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Forum: Platinen Billige CNC Bohrmaschine


Autor: Philipp (Gast)
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Hallo!

Ich habe eine Heim-ätzerei und die Ätzergebnisse sind auch hervorragend. 
Das Einzige, das mir beim Ätzen immer auf die Nerven geht, ist die 
Bohrerei. Die nimmt von der ganzen Ätzaktion immer den größten Teil der 
Produktionszeit ein und nervt einfach.

Deshalb hab ich mir gedacht mir eine billige CNC Bohrmaschine 
anzuschaffen.

Die Anforderungen die ich an das Gerät stelle sind nicht wahnsinnig hoch 
(nur für Amateurbereich):

Bohrfäche ca 200 x 200mm
Genauigkeit: Wenns so genau ist wie mit der Hand gebohrt, dann ists 
schon OK
Geschwindigkeit: Egal.
Autom. Werkzeugwechsel: nicht benötigt

Ich denke man erkennt in welche Richtung das geht. Ich suche einfach was 
Billiges für den Heimbereich.

Wenn der Preis <= 400 Euro liegt würde ich mir den Luxus schon leisten.

Hab auch den Freund Google schon befragt, allerdings hab ich bis jetzt 
nur Hochpreisigeres gefunden. Ich wäre auch von einer Selbstbauversion 
nicht abgeneigt, wenn es für einen Hobbybastler machbar ist.

Für Kauftips wäre ich dankbar!

Autor: hp-freund (Gast)
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billig != CNC-Bohrmaschine

Preis <= 400 Euro, Bohrfäche ca 200 x 200mm ...
... ja davon träumen viele. Ich auch :)

Autor: Bastler (Gast)
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Suche im Web nach pcb-milling und baue dir was.

Gibt genug Anregungen im Netz...

Schaffst du auf jeden Fall, wenn du auch mechanisch begabt bist.
Muss wirklich nichts uebertriebenes sein, da gibts Leute, die bauen das 
mit alten Druckerteilen.
Und du schaffst das mit weniger als 400 Euro, wenn du dir die 
benoetigten Teile auf dem Elektronikschrott besorgst.

Fertig kaufen wird 4 bis 5 mal teurer...

Autor: MaWin (Gast)
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Am nächsten liegt ja noch eine Proxxon MF70 als CNC

Da kostet die Frase alleine aber schon so viel Geld und der Rest ist 
Arbeit:

http://84.81.183.221/engraving/Proxxon.pdf

Man muß jedoch beachten, daß eine Fräse kein Dauerläufer ist. Nach 1000 
mal hin- und herfahren sind dort auch die Teile verschlissen, sie sind 
schliesslich für Handbetrieb gedacht und keine Kugelumlaufspindeln und 
Linearkugellager.

Gibt die Teile natürlich auch fertig
http://www.usovo.de/shop/product_info.php?info=p53...

interessant ist da das Modell Euro, weil das eine Eurokarte schafft.

Autor: Thomas (Gast)
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Alternative: Umstieg auf SMD? Man kann bei DIL Fassungen auch gut die 
Beine wegknicken und die dann wie SMD löten, braucht halt etwas mehr 
Platz. Dann beleiben nur noch Vias zu bohren und die paar ICs die es 
nicht als SMD gibt.

Autor: Guido Scheidat (flintstone)
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Hallo Philipp,

da gab es mal ein Projekt in der Zeitschrift "elektor". Wenn ich mich 
recht erinnere, hieß es TanBo.
Such doch mal im Forum danach. Es gab auch schon Beiträge dazu.

Gruß
Guido

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Das elektor- Projekt kostet, soweit erinnerlich 1400 Teuro und das
wären 1000 zu viel als der TO berappen kann/will.
Kann man billig nur aus Schrott zusammenbasteln. Ich dachte da an
ein paar Drucker oder Scanner wo man die Teile noch verwerten kann.
Vielleicht kann man irgendwo etwas brauchbares organisieren?

Autor: Olaf (Gast)
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> Kann man billig nur aus Schrott zusammenbasteln. Ich dachte da an
> ein paar Drucker oder Scanner wo man die Teile noch verwerten kann.

Das ging vielleicht noch 1980 oder so. Aber heute kostet ein Drucker
weniger als die Tintenpatronen und die Mechanik darin ist entsprechend
schlecht.

Der beste Loesungsansatz ist wirklich Umstieg auf SMD.

Oder vielleicht wenn man sich was baut wo man die Mechanik einfach 
haelt. also die Platine kommt auf einen Drehteller. Die Bohrmachine auf 
einem weiteren Drehteller. Beide Teller ueberschneiden sich. So kann man
Einsparungen in der Hardware als kompliyierte Berechnungen in die 
Software verlagern. Solange man nur bohren und keine geraden Linien 
fraesen will sollte das doch ueberschaubar sein.

Olaf

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Olaf schrieb:
> Oder vielleicht wenn man sich was baut wo man die Mechanik einfach
> haelt. also die Platine kommt auf einen Drehteller. Die Bohrmachine auf
> einem weiteren Drehteller. Beide Teller ueberschneiden sich. So kann man
> Einsparungen in der Hardware als kompliyierte Berechnungen in die
> Software verlagern. Solange man nur bohren und keine geraden Linien
> fraesen will sollte das doch ueberschaubar sein.

