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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verkehrsdurchsagen Radio


Autor: Heinz Tomato (Gast)
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Hallo.

Ich hoffe jemand kann mir helfen.
Und zwar möchte ich die "TIM"-Funktion, die Blaupunkt u.a. hat selber
bauen. Kurzumrissen: TIM speichert Verkehrsdurchsagen, die man später
abrufen kann.

Nun möchte ich dies losgelöst vom Autoradio lösen, da anscheinend kein
Konkurrenzprodukt dies unterstützt. Trotz langwieriger Suche habe ich
jedoch keinerlei Informationen dazu finden können, wie Anfang und Ende
eines "Verkehrsfunkblocks" aussehen (welche Frequenzen).

Mein Plan ist ein 08/15-Selbstbauradio zu kaufen und entsprechend zu
erweitern. (oder liegen die frequenzen ausserhalb eines
billig-radio-bandes?)

Kann mir da jemand ne gute Quelle nennen? (Ich suche NICHT
Informationen über RDS!!!)

Danke im voraus.

Autor: Tobi (Gast)
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so weit ich weiss wird aber der anfang und das ende eines
verkehrsdurchsage-blocks über rds markiert. genauer über das feld für
den typ der aktuellen senung. das wechselt glaub ich auf traffic für
die dauer der durchsage.

Autor: Tomato (Gast)
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Aber das gabs doch schon vor RDS, dass etwa radios lauter werden bei
verkehrsdurchsagen, etc.?

Autor: Läubi (Gast)
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Das Verfaren nent sich ARI und signalisiert durch ein Signal den Anfang
und das Ende des Verkehrsfunkes.
Bei alten Blaupunkt Radios wird z.B. die Kassete stummgeschaltet für
die Zeit des Verkersfunkes.
Ich hab irgenwo nen RDS Decoderschip der einen Ausgang für dieses
Signal hat, du müßtest halt, sobald das Signal kommt aufzeichnen, wens
weg ist wieder deaktivieren.

Autor: Mr_Boertsch (Gast)
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Solche chips machen fast alle hersteller.

z.b Atmel, National, Maxim usw.

Autor: Tomato (Gast)
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Danke, "ARI" war genau der Suchbegriff, den ich gebraucht habe.

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Ich versuche mich mal dunkel zu erinnern:

Die Sendeanstalt sendet zu Beginn und Ende der Verkehrsdurchsagen
den sog. "Hinz-Triller", einen (hörbaren) Zweiklangton, der die
angeschlossenen Sender dazu auffordert, die Verkehrsfunkkennung zu
senden. Soweit ich mich erinnere, besteht diese Kennung aus einem
(unhörbaren) 28kHz-Pilotton, der während der gesamten
Verkehrsfunkübertragung mit ausgestrahlt wird. Das Vorhandensein dieses
Pilottones müßtest Du auswerten. Bin mir wegen der genauen Frequenz
nicht ganz sicher, deshalb nagel mich nicht drauf fest. Der
Verkehrsfunk läuft aber auf jeden Fall völlig unabhängig von RDS.

mfG
Kai Markus

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Ich habe gerade nochmal den Dickreiter bemüht. Es verhält sich noch
leicht anders:

1. Verkehrsfunksender strahlen ständig einen 57kHz-Hilfsträger mit ab,
der sie als Sender mit Verkehrsfunk kennzeichnet. Dieser 57kHz
Hilfsträger wird häufig aus dem 19kHz-Stereo-Pilotton abgeleitet.

2. Der 57kHz-Hilfsträger wird zur Bereichskennung ständig in der
Amplitude moduliert. Die Modulationsfrequenz sagt aus, für welches
geografische Gebiet der Sender zuständig ist.

3. Während einer Verkehrsdurchsage wird der 57kHz-Hilfsträger
zusätzlich zur Bereichskennung mit 125Hz moduliert.

4. Die Durchsage wird außerdem teilweise von einem Kennton
(Hinz-Triller) eingeleitet (1,2s) und beendet (0,55s), der als hörbares
Signal mit einer Frequenz von 2350Hz mit 123Hz frequenzmoduliert ist.
Mit diesem Kennton wird bei einigen (fast allen) Sendern über die
Programmleitung von der Senderegie aus die Durchsagekennung bei den
Sendern geschaltet.

Am sichersten ist es also, Du dekodierst den 57kHz-Hilfsträger und
schaust, ob dort eine 125Hz-Amplitudenmodulation vorliegt. Anfang und
Ende über den Hinz-Triller zu erkennen, halte ich für zu unsicher.
Vielleicht gibt es ja auch ICs, die sowas bereits erledigen? Radio- und
Fernsehtechniker an die Front!

mfG
Kai Markus

Autor: Dirk (Gast)
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Hi,

bei unseren Radios macht das gleich der DSP mit und leitet die Daten
weiter an den Flashspeicher zur Aufzeichnung.

Phillips duerfte aber sicherlich eine Standalone Loesung als IC
anbieten.

Die Suche kannst du auf Automotive Bereich eingrenzen.

Mfg
Dirk

Autor: Dirk (Gast)
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Ups,

etwas vergessen zur Datenspeicherung solltest du dir bei Atmel das
Appnote zum Voicerecorder anschaun.

Mfg

Dirk

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Für Dich könnte eventuell auch dieser Link interessant sein:

http://www.qsl.net/dk7in/RDS.html

mfG
Kai Markus

Autor: Läubi (Gast)
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Ja mit RDS ahts nix zu tun, aber ist bei dem RDS Chip dabei den ich mal
rausgesucht hatte.

Autor: HansHans (Gast)
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Ist schon älter sollte aber so
was sein : TDA 1579

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Auf ARI würde ich mich nicht mehr verlassen. Diese 30 Jahre alte Technik
wird von RDS abgelöst und jetzt schon nicht mehr von allen Sendern
verwendet.
Ausserdem geht's mit RDS doch ziemlich einfach. Das TP-Bit zeigt einen
Verkehrsfunksender an, während einer Durchsage wird das TP-Bit gesetzt.
Einen einfachen Dekoder habe ich im Thread
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-117792...
vorgestellt.

Uwe

Autor: Tomato (Gast)
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Spitze! Zum wiederholten male die besten Tipps aus diesem Forum. Fühlt
Euch (virtuell) umarmt!

Autor: Tomato (Gast)
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Nun doch noch eine Frage am Schluss zur Aufzeichung:

Da bieten sich ja ATMELs mit integriertem MP3 (ca. 25EUR) oder auch die
ISD von Winbond an, allerdings bin ich in jedem Fall bei halbwegs
brauchbaren längen etwa 30-xx Euros los.

Auch auf die Gefahr hin, mir viel Bastelspass entgehen zu lassen, ist
es da nicht sinnvoller ein billiges digitales Diktiergerät bei ebay zu
besorgen? (etwa sowas:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...
)

digitale diktiergeräte sind doch "bandlos", oder?

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Die Atmels mit integriertem MP3 haben einen Decoder, keinen Encoder.
Damit kann man also nur wiedergeben, nicht aber aufnehmen.

Digitale Diktiergeräte arbeiten mit Flash-Speichern, deren Lebensdauer
ist endlich - keine gute Idee.

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