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Forum: HF, Funk und Felder UMTS v. GSM Leistungsaufnahme bei Telefonie


Autor: Pete (Gast)
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Hi,
warum braucht eigentlich ein UMTS Telefon beim Telefonieren im UMTS Netz
ca. die 2-fache elektische Leistung gegenüber dem Telefonieren im GSM 
Netz?

Wo wird die zusätzliche Leistung verbraten?

Pete

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn du Oliver Bartels fragst: im beknackten Standard.

Wenn du eine ausführliche Antwort wünschst, dann stell diese Frage in
der Newsgroup de.sci.electronics, dort liest Oliver hin und wider mit.

Autor: A. K. (prx)
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Könnte was damit zu tun haben: GSM verwendet ein Zeitschlitzverfahren, 
die einzelnen Handies einer Funkzelle senden nacheinander nur in einem 
kleinen Teil der Zeit. Beim vorwiegend in den USA aber eben auch in UMTS 
verwendeten CDMA-Verfahren wird jedoch permanent gesendet (dafür mit 
u.U. geringerer Leistung).

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Der CDMA-Decoder braucht viel.

Autor: Randy (Gast)
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Dazu kommt noch:
* Bei UMTS(CDMA) wird im gegensatz zu GSM gleichzeitig gesendet und 
empfangen (vollduplex), deswegen braucht man einen Diplexfilter statt 
eines einfachen Sende-/Empfangsumschalters. Der Diplxer hat 
üblicherweise mehr Durchlassverluste als der Schalter.
* Bei UMTS braucht man wegen der Modulation einen linearen Verstärker, 
bei GSM kann der Verstärker nichtlinear sein (Class C o.ä.) und hat 
(zumindest bei hoher Leistung, d.h. schlechter Verbindung) einen 
besseren Wirkungsgrad.
In der Stadt bei gutem Empfang und minimaler Sendeleistung macht das 
aber nicht viel aus.

Autor: A. K. (prx)
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Grad mal ausprobiert (Nokia C5), mit Datenkommunikation:
- Idle: 0,17W (Licht),
- GSM/EGPRS: ~0,4W,
- UMTS/HSDPA: ~0,95W.

Wenn man die Grundlast abzieht, dann sind es ca. 0,2W vs 0,8W für den 
Datenfunk. Heftig. Wobei das natürlich stark davon abhängen dürfte, wo 
man grad dranhängt. Muss ja in den beiden Fällen nicht zwingend der 
gleiche Mast sein.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Der Hintergrund war ja auch, daß man GSM partout nicht in USA haben 
wollte, da keine 'eigene' Entwicklung! Also hat man CDMA durchgeboxt...

Für Normalsterbliche wäre das 'veraltete' GSM völlig ausreichend! Es ist 
die bessere technische Lösung.

Autor: A. K. (prx)
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Abdul K. schrieb:

> Für Normalsterbliche wäre das 'veraltete' GSM völlig ausreichend! Es ist
> die bessere technische Lösung.

Sagen wir mal, es ist die insgesamt effizientere Variante, weil es bei 
hinsichlich Telefonie grob ähnlichem Ergebnis deutlich einfacher 
realisiert werden kann, zumal wenn vom dicht besiedelten Europa die Rede 
ist.

Bei Datenfunk sieht es etwas anders aus. Da liegen beim Durchsatz 
zwischen HSPA und EGPRS Faktor 10 oder mehr. Je nach Anwendung ist das 
durchaus spürbar. Diese eierlegenden Wollmilchsäue namens Handy sind ja 
längst mehr als nur Telefone.

NB: So ganz fremd ist den Amis das GSM aber auch nicht. M.W. verwenden 
dort von den grossen Providern zwei CDMA und zwei GSM, nur ist CDMA 
deutlich verbreiteter. Und UMTS ist zwar (W-)CDMA, aber davon profitiert 
höchstens Qualcomm, nicht der US-Anwender.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Es ging auch primär nur um Qualcomm.

Der Laie vermutet hinter Normungausschüssen das Finden von optimalen 
technischen und kaufmännischen Lösungen.
Es geht aber eigentlich meistens schlicht nur um Platzhirschverhalten.

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