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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Drehschalter durch Taster ersetzen


Autor: multiholle (Gast)
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Ich habe einen Drehschalter mit 10 verschiedenen Stellungen. Mir gefällt 
die Bedienung jedoch nicht und ich möchte stattdessen 10 Taster 
verwenden. Wie kann ich eine Schaltung aufbauen, die mit den Tastern 
genau die gleiche Funktionalität wie ein Drehschalter bietet. Gehts das 
ohne µController?

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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multiholle schrieb:
> Ich habe einen Drehschalter mit 10 verschiedenen Stellungen. Mir gefällt
> die Bedienung jedoch nicht und ich möchte stattdessen 10 Taster
> verwenden. Wie kann ich eine Schaltung aufbauen, die mit den Tastern
> genau die gleiche Funktionalität wie ein Drehschalter bietet. Gehts das
> ohne µController?

Hallo,

es ging mal - es gab Tastenreihen mit gegenseitiger Auslösung, besonders 
schön elfenbeinfarben zur Senderwahl an unserer historischen Musiktruhe 
aus den 50iger Jahren. Ich glaube nicht, dass sowas noch jemand 
herstellt, weil die gegenseitige Auslösung elektronisch viel 
platzsparender machbar ist. So ein Tastenblock wog bestimmt ein halbes 
Kilo. Aber vielleicht findest du ja ein altes Radio mit 10 
Senderwahltasten...

Gruss Reinhard

Autor: multiholle (Gast)
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> es ging mal - es gab Tastenreihen mit gegenseitiger Auslösung
Die Teile kenne ich und die gibt es auch noch. Aber sowas möchte ich 
nicht. Ich möchte wirklich normale Taster dafür verwenden und dahinter 
dann eine Schaltung die die Funktionalität übernimmt.

Ich weiß nur nicht, wie man so eine Schaltung aufbaut. Eventuell hat das 
ja schonmal jemand gemacht?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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multiholle schrieb:
> Wie kann ich eine Schaltung aufbauen, die mit den Tastern genau die
> gleiche Funktionalität wie ein Drehschalter bietet. Gehts das
> ohne µController?
Relais und Selbsthaltung und Dioden fallen mir da auf Anhieb ein...

> die mit den Tastern genau die
> gleiche Funktionalität wie ein Drehschalter bietet
Allerdings ist mit "Drehen" da nicht mehr viel los...

Autor: multiholle (Gast)
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Mit "Funktion des Drehschalters" meinte ich, dass zu Zeit jeweils nur 
eins der 10 Relais aktiv ist. Die Schalter sollen sich gegenseitig 
ausschließen.

Wie muss ich die Realis schalten, dass immer nur ein Relais zur Zeit 
aktiv sein kann?

Autor: X. H. (shadow0815)
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Achso, wie bei nem Uralt-Radio, eine Taste drückt man, die Anderen 
springen raus ("radio button widget" :P), und nur ein Ralais bleibt an. 
Und das elektronisch per Taster-Reihe.

Geht wohl mit RS-Flip-flops? Gibs die als IC?
Jeder Taster geht auf den Setz-Eingang "seines" flip flops und auf den 
Reset-Eingang aller Anderen...

An jeden flipflop Ausgang Transistorschalter mit Relais...

Autor: multiholle (Gast)
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Ich habe mal versucht eine Logik mit RS-FF aufzubauen. Das ganze sieht 
dann so aus. Für mehr Schalter braucht man dann entsprechend große 
Oder-Gatter. Nur wie setze ich das Ganze jetzt in die Realität um?

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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Hier nochmal das Bild in vernünftiger Größe.

Autor: Lehrtaste (Gast)
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Mit einem Taster geht das recht einfach. Nimm ein 4017 CMOS (Sehr 
beliebt für Lauflichter). An den Eingang hängst du einen Taster mit 
Schmitt-Trigger und Entprellung (Tiefpass).

Mit zehn Tasten fällt mir gerade nichts ein...

