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Forum: HF, Funk und Felder Schirmwirkung aluminiumbedampfter Kunststoff-Folie


Autor: Sven (Gast)
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Hi.

Mich würde folgendes interessieren:
Welche Schirmwirkung hat eine aluminiumbedampfe Kunststoff-Folie, wie 
sie oft als Dampfsperre in Gebäuden verwendet wird.

Wie stark schirmt sie etwa in den Rundfunk- und Afu Frequenzbereichen 
KW, UKW, VHF, UHF? Wie stark schirtmt sie GSM,UMTS,DECT,WLAN?

Gibts da Erfahrungsbereichte oder gar Datenblätter?

Autor: Tom (Gast)
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Könnte mir vorstellen, dass es noch einen kleinen Einfluss hat, ob die 
geerdet montiert ist (wahrscheinlich macht man sich nicht die Mühe) oder 
floatend.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ob die Folie geerdet ist, oder nicht ist erst von Belang wenn die 
Groesse in Resonanz geraet. Das Reflexionsvermoegen is abhaengig von der 
Schichtdicke des Alu, dessen Leitfaehigkeit, und dem Verhaeltnis zur 
frequenzabhaengigen Eindringtiefe. Ich denk, die Schichtdicken sind 
kleiner wie die Eindringtiefe, daher ist die Reflexion limitiert. Der 
Rest geht durch. Je nach Wellenlaenge.

Autor: Sven (Gast)
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Also da es bedampfte Kunststoff-Folie ist, denke ich, dass die 
Schichtdicke nicht sehr groß ist. Lass die Schicht mal 5 µm dick sein. 
Habe leider kein Datenblatt. Also wird das Ganze ehr auf höheren 
Frequenzen schirmen.

Ich hätte auch noch richtige Alufolie mit 20 µm.
Könnte man damit im KW-Bereich eine Schirmung erreichen?
Oder ist das immer noch zu dünn?
Wobei man für Kurzwelle wohl auch ein Metallgitter nehmen könnte.
Welche Maschenweite bräuchte man für 10m?

Autor: faustian (Gast)
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Ist das Ding nicht eher ne kapazitiv angekoppelte Antenne wenns floating 
ist?

Autor: Oliver Wachter (Gast)
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Also mein Alukoffer hat 2mm dicke und das Handy innen drin, tut keinen 
Piep. Null Empfang.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Die Eindringtiefe bei so hohen Frequenzen beträgt nur wenige 
Mikro´meter.

Deswegen macht es ja auch Sinn HF Kreise zu versilbern, obwohl die 
Silberschicht nur ein paar Mikrometer dick ist.

Ralph Berres

Autor: oszi40 (Gast)
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Sven schrieb:
> aluminiumbedampfe Kunststoff-Folie

Eine Meßkurve habe ich jetzt nicht, aber eine Verschlechertung des 
Empfangs würde ich genauso garantieren wie eine schlechte Abschirmung 
:-)

Nimm ein Stück Haushaltfolie und probiere selbst. Die Folie allein ist 
nicht alles. Schon ein kleines Löchlein oder eine Durchführung können 
das Ergebnis je nach Frequenz verändern.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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oszi40 schrieb:
> Schon ein kleines Löchlein oder eine Durchführung können
>
> das Ergebnis je nach Frequenz verändern.

Hängt von der Wellenlänge ab. Ein Loch von 5mm wird sicherlich erst bei 
Frequenzen weit im Gigahertzbereich ein Problem. Sonst wären die ganzen 
Mikrowellenherde mit ihren durchsichtigen Sichtfenster schlicht 
lebensgefährlich. Diese Abschirmung hinter der Tür hat auch jede Menge 
Löcher von ein paar mm Durchmesser, welche bei einer Wellenlänge von 
13cm
die Abschirmwirkung nicht beeinträchtigt.

Eine Kabeldurchführung kann ein Problem werden, wenn die einzelnen Kabel 
nicht kapazitiv mit der Abschirmung verkoppelt sind. Dafür gibt es 
Durchführungskondensatoren.

Die Dicke der Abschirmung spielt erst dann eine Rolle, wenn die Frequenz 
sich im unteren Kiloherzbereich abspielt. Die Eindringtiefe schon bei 
wenigen Megahertz beträgt nur einige Mikrometer.

Fazit Eine Haushaltsfolie schirmt auf jeden Fall ab, sofern die 
Abschirmungfläche  groß gegenüber der Wellenlänge ist, oder die Quelle 
umschließt.


Ralph Berres

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Dann wäre Omas Kuchen mit Alufolie zum Fest getragen, bereits ne 
Antenne, da Reflektor. Ob man dafür ne Genehmigung beantragen muß?
Wenn dann erst das zufällig gerade auflodernde Lagerfeuer bei 300THz 
sendend, nun diesen Spiegel als Richtantenne benutzt... Da MUSS doch 
einfach ne Genehmigung mit ordentlich Gebühren fällig werden, oder?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Grins !!

Autor: Martin Althaus (Gast)
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Sven schrieb:
> Gibts da Erfahrungsbereichte oder gar Datenblätter?

Also ich habe mal als Student in einer Metallbude gearbeitet. Da gab es 
dann folgendes Problem: Es wurde eine Erodiermaschine nicht abgenommen ( 
das waren damals glaub ich noch Postler ) weil die Maschine im 2m Band 
und sonst wo zuviel störte. Der Vorschlag der Postler lautete, baut 
einen Maschendraht-Käfig um die Maschine.
Als Student, der gerade in Feldtheorie etwas von Skinneffekt usw. gehört 
hatte, kam mir die Idee den Raum mit Alufolie zu tapezieren. Meinen Chef 
konnte ich von der Idee überzeugen ( warscheinlich schon aus 
Kostengründen, Alufolie und Kleber 20 DM, Metall-Käfig 1000 DM ) 
Verifiziert habe ich das Ergebniss mit einem tragbaren Fernseher. Der 
Erfolg der Tapezieraktion war durchschlagend. Vorher waren die Störungen 
im Fernseher bis 15m Entfernung vom Gebäude zu sehen und hinterher ca.3m 
Als die Postler zum Nachmessen erschienen, kamen Sprüche wie , wollt Ihr 
uns verar... usw. ( der Raum sah auch irgendwie wie eine Disco aus )

Martin Althaus

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Hehe. Gummizelle für Elektroniker eben.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Abdul K. schrieb:
> Dann wäre Omas Kuchen mit Alufolie zum Fest getragen, bereits ne
> Antenne, da Reflektor. Ob man dafür ne Genehmigung beantragen muß?
> Wenn dann erst das zufällig gerade auflodernde Lagerfeuer bei 300THz
> sendend, nun diesen Spiegel als Richtantenne benutzt... Da MUSS doch
> einfach ne Genehmigung mit ordentlich Gebühren fällig werden, oder?

http://www.bundesnetzagentur.de/cae/servlet/conten...
Punkt 7 entlastet die Oma -noch- von derartigen Begehrlichkeiten :)

Arno

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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2013. Na da hoffen wir mal, das Oma nicht vorsichtshalber wie Untote mit 
einem Stein auf der Brust, hinten gebundenen Händen und/oder mit dem 
Kopf nach unten, beerdigt werden muß. Oder sich gar noch im Grab 
dreht...

Eine Allgemeinzuteilung ohne Leistungsangabe. Hm. Echte Beamte eben.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Hier noch eine Abhandlung über die Alu Schirmwirkung:
http://louise.hallikainen.org/rw/insite/insite40.html

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