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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Geschwindigkeitsregulierung einer Modelleisenbahn über SPS


Autor: Martin Müller (silent_max)
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Hallo an die Gemeinde.

Ich weiß jetzt nicht, ob das Thema in die Kategorie "Analogtechnik" 
passt. Aber ich poste einmal.

Ich soll in der Schule folgendes Projekt umsetzen:

Eine Modelleisenbahn soll mit einer Siemens SPS so gesteuert werden, 
dass sie drei verschiedene Geschwindigkeiten (langsam - normal - 
schnell) fahren kann. Mittels einer zu entwickelnden Schaltung sollen 
die Übergänge der drei Geschwindigkeiten sukzessiv zueinander geschehen. 
(Mit Pflichten-/Lastenheft, Hardware- und Softwareaufbau und einer 
schriftlichen Dokumentation mit allem was dazu gehört; also fast wie 
eine Diplomarbeit)

Ich habe schon den ganzen Tag im Internet nach für mich brauchbaren 
Inforamtionen gesucht, da ich bisher kaum mit SPS-Programmierung zu tun 
hatte und mit Modelleisenbahnen überhaupt gar nichts zu tun gehabt habe.

Bisher gefunden habe ich nur ein etwa 250 seitiges Handbuch für eine 
Siemens SPS mit einer CPU 314 (soll angeblich die beste sein für 
Modelleisenbahnen) und die Internetseite www.railroad.de, wo ich mich 
grob in das Thema "Modelleisenbahnen" einlesen konnte.

Gibt es vielleicht gute Bücher oder Internetseiten mit Beispielen zu den 
Themen Geschwindigkeitsregulierung und -messung (aus elektronischer 
Sicht), Modelleisenbahnen und SPS-Programmierung? Falls ja, wie heißen 
die?? Weil ich weiß bezüglich Modelleisenbahnen nur, dass es welche mit 
Wechselspannungsmotoren und welche mit Gleichspannungsmotoren gibt.

Auf Wikipedia habe ich folgendes gelesen:

"Heute wird Kleinspannung (typisch 16 V, max. 24 V) und galvanische 
Trennung  vom Stromversorgungsnetz verwendet, so dass das Berühren der 
Gleise ungefährlich ist. Märklin benutzt bis heute Wechselspannung, um 
mit dem früheren System kompatibel zu bleiben."

Wenn sich jemand mit Modelleisenbahnen auskennt, stimmt das so?

Wenn sich jemand mit einer SPS auskennt:

Stimmt es, dass eine SPS CPU 314 nur eine Ausgangsspannung von 12 V DC 
hat?
Das kann ich ja "ganz einfach" mit OPs ändern, wenn ich 16 V brauche?

Hättet ihr vielleicht Tipps und Tricks, auf was zu achten ist bei dem 
Thema?

Ich will jetzt nicht, dass man mir eine Musterlösung vorlegt, da ja 
beide Seiten Probleme bekommen könnten(ich zum Ende des Projekts, da das 
Projekt benotet wird; dass dem Forum nachgesprochen wird, dass "faule" 
Studenten hier ihre Musterlösungen bekommen; usw.).

Andererseits bin ich bisschen auf Tipps angewiesen, da ich, wie schon 
oben geschrieben, mit beiden Themengebieten bisher kaum etwas zu tun 
gehabt habe.

Dürfte ich hier im Forum manchmal, wenn ich nicht mehr weiterkomme und 
auf der bekannten Leitung stehe, hier manchmal was posten?

Vielen Dank im Voraus und einen schönen Abend noch.

Mit freundlichen Grüßen

Martin

Autor: Philipp (Gast)
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Du musst eine Schaltung aufbauen, die einfach 3 Eingänge (3  Ausgänge 
der SPS) in verschiedene Spannungslevel am Ausgang umsetzt. Im 
einfachsten Fall sind das 3 Leistungstransistoren mit 
Basisvorwiderständen um einige Leistungszener oder viele einzelne 
Gleichrichterdioden in jedem Zweig. Das kann auch auf die 
Eingangsspannung ausgelegt werden, die  ist dann egal.
Beachte, dass die Modellbahnmotoren auch einiges an Strom ziehen und 
schlecht entstört sind. Also sicherheitshalber auf 1-2A auslegen.
Zeitdauer:5minuten und ich bin kein Student oder so sondern Realschüler 
und beschäftige mich mit sinnvollerem als SPSen!(nix gegen dich, wollte 
ich nur mal anmerken!

