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Obwohl die Krise vorbei zu sein scheint, gibt es immer noch Firmen, die Probleme haben und Mitarbeiter loswerden wollen oder -müssen. Weil die aber von alleine nicht kündigen und man sie auch sonst nicht rausbekommt, hat sich ein neuer Trick etabliert: Die Firmen beauftragen einen Personalberater, einen Mitarbeiter anzusprechen und locken ihn in eine kleine Firma, zu einem Mittelständler oder einem startup-Unternehmen. Mit dem besteht eine Kooperationsvereinbarung, den Mitarbeiter eine Weile zu beschäftigen, um ihn dann zu entlassen. Dafür bekommt er dann Geld. Einige Kleinfirmen - besonders die Ingenieursdienstleister - lassen sich so für einige Monate einen Mitarbeiter sponsorn. Angefangen hat das mit einigen unseriösen Personalberatern, die den Firmen anboten, ihnen preisgünstig temporär Ingenieure zu beschaffen. Die Personalberater gingen einfach her und malten den potentiellen Kandidaten tolle Positionen an die Wand, um sie in die neu Firma zu locken. Dort verspracht man ihnen z.B. grossartige Teamleiterpositionen, wenn sie sich ein halbes Jahr lang eingearbeitet haben. Die klotzten natürlich richtig ran, machten kaum Urlaub oder krank und brachten 110%. Nachdem das halbe Jahr aber fast um war, wurden denen schnell gekündigt und der nächste geholt. Die so geprellten Ingenieure werden also nur rangezogen, um Auftragsüberhang abzuarbeiten. Sie sind günstig, weil sie erst mal weniger Geld bekommen, weniger Urlaub haben etc... Die Personalberater gehen da proaktiv vor und beraten die Firmen regelrecht, so zu handeln, um den temporären Personalbedarf zu decken. Dies tun vor allem die, die selbst keine Leute verleihen, sondern nur vermitteln und sie ziehen nicht nur Ingenieure aus Leiharbeitsverhältnissen raus. Es kommt ihnen z.T. auf echte Spitzenkräfte an. Der Ingenieur, der voreilig gekündigt hat ist dann der Dumme! Er hat gfs eine längere Betriebszugehörigkeit aufgegeben und damit auch den Anspruch auf Abfindung. Inzwischen sind die Personalheinis dazu übergegangen, die Firmen darin zu beraten, wie sie ältere Mitarbeiter günstig loswerden. Das ist ein Riesengeschäft geworden. Und die Methode, Mitarbeiter zu locken und dann selber kündigen zu lassen, ist natürlich die Beste! Die Personalberater kassieren so zweimnal ab: Einmal vom Entlasser und einmal von dem, der Bedarf hat. Ich kenne einige, die auf diese Weise bei einem Leiharbeitsvermittler gelandet sind. U.a. gab es einen Teamleiter, der 11 Jahre in einem Betrieb war und dessen Abteilung aufgelöst werden sollte. Er hätte auf die Kündigung warten und die Abfindung mitnehmen können. Plötzlich bekam er aber von einem Dienstleister ein Angebot, dort Abteilungsleiter zu werden, mit entsprechendem Gehalt. Das hat er sofort angenommen und gekündigt. Nachdem er 3 Monate ein Projekt geleitet und sich fast kaputtgearbeitet hat, heben sie ihm gekündigt. In der Probezeit. Manchmal geht sowas aber auch von ganz alleine, bzw die Leute sind dumm und spielen denen noch in die Hände: Man kündigt, um mehr Geld zu bekommen und kommt dann in eine Scheissfirma rein. Die versprochene Position kommt nicht oder man wird wegdisponiert. Dann heisst es nur: Wieder weiter umsehen, erneut kündigen oder kleinlaut zum alten Arbeitgeber zurückkriechen, bei Verlust aller vorherigen Betriebsjahre. Seriöse Personal- und Karriereberater raten daher, nur mehrjährige Verträge bei den Firmen zu unterschreiben und keine Kürzungen oder Minderurlaub in der ersten Zeit hinzunehmen. Und: Niemals zu einem Dienstleister gehen, der in einer Verbindung zur Ex-firma steht. oder stehen könnte. Sich niemals ansprechen lassen, sondern selber aktiv suchen, damit man nicht an einen Trickser gerät, denn der Dienstleister wird immer zu dem Kunden halten und im Zweifel einen Mitarbeiter verbrennen, wenn es vorteilhaft ist.
