einen Step-Down-Wandler, der dann den µC 
mit Spannung versorgt, so dass ich dann den Linearregler ausschalten 
kann.
Falls der µC einen Absturz hat, soll eine Schutzschaltung den 
Linearregler wieder einschalten und den µC resetten.
Dieser startet dann den Step-Down-Wandler erneut usw. usf.

Ist das eine mögliche Umsetzung oder übersehe ich hier etwas?

Autor: Lupin (Gast)
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Ist im grunde das, was ich bereits vorgeschlagen hatte. Man muss es 
einfach nur machen, darin liegt das Problem (man muss in echt 
anfangen nach zu denken und zu arbeiten).

Autor: Hans Rost (hansar)
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Naja, momentan kann ich mich nur mit der Theorie beschäftigen, da ich 
keine Bauteile zur Verfügung habe - von daher bin ich erst darüber am 
NAchdenken und evtl. auch mehrere Möglichkeiten zu suchen, damit ich 
dann, wenn die Bauteile da sind, mich direkt drauf stürzen und 
rumprobieren kann ;)

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Willst du eigentlich außer dem Wandeln noch irgendetwas anderes machen? 
Lohnt es sich, so viel Mühe und Zeit in die Spannungsversorgung zu 
stecken, oder kann man die nicht für anderes besser verwenden?

Deshalb vielleicht erst einmal eine schnelle, lineare Methode: Mit einem 
bipolaren Transistor und Zenerdiode an der Basis einen einfachen 
Spannungsregler auf ~9-10V machen und 78L05 hinterher schalten. Das 
funktioniert erst einmal.

Ein Schaltnetzteil ist zwar keine Raketentechnologie, aber mit einem 
Faktor 8 beim Eingangsspannungsbereich steckt da der Teufel im Detail. 
Ich habe zwar schon ein paar entwickelt, aber dass mein erster Entwurf 
gleich funktionieren würde, glaube ich dann doch nicht. Für blutige 
Anfänger ist das deshalb erst recht nichts.

Autor: avion23 (Gast)
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Hans Rost schrieb:
> Dann betreibe ich über eine PWM einen Step-Down-Wandler, der dann den µC
> mit Spannung versorgt, so dass ich dann den Linearregler ausschalten
> kann.
Im Prinzip ja, wurde auch oben schon beschrieben. Nur solltest du den 
Linearwandler nicht ausschalten. Dann kannst du dir die 
Spannungsüberwachung, schalten usw. sparen. Unter der Voraussetzung, 
dass der linearwandler keine große Leistung mehr verbraucht, wenn die 
Schaltung erstmal läuft.

Spielereien wie Watchdog, brownout und hardware-pwm würde ich benutzen.

Autor: Hans Rost (hansar)
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@avion:

Wenn ich den Linearwandler nicht ausschalte, sondern laufen lasse, 
brauche ich doch eine Schaltung, die den entkoppelt, damit der nicht 
weiter Leistung verbrät oder?

Autor: avion23 (Gast)
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Angenommen, du stellst den Linearwandler auf 4,5V und den Stepdown auf 
5V. Dann wird dem Linearwandler keine Leistung entzogen. Er muss nur den 
Querstrom für die Eigenversorgung bereitstellen. Und der kann sehr 
gering sein da du auch keine großen Leistungen ( <<25mA) benötigst.

Autor: Hans Rost (hansar)
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Ich wollte ja den Linearregler vor den Step-Down-Wandler setzen, da ich 
den ja sonst nicht aktivieren kann.

Wenn ich den Linearregler auf 4.5V stelle, dann regelt der doch von 150 
auf 4.5 runter und hat dann die ganzen 145.5 V als Verlust anliegen, 
oder irre ich mich da?

Dann noch eine Frage: Was versteht man unter Querstrom?