Fickelfreak

Autor: asdfaw (Gast)
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nimm dich in Acht vor dem Stuxnet Virus

Autor: High Performer (Gast)
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>Eine Modelleisenbahn

Welcher Hersteller? Es gibt unterschiedliche Systeme.

>soll mit einer Siemens SPS so gesteuert werden,

wer kommt auf so eine Idee? ;-)


>dass sie drei verschiedene Geschwindigkeiten (langsam - normal -
>schnell) fahren kann.

Im Prinzip machbar, aber welchen Sinn da eine SPS macht, entzieht sich 
bis jetzt meiner Kenntnis.

>Mittels einer zu entwickelnden Schaltung sollen
>die Übergänge der drei Geschwindigkeiten sukzessiv zueinander geschehen.

Sukzessive interpretiere ich jetzt als "fließend". Ist das so richtig?

>(Mit Pflichten-/Lastenheft, Hardware- und Softwareaufbau und einer
>schriftlichen Dokumentation mit allem was dazu gehört; also fast wie
>eine Diplomarbeit)

Scherzkeks! hast Du schonmal eine Diplomarbeit angeschaut? Hast Du eine 
Vorstellung, was Studenten während des Studiums lernen?

>(soll angeblich die beste sein für Modelleisenbahnen)

Woher hast Du diese unsinnige Information? Es gibt sicher tausende 
verschiedene SPS, die diese Aufgabe ebenso erledigen können. Die CPU314 
ist nur ein bestimmtes Modell aus einer ganzen Modellreihe der 
S7-300-Serie von Siemens. Daneben gibt es noch einige weitere 
SPS-Hersteller, die wiederum verschiedene Modelle anbieten.

>Stimmt es, dass eine SPS CPU 314 nur eine Ausgangsspannung von 12 V DC
>hat?

Nein, die CPU314 hat erstmal gar keine Ausgangsspannung, da die CPU, wie 
der name schon sagt, nur die CPU darstellt. Um damit was Sinnvolles 
machen zu können, brauchst Du weitere Module, die über einen sogenannten 
Rückwandbus mit der CPU verbunden sind. Diese Module haben in der Regel 
eine Ausgangsspannung von 24V.

>Das kann ich ja "ganz einfach" mit OPs ändern, wenn ich 16 V brauche?

Nein. OPs sind dafür völlig ungeeignet.

>Dürfte ich hier im Forum manchmal, wenn ich nicht mehr weiterkomme und
>auf der bekannten Leitung stehe, hier manchmal was posten?

Gerne, so lange Du auch Deinen eigenen Verstand verwendest ;-)


Nochmal zum Thema:

Mit Gleichspannung betriebene Modelleisenbahnen können per PWM gesteuert 
werden. Moderne Systeme haben allerdings eine dauerhaft anliegende 
Gleichspannung, mit der alle Züge gemeinsam und dauerhaft versorgt 
werden. Die Signale zum Steuern der Geschwindigkeit werden dann über 
eine relativ hochfrequente Wechselspannung auf die Gleichspannung 
aufmoduliert und in den Zügen von sogenannten Lokdekodern ausgewertet. 
Märklin verwendet statt der Gleichspannung zur Versorgung der Züge 
Wechselspannung. Der Rest ist im Prinzip gleich. Allerdings gehen auch 
meine Kenntnisse bezüglich der aktuellen Entwicklungen auf dem 
Modellbahnmarkt hier zur Neige. Frage am Besten mal im Modellbahnforum.

Klär mal bitte im Vorfeld ab, welche Sorte Modellbahn gesteuert werden 
soll.

