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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RFID 1m Reichweite


Autor: Sonke A. (soeni)
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Hallo,

ich möchte für ein Projekt ca 15-100 Leute in ihrem Laufverhalten 
überwachen.
Es geht om einen Ort mit mehreren Räumen und ich möchte jeweils an der 
Tür ein Lesegerät installieren, welches registriert, wenn eine Person 
den raum betritt / Verlässt. Jedoch soll dies ohne auflegen einer 
chipkarte funktionieren. einfach so im vorbeigehen.

Ist dazu RFID geeignet? sicher nicht die 125 kHz transponder.

In anbetracht der Menge an Personen sollten die Transponder pro Stück 
<1€ kosten.

Ist das überhaupt möglich?


Danke und Gruß

Autor: MaWin (Gast)
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Ich lasse mir seit fast 10 Jahren passive RFID-Geräte zeigen,
bei denen der Hersteller behauptet, daß sie 1 Meter Lesedistanz
schaffen. Bisher konnte noch keines das in der Realität erreichen.

Aktiv geht natürlich quasi beliebig weit, man muß halt nur Batterien
wechseln.

Autor: Dex (Gast)
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Hi,

also 10 cm halte ich für realistisch, das ist doch das Verfahren wo das 
Tag als Atwort das Feld des Readers mittells Klemmen der Tag-Spule 
einflusst oder ?


mfg
Dex

Autor: BillX (Gast)
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Gibt es jedoch, unsere Bibliothek nutzt ein solches System ... jetzt 
frag mich nicht welche tags und welche reader die da nutzen...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ich kenne 13.56MHz systeme, die machen 1m mit einer 1m Spule als Sender 
und passiven Tags auf der Person.

Autor: MaWin (Gast)
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Ah...soo, die machen 1m mit einer 1m Spule als Sender
und passiven Tags auf der Person, in der Werbung.

Autor: Zufällig vorbeigekommen (Gast)
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> Ah...soo, die machen 1m mit einer 1m Spule als Sender
> und passiven Tags auf der Person, in der Werbung.

Keine Argumente, oder was?

Autor: thomas (Gast)
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A...aha Soooo. schrieb:
> Ich kenne 13.56MHz systeme, die machen 1m mit einer 1m Spule als Sender
> und passiven Tags auf der Person.

Glaub ich sofort. Das Feld liefert dabei erstaunlich viel Energie. 
Direkt an einem kleinen Tagnology Reader erreicht man zb ganze 30mW. Wir 
betreiben damit sogar ein Tag mit einem Atxmega256A3 passiv. Allerdings 
nur über einige cm Abstand.

Mit geeigneten Asics und einem stärkeren Reader sollte 1m schon zu 
schaffen sein...

Autor: Sonke A. (soeni)
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Habt ihr da genauere infos?
Welche frequenz, welches ic welche antennen??

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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In der Tat, die Tags hatten ein Asic drauf. Die referenzierte 
Technologie ist mit einem unsinnigen Lizenzgebilde verhaftet, und daher 
fuer kleine Projekte nicht zu empfehlen.
Aber, wie Versuch zeigten, wenn man die Tags mit einer kleinen Batterie 
versieht, so bekommt man bis 8m Rechweite bei der 1m Antennen. Das 
Problem ist daher der Stromverbrauch der Tags. Fuer eine abgeschlossene 
Gruppe kann man daher moeglicherweise mit aktiven Tags arbeiten. Die 
passiven Tags sind nur aus Kosten- und Wartungsgruenden passiv.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Die Antenne und das Feld ist eigentlich vorgegeben. Denn das maximale 
Feld bei einer definierten Reichweite ist jeweils limitiert. Ich hab die 
gueltigen Werte aber nicht praesent. Siehe DIN ... & ISO ...

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Ich bin auch neu bei RFID und suche seit mehreren Monaten 
funktionierende Reader für Tieridentifikation und ein altes TIRIS-System 
abzulösen.

Bei den Problemen, die ich bisher hatte...

Der Preis der Tags sollte Dich am wenigsten stören !
Ob die nun 1 oder 10 Euro kosten ... was solls ?
Die Reader werden richtig teuer werden ! Du kannst quasi alle 
preiswerten Geräte gleich vergessen. Das ist alles Technik zum Auflegen 
von Chipkarten.

Aktive Tags werden viele Probleme ersparen.

Autor: Harpax (Gast)
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Hallo zusammen,



für die >1m Variante sehe ich da mehrere Wege.

125kHz
    (Long-Range-Reader mit Bauform und Größe wie Stop-Schilder)

Tiris
    (Bei Busunternehmen im Einsatz zur Aus/Einfahrt vom/zum 
Firmengelände - Spule in Zufahrt)

868MHz
    (Parkhauszufahrt - Reader über Einfahrt - Tag an Windschutzscheibe)


Über Preise kann ich erstmal noch nix sagen - bin nur Techniker. :-)
Aber das es funktioniert, kann ich schon sagen.