 Mein Aufbau wäre in etwa so:


Eingangssignal -> Linearregler -> Step-Down-Wandler

Wenn der Step-Down-Wandler an ist, wird der Linearregler rausgenommen 
und dann sieht das nur noch so aus:

Eingangssignal -> Step-Down-Wandler

Wobei der Step-Down-Wandler auch die Steuerung über den µC beinhaltet

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Warum nimmst du nicht einfach ein Schaltnetzteil IC ?
Der UC3842 hat fast alles drin was du brauchst.

http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/SGSThoms...

In dem Datenblatt ist auch eine Schaltung drin wie man das Teil an 
Netzspannung anschliesst und es sich anschliessend sich selbst versorgen 
laesst.

Wenn du das mit einen uC machen willst erzeugst du erstmal viel 
durchlegiertes Silizium. Ob sich das jetzt lohnt ?
Ausserdem ist das ganze nicht gerade besonders robust gegen Transienten 
etc.

Autor: Hans Rost (hansar)
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@helmi1

Naja, wenn es einen IC gibt, der mir

18-150 V Gleichspannung auf 5 V runterregeln kann, ohne dabei zu hohe 
Verluste aufzuweisen, bin ich sehr dankbar dafür ;)

Zu deinem Vorschlag:

Kann ich den IC auch mit bis zu 150 V DC betreiben (anstatt AC)?

Das Beispiel zeigt mir ja 3 Ausgangsspannungen, die könnte ich ja auf 
die 5V-Line beschränken, oder?
Dann wäre noch die Frage, wo bekomme ich einen solchen Transformer her, 
der dort verwendet wird?

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Hans Rost schrieb:
> Kann ich den IC auch mit bis zu 150 V DC betreiben (anstatt AC)?

Wenn du denn Gleichrichter vorne weglaesst ... Dann geht der auch mit 
DC.

>Das Beispiel zeigt mir ja 3 Ausgangsspannungen, die könnte ich ja auf
>die 5V-Line beschränken, oder?

Die kann man auch auf nur 5V beschraenken.

>Dann wäre noch die Frage, wo bekomme ich einen solchen Transformer her,
>der dort verwendet wird?

Denn must du aus einen Kernbausatz selber bauen. Die wickle ich auch 
immer selber.

Du kennst diese Seite hier :

http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/smps.html

Da kann man sich den Trafo berechnen lassen. Fertig gibt es das nicht.

Hans Rost schrieb:
> 18-150 V Gleichspannung auf 5 V runterregeln kann, ohne dabei zu hohe
> Verluste aufzuweisen, bin ich sehr dankbar dafür ;)

Das Problem hierbei ist die grosse Spanne. In dem bereich muss auch 
deine PWM sich bewegen.  Und da gibt es schon Probleme. Bei hoher 
Spannung am Eingang ist die Einschaltzeit des Transistors relativ kurz. 
Und das must der und das IC auch erstmal mitmachen. Am anderen Ende ist 
die Auschaltzeit dann sehr kurz.

Das ganze ist nicht so einfach hinzukriegen. Dein 50% Tastverhaeltnis 
sollte ja in der Mitte des Spannungsbereiches von 18 .. 150V liegen.

Auch sollte die Regelung der Schaltung sauber funktionieren. Das waere 
dann das naechste Problem. Sonst kann es sein das ab einer bestimmten 
Spannung das ganze anfaengt zu schwingen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Helmut Lenzen (helmi1)

>Das ganze ist nicht so einfach hinzukriegen. Dein 50% Tastverhaeltnis
>sollte ja in der Mitte des Spannungsbereiches von 18 .. 150V liegen.

Bei reiner PWM aus dem Lehrbuch. Viele Ics verwenden aber eine 
Pulsdichtemodulation mit fester Pulsbreite, so auch der MC34063. 
Damit kann man noch deutlich mehr machen, wenn gleich bisweilen auf 
Kosten des Rippels der Ausgangsspannung.

MFG
Falk

Autor: Hans Rost (hansar)
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Bsp:              _______<_____________<____________<
               T1|                                  |
               __|__      ____________      _________|_______
18...150V -----/   \----- |Linearregler |----| µC; PWM; ADC |
                      |   ---------------    -----------------
                      |                                 |
                      |_>______________>______________>_|


Würde das so funktionieren?