Noch einige Anmerkungen zur CPU314: solche Steuerungen werden 
normalerweise im industriellen Umfeld zur Steuerung von Montage- und 
Fertigungsanlagen eingesetzt. Je nachdem, wie Du die 
Geschwindigkeitssteuerung der Modellbahn letztendlich umsetzen 
willst/musst, ist eine CPU314 entweder ungeeignet oder total 
überdimensioniert.

Ungeeignet ist sie, falls Du eine einfache Gleichstrombahn per PWM in 
der geschwindigkeit steuern sollst. Die Erzeugung von PWM-Signalen ist 
(AFAIK) nicht intrinsisch in dieser Steuerung implementiert. Du brauchst 
dazu entweder Zusatzmodule und/oder musst die PWM außerhalb der SPS 
erzeugen. Die SPS könnte dann über einen Digital-Analog-Wandler ein 
Geschwindigkeitssignal ausgeben. Die SPS würde dann lediglich die Rampen 
für die Geschwindigkeitsübergänge steuern. Aber das wäre ehrlich gesagt 
Overkill.

Und wie gesagt, lediglich drei Geschwindigkeiten anzusteuern, dafür ist 
die CPU absolut überdimensioniert.

Und wenn Du schon hier im Forum nachfragst: Für Deine Aufgabe wäre nach 
dem, was Du bisher an Infos gegeben hast, ein Mikrocontroller wesentlich 
besser geeignet! ;-) Allerdings ist die Lernkurve bei einem MC deutlich 
steiler als bei einer CPU314.

Autor: High Performer (Gast)
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>Zeitdauer:5minuten und ich bin kein Student oder so sondern Realschüler

Das merkt man! (SCNR!)

Die Schaltung ist übrigens sher ungünstig. Sowas macht jeder mit ein 
wenig Erfahrung mit einer einfachen PWM. Dafür reicht im Prinzip sogar 
ein NE555.

>und beschäftige mich mit sinnvollerem als SPSen!(nix gegen dich, wollte
>ich nur mal anmerken!

Hast Du auch nur einen blassem Schimmer davon, was eine SPS genau ist 
und wofür diese eingesetzt wird?

>Fickelfreak

Ist Dein Name Programm?

Autor: Philipp (Gast)
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ALLE gängigen motortypen und vile moderne Lokdekoder laufen nur/auch mit 
Gleichspannung. Zum weichen Übergang lassen sich wunderbar Elkos an den 
eingängen anschließen. dann musst du aber auch das von der Sps 
entkoppeln also:

sps-ausgang----diode-|>|-Widerstand-------Eingang der Schaltung
                                       |
                                   Kondensator
                                       |
                                     Masse

Autor: Philipp (Gast)
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Eine SPS kann wohl nicht schnell genug schalten, um eine PWM damit zu 
bauen. Habe mal was von durchlaufzeiten von über 1/100 sec gelesen. 
Ergibt vieleicht 10-20hz pwm-Frequenz. Oder gibt es SPSen mit 
Hardware-pwm?

Autor: Philipp (Gast)
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Du kannst auch Darlingtontransistoren verwenden, dann brauchst du nicht 
so große elkos.

Autor: High Performer (Gast)
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>Oder gibt es SPSen mit Hardware-pwm?

Das gibt es mit Sicherheit. Da ich sowas bei SPSen bislang nicht 
benötigt habe, kann ich auch nicht sagen, ob es das im S7-Spektrum gibt.

>Eingang der Schaltung

ja, genau das ist ja das Interessante. Den Ladevorgang eines 
Kondensators können sich die Leute hier sicher noch vorstellen. Aber 
wozu da der Overkill einer SPS dienen soll, wenn nur einfach 
nacheinander drei Geschwindigkeiten angesteuert werden sollen, ist die 
Frage. Außerdem will er ja vermutlich verschiedene Geschwindigkeiten 
wählen können. Also muss er irgend wo noch ein Analogsignal ausgeben 
oder die Geschwindigkeit digital an die Modellbahnversorgung weitergeben 
können. Dann kann er die Rampen auch digital erzeugen. Aber evtl. ist ja 
die Aufgabe "Geschwindigkeiten fließend ändern" nur eine Randbedingung, 
und er soll eigentlich die ganze Modellbahnanlage per SPS steuern. So 
lange er nicht mehr Infos gibt, können wir allerdings nur raten.