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Naja mit der Aussicht auf Nichtshandfestes ersessene Pfründe aufzugeben ist halt nicht besonders schlau und die Methode hat auch schon anders funktioniert. "Änderungskündigung!" oder Wer nicht in das firmeneigene eigene Personalmanagment-Tochterunternehmen zu wechseln bereit ist, dem werden immer neue Unanehmlichkeiten an der Zumutbarkeitsgrenze auferlegt. Die Liste ist so lang wie der ganze QM_Haufen. Auch eine beliebte Methode die Leisungen der Mitarbeiter kontinuierlich schlecht reden ohne Hand und Fuss und wenn der MA erst mal mürbe ist, ihn gekonnt provozieren.--->fristlos Kündigen und dann Vergleich zu Ungunsten des AN erzwingewn da Vertrauensverhältnis zerrütet. Dem Ganzen entgeht mann nur wen man sich nicht auf irgendwelche Versprechen einlässt, welche auf Vertragslaufzeiten basieren. dann ist eine Spätere Kündigung für den AG nicht lukrativ und du kannst geehn wenn du etwas bessere fix hast ohne dem vergangenen nachzuhängen. Wem ich nichts wert bin, der ist meiner nicht wert Namaste
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Winfried J. schrieb: >"Änderungskündigung!" oder Yep. Wer nicht unterschreibt, ist als erster für die Verabschiedung vorgemerkt. Erlauben können sich das nur ein paar sehr wenige Spitzenleute, die ihre Position genauestens kennen.
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Das tritt typischerweise auf wenn 'gutbezahlte' 'junge' Consulter (was immer das ist) die Firma regelmässig besuchen - ich hab da gestandene Unternehmer zu Marionetten werden sehen...
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Juri Parallelowitsch schrieb: >Consulter Ein Consulter ist im weitesten Sinne eine gewöhnliche Leihkraft. Nur der Name klingt etwas feiner.
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Martin schrieb: > Gerd erzählt vom Pferd. Genau das habe ich mich auch gedacht. Juri Parallelowitsch schrieb: > Das tritt typischerweise auf wenn 'gutbezahlte' 'junge' Consulter (was > immer das ist) die Firma regelmässig besuchen - ich hab da gestandene > Unternehmer zu Marionetten werden sehen... Klar, ein Unternehmer holt sich eine Unternehmensberatung ins Haus und tanzt dann nach deren Pfeife. Sorry, aber in welcher Welt lebt ihr eigentlich? Bin jetzt nicht soo lange im Geschäft, aber das einen ganzen Industriezweig gibt, der unliebsame Leute im Auftrag des Arbeitsgebers mit viel Geld aus ihren Verträgen kauft, um sie dann wenige Monate später wieder auf die Straße zu setzen halte ich für absolut unglaubwürdig. Es mag Einzelfälle geben, okay... Ich habe es bisher aber nur so erlebt, dass irgendjemand ganz dringenden Bedarf hatte und dann einen Dienstleister oder Beratungsunternehmen beauftragt hat um eine solche Fachkraft anzuheuern. Alles muss schnell gehen und Geld spielt eine untergeordnete Rolle, also wird bei jedem angefragt, der halbwegs ins Profil passt. Natürlich findet sich immer irgendjemand der bei der angebotenen Kohle alle Vorsicht fahren lässt. Tja, der Dienstleister/Berater bekommt sein Geld für's Vermitteln also bereitet er den Kandidaten entsprechend vor und vermittelt ihn dann. Nach wenigen Monaten bemerken alle Beteiligten das was man auch im Vorfeld hätte ahnen können: Anspruch und Wirklichkeit passen nicht zusammen. Nicht irgendwelche Unternehmer, Dienstleister oder gar die böse Marktwirtschaft sind daran schuld, sondern Gier und maßlose Selbstüberschätzung. Ach ja, ganz wichtig bei solchen Geschichten: Wenn man so ein Angebot annimmt, unbedingt noch mal richtig auf den Tisch hauen und dem Chef und den Kollegen mal so richtig die Meinung sagen. 3-4 Monate später kann man dann ja mal in der Stammkneipe eines Ex-Kollegen auftauchen und sich vorsichtig erkundigen, ob die alte Stelle schon neu besetzt wurde. War ja doch alles nicht so schlimm und im Nachhinein ja irgendwie auch ganz witzig. Hatte ja auch was reinigendes. bla bla bla... Ich hatte 2008 so einen Fall im Kollegenkreis und zwei Freunde konnten ähnliches aus ihren Firmen berichten. Das wäre für einen professionellen Markt zu wenig.
