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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Gebrauchtes Oszilloskop: Überprüfung am Beispiel eines 7623A


Autor: Dominik Z. (dominik_z)
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Hallo,
ich bin mir bewusst, dass es schon etliche Oszilloskop Threads gibt und 
das viele von diesen schnell wieder in Vergessenheit geraten. Mein Ziel 
ist ist es mit eurer Hilfe etwas "nachhaltigeres" zu schaffen.
Und zwar konkret geht es um die Problemstellung:

"Wie überprüfe ich ein gebrauchtes Oszilloskop vor dem Kauf?"

Irgendwann steht jeder am Anfang des Problems. Man kennt selbst das Oszi 
nur aus der Theorie oder hat im besten Fall vielleicht im Studium etwas 
damit gearbeitet hat aber nicht sonderlich viel Erfahrung damit. Nach 
ewiger Suche findet man ein brauchbares Angebot und hat sogar die 
Möglichkeit das Oszi Vorort zu testen.
Nur was testet man? Sicherlich ist jedes Oszilloskop individuell, bietet 
somit unterschiedliche Funktionen und viele Oszi-Beginner wissen mit dem 
Großteil der Funktionen am Anfang nichts anzufangen, geschweige denn wie 
sie die Funktionstüchtigkeit überprüfen sollten. Beschränken wir uns am 
Anfang deshalb vielleicht auf die Grundfunktionen.
Man ist also beim Verkäufer, hat ein beschränktes Zeitangebot und möchte 
somit möglichst schnell und effektiv sich einen ersten Eindruck 
verschaffen ob das Gerät keine schwerwiegenden Fehlfunktionen aufweist. 
Wie geht man am besten vor?

Dabei möchte ich jetzt nicht eine 1:1 Anweisung im Sinne von Drücke 
diesen Knopf usw. sondern allgemein etwa in der Form: Rechtecksignal 
anlegen und Ansteigszeit messen; oder 'Schaltung-XY' zuhause 
zusammenlöten und Vorort folgende Messungen vornehmen...

Mich persönlich würde zusätzlich im speziellen die Überprüfung der 
Speicher-Bildröhre beim 7623A interessieren.

Autor: DipTam (Gast)
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Hallo,

an einem 7623A wirst Du auch ein Jahr nach intensivem Gebrauch
noch Funktionen und Einstellungen finden von denen Du beim Kauf noch
garnichts gewußt hast, klingt komisch, ist aber so.

Die "Grundprüfung2 in Deinem Ansinnen kann zwar stattfinden, nur kaum 
ein
Neuling wird sich auf einer Frontplatte mit ca. 100 möglichen Bedien-
funktionen zurechtfinden bzw. diese auch kompetent interpretieren
können.

Ist die simpelste Grundfunktion vorhanden, also X- und Y-Auslenkung
gilt das Ding prinzipiell als funktionsfähig, der Rest ist dann evtl.
mit einer opulenten Fehlersuche verbunden.

Gruß

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Auf BAMA das Manual holen. Vor allem den Speicherbetrieb testen. Ohne 
Speicher entspricht der kübel einem 7603, ist allerdings deutlich 
dunkler im Schirm.

Autor: Olaf (Gast)
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> der kübel

Das nimmst du aber sofort zurueck. :-)

> Mich persönlich würde zusätzlich im speziellen die Überprüfung der
> Speicher-Bildröhre beim 7623A interessieren.

Wenn du eine 100% Pruefung haben willst dann kannst du das nur zuhause 
mit dem Servicemanual in der Hand.

In der Praxis wuerde es aber wohl reichen wenn du einfach mal ein 
Rechteck aufzeichnest und schaust ob du es 1min auf dem Bildschirm 
halten kannst.
Ausserdem kucken ob du nicht zuviel eingebrannten alten Schmutz der 
Vorbesitzer im Speicher findest.

Das Problem ist aber etwas anderes. Ich besitze selber ein 7623A, ich 
habe in der Firma lange ein 7633 benutzt. Ich hab auch die Anleitungen 
dazu. Trotzdem bin ich IMHO nicht in der Lage dir in wenigen Saetzen zu 
erklaeren wie man den Speicher bedient weil du dazu mit mehren analogen 
Reglern rumspielen musst und zur Beurteilung musst du abschaetzen 
koennen welche Position in etwa welche Helligkeit bei einem Signal mit 
welcher Geschwindigkeit entspricht.

Entscheidend an dem Teil sind aber zwei andere Dinge.