Und was bringt das mechanisch?
Dann brauchst Du zumindest einen Linearvorschub plus 2 Drehteller die Du 
hochgenau im Winkel positionieren kannst, die mechanisch sehr robust 
sein müssen, da nur im Rotationspunkt gelagert und eine muss auch noch 
den Linearantrieb aufnehmen.
Da ist doch ein XY Linearantrieb und die Platine fest auf einen Tisch 
gespannt deutlich einfacher mechanisch zu realisieren.

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Halt stopp, Du hast recht, man braucht keinen Linearvorschub. Schande 
über mich, aber trotzdem dürfte ein robuster und genauer Aufbau nicht 
einfacher sein als ein XY Tisch.
Oder hast Du ein funktionierendes Beispiel (Link)?

Autor: Michael_ (Gast)
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Von Elektor gibt es die TanBo als Bausatz. Ist aber nicht ganz billig.
http://www.elektor.de/jahrgang/2001/marz/tanbo-i.59411.lynkx

Autor: Olaf (Gast)
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> Dann brauchst Du zumindest einen Linearvorschub

Kann man vielleicht auch drauf verzichten. Wenn die Drehzahl gross genug 
ist dann reicht es vielleicht die Bohrmachine mit einem Hubmagnet 2mm 
runterzudonnern. Vielleicht noch etwas daempfen.

> Dann brauchst Du zumindest einen Linearvorschub plus 2 Drehteller
> die Du hochgenau im Winkel positionieren kannst,

Haengt von der Groesse der Platinen ab. Notfalls mit uebersetzung.

> die mechanisch sehr robust sein müssen, da nur im
> Rotationspunkt gelagert

Nein, in dem Moment wo die Bohrmaschine drueckt duerfen die Teller gerne 
gegen eine Anschlag druecken und sich noch bremsen. Dadurch muss der 
Motor auch keine Position halten.

> Oder hast Du ein funktionierendes Beispiel (Link)?

Nein, die Idee kam mir ja gerade erst.

Der einzige Punkt den ich bei soetwas fuer kritisch halte waere die 
Winkelaufloesung. Muesste man mal durchrechnen. Dafuer braucht man aber 
nur Genauigkeiten in den Drehachsen. Das ist noch relativ einfach und 
preiswert zu realisieren.

Kuck dir mal Scara Roboter an. Das ist ja im Prinzip dasselbe.

Olaf

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Oder vielleicht wenn man sich was baut wo man die Mechanik einfach
>haelt. also die Platine kommt auf einen Drehteller. Die Bohrmachine auf
>einem weiteren Drehteller. Beide Teller ueberschneiden sich. So kann man
>Einsparungen in der Hardware als kompliyierte Berechnungen in die
>Software verlagern. Solange man nur bohren und keine geraden Linien
>fraesen will sollte das doch ueberschaubar sein.

Das gab es schon und ist auch in der Elektor vor Ewigkeiten beschrieben
und auch vertrieben worden. Scheint aber nicht den Erfolg gehabt zu
haben, vermutlich weil es genau so teuer war, soweit ich mich erinnere.
Trotzdem war es eine nette Idee. Eben mal was neues und anderes, damals.

Autor: Chris (Gast)
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Sagen wir so, Europaplattengröße geht noch billig zu bauen (<50€)
danach wirds teuer. Nur CNC Maschine ohne Dremel oder so.

Autor: Olaf (Gast)
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> Sagen wir so, Europaplattengröße geht noch billig zu bauen (<50€)

Das rechne uns doch mal vor!

Olaf

Autor: Olaf (Gast)
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> Das gab es schon und ist auch in der Elektor vor Ewigkeiten beschrieben
> und auch vertrieben worden.

ICh schwoere ich hab es nicht gewusst! :)

> Scheint aber nicht den Erfolg gehabt zu
> haben,

Mir ist gerade noch ein Nachteil meiner brillianten <hust> Idee 
eingefallen. Selbst bei einem normalen X/Y Tisch duerfte der groesste 
Aufwand in der Praxis die Positionierung der Platine sein damit die 
Loecher auch an der richtigen Stelle gebohrt werden. Bei der 
Drehtischloesung wird das vermutlich besonders fies.

Olaf

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>...wird das vermutlich besonders fies.
nö, ein Drehteller und eine Drehachse für die Bohrmaschine
und eine Hubmotor. Der Rest war nur Software, kam aber ohne
Linearlager aus. Im Prinzip nur Trigonometrie.
Ist doch nichts neues das das Rad von verschiedenen erfunden wurde.

Autor: Olaf (Gast)
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> Im Prinzip nur Trigonometrie.

Nicht ganz. Der OP will ja eine bereits geaetzte Platine bohren. Du 
musst sie also auf deinen Bohrtisch pappen und dann irgendwie zwei 
Positionen auf deiner Platine anfahren damit deine Software weiss wo du 
die Platine hingepappt hast.
Ich sag ja nicht das dies unmoeglich ist, aber das wird vermutlich 
jedesmal etwas Aufwand sein.

Olaf

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Zwei-Punkt-Referenz und Offset-Berechnung.

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