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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anschlagdynamische Tasten


Autor: Robert S. (razer) Benutzerseite
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Hallo an alle

Ich habe eine Frage bezüglich anschlagdynamischer Tasten wie sie zB bei 
Keyboards oder Midicontrollern [1]. Hier sind die Klaviertasten als auch 
die Triggerpads für die Drums anschlagdynamisch.

Meine Frage, wie sind solche Tasten oder Pads aufgebaut? Ich möchte mir 
gerne solche Triggerpads einsetzten.
Gibt es solche vielleicht fertig zu kaufen?

Danke im Voraus

Grüße Robert

[1] http://www.thomann.de/de/akai_mpkmini.htm

Autor: Richard Weber (Gast)
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Am einfachsten wäre wohl ein Poti:  U (Spannung -> Lautstärke) = 
Widerstandsänderung pro Zeiteinheit.

Je schneller also das Poti gedreht wird, desto größer ist die 
Lautstärke.

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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Wird meistens mit Reflexoptokopplern gemacht. Hier eine Idee zum thema:
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=1663923&r=threadview...

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Robert S. schrieb:
> Meine Frage, wie sind solche Tasten oder Pads aufgebaut? Ich möchte mir
> gerne solche Triggerpads einsetzten.
> Gibt es solche vielleicht fertig zu kaufen?

Bei Drumpads werden Piezokeramiken eingesetzt, die eine dem mechanischen 
Impuls proportionale Spannung abgeben.
Keyboard-Tasten arbeiten u.U. nach dem Prinzip, dass sie zwei 
Tastkontakte haben, die in unterschiedlichen Tastenwinkeln angesteuert 
werden und die Zeit zwischen den jeweiligen Betätigungen gemessen wird: 
Kurze Zeit schnelle Lautstärkeänderund, lange Zeit langsame 
Lautstärkeänderung.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Playing piano with optical sensors
http://hackaday.com/2010/10/07/playing-piano-with-...

Autor: Norbert L. (norbert_l64) Benutzerseite
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Naja, das sind alles nur Zeitdynamische Auswertungen. Den echten 
Pianoanschlag mit Kraftdynamischer Auswertung dürfte auch nur mit 
Piezoerkennung funktionieren.

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Was funktionieren könnte, wäre einen Magneten in eine Spule eintauchen 
zu lassen. Die Höhe der Induktionsspannung wäre dann annähernd? 
propertional zur Tastengeschwindigkeit und damit der Anschlaghärte.

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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Oder einfach so'nen kleinen MEMS Beschleunigungsaufnehmer pro Taste.
Wir haben hier ja nicht mehr 1970, gell? ;-)

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Bei fast allen Miditastaturen wird ein Umschalter genommen. Die 
Anschlagshärte wird aus der offenen Zeit des Kontaktes bestimmt.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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kauf dir doch ein billiges keyboard zum anschluss an den PC bei ebay und 
schlachte es aus.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Vlad Tepesch schrieb:
> kauf dir doch ein billiges keyboard zum anschluss an den PC bei ebay und
> schlachte es aus.

Die billigen haben meistens ja auch eine Anschlagdynamik...

Autor: bitte löschen (Gast)
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Ich hatte eigentlich vor, in der zweiten Ausbaustufe meines 
Einsteigerprojektes, eine anschlagdynamische Keyboard-Tastatur zu bauen, 
indem ich dicke Filzhalbkreise auf dem Rand mit Papier (o.Ä.) beklebe, 
das ich mit "Graphit 33" behandelt habe, und diese beim Anschlag auf 
eine Fläche aus vergoldetem Kupfer, Silber o.Ä. schlagen lasse. Je mehr 
die Scheibe dabei eingedrückt wird, desto geringer der Widerstand des 
entstehenden Kontakts. So ließe sich nicht nur messen, wie stark die 
Taste gedrückt wurde, sondern auch Änderungen des Anpressdrucks während 
die Taste gedrückt ist. - Also ein mechanisch und elektrisch äußerst 
simpler ohmscher Geber.
Ich hielt das für die naheliegenste Idee und habe noch nicht weiter 
recherchiert, wie das andere machen.
Nun erfahre ich hier, dass sich in der Praxis deutlich komplizierte 
Lösungen finden, was seinen Grund haben wird. Nur welchen?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Philipp Klostermann schrieb:

> Lösungen finden, was seinen Grund haben wird. Nur welchen?

Deine Lösung wird keinen reproduzierbares Verhalten zeigen.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Meinst Du, dass (a) so bei zwei gleichen Anschlägen unterschiedliche 
Zeit/Widerstandskurven auftreten würden, oder meinst Du, dass (b) jede 
Taste unterschiedliche Charakteristiken aufweisen wird, weil die Dicke 
der Graphitschicht nicht genau bestimmt werden kann?
Fall b wäre durch Kalibrieren der Tasten lösbar, Fall a kann ich nicht 
beurteilen, da ich nicht weiß, welche mechanischen Faktoren die 
Unregelmäßigkeit verursachen würden.

Autor: Robert S. (razer) Benutzerseite
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Danke für die Antworten. Nach googlen habe ich auch gesehen, dass die 
2-Taster immer verwendet wird.

Gibt es solche Taster fertig zu kaufen? Ein Gerät möchte ich nicht 
ausschlachten.

Grüße Robert

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Robert S. schrieb:
> Gibt es solche Taster fertig zu kaufen?
Das sind keine "Taster", sondern ein Stück Federdraht, das mit der 
Keyboardtaste zwischen einem oberen und einem unteren Sammelkontakt hin- 
und hergebogen wird.

> Ein Gerät möchte ich nicht ausschlachten.
Das wird aber die billigste Variante sein: Kauf dir in der E-Bucht eine 
alte elektronische Orgel und bau das Manual aus. Mit 1 Euro bist du mit 
ein wenig Glück dabei...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Lothar Miller schrieb:
> Robert S. schrieb:
>> Gibt es solche Taster fertig zu kaufen?
> Das sind keine "Taster", sondern ein Stück Federdraht, das mit der
> Keyboardtaste zwischen einem oberen und einem unteren Sammelkontakt hin-
> und hergebogen wird.

Und zwar sollte das versilberter Draht sein.
Mit Federn aus Stahl hab ich das schonmal probiert. Das Kontaktverhalten 
war miserabel. Und da beschönige ich noch.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Auch Silber (selbst .999er) läuft irgendwann mal an, und der Kontakt 
wird schlechter. Wenn man schon zu Edelmetallen greift, um Kontakte vor 
Oxidation zu schützen, sollte es schon Gold sein.

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