www.mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder Wie einfach 868 auf ca 50MHz mischen ?


Autor: Lvizz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
wir haben einen kleinen 868MHz Sender und möchten das gesendete Signal 
gerne im Zeitbereich besser messen können.

Kann man da auf eine einfache Art eine 868MHz Antenne anschließen, um 
das Signal in wenigen cm Entfernung wieder zu empfangen und dann mit 
irgend einer Art Mischer auf ca 50MHz zu bringen, um es mit einem Scope 
zu darzustellen ?

Am besten wär's wenn es Mischer und LO als fertige Module gäbe.

Lvizz

Autor: frank (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das was du brauchst, nennt sich down converter.
Mischer gibt es fertig. Den LO Generator musst du dir bauen, ebenso das, 
sagen wir mal 70MHz Tiefpassfilter (ZF Ebene). Die LO Frequenz muss dann 
50MHz von deinem Messsignal entfernt sein. Natürlich brauchst du noch 
einen Antennenverstärker der den Mixer treibt. Im Wiki gibt es ein 
Schema, da lässt du den ADC und den digitalkram weg, das Eingangsfilter 
auch. Aber mal so eben schnell, is nich.

Autor: Ralph Berres (rberres)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Du brauchst einen stabilen Oszillator Frequenz 918MHz Pegel +13dbm, 
einen
Ringmischer z.B. SRA1H von Municom, und ein möglichst steiles 
Tiefpassfilter  von 870MHz am Eingang und 55MHz an Ausgang. Dann könnte 
es klappen. Wenn du dir bei der Fa. Municom fertige Bausteine mit 
montierten Koaxbuchsen kaufst , geht das sogar mit relativ wenig 
Zeitaufwand.
Die Kosten solltest du aber vorher abschätzen.

Ralph Berres

Autor: Räuber Hotzenplotz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein LO mit 818 Mhz und ein Filter das bei 50 Mhz sein Inseration loss 
minimal ist.

Autor: Räuber Hotzenplotz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralph Berres schrieb:
> Du brauchst einen stabilen Oszillator Frequenz 918MHz Pegel +13dbm,
> einen

Ok sorum geht es natürlich auch.

Wie kommst du denn auf 13dBm?

Autor: Silvio K. (exh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralph Berres schrieb:
> 918MHz Pegel +13dbm

Räuber Hotzenplotz schrieb:
> 818 Mhz

Will er die Spiegelfrequenz haben oder nicht? Bei fester Frequenz egal, 
aber ihr wisst ja, man will schnell mehr.

Autor: Ralph Berres (rberres)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Räuber Hotzenplotz schrieb:
> Wie kommst du denn auf 13dBm?

Weil der SRA1H ein High Level Ringmischer ist, der am LO Eingang +13dbm 
sehen will.  Ach ja was ich vergessen habe zu erwähnen, ist die 
Tatsache, das ein Ringmischer an jeden Port einen reellen 50 Ohm 
Abschluss sehen will, und zwar für jede am Ringmischer vorkommende 
Frequenz. Um das zu erreichen gibt es mehrere Möglichkeiten.
Möglichkeit 1. An jeden Port einen Diplexer welche für die am Port 
liegende Frequenz dimensioniert ist.
Möglichkeit 2. Dafür sorgen das die vorhergehende Stufen und 
nachfolgende Stufen breitbandig 50 Ohm Eingangswiderstand haben.
Möglichkeit 3. Zwangsanpassung durch Dämpfungsglieder von mindestens 6db 
an jedem Port.
Das hat natürlich den Nachteil das die Durchgangsdämpfung des 
Ringmischers von ca 6db nochmals um die Dämpfung der Dämpfungsglieder am 
Ein und Ausgang erhöht wird. Keinesfalls fühlt sich der Ringmischer 
glücklich , wenn an den Ports direkt Filter angeschlossen werden, weil 
die Filter nur bei der Durchlassfrequenz einen Wellenwiderstand von 50 
Ohm besitzen, sofern am Ausgang des Filters auch 50 Ohm Abschluss 
gesehen wird.

Man kann z.B. diese Gainblock Ics mit geringer Verstärkung als 
Isolierglied an den Mischerports verwenden. Man könnte auch 
Zirkulatoren, die mit einen 50 Ohm Abschluss am 3ten Port zu Isolatoren 
werden verwenden.

Wie du siehst ist das Vorhaben ein Signal von 868MHz möglichst 
verzerrungsfrei auf 50 MHz umzusetzen gar nicht so trivial wie es auf 
den ersten Blick aussieht. Wenn man natürlich keine Ansprüche stellt, 
was 1.
die Signaltreue nach dem runtermischen betrifft, 2. die Freiheit von 
unerwünschten Nebenfrequenzen und Intermodulationen betrifft, kann man 
es sicherlich auch einfacher lösen. z..B. einen Dualgatemosfet als 
Mischer.

Ralph Berres

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
868 MHz sollte jeder UHF-Fernsehtuner können. Die TV-ZF ist um 36-39 
MHz, das passt auch. Nur die Frequenzstabilität als freischwingender VCO 
ist für schmalbandige Signale vielleicht zu schlecht, eine PLL sollte 
drin sein.

Autor: Lvizz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>868 MHz sollte jeder UHF-Fernsehtuner können. Die TV-ZF ist um 36-39
>MHz, das passt auch.

Tolle Idee !

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.