Autor: Stefan M. (celmascant)
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Morgen!
Variante 1:
Mittels 3 SPS-Ausgängen 3 Transistoren analog aussteuern, Arbeitspunkt 
mittels Spannungsteilern (z.B. Poti) einstellen.

Variante 2:
Mittels 3 SPS-Ausgängen einen Transistor analog aussteuern. Einen 
Spannungsteiler bei dem der eine Zweig aus 3 Widerstände in Reihe 
besteht. Mittels den Ausgängen werden dann einfach entweder 3 
Widerstände , 2 oder nur 1 Widerstand benutzt.

Variante 3: Mittels SPS-Analogausgang einen Transistor ansteuern.
Dabei kann man die Geschwindigkeitswerte bequem in der SPS einstellen 
(z.B. per Touchpanel). Die stufenlose Beschleunigung bekommt man damit 
auch relativ problemlos hin.

Variante 4: eine von der SPS gesteuerte PWM-Erzeugung. Dabei wäre es 
allerdings am Sinnvollsten ein Modul bauen, welches per RS485 oder einer 
anderen Schnittstelle Daten von der SPS empfangen kann, sonnst wird das 
mit der stufenlosen Beschleunigung kompliziert.

Bei der 1. und 2. Variante muss an den Basen der Transistoren ein 
Kondensator geschalten werden, damit eine sanfte Beschleunigung statt 
findet.

@ Philipp: Ohne diese sinnlosen SPSen würde in der Industrie zwischen 
NICHTS und GARNICHTS laufen!

@ asdfaw: Mensch, der stuxnet will dpch nur SPSen mit SCADA befallen. 
Ich glaub bei 'ner Modelleisenbahn braucht man das nicht...

@alle die nicht Verstehen wofür man da ne SPS braucht:
So eine Modelleisenbahn hat meisten ca. 100Mio Lichter, Bahnschranken, 
Weichen usw. Um da alles zu Steuern bietet sich doch eine SPS an.
Wenn es NUR um die Geschwindigkeit geht, habt ihr aber recht. Da tut's 
auch nen NE555^^

Gruss Stefan

Autor: Martin Müller (silent_max)
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Ich werde jetzt versuchen, alle Fragen der Reihe nach zu beantworten. 
Wenn ich eine vergesse bzw. übersehe, bitte nicht falsch verstehen.

@ High Performer:

Welches Eisenbahnmodell ich verwenden werde, weiß ich noch nicht. Soweit 
bin ich noch gar nicht mal gekommen, mich darum zu kümmern.

Naja, Ideen gibt es viele.

Die Info bzgl. der SPS habe ich aus dem www. Auf welcher Seite das war, 
weiß ich jetzt leider nicht mehr.

Ja, es sollen sukzessive, also fließende Übergänge sein.

Ein Lehrer von mir hat gemeint, dass so eine Projektarbeit grob mit 
einer Diplomarbeit an der Uni/FH zu vergleichen ist. Da ich nur Schüler 
einer Technikerschule bin, hatte ich bisher noch nie eine Diplomarbeit 
in der Hand und habe auch keine Ahnung davon, was Studenten lernen. Ich 
gehe halt davon aus, dass Studenten viel tiefer in die Materie 
einsteigen.

Du, wenn ich über die SPS CPU 314 umsetzen soll, dann werde ich das auch 
so machen. Weil wenn ich es statt dessen mit einem MC mache, dann geht 
es ja an dem Thema vorbei. Ok, was interessant wäre aus jetziger Sicht, 
wäre beides parallel zu machen, also einmal über einen MC und einmal 
über SPS.
Aber es ist jetzt nur so ein Gedanke.

