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Forum: HF, Funk und Felder Gehäuse aus Alumium


Autor: Andreas Sch. (the-live)
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Hi!

das ist nicht einer der üblichen "ich suche ein Gehäuse mit folgender
Größe"-Threads ;-)

Das Gehäuse ist für einen Prototypen und wird aus Alu gefräßt, jedoch
bin ich nicht sicher ob durch das Metall nicht einige Komponenten
gestört werden.

Die Konpomenenten wäre:
kapazitiver Touch (Atmel QTouch)
GPS
Bluetooth
Kompass

Also mal eine Grundsätzliche Frage: Angenommen man hätte keine 
Komponenten welche Funk oder ähnliches benutzen. Sollte man dann das 
Gehäuse mit GND verbinden oder nicht?

Das Problem ist, für das Touch Panel sollte Metall das in der nähe ist
und keine Touch-Funktion hat, mit GND verbunden werde um nicht selbst
Touch Eigenschaften zu erhalten. Also nehme ich an dass es durchaus 
üblich ist das Gehäuse mit GND zu verbinden. Bei dem GPS mit externer 
Antenne (Helixantenne direkt am Gehäuse) sehe ich da keinen Nachteil 
(eventuell sogar Vorteil), jedoch könnte ich mir vorstellen das 
Bluetooth und Kompass komplett abgeschirmt werden.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit oder Ideen wie man eventuelle
Probleme lösen könnte?

Schöne Grüße
Andreas

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Sch. schrieb:
> jedoch könnte ich mir vorstellen das
> Bluetooth und Kompass komplett abgeschirmt werden.

Werden sie, aber völlig unabhängig davon, ob du das Gehäuse mit
Masse verbindest oder nicht.

man "Faradayscher Käfig"

> Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit oder Ideen wie man eventuelle
> Probleme lösen könnte?

Externe Antenne benutzen.

Ach so, den Kompass interessiert das nicht, der hat ja nur ein
statisches Magnetfeld.  Also nur Blauzahn wird dir zum Problem.

Autor: Andreas Sch. (the-live)
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Danke, für die Antwort

leider ist es nicht möglich eine externe Antenne für Bluetooth zu 
benutzen, da diese in dem bereits im Modul integriert ist.

Ok ich hatte in der Zwischenzeit noch eine Idee aber wenn ich das jetzt 
richtig verstanden habe wird das auch nicht funktionieren:
Das Gehäuse wird aus 2 Teilen bestehen, auf den Oberen Teil ist das 
Touch-Panel und Display und der Gehäuseteil ist mit GND verbunden. Der 
untere Gehäuseteil wird nicht mit GND verbunden und so montiert das kein 
elektrischer Kontakt zum oberen Gehäuseteil besteht.

Aber ich denke das wird auch nicht funktionieren :/

Autor: Andreas Sch. (the-live)
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noch eine kleine Zusatzfrage:

Wie wird das bei Multimediaprodukten realisiert? Handy z.B.
Da gibt es ja auch einige Modell die Alu Gehäuse haben, oder reichen die 
Lücken die nicht aus Alu sind hier aus?

Autor: Ali B. (Gast)
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Ne Möglichkeit wäre den Käfig zu öffnen. Stichwort Schlitzantenne.
Ob das in deinem Fall hilfreich ist kann ich dir nicht sagen, wäre aber 
unter Umständen eine Möglichkeit den unterschiedlichen Bedingungen 
gerecht zu werden. Klarer Nachteil ist sicherlich, das neben deinem 
Nutzsignal auch einige Störer den Weg in den Käfig finden werden.

Autor: Andreas Sch. (the-live)
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so eine Schlitzantenne ist sicher nicht einfach zu realisieren, aber 
dazu müsste das Bluetooth Modul eine Möglichkeit bieten eine Antenne 
anzuschließen und die gibt es nicht.

Aber vielleicht lasse ich Bluetooth weg, wäre nur Bonus gewesen.

Oder ich mache wie beim Apfel iPad ein billiges hässlichen Plastikfeld 
xD

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Fuer ein Funk Modul sollte man ein Plastikgehauese nehmen. Das aktive 
Gestallten von Gehausen als Antennen ist ein Thema fuer sich und 
benoetigt viel Erfahrung und die passenden Simulationstools.

Autor: branadic (Gast)
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A...aha Soooo. schrieb:
> Fuer ein Funk Modul sollte man ein Plastikgehauese nehmen.

Mit solchen Aussagen sollte man sehr vorsichtig sein. Kunststoff ist 
nicht gleich Kunststoff. Schwarzes Polyamid ist nachweislich aufgrund 
seiner zumeist starken Füllung mit Kohlenstoff bspw. weniger geeignet 
sein.
Bessere HF-Eigenschaften hat hier PBT, deswegen werden auch 
Mobilfunk-Antennen beim Serienstart oft auf diesem Material aufgebaut 
(MID LPFK-LDS Prozess).

branadic

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Sch. schrieb:
> so eine Schlitzantenne ist sicher nicht einfach zu realisieren, aber
> dazu müsste das Bluetooth Modul eine Möglichkeit bieten eine Antenne
> anzuschließen und die gibt es nicht.

Nö, du könntest Resonatorschlitze der passenden Länge vorsehen an
der Verbindungsstelle beider Gehäusehälften.  Diese wirken dann
(wenn sie richtig gemacht sind, was wohl nicht ganz ohne
Experimentieren abgeht) wie Antennen in beide Richtung, ein wenig
auch wie ein Bandpassfilter (das natürlich auf 2,4 GHz passen muss).
Habe mal schnell ein Bild gemalt, wie ich das meine.

Mobilofone mit Metallgehäuse werden aller Wahrscheinlichkeit nach die
Antenne auf vergleichbare Weise als sogenannte Patchantenne ins
Gehäuse integrieren.

Autor: Andreas Sch. (the-live)
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Hi Jörg!

Danke für die Zeichung.

Da das Gehäuse 'nur' Mittel zum Zweck ist und es beim ersten Prototypen 
dann sicher nicht 100% passen wird lasse ich das Bluetooth erst mal weg. 
Bluetooth wäre nur ein Bonus gewesen und ist nicht unbedingt ein muss.

Plastik möchte ich nicht nehmen, nicht nur wegen der Stabilität sondern 
auch wegen der Optik. Aluminium lässt sich da leichter Bearbeiten 
(fräsen und dann späte eloxieren)

werde für Bluetooth einen kleinen Erweiterungsport dran machen, dann 
kann man da später ein gleiches Bluetooth-Plastik-Teil anschließen.

lg
Andreas

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