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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lichtschranke aus alter Maus


Autor: balou (Gast)
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Hallo

ich habe eine alte Maus geöffnet und wollte eine der Lichtschranken als 
Drehgeber benutzten. Als IC ist ein HT6513 verbaut. 
http://www.datasheetcatalog.org/datasheets/320/170593_DS.pdf
Daraus konnte ich entnehmen, wie die Phototransistoren und IR Dioden 
verschaltet sind (+vergleich mit Platine).
Leider habe ich keine Daten über die Phototransistoren. Ich habe das IC 
von der Platine runtergelötet. Die Ausgänge der Sensoren, welche direkt 
auf das IC gingen habe ich über einen 4,7kOhm Widerstand auf Masse 
gelegt.
Nun bildet der Phototransistor mit dem Widerstand quasi einen 
Spannungsteiler. D.h. ist der Transistor durchgeschaltet liegen 5 Volt 
zwischen Transistor und R, anderen falls ~ 0 Volt.

Leider Messe ich immer 5 Volt. Komsicherweise funktioniert auch nur eine 
IR LED obwohl sie sich ohmisch beide gleich messen (Habe ich mit einer 
Handycam überprüft)

Kann mir einer einen Tip geben?

Vermuteter Aufbau des Phototransistorgehäuses + Modifikation

                     .+ 5 Volt
    Phototransistor  |
        .-------------------------.
        |            |    Gehäuse |
        |       .----o-----.      |
        |       |          |      |
        |     |/         |/       |
        |    -|         -|        |
        |     |>         |>       |
        |       |          |      |
        |       |          |      |
        |       |          |      |
        '-------------------------'
                |          |
       ---------o          o------------.
      Ausgang 1 |          |   Ausgang 2
                |          |
                |          |
               .-.        .-.
               | |        | |
               | |        | |  4,7k
          4,7k '-'        '-'
                |          |
                |          |
                |          |
                '----------|
                           |
                           |
                           |
                          ===
                          GND

(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)


Und hier die Verschaltung der IR LEDs (daran habe ich nichts geändert!)


                                 2,7k
     + 5 Volt      IR1        _           IR2       GND
            ------>|---------|___|--------->|--------

(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)

2,7k kommt mir etwas viel vor ... aber Maus funktionierte ja bis zum 
Ende ihrer Tage (heute :-D)

Grüße
balou

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Leider Messe ich immer 5 Volt.
Dann steuern die Transistoren durch. Miss mal bei Dunkelheit...

> Komsicherweise funktioniert auch nur eine IR LED
Die andere könnte ja einfach kaputt sein... ;-)
Die Lebensdauer von optischen Bauteilen wird bis zur Halbierung der 
Leuchtstärke angegeben.

> obwohl sie sich ohmisch beide gleich messen
Du hast aber schon den Diodentest-Modus zur Messung verwendet?

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Hallo,
Du hast eine Kollektorschaltung aufgebaut. Das ist ein Emitterfolger, 
Spannungsverstärkung = 1. Ist hier nicht eine Emitterschaltung 
erforderlich?
http://www.info-rlp.de/lernteams/elektrotechnik/mi...
Gruss Klaus.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Es ist hier unnötig, von irgendwelchen Transistorschaltung zu sprechen. 
Hier dient einfach der Transistor als Schalter. Ob der jetzt von 5V oder 
gegen GND schaltet ist hier irrelevant...

> liegen 5 Volt zwischen Transistor und R, anderen falls ~ 0 Volt.
Allerdings liegen in der obigen Schaltung zwischen Transistor und R 
immer 0V, weil die beiden mit einem Stück Draht verbunden sind.
Formal richtig (und wahrscheinlich so gemeint) ist, dass über dem 
Widerstand immer 5V abfallen... ;-)

Autor: MaWin (Gast)
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> Leider Messe ich immer 5 Volt.

Es ist immer hell ?

> Komsicherweise funktioniert auch nur eine IR LED

Eine reicht doch wohl auch gegenüber von 2 Transistoren.

> Kann mir einer einen Tip geben?

4k7 find ich recht gering, da fliesst viel Strom,
aber in deine Richtung (es kommen immer +5V) geht
natürlich ein kleiner Widerstandswert in die richtige
Richtung um gegen Umgebungslicht renitenter zu werden.

