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Forum: Platinen wie wärmt ihr euer ätzbad (ohne mikrowelle) wieder auf?


Autor: ätzer (Gast)
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... ich habe nämlich keine und will mein Fe3Cl nicht unbedingt in einem 
metalltopf auf dem herd warm machen O_o

wie macht ihr das?

: Verschoben durch User
Autor: Frank (Gast)
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In der Küvette

Autor: ätzer (Gast)
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...auf dem herd?

Autor: M. E. (crazy-factory)
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Hoi

Mit einem Heizstab was eigentlich für das Aquarium gedacht ist...

Vorsicht!!
Erst in die Brühe tauchen DANN einschalten!!!
Verhindert dann das dass Glas Bricht...

Gruß

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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ätzer schrieb:
> Fe3Cl

ätzer schrieb:
> in einem
> metalltopf

ätzer schrieb:
> auf dem herd

Troll!

Autor: Carsten (Gast)
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Knut Ballhause schrieb:
>...
> Troll!

Ich würde hier eher auf etwas ungeschickte "Ironie" deuten...
Halt das Smilie vergessen!

Ich verwende auch den Heizstab in der Küvette.

Alternativ halt die Brühe in eine Plastikschale geben und das ganze im 
heißen Wasserbad erwärmen. So habe ich mit 13,14,15 angefangen.

Gruß
Carsten

Autor: Kai (Gast)
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In der Küvette mit 50W Hallogenlampe in Reagensglas und parallel dazu 
mit 300W Inrarot Wärmelampe von außen.

Autor: ätzer (Gast)
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das war keine ungeschickte ironie, die war eindeutig! Selbst an den Kopf 
fassen.

danke für die antworten

Autor: Mario K. (Gast)
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gar nicht erwärmen ich ätze immer mit HCL, H2O2 und H2O !!!
Geht irre schnell, sehr sauberes Ätzen und immer nur soviel anmixen das 
es gerade reicht. Ein wenig H2O2 drauf und es reicht noch für eine 2. 
Runde.

mario

Autor: Lukas (Gast)
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In einem Becherglas im Wasserbad auf dem Herd.

Autor: Skua (Gast)
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Lukas schrieb:
> In einem Becherglas im Wasserbad auf dem Herd.

Mach ich auch so, allerdings Gurkenglas welches ich auch zur 
Aufbewahrung benutze.
Kleine Platinen hänge ich da direkt rein.

Autor: smufte (Gast)
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mit Heizfolie

Autor: hp-freund (Gast)
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Mario K. schrieb:
> Geht irre schnell

Wie schnell ist das in etwa?
Ich habe mir auch abgewöhnt Fe3Cl zu erwärmen.
Früher habe ich die Fotoschale direkt auf eine alte Herdplatte gestellt. 
Anfangs 2min heizen, dann ab und zu noch mal 30s nachheizen. Solange sie 
gut gefüllt ist passiert da nichts, ist Physik :)

Jetzt habe ich festgestellt das eigentlich nur die Bewegung der Platine 
im Bad zählt. Selbst bei derzeitigen 11-12°C dauert das ätzen ca. 7-9 
min.

Autor: ätzer (Gast)
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ja, die bewegung macht extrem viel aus, habe ich auch gerade erst (bei 
meinem ätzvorgang vor einer stunde) bemerkt - wenn ich die platine stark 
genug in der flüssigkeit bewegt habe, konnte ich "zusehen", wie das 
kupfer verschwand.

Autor: ätzer (Gast)
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Mario K. schrieb:
> gar nicht erwärmen ich ätze immer mit HCL, H2O2 und H2O !!!

wie ist das mit der entsorgung? was bleibt da übrig und wie giftig ist 
es?

da hätte ich dann auch noch eine andere frage an die Fe3Cl-Ätzer hier: 
ich habe schon schlechtes gewissen, wenn ich meine Wanne danach im 
Waschbecken ausspüle, weil ja dann reste immer mit ins abwasser 
gelangen. dann habe ich angefangen den kram mit zewa auszuwischen und in 
den müll zu geben (am ende der müllentsorgungskette vll auch nicht viel 
besser ... )
wie macht ihr das? Reste ignorieren? (Wird schon nicht so schlimm sein?)