Da würde ich ja, weil der µC eh vorhanden ist, weniger Bauteile 
benötigen, oder?

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
Datum:

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Hans Rost schrieb:
> Würde das so funktionieren?

Was du da gezeichnet hast hat nicht viel mit einem Schaltregler zu tun.

Begnüge dich damit, dass dein Kenntnisstand für diese Aufgabe nicht 
ausreicht, oder eigne dir diesen mit einem einfachen Projekt an.

Autor: Hans Rost (hansar)
Datum:

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Aber wäre das denn nicht eine ähnliche Funktionsweise?

Ich schalte über die PWM, die anliegende Spannung an und aus und 
reduziere so die resultierende Spannung auf 5 V - der Linearregler wird 
dann 5V auf 5V regeln (vllt. auch 7V auf 5V) und damit den µC versorgen.

Habe ich das so richtig verstanden?
Der ADC misst, ob der Transistor geschaltet werden soll oder nicht.

Autor: Lupin (Gast)
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Das hat den gleichen Wirkungsgrad wie ein Linearregler. Denn wenn der 
Kondensator vorm Linearregler nur auf zB 7V geladen ist und der µC dann 
den Transistor ein schaltet hast du über den Transistor immernoch 
150V-7V und einen super hohen Strom. Der Kondensator vorm Linearregler 
wäre blitzschnell auf 150V geladen.

Autor: Hans Rost (hansar)
Datum:

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Hallo,

ich habe mich leider verlesen bzw. ich hab es noch mal gesagt bekommen, 
dass es nicht 18 bis 150, sondern

10 bis 190 V sind, die auf 7V  runtergeregelt werden sollen und einen 
Strom bis 50 mA liefern sollen.


Dass ich die Handschrift auch nicht mehr entziffern kann nenene :/

Gibt es dafür vllt. irgendwelche Bausteine, die man verwenden könnte?

Vielen Dank für eure Hilfe


---Edit---
Ich glaube, hier komme ich um ein Schaltnetzteil nicht mehr herum, oder?

Wie wickelt man denn so einen Transformator richtig? Habe das noch nie 
gemacht.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Es sollte in jedem Fall eine galvanische Trennung zwischen den 18..190V 
und den 5V sein, denn ich finde die 190V werden langsam gefährlich an zu 
fassen. (Bruzel)

Siehe Standard Schalt-Netzteile für 230V AC. Da gibt es auch welche die 
haben einen weiten Eingangsspannungsbereich.

Autor: Hans Rost (hansar)
Datum:

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Gibt es die auch als Baustein?

So, dass ich z.B. den Trafo nicht selbst wickeln muss? Die restlichen 
Bauseine sind ja eigentlich relativ einfach zu besorgen (C,R,...).

Wenn es keinen Trafo gibt, was muss ich bei einem Trafo Marke 
Eigenwicklung beachten?

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Markus Müller schrieb:
> Siehe Standard Schalt-Netzteile für 230V AC. Da gibt es auch welche die
> haben einen weiten Eingangsspannungsbereich.

Ja gibt es, aber nicht bis 10V runter.


Das wird nicht in einem Bereich zu schaffen sein. Da wirst du eine 
Umschaltmoeglichkeit vorsehen muessen.

Hans Rost schrieb:
> Ich glaube, hier komme ich um ein Schaltnetzteil nicht mehr herum, oder?

Da kams du auch vorher nicht drum rum.

>Wie wickelt man denn so einen Transformator richtig? Habe das noch nie
gemacht.

Im einfachsten Fall:
Windungszahl berechnen ,Wickelraum berechnen, Kern aussuchen und dann 
wickeln.
Da du aber nicht so exakt wickeln kannst wie eine Maschine wird der Kern 
groesser ausfallen. Und nicht die Isolation zwischen den Lagen 
vergessen.
Bis der Trafo richtig funktioniert wird es eh ein paar Versuche 
beduerfen.
(Trafos wie auch Halbleiter).

Und vergiss das mit dem uC als Controller.

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