1. Die mitgelieferten Einschuebe. Ich wuerde es nicht kaufen wenn da 
nicht eine Doppelzeitbasis drinsteckt. Also z.B 7B53. Ausserdem sollten 
zwei 7A18 oder besser dabei sein. Oder wenigsten ein 7A18 und ein Exot. 
(z.B Multimeter)

2. Ich wuerde es nur kaufen wenn der Wille besteht sich auch andere 
Einschuebe zu kaufen. Wenn man das nicht will, das ganze also nur als 
ein Oszi nutzen moechte, dann ist ein anderes Tek eleganter. Also z.B 
ein 765 oder gar etwas moderneres.

Ganz allgemein solltest du bei so alten Teks auf den Gesamtzustand 
achten. Alle Knoepfe muessen vorhanden sein. Alle Schalter testen! 
Lassen sich die Regler noch sauber und fein einstellen? Wie gut triggert 
es?
Es sollte halt nicht so aussehen als wenn es 10Jahre in einen feuchten 
Keller gestanden haette.

Olaf

Autor: Dominik Z. (dominik_z)
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Danke für das schnelle Feedback. Ich werde mich mal bemühen das Manual 
zu besorgen und da zumindest ein wenig reinschauen.
Also mal ein guter Anfang auf jedem Kanal das Rechteck(entnehme ich vom 
Oszi selbst) abtasten und schauen ob es auch über einen längeren 
Zeitraum(>1 min) konstant bleibt?

Wegen dem Tek, da geht es mir konkret um eines mit den Einschüben:
7A26 - 200MHz 2 Kanal
http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/T...
7A22 - 100MHZ Differential
http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/T...
7B53A - Doppel Zeitbasis 100 MHz Einschub
http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/Tektronix/T...

Also ganz vielseitig meiner Einschätzung nach. Wobei auf dem Foto 
welches ich geschickt bekommen habe muss ich leider feststellen, dass es 
sich um ein 7623 handelt und nicht um ein 7623A.
http://img535.imageshack.us/img535/7884/722145768903.jpg

Den Unterschied zwischen den zwei Modellen konnte ich leider noch nicht 
ausmachen.
Ich denke für 120€ ist das ein faires Angebot und das Risiko wert, oder?

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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120 Mainframe mit Einschüben? -> kaufen. Repariert bekommt man die Kiste 
(a.k.a Kübel) fast immer und auf die analoge Speicherfähigkeit kann man 
verzichten. Mit dem Differentialeinschub kann man gut in 
Schaltnetzteilen rumpokeln.
Sind noch irgendwelche Haken (a.ka. Tastköpfe) dabei?

Autor: Olaf (Gast)
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> Den Unterschied zwischen den zwei Modellen konnte ich leider
> noch nicht ausmachen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es kann sein das die Version
ohne A kein Readout hat. Das waer fuer einfache Sachen vermutlich
zu verschmerzen. Es gibt aber auch Einschuebe die schreiben
einiges auf den Screen. Ich weiss z.B nicht ob ein Spektrumanalyzer
dann sinnvoll nutzbar waere.

Olaf

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Dominik Z. schrieb:
> "Wie überprüfe ich ein gebrauchtes Oszilloskop vor dem Kauf?"

In dem du es Dir z.b. vorführen läßt.
Da diese Scopes bundesweit angeboten werden, sicher auch eines in Deiner 
Nähe.

> 7A22 - 100MHZ Differential

Das ist jedoch NUR ein 1 MHz BW Einschub.

> Oszi selbst) abtasten und schauen ob es auch über einen längeren
> Zeitraum(>1 min) konstant bleibt?


Ja. So mehr als 15 minuten solltne drin sein .-)

sich um ein 7623 handelt und nicht um ein 7623A.
http://img535.imageshack.us/img535/7884/722145768903.jpg

> Den Unterschied zwischen den zwei Modellen konnte ich leider noch nicht
> ausmachen.

Liegt im a bisserl im Writing speed und im Wesentlichen einigen internen 
Verbesserungen. Das 7623A ist das Bessere.

> Ich denke für 120€ ist das ein faires Angebot und das Risiko wert, oder?

Kann man weder bejahen noch verneinen, ohne das konkrete Gerät das Du 
kaufen würdest in Händen gehabt zu haben.


> der kübel einem 7603, ist allerdings deutlich
> dunkler im Schirm.

Kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt diverse 7623, die den 7603 
überstrahlen. Und umgekehrt.
Es kommt halt darauf an, wie das Gerät vorher genutzt wurde.

Autor: Frank B. (elan40)
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Hallo,

in wie weit ist denn beim 7623a die Speicherdauer spezifiziert?
D.h, wie lange kann ich im "var.persist" das aufgenomme Ereignis denn 
ansehen?

Wird mich mal interessieren!

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