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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multiholle schrieb:
> Nur wie setze ich das Ganze jetzt in die Realität um?
Ich würde da ein CPLD nehmen. Ein GAL wäre evtl. auch nicht ohne...
Allerdings müssen die Dinger noch programmiert werden... :-/

Autor: Günther N. (guenti)
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Weshalb man einen Drehschalter mit 10 verschiedenen Stellungen durch 10 
einzelne Taster ersetzen will,geht nicht in meine grauen Zellen.Der 
Platzbedarf ist doch viel höher.Im Zeitalter moderner Elektronik sind 
aber sicher noch kompliziertere Lösungen des Problem's möglich als 
bisher vorgeschlagen.

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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Günther N. schrieb:
> Weshalb man einen Drehschalter mit 10 verschiedenen Stellungen durch 10
> einzelne Taster ersetzen will,geht nicht in meine grauen Zellen.

Ich möchte eine Lichtsteuerung für meine Wohnung bauen und über die 
Taster eine schnelle Szenenauswahl bauen. Bei einem Drehschalter wäre 
der WAF gleich null ^^

Aber ich sehe, dass das gar nicht so einfach ist. Ich glaube ich werde 
mich doch mal mit dem Atmega8 beschäftigen. Der kann dann auch gleich 
das Dimmen meiner Lampen übernehmen. Grundkenntnisse in Assembler habe 
ich und beim Rest könnt ihr mir dann sicherlich helfen.

Autor: Lehrtaste (Gast)
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Marcel Holle schrieb:
> Ich glaube ich werde
> mich doch mal mit dem Atmega8 beschäftigen. Der kann dann auch gleich
> das Dimmen meiner Lampen übernehmen.

Hoffentlich sind das nur LEDs, sonst könnt's happig werden.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Lothar Miller schrieb:
> multiholle schrieb:
>> Nur wie setze ich das Ganze jetzt in die Realität um?
> Ich würde da ein CPLD nehmen. Ein GAL wäre evtl. auch nicht ohne...
> Allerdings müssen die Dinger noch programmiert werden... :-/

Früher (tm) gab es für diese Applikation mal SAS560 und 570 (zum 
Kaskadieren). Da waren sogar Sensortasten der absolut hippe Teil.

Heute ist ein atmega oder sonstiges  sicher die einfahcere Wahl für eine 
Einzelanwendung, statt das in "Silizium" gießen zu wollen macht Software 
das recht einfach möglich .

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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Bei den Lampen handelt es sich um Leuchtstofflampen mit dimmbaren EVGs. 
Diese werden durch einen einfachen 100 kOhm Drehpoti gedimmt. Ich 
bräuchte also nur einen "digitalen Poti". Ich hoffe sowas gibt es?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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@ Marcel:

wäre dir sowas angenehm:

http://www.farnell.com/datasheets/91388.pdf

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Die EVGs haben sicherlich auch noch einen analogen Steuereingang für 
0...+10V?! Den würde ich eher benutzen, als digitale Potis mit 100k zu 
verwenden. Dadurch wäre Deine Steuerschaltung dann etwas 'universeller'.

Ein weiterer Punkt wäre ebenfalls zu klären: Können überhaupt mehrere 
dieser EVGs auf ein gemeinsames (GND-)Potential von der Steuerschaltung 
'gezogen' werden? Vmtl. schon - aber vorher abklären/überprüfen sollte 
man das auf jeden Fall.

@Lehrtaste:
Eine Entprellung der Taster ist bei dieser Schaltung überflüssig. Ein 
mehrfaches Drücken (Prellen) der gleichen Taste führt zu keinem Problem 
hier. Einmal ausgelöst spielt es halt keine Rolle mehr, wie oft man den 
selben Taster erneut drückt, gelle?!? ;-)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Ähm, Andrew, was hat ein "Material Safety Data Sheet" von Tadiran 
Batteries Ltd. mit diesem Thread zu tun?!?
Hast Du Dich da irgendwie vertan?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Raimund Rabe schrieb:
> Ähm, Andrew, was hat ein "Material Safety Data Sheet" von Tadiran
> Batteries Ltd. mit diesem Thread zu tun?!?
> Hast Du Dich da irgendwie vertan?