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Reiner schrieb: > Bin jetzt nicht soo lange im Geschäft, ... > ... Es mag Einzelfälle geben, okay... Also, ich bitte Dich. Natürlich sind es mancher Orts Einzelfälle. Woanders ist es tägliche Praxis. Der Normalfall schlechthin. Noch nie gehört, dass es Firmen gibt, denen es superwunderprächtig geht, und trotzdem viele altgediente (teure) MA loswerden wollen? Es sind halt sehr große Firmen, die sich das leisten wollen (und können). Die (BWLer nehme ich an) haben es halt ausgerechnet, dass es auf längere Sicht billiger ist. Ob es auch besser ist, ja, das merkt man vielleicht erst viele Jahre später.
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Reiner schrieb: > Klar, ein Unternehmer holt sich eine Unternehmensberatung ins Haus und > tanzt dann nach deren Pfeife. Du würdest dich wundern wenn die Banken dir den Geldhahn zudrehen, was dann plötzlich für Leute auftauchen nach deren Pfeife du tanzt. Da machst als Unternehmer voll den Tanzbären und der Produktionsmitarbeiter der in der Position sitzt weil er zufällig nicht studiert hat, lacht über dich - weil du Gestern noch der gönnerhaft 'groß' Reden schwingene Chef gewesen bist - und heute erkennt man nur noch einen Tanzbären. Da ist dann der 'große' Unternehmer plötzlich ein Schoßhündchen des 25jährigen Consulters, der nicht mal sein Studium geschafft hat - live so erlebt. Man glaubt es vermutlich nicht, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
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Juri Parallelowitsch schrieb: >Du würdest dich wundern wenn die Banken dir den Geldhahn >zudrehen, was dann plötzlich für Leute auftauchen nach >deren Pfeife du tanzt. Nicht nur das. Es gibt auch diese berühmten Geschichten, in der Krise hörte man weniger davon, aber, daß sich eine bekannte AG in dein Unternehmen einkauft, welches bis Dato nur von Monat zu Monat dahin krebst. Aber immerhin: Es ging noch so. Aber fortan, springt man nach deren Pfeife. Das schlimme daran ist, daß die Mitarbeiter noch glauben, wir sind größer geworden, und alles wird jetzt besser. Hatte es gestern noch in einem Parallelthread erwähnt, der Name war mir sogar schon abhanden gekommen: Heuschrecken! Die wollen nur Rendite, sonst nichts. Habe da die Änderungskündigung, und als Warnsignal eine Din-A4-Liste mit Einschränkungen vom Chef (private Telefongespräche einschränken, keine Firmen-Handy-Benutzung, keine neuen Tools für die Entwickler, etc.), und kurz darauf meine eigene Entlassung erlebt.