Autor: Lukas (Gast)
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Skua schrieb:
> Mach ich auch so, allerdings Gurkenglas welches ich auch zur
> Aufbewahrung benutze.
> Kleine Platinen hänge ich da direkt rein.

lol, ich benutze eigentlich auch ein Gurkenglas, dachte nur Becherglas 
klingt besser... ;-)

Autor: Dex (Gast)
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Man könnte ja so 10 17W Widerstände in Schrumpfschlauch packen und diese 
darin baden..

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hast Du Dir schon mal ueberlegt statt dieser Dreckspampe evt. auf ne 
andere Aetztechnik umzusteigen? Mit Salzsaeure kann man z.B. auch kalt 
bzw. handwarm problemlos aetzen, Du musst halt gut lueften, aber 
Eisen-III-Chlorid is ja nun auch nicht gerade was fuer das Wohnzimmer ;) 
So gesehen waere das fuer Dich vielleicht eine Alternative.

Autor: Ninola (Gast)
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Eisen3Chlorid ätzt prima bei Zimmertemperatur. Das ist ja gerade der 
große Vorteil gegenüber NaPS, welches nur bei höheren Temperaturen 
vernünftig ätzt.

Autor: Peter (Gast)
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Michael G. schrieb:
> Du musst halt gut lueften

Den Satz kann ich nur unterschreiben, wobei die Betonung auf "sehr, 
sehr, sehr, sehr gut" liegt. Ansonsten rosten dir nämlich alle 
Metallteile in der Wohnung weg. Hab ich selbst schon durchgemacht: Im 
Hobbyraum geätzt, alle Werkzeuge darin angerostet und auch in anderen 
Zimmern alles angerostet, was rosten konnte. Nie wieder...

Autor: ätzer (Gast)
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nie wieder Fe3Cl oder nie wieder was? ^^

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

ätzer schrieb:
> Mario K. schrieb:
>> gar nicht erwärmen ich ätze immer mit HCL, H2O2 und H2O !!!
>
> wie ist das mit der entsorgung? was bleibt da übrig und wie giftig ist
> es?
Es bleibt eine Lösung übrig die HCL + diverse Kupferverbindungen und 
anderes Enthält. Zu der Giftwirkung komm thier dann noch die starke 
Ätzwirkung schon bei normaltemperatur dazu.

Generell kann man sagen das es völlig Egal ist womit man ätzt. Es gibt 
für den Elektroniker keine andere (ernstzunehmende) Alternative als die 
Reststoffe zu sammeln und bei der Problemstoffsammlung abzugeben.
Das Kupfer muss ja irgendwo hin...
Auch eine Trennung (Ausfällen/Binden) mit Hausmitteln kannst du 
vergessen. Einerseits dürften nur die wenigsten die möglichkeiten zur 
Analyse haben um den Erfolg zu überprüfen - vom Fachwissen ganz zu 
schweigen - andererseits muss die abgetrennte Substanz ja immer noch 
fachgerecht entsorgt werden. Da kann man auch gleich die ganze Substanz 
nehmen.

>
> da hätte ich dann auch noch eine andere frage an die Fe3Cl-Ätzer hier:
> ich habe schon schlechtes gewissen, wenn ich meine Wanne danach im
> Waschbecken ausspüle, weil ja dann reste immer mit ins abwasser
> gelangen. dann habe ich angefangen den kram mit zewa auszuwischen und in
> den müll zu geben (am ende der müllentsorgungskette vll auch nicht viel
> besser ... )
> wie macht ihr das? Reste ignorieren? (Wird schon nicht so schlimm sein?)