Ich hatte das Poti aus:

Beitrag "Digitales Potentiometer (seriell)"

dort den Link aus dem ersten Beitrag. Da kam dann bei mir eine Bauteil 
das ein Digitalpotentiometer ist.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Alles klar. Ist nachvollziehbar.
Da hat wohl Farnell(!) die PDFs durcheinandergewürfelt?!
Auch der Original-Link, aus dem von Dir genannen Beitrag, bringt nur das 
bereits von mir erwähnte PDF - leider.

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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Die EVGs erzeugen die Versorgungsspannung von 10V selbst. Es wird 
einfach ein Poti zu Regelung der Helligkeit angeschlossen. Habe mir 
jetzt mal den hier rausgesucht: 
http://www.farnell.com/datasheets/12247.pdf

Außerdem habe ich mir zum Spielen den rumpus von lcohraster.org gegönnt. 
Damit werde ich meine Assemblerkenntniss etwas auffrischen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Diese werden durch einen einfachen 100 kOhm Drehpoti gedimmt.

Hmm, sind die Ansteueranschlüsse denn potentialfrei ?

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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So ist die 1..10V Schnittstelle des EVGs beschrieben

>1. Die Ansteuerung erfolgt über ein störungssicheres
>Gleichspannungssignal von 10V (maximale Helligkeit; Steuerleitung
>offen) bis 1V (minimale Helligkeit; Steuerleitung kurzgeschlossen)

>2. Die Steuerleistung wird vom EVG erzeugt (max. Strom: 0,6 mA pro EVG)

>3. Die Spannung auf der Steuerleitung ist potentialgetrennt von der
>Netzleitung, jedoch keine Schutzkleinspannung (SELV).

>4. EVG an verschiedenen Phasen können über dasselbe Steuergerät
>gedimmt werden.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Dann paßt ja alles und Du kannst mit einem Steuergerät die EVGs, sogar 
an verschiedenen Phasen, ohne Probleme betreiben. :-)

Autor: Marcel Holle (multiholle)
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Raimund Rabe schrieb:
> Dann paßt ja alles und Du kannst mit einem Steuergerät die EVGs, sogar
> an verschiedenen Phasen, ohne Probleme betreiben. :-)

Ich glaube mit Steuergerät ist hier nicht das EVG sondern der Poti oder 
ähnliches gedacht. Es gibt von Osram ein 80 Seiten starkes dokument zu 
den Ansteuerungmöglichkeiten dieser EVGs^^

Autor: Robert L. (lrlr)
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oh gott..

>"radio button

da programmiert man seit min. 20 Jahren, und checkt nicht warum das 
radio button heißt... (schäm)

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Marcel Holle schrieb:
> Raimund Rabe schrieb:
>> Dann paßt ja alles und Du kannst mit einem Steuergerät die EVGs, sogar
>> an verschiedenen Phasen, ohne Probleme betreiben. :-)
>
> Ich glaube mit Steuergerät ist hier nicht das EVG sondern der Poti oder
> ähnliches gedacht. Es gibt von Osram ein 80 Seiten starkes dokument zu
> den Ansteuerungmöglichkeiten dieser EVGs^^

Korrekt! Das Gerät, was die EVGs steuert ist halt das 'Steuergerät' und 
was den Leuchtstofflampen vorgeschaltet ist, ist das elektronische 
'Vorschaltgerät' (oder kurz: EVG), gelle!?! ;-))

Autor: Hamburger (Gast)
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Hallo,

bezüglich der ursprünglichen Fragestellung: n Taster, die sich 
gegenseitig auslesen:


Ginge das so wie ich es im angehängten Schaltplan entworfen habe?
Idee:
Man benötigt zweipolige Taster und zweipolige Relais.
- Jedes Relais hat einen Selbsthaltezweig und einen Zweig zum Schalten 
beliebiger Lasten.
- Wenn eine der Tasten gedrückt wird dann wird ALLEN Relais die Spannung 
für die Selbsthaltung geklaut.
- Der eine gedrückte Taster sorgt sofort danach für ein Anziehen 
"seines" Relais.
- Wegen des Kondensators bleibt die Spannung für "sein" Relais auch noch 
kurz erhalten wenn der Taster wieder losgelassen wird.
- In der Ruhestellung bleibt das Relais dann wieder angezogen weil der 
Selbsthaltekreis jetzt wieder mit Spannung versorgt ist
- Über die Wiederstände wird der jeweilige Kondensator gezielt entladen
Weiter Stufen sind anreihbar.