Natürlich werde ich meinen Verstand auch einschalten und bei dem Projekt 
so viel wie möglich wenn nicht alles selber machen, aber wie ganz am 
Anfang schon einmal gesagt, habe ich von SPS wenig und von 
Modelleisenbahnen keine Ahnung. Und da wollte ich einfach mal hier im 
Forum bei Menschen nachfragen, die einfach diesbezüglich mehr Ahnung als 
ich haben.

Und an der Stelle möchte mich bei Dir entschuldigen, dass ich nicht eher 
geantwortet habe. Ich war gestern auf dem Geburtstag von meinem älteren 
Bruder (es ist gestern 29 geworden, also der letzte 2er davor).

@ Stefan:

Deine Vorschläge hören sich interessant an, ich werde sie mir durch den 
Kopf gehen lassen.

Ich werde mir morgen in der Schule mal genauere Informationen holen.

Der Dozent, der mein Projekt betreut, ist eben so ein 
Modelleisenbahnfan. Er hat mir auch angeboten, dass, wenn ich etwas 
bräuchte (z. B. eine Modelleisenbahn, usw.), ich ruhig eine 
Modelleisenbahn für´s Projekt von ihm haben kann. Dann weiß auch ich 
mehr.


Wenn ihr wollt, halte ich euch auf dem Laufenden.

Aber an der Stelle ersteinmal vielen, vielen Dank für eure Antworten, 
Ideen, Tipps und Ratschläge. War für mich nicht ganz so 
selbstverständlich.

Mit freundlichen Grüßen

Martin

Autor: High Performer (Gast)
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>Und an der Stelle möchte mich bei Dir entschuldigen, dass ich nicht eher
>geantwortet habe. Ich war gestern auf dem Geburtstag von meinem älteren
>Bruder (es ist gestern 29 geworden, also der letzte 2er davor).

Hallooo, geht's noch? Wir sind hier weder beim Militär noch gibt es 
Internet-Fußfesseln ;-)

Im Ernst: Du brauchst Dich doch nicht zu rechtfertigen, wenn Du nicht 
sofort antwortest. Immerhin warst Du so schlau, den Samstag Abend mit 
etwas angenehmeren zu verbringen als zu Hause vor Deinem PC zu hocken. 
Du willst doch nicht als Nerd oder Geek enden. ;-)

Im Übrigen wollte ich Dich nicht von SPS abbringen, sondern habe nur 
verdeutlicht, dass eine SPS da nicht die optimale Wahl ist. Die Frage 
ist nun, welchen Weg Du gehen möchtest bezüglich der Aufgabenteilung und 
Entwicklung weiterer Komponenten, z.B. einer PWM-Einheit.

Autor: T.Danielzik (Gast)
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Hallo Martin,

Modellbahn Steuerung mit einer SPS ist eigentlich etwas ....

Aber egal, soll ja nur ein Projekt sein, also

SPSen werden mit 24V betrieben,
Modellbahnen nur mit 12V also Vorsicht.

Die Geschwindigkeit kannst du mittels 2 Ausgänge steuern,
jeder Ausgang wird mit einem Widerstand auf die Basis
des selben Transistors gelegt (Beispiel: einmal 10K einmal 47K)

Somit erhällst du einen 2 Bit analog/digital Wandler
0 0 = aus
0 1 = 47K (langsam)
1 0 = 10K (schneller)
1 1 = 47K parallel 10K (noch schneller)

viel Spaß beim SPS programmieren.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Ich bin da jetzt auch kein Profi, aber die Stufen nur über den 
Basisvorwiderstand zu bestimmen klingt jetzt etwas, nuja, aus mehreren 
Gesichtspunkten nicht sinnvoll.

Autor: Stefan M. (celmascant)
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Simon K. schrieb:
> Ich bin da jetzt auch kein Profi, aber die Stufen nur über den
> Basisvorwiderstand zu bestimmen klingt jetzt etwas, nuja, aus mehreren
> Gesichtspunkten nicht sinnvoll.