ICh verwende NaPS, aber das kommt aufs gleiche raus. Da ich mit Küvette 
arbeite komme ich selten in die Situation das ich Behälter reinigen 
muss.
Als ich noch am Schalenätzen war habe ich die Lösung immer in den 
Kanister zurückgekippt und die Schale dann so hochkant in den Trichter 
gestellt das die noch ein wenig abtropfen konnte. Danach habe ich die 
dann unter fließenden Wasser ausgewaschen. Da muss man nicht päpstlicher 
sein als der Papst. Wir reden hier ja von mengen <1ml Lösung! die noch 
in der Schüssel sind! Runtergerechnet auf die Kupfermenge die sich 
überhaupt in einem Liter Lösung lösen lässt ist das wirklich kein Thema 
mehr.


Zu den einzelnen Ätzmittel gab es hier ja schon unzählige Threats...
Jeder hat seinen Favoriten und manche bestehen mit geradezu 
fundamentalistischen Verhalten darauf das IHRE Methode das Non-Plus 
Ultra ist... Besonders einige HCL Verwender... (Wobei ich nicht 
absprechen will das es Umstände gibt wo auch diese Variante die optimale 
sein kann)

Habe alle drei Varianten mal getestet und bin wieder beim NaPS gelandet 
;-)

HCL+H2O2 ist wirklich schneller als alle anderen Stoffe <5min bekommt 
man damit hin. Das Ergebniss ist gut - feine Konturen sind Problemlos 
möglich.
Vom Ergebniss her waren die ungefähr mit NaPS zu vergleichen, wobei es 
Meinungen gigt das es noch viel feiner als NaPS geht. Das konnte ich 
aber nicht verifizieren. (Wann braucht man als Hobbylöter denn überhaupt 
Strukturen wo NaPS nicht mehr ausreicht?)
Die Stoffe sind billig, auch wenn die Beschaffung immer schwieriger 
wird. Aktuelle gibt es z.B. nach einer Gesetzesänderung H2O2 Lösung mit 
mehr als 12% nur noch gegen Unterschrift und Identitätsfeststellung mit 
Eintragung im Abgabebuch!

Allerdings produziert das Zeug aggressive und erbärmlich stinkende 
Ausdünstungen! Eine Verwendung ist eigendlich nur im Freien oder unter 
einem richtigen Chemieabzug überhaupt ratsam! Dazu kam bei mir das 
sowohl um den Lagerplatz der Lösung sowie auch um meinen "Ätzplatz" an 
der Terasse im Garten die Korrosion metallischer Teile EXTREM Zunahm. 
Incl.Werkzeug und anderer "wertvollerer" Dinge. Das war damals auch der 
Hauptgrund warum ich die Methode schnell wieder beiseite geschoben habe.
(Heute würde ich die alleine schon wegen der Notwendigkeit -Draussen- zu 
arbeiten nicht mehr wollen, aber das gilt erst nachdem ich einen eigenen 
Hobbyraum + eigenen Keller mit Chemiearbeitsplatz habe.)

Jetzt verwende ich NaPS. Von den laufenden Kosten ist dies natürlich die 
"teuerste" Variante. Was aktuell bei mir vieleicht 20 Eur 
Mehrkosten/Jahr ausmacht. Ich verwende eine Billig Küvette (incl. 
Heizung und Pumpe fürs einblasen von Luft hat die damals 85 DM gekostet. 
Die Heizung ist vor zwei Jahren durch meine Dummheit -zu wenig Lösung 
eingefüllt und vergessen die Heizung tiefer zu hängen- 
kaputtgegangen(wie oben geschrieben:GEPLATZT). Habe die durch einen 
12,50 Eur. AquarienHeizstab ersetzt.
Eine Platine dauert um die 10min, bei alter Lösung auch mal 15min oder 
noch etwas mehr wenn die Lösung wirklich platt ist, wobei ich in dieser 
Zeit bequem weiterarbeiten kann. Stört mich also überhaupt nicht das es 
mal ne Minute mehr Braucht.
Das Zeug muss zwar erwärmt werden, aber ich bezweifle wirklich das ein 
HCL+H2O2 Verwender weniger Aufwand mit seiner Brühe hat.
Wenn ich weiß das ich in derselben Woche noch einmal ätze kann ich 
bequem die Lösung in der Küvette lassen, komme also in den Keller und 
muss nur   die Heizung und die Pumpe einschalten damit sich die Lösung 
gleichmäßig aufwärmt. In der Zwischenzeit bereite ich alles vor, lasse 
die Röhren des Belichters warmlaufen, rühre gleichzeitig den Entwickler 
an. Und sobald ich dann die Platine belichtet und entwickelt habe kann 
ich die auch schon direkt in die Ätzlösung schmeißen. Zeitmehrbedarf 
gegenüber einer Kaltarbeitenden Lösung: 15sekunden! NAch dem Ätzen kann 
ich alles stehenlassen, muss es nur abschalten bzw. wenn ich weiß das 
ich länger als eine Woche nicht ätze fülle ich das NaPs ebend wieder in 
den Kanister. NaOH setze ich jeden Ätztag neu an...