Haut das so hin? Geht das ohne Halbleiter - nur Relais und Taster - 
einfacher?

Wenn man nun eine Default-Stellung beim Einschalten haben möchte: Könnte 
man das Erreichen indem man einen Kondensator parallel zu einem der 
Taster legt, der dann beim Einschalten dafür sorgt, dass kurz Strom 
fließt und dadurch das Relais als Default anzieht?
Stefan

Autor: Hamburger (Gast)
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sorry: Zeichnung aus Versehen doppelt..

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Hamburger schrieb:
> Hallo,
>
> bezüglich der ursprünglichen Fragestellung: n Taster, die sich
> gegenseitig auslesen:
>
>
> Ginge das so wie ich es im angehängten Schaltplan entworfen habe?
> Idee:
> Man benötigt zweipolige Taster und zweipolige Relais.
> - Jedes Relais hat einen Selbsthaltezweig und einen Zweig zum Schalten
> beliebiger Lasten.

Jip

> - Wenn eine der Tasten gedrückt wird dann wird ALLEN Relais die Spannung
> für die Selbsthaltung geklaut.

Jip

> - Der eine gedrückte Taster sorgt sofort danach für ein Anziehen
> "seines" Relais.

Jip

> - Wegen des Kondensators bleibt die Spannung für "sein" Relais auch noch
> kurz erhalten wenn der Taster wieder losgelassen wird.

Dafür sind aber 1nF für C1...C3 sehr wahrscheinlich nicht groß genug.

> - In der Ruhestellung bleibt das Relais dann wieder angezogen weil der
> Selbsthaltekreis jetzt wieder mit Spannung versorgt ist

Jip

> - Über die Wiederstände wird der jeweilige Kondensator gezielt entladen
> Weiter Stufen sind anreihbar.

Nop! R1...R3 sind überflüssig, da C1...C3 ja schon direkt parallel zur 
Erregerspule des Relais geschaltet sind und sich dort sehr viel 
schneller entladen als über diese 1MOhm.

> Haut das so hin? Geht das ohne Halbleiter - nur Relais und Taster -
> einfacher?

Net ganz! Parallel zu den Relais-Spulen sollten Freilauf-Dioden rein. 
Anode nach GND und Katode nach + (also wenn man so will nach C1, C2 bzw. 
C3). Sonst weiß ich nicht wie lange die 9V-Batterie/Netzteil das 
mitmacht.

> Wenn man nun eine Default-Stellung beim Einschalten haben möchte: Könnte
> man das Erreichen indem man einen Kondensator parallel zu einem der
> Taster legt, der dann beim Einschalten dafür sorgt, dass kurz Strom
> fließt und dadurch das Relais als Default anzieht?

Prinzipiell ginge das. Aber bitte nicht wieder mit nur 1nF. Das dürfte 
auch für z.B. kleine Reed-Relais (mit wenig Spulenstrom) zu wenig sein. 
Schau ins Datenblatt vom Relais und schau mal nach, was die 
Anzugsverzögerung ist, dann hast Du hoffentlich ein Gefühl dafür 
bekommen wie träge so ein Relais ist, und welche Zeiten Du mit so einem 
Kondensator/ELKO überbrücken mußt.
Und wer's nicht (überschlagsweise) rechnen möchte/kann, der darf auch 
gerne die Trial-and-Error-Methode einsetzen. ;-)

> Stefan

Autor: Hamburger (Gast)
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Hallo Raimund,
danke für die schnelle und ausführliche Antwort!

Das mit dem gegenseitig Auslösen klappt (bisher im Simulator..) gut.