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Wilhelm Ferkes schrieb: > und kurz darauf meine eigene Entlassung erlebt. Mit welcher Begründung? Du hast doch wahrscheinlich ordentliche Arbeit geleistet - würde ich aufgrund deiner Postings unterstellen.
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Juri Parallelowitsch schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> und kurz darauf meine eigene Entlassung erlebt. > > Mit welcher Begründung? Du hast doch wahrscheinlich ordentliche Arbeit > geleistet - würde ich aufgrund deiner Postings unterstellen. Hahaha. Du bist witzig. Immer brav die Arbeit machen, dann wird man nie gekündigt, wenn man gute Arbeit leistet. Und morgen kommt der Weihnachtsmann.
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Juri Parallelowitsch schrieb: >Mit welcher Begründung? Du hast doch wahrscheinlich >ordentliche Arbeit geleistet - würde ich aufgrund >deiner Postings unterstellen. Betriebsbedingt. Last in, first out. Ich war vielleicht etwas naiv und geschockt in dem Moment, und die Tage danach. Und mit rechtlichen Dingen, bin ich auch nicht sehr vertraut. Es ist jetzt viel zu lange vorbei, und alles längst zu spät. Auf den Arbeitsplatz zurück klagen, da sah ich ohnehin keine Möglichkeit: Kleinklitsche. Wenn man da jemanden nicht mehr haben möchte, dann möchte man ihn auch erklagt nicht mehr haben. Die Verhältnisse in der Abteilung waren auch nicht wirklich super. Ich erfuhr durch meinen letzten Jobcoach von Spitzenleuten, die nach mir gekündigt wurden. Andere, Abteilungsleiter, fand ich unter Xing plötzlich bei einer anderen Firma. Dann begegneten mir noch nicht gekündigte Mitarbeiter bei Vorstellungsgesprächen in einer anderen Firma. Es hat da definitiv stark gekriselt! Mir ist einiges sehr viel später erst klar geworden, und selbst wenn die Arbeitsleistung schlecht gewesen wäre, dann hätte es erst mal eine Abmahnung geben müssen. Mein Spezialgebiet ist eben nicht Rechtsanwalt, sondern Techniker.
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>...sondern Techniker
Ich dachte, Ingenieuer, meist ist das so wie Äpfel und Birnen, oder?
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Ein Ex-Kollege von mir war lange Zeit Teamleiter. Irgendwann hat ihm die Stelle nicht mehr gepasst. Die Stimmung war wohl auch nicht mehr so toll. Das hat er offen angesprochen und gefragt, wie es mit einem Aufhebungsvertrag aussieht, weil er nicht den Eindruck hat, dass man ihn noch länger gebrauchen kann. Und das hat geklappt. Er hat eine ordentliche Abfindung bekommen. Parallel hatte er sofort eine neue Stelle gefunden.
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Leo ... schrieb: >>...sondern Techniker > Ich dachte, Ingenieuer, meist ist das so wie Äpfel und Birnen, oder? auch ein Ingenieur ist ein Techniker, schließlich hat er mit Technik zu tun. Daneben gibt es noch Wissenschaftler, Ärtzte und Juristen... Ich bezeichne mich auch vielmals nur als "Elektrotechniker". Ich muss ja nicht versuchen jeden Gesprächspartner mit (m)einem Diplom einzuschüchtern. Allenfalls wenn ich meinen Forderungen Nachdruck verleihen will kommt der Akademische Grad mit auf den Briefkopf. Ansonsten halte ich mich daran, was mein BWL Prof gesagt hatte (auch er hatte ab und an mal einen lichten Moment wo er was sinnvolles von sich gab): "Ein Diplom sagt nur aus, daß man in der Lage ist, sich an eine Problemstellung auf eine bestimmte Art und Weise anzunähern, sonst nichts. Die Urkunde kann man getrost übers Klo hängen, wenn man sie täglich sehen muss." Meine Urkunde liegt irgendwo bei den wichtigen Dokumenten im Schrank. Meiner Erfahrung nach sind die, die überall hinausposaunen müssen, daß sie ein Diplom in irgendwas haben die größten Flachzangen. Und gerade jene überheblichen Kleingeister kann man mit derartigem Understatement regelmäßig zur Verblüffung gereichen.