Wenn man aber keine PWM-Stufe haben will, geht es sonnst nurnoch mit 
dicken Widerständen im Lastkreis welche per Transistor geschalten 
werden.
Ich sehe das Problem bei der digitalen Stufenwahl per SPS-Ausgang ehr im 
realisieren der weichen Beschleunigung.

Ich würde im einfachsten Fall die von mir vorgeschlagene Variante 3 
nehmen.
Einfach einen Analog-Ausgang der SPS über einen Vorwiderstand an die 
Basis des Leistungstrasistors und gut ist.
Der Rest ist dann Software.
Evtl. sollte man noch eine Schutzbeschaltung des Transistors vorsehen, 
so das eventuelle 24V von der SPS den Transistor nicht bruzeln können.
Ausserdem muss man noch schauen, wieviel Strom die Analogausgänge 
hergeben. Wenn das zu wenig für den Transistor ist, muss man entweder 
einen anderen nehmen (z.B. Darlington), oder eine Verstärkerstufe 
einbauen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Stefan M. schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Ich bin da jetzt auch kein Profi, aber die Stufen nur über den
>> Basisvorwiderstand zu bestimmen klingt jetzt etwas, nuja, aus mehreren
>> Gesichtspunkten nicht sinnvoll.
>
> Wenn man aber keine PWM-Stufe haben will, geht es sonnst nurnoch mit
> dicken Widerständen im Lastkreis welche per Transistor geschalten
> werden.
> Ich sehe das Problem bei der digitalen Stufenwahl per SPS-Ausgang ehr im
> realisieren der weichen Beschleunigung.
Das ist klar. Allerdings würde ich die Stufen eher durch Emitterfolger + 
ZDiode an der Basis ersetzen. Das ist doch viel temperaturunabhängiger 
und außerdem spielt einem ja auch die Parameter-Streuung des Transistors 
da rein.

Autor: Stefan M. (celmascant)
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Hey, das ist mal ne klasse Idee!
Mit Z-Dioden wird's auf jeden Fall genauer als mit reinen Widerständen!
Bleibt nur noch das Problem der weichen Beschleunigung.
Einfach Kondensatoren an die Basis löten geht denke ich nicht, denn wenn 
man die Geschwindigkeit wieder zurücknimmt, sollte er ja nicht aprubt 
abbremsen, oder?

Wie gesagt. Ich würde ein Analogausgang nehmen. Da hat man so ziemlich 
am wenigsten externe Bauteile.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Man könnte einen Analogausgang nehmen und das ganze zusammen mit einem 
Dreiecksgenerator an einen Komparator hängen. (Kriegt man alles in einen 
4fach Opamp) Zack, fertig ist die PWM. ;-)

Autor: Philipp (Gast)
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Kondensatoren am eingang sollten so wie oben gezeigt entkoppelt werde, 
da sie sonst nicht wirken können, der Ausgang der SPS schaltet relativ 
niederohmig, wird dadurch vll sogar zerstört. Auch möglich wäre eine 
steuerung mit relais. Dann ist aber ein sher dicker Kondensator im 
Lastkreis nötig, also völlig sinnfrei.Dann besser einen Transistor über 
mehrere, verschieden große Basiswiderstände ansteuern. Wenn du einen 
Darlingtontransistor nimmst, reicht auch ein ELKO mit so 2200µF.
Gäbe es keine sps, würden die Industrieelektroniker immernoch alles mit 
relais aufbauen:
http://www.youtube.com/watch?v=tzugLtC9aBE
Kostet:ich schätze mal 350€
Dafür kann jemand (der nicht zu dumm dazu ist) sich 3 tage zeit zu 
emtwickeln von was andrem Lassen! z.B.:
Youtube-Video "LED TRAFFIC LIGHT"
Kostet: 20Cent, mit etwas mehr intelligenz vll. 50€

Autor: Martin Müller (silent_max)
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Also heute habe ich nähere Daten bekommen:

Die Modelllok ist von Fleischmann, Gleichstrommotor.

Die SPS ist eine der der 300er Familie (314 IFM 314-5AE03-0AB0 V1.2.0).