Wenn ich den Kondensator C4  für ein defaultmäßiges Einschalten von 
Relais 1 einbeziehe dann zieht das Relais sehr gut beim Einschalten an 
aber das mit dem gegenseitigen Ausschalten geht dann nicht mehr. Jedes 
Relais, das einmal angezogen war bleibt dann angezogen. Könnte man wohl 
mit je einer Diode zwischen dem Selbsthaltekreis und jedem Relais 
hinbekommen aber es wird dann schon wieder langsam recht komplex.  Mache 
ich da einen großen Denkfehler? Geht das alles eigentlich viel 
einfacher? (ohne Flipflops, Mikrocontroller ö.ä)
Stefan

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Oha, DAS macht der Schalter SW2 aber auch nicht sehr oft mit. Im 
'Ruhezustand' lädt sich der ELKO C4 auf die 9V auf. Wenn Du dann SW2 
betätigst, rumst es einmal kräftig im Schalter, da Du den C4 eiskalt 
kurzschließt. DAS geht auf Dauer nicht gut.
Zur Abhilef kannst Du eine Diode in die Leitung vom rechten Anschluß von 
C4 (geht an die Andode der Diode) zum oberen Anschluß von C1 führen 
(Katode der Diode).
Diese Diode sollte dann die Entladung von C4 beim Betätigen von SW2 
verhindern - und nicht nur das - sie verhindert auch, daß die anderen 
Relais angezogen bleiben, wenn deren Schalter betätigt wird. Denn ohne 
die Diode tritt C4 wohl oder übel als Spannungsquelle auf und läßt Strom 
sowohl durch die Spule von RL1 fließen, als auch durch jedes andere 
Relais-Spule, dessen Schalter gerade betätigt wird.

Noch viel Spaß - ich 'verdunste' ins wohlverdiente WE.

Autor: Hamburger (Gast)
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So,
hier nun die Schaltung wie sie m.E. funktionieren sollte.

C4 sorgt dafür, dass Relais1 beim Einschalten aktiviert wird. (Kann auch 
weggelassen werden wenn man das nicht braucht.)
D4 sorgt dafür, dass der Taster SW2 nicht (wie von Raimund eingeworfen) 
den Entladestrom von C4 abbekommt.
Beim Schließen eines Tasters zieht "sein" Relais an. Gleichzeitig wird 
die Haltestromschleife unterbrochen wodurch alle anderen Relais 
abfallen.
Beim Loslassen der Taste sorgt C1 bzw. C3 bzw. C3 dafür, dass das Relais 
noch solange angezogen bleibt bis die Haltestromschleife geschlossen ist 
und das Relais dann über seinen eigenen Haltekontakt angezpgen bleibt.
Ohne D5/D6/D7 funktioniert bei mir in der Simulation das gegenseitige 
Auslösen nicht. Kann an der Simulation liegen...
D1/D2/D3 sind Löschdioden für die Relais.
Über den 2. Schaltkontakt des jeeiligen Relais wird die Last geschaltet.
Es können weitere Relais analog angeschlossen werden. (Hier im Thrad 
sollten es ja 10 werden...)
-> Kann die Schaltung in der Realität so funktionieren? (im Simulator 
tut sie es.)
-> Sind noch Fehler drin?
-> Kann die Schaltung vereinfacht werden? (Bauteile weglassen, 
Einfach-Relais statt Doppelrelais, Einfachtaster statt Doppeltaster,..) 
(Ohne Mikrocontroller! Das wäre zu einfach...)
Viele Grüße
Stefan

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Okay, die Dioden D5...D7 sind nur dann absolut nötig, wenn die 
Schalter SW1...SW3 schneller umschalten als die Relais RL1...RL3 
abfallen können. Und da man das nicht immer garantieren kann, ist es 
tatsächlich nötig diese 3 zusätzlichen Dioden vorzusehen/einzubauen.
Gratuliere - damit dürftest Du eine Relais-Schaltung haben, die genau 
das macht, was Du Dir gewünscht hattest.
Allerdings obliegt es jetzt Dir zu sagen, die Sache ist mir zu 
kompliziert bzw. benötigt doch mehr Bauteile als erwartet. Aber was sind 
da schon die paar Dioden und Kondensatoren. Gegen den Preis der Relais 
dürften das eher die 'Peanuts' sein. ;-))

Viel Spaß beim Aufbau.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Ich hätte hier noch was, das zwar mit Einfachtastern geht, aber beim 
Umschalten kurze Spikes auf den nicht geschalteten Ausgängen abliefert.