Bei HCL+H2O2 muss die Säure hervorgeholt werden, man muss damit nach 
Draussen gehen, dort durch zugabe von H2O2 wieder ein Ätzfähiges Gemisch 
herstellen. Hat man draussen keine Küvette die meiste Zeit zumindest 
etwas schwenken - hat man eine Küvette mit Lufteinblasen braucht man 
zwar nicht schwenken hat aber wesentlich mehr "HCL in der Luft" mit 
allen Folgen.
Nach dem Ätzen muss man alles wieder ordentlich verstauen. Offen stehen 
lassen will man diese aggressive Lösung ja nun doch nicht. Dabei höchste 
Vorsicht das man sich nicht selbst verätzt was sofort passiert wo bei 
NaPS im Falle eines Falles der gemütliche Gang zum Wasserkran reicht.
Da kann mir keiner Erzählen das dies "Bequemer" ist als mein NaPS

OK, wenn man wirklich sehr viel ätzt und einen vernüftigen Arbeitsplatz 
mit Abzug + richtigen Lagerplatz für das Zeug ohne Gefahr von 
Kollateralschäden hat, dann ist das Zeug dank Preis und Geschwindigkeit 
vieleicht wirklich die beste Wahl. Oder wenn man sowieso nur draußen 
arbeiten kann da man die Küche nicht ruinieren will, ein anderer 
geeigneter Raum nicht zur Verfügung und so die feste Installation seiner 
Gerätschaften sowieso ausscheidet. Dann muss ich ja eh vor und nach dem 
Ätzen räumen... HAt man dann einen Platz wo kein Metall in der Nähe ist 
und einen gut belüfteten Lagerplatz wo in 1qm umkreis kein Wertvolles 
Werkzeug/Fahrrad/Auto usw. steht, dann ist es vieleicht auch wirklich 
keine so schlechte wahl - immerhin erspart man sich so das Aufheizen das 
unter diesen Umständen oft wirklich ein Krampf ist!

Fe3CL würde ich aktuell nur noch für Schaum/Sprühätzen usw. verwenden.
Bei Schalenätzen bringt es keinerlei Vorteile gegenüber NaPS - 
(abgesehen von der etwas geringeren möglichen Arbeitstemperatur) 
Kombiniert aber die NAchteile von HCL und NaPS (Oxidieren, wenn auch 
lange nicht so starkt, braucht länger, nur Warm einigermaßen fix, muss 
bewegt werden) und bringt zusätzlich noch den ganz eigenen NAchteil das 
man die Platine immer rausnehmen muss um den Fortschritt zu beurteilen 
mit.

Naja, das war jetzt wieder genug OT.

Gruß
Carsten

Autor: ätzer (Gast)
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danke für die vielen infos,
was das trennen/ausbinden angeht war ich allerdings schon davon 
ausgegangen, dass es klappt (siehe 
http://www.tuf-ev.de/workshop/aetzen/EntsorgungAetzen.htm ) - 
erfahrungen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Carsten Sch. schrieb:
> Allerdings produziert das Zeug aggressive und erbärmlich stinkende
> Ausdünstungen!