Autor: Klaus Ra. (klara)
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Hallo Lothar,

>Es ist hier unnötig, von irgendwelchen Transistorschaltung zu sprechen.
>Hier dient einfach der Transistor als Schalter. Ob der jetzt von 5V oder
>gegen GND schaltet ist hier irrelevant...

Das kann ich nicht ganz glauben. Wir haben beim Fototransistor zwar 
keine zugängliche Basis, bzw. man kann dort keinen Basisstrom einleiten, 
jedoch besorgt die Einleitung eines Stromes der Fotoeffekt. Demnach 
macht es doch einen Unterschied ob man eibe Kollektorschaltung oder 
einen Emitterfolger einsetzt.

Wenn jedoch der Fototransistor wirklich intern beide Kollektoren 
zusammengeschaltet hat, dann wäre die oben aufgeführte Beschaltung 
korrekt.

Gruss Klaus.

Autor: balou (Gast)
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Hallo Leute!

war wohl etwas spät gestern. Hatte die Masse Leitung an den falschen Pin 
gehängt ... sorry

>Du hast aber schon den Diodentest-Modus zur Messung verwendet?
Nein ich nehm immer ein Ohmmeter ... geht ganz gut.

Die Widerstandserhöhung hats gebracht ... Hab jetzt mal was um die 40 
kOhm als Pulldown drin.


Ich messe jetzt eine Spannung zwischen 0 und 3 Volt je nach dem ob ich 
komplett abgedeckt habe oder nicht (Mit dem 4,7 k Widerstand war es 
wesendlich schlechter)

Am Oszi sehe ich je nach Drehgeschwindigkeit einen "sinusförmigen" 
Verlauf??
Ist das normal ... Ich hätte ehr was rechteckiges erwartet???
Oder ist das aufgrund des Streulichts, der IR Dioden normal??? D.h die 
IR-Diode wird immer mehr oder weniger abgedeckt...

Danke für Infos

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Klaus Ra. schrieb:
> jedoch besorgt die Einleitung eines Stromes der Fotoeffekt. Demnach
> macht es doch einen Unterschied ob man eibe Kollektorschaltung oder
> einen Emitterfolger einsetzt.
Bestenfalls bei sehr hohen Frequenzen könnte ich mir da aufgrund des 
Miller-Effekts (;-) irgendwelche Einschränkungen vorstellen. Interessant 
ist bei der Definition einer Transistroschaltung doch, welcher Pin des 
Transistors bezüglich des Eingangs und Ausgangs (wenigstens 
wechselspannungsmäßig) auf gemeinsamen Potential liegt.
Und weil das Eingangssignal bei einem Fototransistor ein optisches ist, 
kann ich diese Regel hier nicht anwenden. Oder alternativ: was wäre 
jetzt das hier für eine Schaltung?
                    GND
                    === 
    Phototransistor  |
                .----o-----.
      Ausgang 1 |          |   Ausgang 2
                |          |
                |          |
               .-.        .-.
               | |        | |
               | |        | |  4,7k
          4,7k '-'        '-'
                |          |
                |          |
       ---------o          o------------.
                |          |
        .-------------------------.
        |       |          |      |
        |     |/         |/       |
        |    -|         -|        |
        |     |>         |>       |
        |       |          |      |
        |       '----o-----'      |
        |            |            |
        '-------------------------'
                     |
                     |
                     |
                     o -5V



balou schrieb:
> Ist das normal ... Ich hätte ehr was rechteckiges erwartet???
Ja, weil du nicht sofort den ganzen Transistor abdecken kannst...

Autor: balou (Gast)
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Danke, das klingt logisch.
Um die Drehrichtung auszuwerten, würde ich jetzt ein Schmitttrigger an 
die beiden Signale legen und die dann auswerten... Ist das richtig, oder 
gibt es da bessere Möglichkeiten

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> würde ich jetzt ein Schmitttrigger an die beiden Signale legen
> gibt es da bessere Möglichkeiten
Ja: es wäre besser, zwei Schmitttrigger zu verwenden... ;-)

Autor: balou (Gast)
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Alles klar ;-D

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