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>'gutbezahlte' 'junge' Consulter
...holt sich einer, der selber nicht schuld
sein will an seinen miesen Taten?
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>Die wollen nur Rendite, sonst nichts.
Alle wollen das, nicht nur die Heuschrecken. nur ist es so, daß - je
mehr man in der Hierarchie nach unten geht - die verantwortliche Person
immer mehr daran interessiert ist, dass es auch langfristig was taugt,
was man entscheidet.
Der Investor denkt ans nächste Quartal
Der Konzern-CFO denkt ans nächste Geschäftsjahr
Der Standortleiter denkt 3 Jahre voraus
Der Abteilungsleiter denkt 5 Jahre voraus, wenn er sich dann noch in der
firam sieht
Der Teamleiter denkt 10 Jahre voraus, wenn er es sich durch egoistische
Entscheidungen nicht mit dem Konzern oder seinen Leuten versauen will
Der Ingenieur denkt 20 Jahre vorraus. Er will einen sicheren Job -
jetzt, hier und auch in der nächsten Firma. Da darf er es sich nicht
versauen, will er kein mieses Zeugnis bekommen.
Datum:
Peter, danke für das lehrreiche Stück, aber ich kenne die Dinge. Die alte Firma gibt es unter neuem Namen wieder, und die Geschäftsführung, wurde auch platt gemacht, bzw. ersetzt. Irgendwie erinnert mich sowas immer ein wenig an die alte Telenorma: Die war über fast ein Jahrhundert einer der namhaften TK-Anbieter in Deutschland. Und wirklich gut. Da war am Ende überhaupt nichts mehr übrig geblieben. Telenorma: Hatte mich dort 1974 als Azubi beworben, es war ein potentieller und guter Arbeitgeber. Sie hatten jahrzehntelang die Bahnhofsuhren, Normalzeitsysteme, und natürlich hervorragende TK-Anlagen. Ein richtig guter deutscher Technologie-Konzern. Die wurden nach 2000 regelrecht von Heuschrecken komplett zerlegt, das war auch mehrfach in den Medien. Man versteht es als Normalbürger nicht wirklich richtig, daß ein Konzern komplett verschwindet, abgesehen von der 5-stelligen Mitarbeiterzahl, aber es scheint doch für irgend jemanden einen Gewinn gebracht zu haben.
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Ach, uns haben sie auch hingehauen! Ich kenne da eine Menge Firmen: VDO, Degussa, Leybold, Alcatel die wurden und werden alle kaputtfiletiert.
Datum:
Interessante Sache. Ich kenne ebenfalls einige Ingenieure, die von einer Beratungsfirma abgeworben, neu eingestellt und kurze Zeit später wieder freigesetzt wurden. Zunächst hielten das alle für einen Zufall, weil die einstellende Firma angeblich in finanzielle Probleme geraten war und Mitarbeiter entlassen musst. Später kam aber heraus, dass die bereits einige Grossaufträge vom ehemaligen AG der Ingenieure hatten. Die Ingenieure SOLLTEN also zu dem Dienstleister verfrachtet werden, damit man die Arbeitsleistung hat, sie aber dann bald lswerden kann, wenn sie zu alt werden sollten. In dem Fall war aber der Dienstleister auch nur Mittel zum Zweck und die Firma die treibende Kraft. Einige sind dem nachgegangen, bzw es wurden von Kollegen Anfragen im Betriebsrat eingeholt. Dabei kam raus, dass die finanzielle Schieflage des Zulieferers schon vorher bestanden hat und die GL der Firma davon wusste. Nun kann man sich an 2 Fingern abzählen, wie das gelaufen ist: Der Zulieferer bekommt einen Grossauftrag mit der Erlaubnis, Ingenieure abwerben zu dürfen. Dies tut er auch und zwar mit allen Mitteln, weil es sich für ihn lohnt und die Ingenieure ja sofort einsetzbar waren. Inzwischen geht es dem Dienstleisterzulieferer wieder besser und er bekommt weiter Aufträge von der Grossfirma. Diese hat elegant mehrere Ingenieure abgesondert und druch Jüngere ersetzen können.