Kann ich nicht bestätigen. Ich nehme aber auch keine 33% Salzsäure, 
sondern das Wässerchen aus dem Baumarkt mit < 24% - das ist noch 
nichtmal als ätzend deklariert.

Der Vorteil ist, daß es ab 0° C funktioniert und sehr gleichmäßig ätzt - 
was man von NaPS nicht gerade behaupten kann.

Früher wurden z.B. die Lochmasken für Farbfersehröhren damit 
hergestellt.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Haben wir vor Langer langer Zeit mal in der Schule angesprochen...
Stimmt, die Stahlwollegeschichte ist noch technisch das einfachste und 
erhälst eine recht unproblematische Restsubstanz (verkupfertes Eisen), 
aber:

Hier musst du erst mal die Lösung verdünnen, dann den PH Wert 
korrigieren, dann Einfüllen und Warten... Dabei verbraucht sich die 
Stahlwolle die du ja kaufen musst. Nachdem du dann die Pampe hast 
ablaufen lassen musst du nochmal die Dosis prüfen, nur um dann evtl. den 
Vorgang von vorne beginnen zu lassen.
Also Zeit + Geld: für Stahlwolle (immerhin genug für 4Liter! 
Flüssigkeit, da 4x Verdünnen), Chemikalien zur PH Anpassung, 
Teststreifen für PH Wert und für Amoniak, der selber ja auch nicht so 
ganz ohne ist.

Klar für eine Schule die dann Entsorgung zahlen müsste lohnt sich das 
vieleicht wo einer der Chemielehrer das dann nebenbei mitmacht. Zumal da 
ja auch mehr anfällt. Und für einen Gewerbetrieb, der dann aber 
proffessioneller arbeitet mit ettlichen hundert Litern pro Jahr lohnt 
sich das sicher auch.

Aber für den normalen Privatmenschen ist die Entsorgung fast überall in 
der Bundesrepublik kostenlos. Und soviel Lösung hat man ja nun auch 
nicht verbraucht. Ich schütte die verbrauchte Lösung in einen offenen* 
5L Kanister der auch etwas wärmer steht (im Sommer steht die Sonne 
drauf)da diese dann ja auch noch ein wenig eindampft passen da so locker 
fast 10 l rein. Und das ist mehr als genug platz um meine Reste von 
einem Jahr, teilweise von zwei JAhren aufzunehmen bis ich wieder die 
1500m bis zur Sammelstelle mit dem Kanister fahre. Das ist DEUTLICH 
weniger Arbeit als die Wiederaufbereitung und zu dem Nebeneffekt das es 
auch noch billiger ist kommt das es sicherlich auch noch ein wenig 
Umweltfreundlciher ist als die nicht mehr ganz so giftig Chemiepampe in 
den Abfluss zu kippen - Auch wenn es dann nicht mehr Strafbar ist)

*(Offen da bei NaPS keine Ätzenden oder giftigen Substanzen ausgasen. 
Überwiegend  freigesetzt wird nur Sauerstoff. Bei Fe3CL würde ich die 
Öffnung so klein wie möglich halten, bei HCL sowieso, ganz ohne Öffnung 
geht es ja nicht - Da kommt auch korrosives Zeug raus)

Gruß
Carsten

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Der Vorteil ist, daß es ab 0° C funktioniert und sehr gleichmäßig ätzt -
> was man von NaPS nicht gerade behaupten kann.
>
> Früher wurden z.B. die Lochmasken für Farbfersehröhren damit
> hergestellt.

Das es gleichmäßig Ätzt und besonders im Industriellen Bereich wohl 
praktischer ist als NaPS ist ja wirklich so und habe ich auch nie 
bezweifelt...