Die 125kHz-Variante ist groß und hässlich.
Die Tiris-Variante mag kein Metall in der Nähe - also auch nicht 
Indoorfähig.
Aber die 868MHz-Version...sollte gehen.
Es gibt nur einen kleinen Nachteil. Da es sich schon im HF-Bereich 
befindent, ist eine Abschirmung durch den/die Körper der Personen 
möglich. Die Tags müßten demnach idealerweise wie Namensschilder an der 
Brust getragen werden und nicht zusammen mit Schlüsselbund und Funktele 
in den tiefsten Tiefen der Hosentasche bzw. im Damen-Schwarzenloch der 
Damen ("Hand"tasche). Wenn mehrere Tags im Erfassungsbereich befindlich 
sind, ist das auch kein Problem.

So dies nur rein bezogen auf die Reichweiten-Frage.

Aber was hälst Du von folgender Lösung.

Tag wie Uhr am Handgelenk. Reader in Höhe Türklinke am Türrahmen.
Hält durch suchen des Tags nicht auf, ist Preiswert - sogar Eingenbau 
der Reader wäre möglich. Als einzige Schwachstelle würde ich jetzt die 
Damenwelt bezeichnen - es sei denn Du bietest auch pinkfarbene Tags an. 
:-)



@WaWin

Es funktioniert wirklich! Keine Ahnung was Dir bis jetzt unter die Nase 
gehalten wurde.



Gruss...Harpax

Autor: MaWin (Gast)
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> Keine Ahnung was Dir bis jetzt unter die Nase gehalten wurde.

Einiges. Z.B. das von dir genannte Tiris. Auf der Messe mit "1m schafft 
das locker" (Rahmenbedingung war immer: Antenne bis türgross in 
Holz/Glas ohne grössere Metallobjekte, Transponder als Scheckkarte in 
der Hosentasche, Reichweite so daß man mit der Hand den Türgriff 
erreicht also unter 1m aber mit Mensch dazwischen) beworben (aber leider 
haben wir so grosse Antennen nicht da) versagte es bei einem späteren 
Test beim Hersteller kläglich (und die Ings sagten auch klar, daß 1m nur 
eine Werbelüge sei).

Ich hab 1 Dutzend durch, von denen die Marketingschwätzer von "1m" 
redeten, meist gingen gerade mal 50cm ohne Obstacles.

Autor: Harpax (Gast)
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Hallo MaWin,


hmmm... bei einem der Busunternehmen habe ich beim Installieren der 
Reader es regelmässig hinbekommen, das mein Transponder im Autoschlüssel 
(am Schlüsselbund mit min. 10 weiteren Schlüsseln!) ein Leseergebnis 
brachte. Und ich bin weder gekrochen noch bin ich ein Rapper oder Zweg! 
:-) Das a und o ist dabei die Abstimmung der Antennen. Mal eben ein paar 
Windungen im Strassenbelag zu versenken bringt ausser Kosten nix. Zum 
Abstimmen hatte ich damals nen Oszi mit dabei. Von der Fläche der Spule 
sind die von Dir genannten Masse (Türgrösse) nicht unähnlich.

Nur sind in der Straße meist keine Metallspäße verbeogen. Stahlbeton im 
Boden oder in der umgebenden Wand sind sicher nicht von Vorteil.

Aber was hälst Du von einer 2-Spulen-Lösung?

1. Spule sendet stur ihr Feld
2. Spule ist der eigentliche Empfänger

Wenn die Person (also der Tag) sich dazwischen befindet ist es 
wesentlich einfacher die Daten zu empfangen (Schaltung ähnlich Radio), 
da nicht erst die Laständerung in der Sendespule herausgefiltert werden 
muß. Sollte eigentlich auf diese Weise auch mit 125kHz-Systemen 
funktionieren. Es darf aber immer nur 1 Tag im feld sein, da es bei 
125kHz-Systemen wohl kein Antikollisionsprotokoll gibt - jedenfalls ist 
mir sowas nicht bekannt.

Dies ist nur eine Idee von mir. Funktionieren System habe ich damit noch 
nicht verbaut.


Gruss...Harpax

Autor: Harpax (Gast)
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Nachtrag,


1.
eigentlich sollten spezialisierte Kurzwellen-Radio-IC's mit dem 
AM-Signal klarkommen. Sind klein, billig und haben eine genügend hohe 
Verstärkung und Trennschärfe. Zur Auswertung einen ATTiny dahinter und 
fertig.

2.
Wollte ich mich für mein "Deutsch" entschuldigen. :-)
Es ist spät und ich wohl schon überreif....


Gruss...Harpax

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