Beitrag #2460883 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Gerd schrieb: > weniger Urlaub haben Wirf mal einen Blick ins BurG. Nach Ablauf der Wartezeit hat man Anspruch auf den vollen Urlaub, ansonsten anteilig. Und Urlaub, den man beim alten AG nicht genommen hat nimmt man entsprechend mit zum neuen AG. Leider wissen das die wenigsten ANs Gerd schrieb: > Anspruch auf Abfindung Dieser Anspruch ist aber sehr sehr klein und ist mit vielen Randbedingungen verbunden bzgl. der Kündigung. Wer als AG keine Abfindung zahlen will oder kann hat es hier sehr sehr leicht seinem AN so zu kündigen, dass kein Anspruch auf Abfindung besteht. Das setzt natürlich voraus, dass sich der AG mit dem Gesetz auskennt. Generell ist das natürlich ein heikles Thema und es ist erschreckend wie rabiat es teilweise praktiziert wird. Mit drei Monaten bei der neuen Stelle ist man ja schon fast lang dabei.
Beitrag #2461264 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Michael Köhler schrieb: > Wirf mal einen Blick ins BurG. Nach Ablauf der Wartezeit hat man > Anspruch auf den vollen Urlaub, ansonsten anteilig. Und Urlaub, den man > beim alten AG nicht genommen hat nimmt man entsprechend mit zum neuen > AG. Leider wissen das die wenigsten ANs Und der neue AG ist erstmal hoch erfreut, dass er den Urlaub übernehmen darf und womöglich noch Urlaubsgeld zahlen darf. B-)
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Michael Köhler schrieb: > Und Urlaub, den man > beim alten AG nicht genommen hat nimmt man entsprechend mit zum neuen > AG. Leider wissen das die wenigsten ANs Das klingt ja im Grunde gut. Aber gibt es dafür auch reale praktische Beispiele, wo dies mal funktionierte? Denn ich erinnere mich an einen anderen Thread, in dem diese Meinung stark angefeindet wurde, von wegen, was hätte denn ein neuer Mitarbeiter mit alten Urlaubswünschen zu tun, das sei seine eigene Angelegenheit. Und irgendwie verstand ich das auch. Denn der neue AG würde ja für Urlaubszeiten das Gehalt zahlen, wobei der alte AG es sich gespart hätte. Sonst müßte es ja zwischen 2 AG eine Ausgleichszahlung geben. > Wer als AG keine > Abfindung zahlen will oder kann hat es hier sehr sehr leicht seinem AN > so zu kündigen, dass kein Anspruch auf Abfindung besteht. Ein früherer Bekannter erstritt sich vor dem Arbeitsgericht mal pro Jahr Betriebszugehörigkeit eine Abfindung in Höhe eines Bruttomonatsgehaltes. Obwohl er selbst kündigte. Und konnte per Gericht auch noch die ALG-Sperre abwenden, die bei Selbstkündigung folgt. Mit der Behandlung durch den AG stimmte wohl so einiges nicht.
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Wilhelm Ferkes schrieb: > Mit der Behandlung durch den AG stimmte wohl so einiges nicht. Das ist aber dann eine gewaltige Ausnahme gewesen.
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Gecko schrieb: > Das ist aber dann eine gewaltige Ausnahme gewesen. Es fehlt in deinem Satz wohl der Smiley.
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+ Irgendwie wunderte ich mich auch über meine drei Abwerbungen. + Aber nach der Abwerbung kommt ja immer die Probezeit, keiner verzichtet darauf. + Elite-Karriere ist relativ: Man muss die Summe der Qualen vorher abziehen. + Bei meiner letzten Arbeit: Die Arbeit war alle, also habe ich gekündigt und bin nach Hause gegangen.