Aber das NaPS jetzt ungleichmäßig ätzen soll, das kann ich absolut nicht 
bestätigen. Prozentual auf die ganze Ätzdauer gesehen vergeht bei NaPS 
bei mir genausowenig Zeit vom erscheinen der ersten freien 
Platinenfläche bis zum Verschwinden der letzten Kupferbrücke wie bei 
HCL.
Sogar etwas weniger... Allerdings Vergleich HCL in Schale mit NaPS in 
Küvette.

Was natürlich sein kann ist das es beim NaPS "Schalenätzen" so ist. Bei 
NaPS hängt die Ätzwirkung sehr viel stärker von einer gleichmäßigen 
Bewegung / Flüssigkeitsaustausch um die Platine ab. Und diese Bewegung 
ist beim Schalenätzen naturgemäß schlecher, insbesondere in der Mitte 
der Schale, die oft auch Mitte der Platine ist.
Bei HCL in der Schale fällt das nicht so Stark ins Gewicht das pro ml 
Lösung wesentlich mehr "Potential" vorhanden ist. daher kommt vieleicht 
diese Fehleinschätzung.
Aber beim NaPS Küvettenätzen habe ich noch keine Platine in der HAnd 
gehabt die schlechter aussahen als meine HCL Schalenergebnisse. Und HCL 
in der stark blubbernden Küvette sollte man sich vieleicht besser 
Sparen.

GRuß
Carsten

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Carsten Sch. schrieb:
> Aber das NaPS jetzt ungleichmäßig ätzen soll, das kann ich absolut nicht
> bestätigen.

Meine Erfahrung mit NaPS ist, daß in einer bewegten Schale die Zeit, die 
zwischen dem Durchätzen der ersten und der letzten Stelle auf der 
Platine viel größer ist, als mit HCl+H2O2. Die Folge ist, daß in 
Bereichen, die schneller weggeätzt wurden, Leiterbahnen schmal-, oder 
gar weggeätzt werden.

Um das zu vermeiden muß man einen hohen apparativen Aufwand betreiben - 
Luft durch die Küvette blasen, heizen - um an die Leistung 
heranzukommen, die HCl+H2O2 in einer einfachen Schale bringt, wie man 
sie aus der Dunkelkammer kennt.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Uhu Uhuhu schrieb:
> Meine Erfahrung mit NaPS ist, daß in einer bewegten Schale die Zeit, die
> zwischen dem Durchätzen der ersten und der letzten Stelle auf der
> Platine viel größer ist, als mit HCl+H2O2. Die Folge ist, daß in
> Bereichen, die schneller weggeätzt wurden, Leiterbahnen schmal-, oder
> gar weggeätzt werden.
>
> Um das zu vermeiden muß man einen hohen apparativen Aufwand betreiben -
> Luft durch die Küvette blasen, heizen - um an die Leistung
> heranzukommen, die HCl+H2O2 in einer einfachen Schale bringt, wie man
> sie aus der Dunkelkammer kennt.

Carsten Sch. schrieb:
> Was natürlich sein kann ist das es beim NaPS "Schalenätzen" so ist. Bei
> NaPS hängt die Ätzwirkung sehr viel stärker von einer gleichmäßigen
> Bewegung / Flüssigkeitsaustausch um die Platine ab. Und diese Bewegung
> ist beim Schalenätzen naturgemäß schlecher, insbesondere in der Mitte
> der Schale, die oft auch Mitte der Platine ist.
> Bei HCL in der Schale fällt das nicht so Stark ins Gewicht das pro ml
> Lösung wesentlich mehr "Potential" vorhanden ist. daher kommt vieleicht
> diese Fehleinschätzung.
>
> Aber beim NaPS Küvettenätzen habe ich noch keine Platine in der HAnd
> gehabt die schlechter aussahen als meine HCL Schalenergebnisse. Und HCL
> in der stark blubbernden Küvette sollte man sich vieleicht besser

Da sind wir uns ja in diesem Punkt weitestgehend einig ;-)
Beim Schalenätzen ist HCL+H2O2 anscheinend dem NaPS überlegen. Das 
dieses aber bei Küvettenätzen nicht unbedingt der Fall ist.