Wenn das nicht stört, dann ist die Schaltung einen Blick wert... ;-)

Autor: Daniel (Gast)
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Hallo, ich habe bei einem Gitarrenverstärker verschiedene 
Soundvarianten, die über einen Drehschalter auszuwählen sind, diese 
möchte ich durch eine Taster-Reihe ersetzen, die ich mit dem Fuss 
bedienen kann..
Jetzt meine Frage zum letzten Beitrag: kann ich mit den aktiven 
Ausgängen direkt meine Relais ansteuern oder muss ich da noch 
Transistoren vorschalten?lg Daniel

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Reinhard Kern schrieb:

> es gab Tastenreihen mit gegenseitiger Auslösung, besonders
> schön elfenbeinfarben zur Senderwahl an unserer historischen Musiktruhe
> aus den 50iger Jahren.

Genau, ein sog. Tastengebiss.:-)

Autor: Paul B. (Gast)
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Es gibt Kleinleistungsrelais, die direkt vom Mikrocontroller aus 
steuerbar sind, wenn nur eines oder wenige an sind. Man braucht aber 
eine Schutzbeschaltung. Besser wäre es dennoch, Transistoren dazischen 
zu schalten. In Deinem Fall würde ich zudem auch über Analogschalter 
nachdenken.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Lehrtaste schrieb:
> Mit einem Taster geht das recht einfach. Nimm ein 4017 CMOS (Sehr
> beliebt für Lauflichter). An den Eingang hängst du einen Taster mit
> Schmitt-Trigger und Entprellung (Tiefpass).
>
> Mit zehn Tasten fällt mir gerade nichts ein...

Jede der Tasten geht an einen Ausgang des 4017. An den Eingang
kommt ein Clockgenerator. Ist der richtige Ausgang erreicht,
wird ein RS-Flipflop gesetzt. Dieses sperrt den Inhibit Eingang
des Zählers, so das er stehen bleibt. Ausserdem ist pro Ausgang
noch ein Relais plus Treiber angeschlossen. Fehlt nur noch
eine Logik zum Starten, die das RS-Flipflop zurücksetzt. Das
könnte man z.B. mit einem zweiten Kontakt des Tasters machen.
Aber ein bisschenArbeit beim Entwerfen wollte ich auch für
"multiholle" übriglassen. :-)
Gruss
Harald

Autor: Daniel Strohmeier (danistro)
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leider hab ich kein Zeichenprogramm wo ich das darstellen kann, wie 
würde das aussehen?
Ausserdem hätte ich noch gerne eine Statusanzeige mit eingebaut, damit 
ich auch weiss, welcher Schalter aktiv ist..

Autor: Daniel Strohmeier (danistro)
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hab da mal ein Relais rausgesucht:
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/62...

Miniaturrelais HJR1-2C-L-12VDC

mit Schutzbeschaltung meinst du die Freilaufdioden D1, D2, D3 von 
Hamburgers Entwurf "nur" mit Relais?

wenn ich hier Parallel zu den Freilaufdioden aber in anderer Richtung 
LEDs mit Widerstand einbaue, hätte ich ja auch schon eine Statusanzeige?

Autor: Daniel Strohmeier (danistro)
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Frank Petelka schrieb:
> In Deinem Fall würde ich zudem auch über Analogschalter
> nachdenken.

ja, hab ich schon, allerdings soll das ganze mit Tastern zum Umschalten 
sein und da müsste ich an der Ansteuerung wieder etwas basteln, das mir 
den Steuerstrom aufrecht erhält..

oder gibt es was fertiges?

Autor: Henrik V. (henrik_v)
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Autor: Daniel Strohmeier (danistro)
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Frank P. schrieb:
> In Deinem Fall würde ich zudem auch über Analogschalter
> nachdenken.

jetzt ist mir noch was eingefallen: ich könnte mit dem Umschalter von 
Lothar Miller den Analogschalter steuern?, dann spar ich die Relais, und 
mit dem 8fach um CMOS 4051 mach ich das.. (ich brauch nur 8 Eingänge) 
das wär perfekt.. und Leuchtdioden zu Statusanzeige kann ich auch noch 
draufhängen?
lg Daniel

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