Datum:
Was soll denn das Theater, irgendwie muss man die Pfeifen doch loswerden koennen...
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Gerd schrieb: > Die Firmen beauftragen einen Personalberater, einen Mitarbeiter > anzusprechen und locken ihn in eine kleine Firma, zu einem > Mittelständler oder einem startup-Unternehmen. Mit dem besteht eine > Kooperationsvereinbarung, den Mitarbeiter eine Weile zu beschäftigen, um > ihn dann zu entlassen. Das ist so alt wie die Kündigungsschutzgesetze und und eine kriminelle Handlung. Schwerer fortgesetzter Betrug der den Ausführenden "Unternehmensberater" (im Klartext ein Stück Sch....) wg. der Schadenshöhe für die er verantwortlich zeichnet in den Knast bringt und ihn direkt persönlich haftbar macht (da vorsätzlich was keine GmbH Ltd. oder AG abfedert). Die Kosten werden ihn in die Armut treiben, zu Recht wenn man mich fragt. Wenn die Staatsanwaltschaft die Personalunterlagen bei den Mittätern beschlagnahmt und anfängt deren Personal über die Notwendigkeit der Einstellungen zu "befragen" will ich mal einen sehen der da nicht "singt". Also Strafanzeige stellen, als Nebenkläger auftreten und eine Schadensersatzklage einreichen. Ich will den "Unternehmensberater" sehen der da nicht schon im Vorfeld alles tut um dieses Szenario zu vermeiden. Selber Schuld, er hat sich auf eine miese dreckige Art erpressbar gemacht, soll er die Suppe auch auslöffeln die er sich eingebrockt hat.
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...ohne jetzt irgendjemanden in Schutz nehmen zu wollen oder kriminelle Handlungen als erlaubt anzusehen: Manchmal läuft es eben auch doof und man weiß NIE, was sich nach einem Stellenwechseln im neuen Unternehmen abspielt. Oder ob das alte Unternehmen pleite geht wenn man weg ist. Will sagen: Entlassung nach Stellenwechsel KANN einen kriminellen Hintergrund haben, MUSS aber nicht.
Beitrag #2462626 wurde von einem Moderator gelöscht.
Datum:
So etwas passiert ganz schnell bei Übernahmen. Firma V hat Firma A übernommen, das Problem Firma V hat eine "altersdiskriminierende" Einstellungspolitik betrieben und nun ein Duchschnittsalter von vielleicht 32 Jahren Firma A, keine Altersdiskriminierung betrieben ein durchschnittliches Belegschaftsalter von 39 Jahren. Da nach einer Übernahme meist zu viele an Bord sind, sieht sich Firma V genötigt Personal abzubauen. Nur haben die Mitarbeiter der Firma A leider mehr "Sozialpunkte" und Arbeitnehmer über 50ig fair los zu werden ist Firma V leider zu teuer. Also war macht man, wenn Intressensausgleich und Sozialplan nicht die gewünschten Zahlen liefern? OK. man kann noch ein wenig strategisch mobben aber wenn das dann immer noch nicht geholfen hat, dann muß halt locken und dann kommen diese Berater in Spiel. Meine Empfehlung, ist daher wenn einem ein Angebot auf dem Silberteller präsentiert wird, nachzuforschen. Gibt es über die Firma Infos (Xing, Kununu) was sagen die Leute die in der neuen Firma arbeiten zu ihrer Firma. Und wenn es ganz doll ist, sich vielleicht mal einen Tag frei nehmen und nach Möglichkeit mit den Mitarbeitern der Firma in öffendlichen Verkehrsmittel fahren und zuhören.
Datum:
> Will sagen: Entlassung nach Stellenwechsel KANN einen kriminellen > Hintergrund haben, MUSS aber nicht. Gibt es überhaupt einen dokumentierten Fall, denn ich nachlesen(Link) kann?