Die Frage ist nur ob Küvettenätzen "hoher Technischer Aufwand" ist.
ISt sicher Relativ und massiv von den Umständen abhängig.
Wie bereits geschrieben ist das bei mit absolut nicht der Fall. Die 
Küvette habe ich billigst während meiner Ausbildung gekauft 
(08.97-01.01)
Mit nachträglichen Abdichtmaterialien und der Ersatzheizung komme ich 
gerade mal auf 50 Eur. Gesamtkosten. bis jetzt. (Weniger als 5Eur/Jahr)
Da ich alles offen und angeschlossen stehen lassen kann und maximal 
wegen längeren Unterbrechungen die Lösung Ablasse/wieder einfülle kann 
ich es mir überhaupt nicht einfacher Vorstellen. Die Zeit bis die Lösung 
auf Arbeitstemperatur ist, ist kürzer als die Zeit die ich vom betreten 
des Kellers bis zur ersten Ätzbereiten Platine brauche. Damit ist bis 
auf das Einschalten wenn ich reinkomme keine besondere Vorbereitung 
notwendig.

Bei HCL+H2O2 müsste ich auf dem Balkon arbeiten oder zu meinen Eltern 
rübergehen (100m LL). Dazu wäre es notwendig jedes mal die Schalen 
hervorzukramen, diese zu befüllen, draußen zu schwenken, danach diese 
wieder säubern und alles wieder verstauen. Erheblich mehr Aufwand.
(Arbeiten mit HCL im Keller scheidet wegen der Belüftung und auch wegen 
der dort vorhandenen mechanischen ausrüstung sowie den dort lagernden 
Reservemessgeräten die nicht mehr in mein "Spielzimmer" passen und 
doppelt vorhandenen Funkgeräten+Ersatzteile aus)

Wenn ich natürlich eh jedesmal diesem Aufwand auch für normales Ätzen 
mit NaPS sowieso diesen Aufwand treiben müsste, ja sogar durch das 
Aufwärmen noch einiges mehr, (immerhin ist das im Freien deutlich 
komplizierter) dann ist HCL natürlich eine interessante Alternative 
(Vorrausgesetzt man hat das Problem mit der Korrosion im Griff)
Unter dem Aspekt des jedes mal Auf- und Abbauen, auch für eine einzige 
kleine spontane Platine, ist natürlich eine Küvette mit drumherum schon 
als recht aufwendig anzusehen!

Gruß
Carsten

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Carsten Sch. schrieb:
> Das dieses aber bei Küvettenätzen nicht unbedingt der Fall ist.

Für HCl+H2O2 braucht man keine Küvette, keine Heizung, keine Luftpumpe.

Wenn du beweisen kannst, daß der Aufwand dafür gegen Null geht, dann 
sind die Verfahren im Hobby-Bereich gleichwertig.

> ISt sicher Relativ und massiv von den Umständen abhängig. usw. pp.

Das hat ja schon fast theologische Qualitäten...

> Bei HCL+H2O2 müsste ich auf dem Balkon arbeiten

Ich mach das im Badezimmer mit einer Plastikschüssel als Unterlage. 
Säureempfindliches Email sollte man allerdings unbedingt meiden.

Ich fülle die Ätzlösung nach Gebrauch in eine alte H2O2-Flasche (wegen 
des Deckels mit Überdruckventil) und gut ists.

NaPS-Lösung wird an der Luft auch nicht besser. Ich würde sie nicht nur 
deswegen nicht offen rumstehen lassen.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Ich mache immer frische NaPS Lösung, die ist erst mal warm, da ich sie 
mit warmem Wasser anrühre. Wenn sie abkühlt, bevor die Platine fertig 
ist, halte ich die Schale (eine flache Tupperdose) über einen Heizlüfter 
oder notfalls einen Toaster. Der Kunststoff bringt die Wärme ganz gut 
durch.

Autor: Peter (Gast)
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ätzer schrieb:
> nie wieder Fe3Cl oder nie wieder was? ^^

Nie wieder HCL+H2O2.

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