Kennt jemand von euch gute Internetseiten oder Foren bzgl. 
Modelleisenbahnen??

Weil ich habe jetzt bei Wiki nur folgendes nachlesen können:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fleischmann_(Unternehmen)

Wie gesagt, ich möcht ja selber drauf kommen, wie ich das umzusetzen 
habe.
(Wenn ihr wollt, dann halte ich euch auf dem Laufenden. Vielleicht, 
kommt darauf an wie ich dazu komme, baue ich noch etwas Richtung µC auf, 
damit man einen Vergleich hat, µC VS. SPS eben)

Aber an der Stelle ersteinmal Danke für die vielen, ausführlichen 
Antworten.

Mal laut nachgedacht, über was ich mir noch alles Gedanken machen muss:

-> 24V auf 12V heruntertransformieren
-> Geschwindigkeitsregulierung
-> Kommunikation zwischen Elektronik und SPS

Und weiter gehts.

Gruß

Martin

Autor: Düsendieb (Gast)
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Martin Müller schrieb:
> (Mit Pflichten-/Lastenheft, ....... und einer
> schriftlichen Dokumentation mit allem was dazu gehört

ich glaube eher dort sollte das Ziel der Arbeit liegen.

Die Geschwindigkeit kriegste mit drei Relais und Widerständen verstellt.


Axel

Autor: Philipp (Gast)
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Die typischen Fleischmannmotoren werden mit etwa 16V betrieben. 
Vorsichtshalber würde ich mit max. 2A rechnen. Gut entstören! Eine 
lösung mit µC ist bei der Aufgabe wohl ziemlicher Unsinn. Das kann die 
Steuerung auch allein. Alles was du brauchst ist eben die 
Leistungselektronik, die den Fahrstrom bereistellt. Die sollte eben so 
gebaut sein, dass sie an ihren Eingängen Signalpegel von etwa 24V 
verträgt und etwa 15V max. Ausgangsspannung liefert, natürlich so 
geglättet, dass die Bahn langsam anfährt und abbremst. Vieleicht ist ein 
Modellfahrpult, wie es manchmal bei den üblichen Verdächtigen als 
Bausatz angeboten wird genau das richtige für dich. Oft lassen die sich 
auch über eine Widerstandsmimik mit 24V-Signalen ansteuern und 
beinhalten alle nötigen Komponenten (bis auf Stromversorgung) für deine 
Modellbahn anzusteuern. Ansonsten kannst du auch meinen Schaltplan von 
oben, kombiniert mit der Eingangsmimik (einige Beiträge darunter) 
verwenden. Den müsstest du auch relativ einfach auf Streifenraster 
aufbauen können.
Viel Erfolg!
Frickelfreak

Autor: Martin Müller (silent_max)
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Klar liegt jetzt die Konzentration eher auf die Erstellung des 
Pflichtenheftes.

Aber ich hätte jetzt nur mal eine Verständnisfrage.

Ich werde doch so oder so einen AD- / DA- Wandler brauchen?

Ich mein, die Ein- und Ausgänge bei einer SPS arbeiten doch auf binärer 
Basis (z. B. "Spannung nicht vorhanden" = 0; "Spannung vorhanden" = 1) 
und das muss doch für eine Modelleisenbahn in Gleichspannung umgewandelt 
werden oder zumindest in Bereiche der Gleichspannung, also in ein 
analoges Signal.

Oder täusch ich mich?

Im Anhang habe ich einmal ein Bild, das hoffentlich gut zu sehen ist. 
Ich hoffe, dass durch das Bild meine Frage/ mein Anliegen verständlicher 
ist.

Im Voraus schon mal Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Martin

Autor: Martin Müller (silent_max)
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@ T.Danielzik:

Ich möchte mich bei Dir entschuldigen.

Ich habe erst jetzt deinen Beitrag gelesen. Habe ich die ganze Zeit 
überlesen. Bitte fasse es nicht falsch auf oder als Kritik gegen dich.

Ich habe es nur nicht gesehen.

Gruß

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