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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RS232-Pegelwandler notwendig?


Autor: onkel_keks (Gast)
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Hallo Forum,

ich möchte mit einem ATTiny45 eine "IR-Fernbedienung" für den PC 
realisieren; d.h. ich will zB meine Stereoanlage mit dem PC steuern 
können. Zu diesem Zwecke verwende ich eben den ATTiny45 für das Senden 
der modulierten IR-Signale (einfache ne IR-LED drangehängt).
Jetzt hätte ich mir vorgestellt, dass der PC über die serielle 
Schnittstelle dem ATTiny praktisch sagt, was er senden soll. Um die 
Sache nicht allzu mühsam zu machen, soll außerdem der ATTiny über den 
COM-Port des PCs auch noch mit Strom versorgt werden.

Problem dabei natürlich, dass über den COM-Port die +/- 12V kommen, 
während ich aber 0/5V am ATTiny brauch. Normalerweise nimmt man da ja 
einen Pegelwandler wie den MAX232. Allerdings dachte ich als naiver 
Nicht-Elektronikexperte, ich könnte doch einfach mit einer 
Diode+Spannungsteiler die benötigten Pegel aus den +/- 12V erzeugen - 
der ATTiny muss ja nichts senden (also nichts treiben), er soll über die 
Serielle nur empfangen.

Ist das so machbar oder explodieren meine Komponenten dann in einem 
gigantischen Feuerball? :)
Meine Bedenken gegen den MAX232 sind: er zieht Strom, braucht externe 
Beschaltung (Kapazitäten soweit ich weiß) und ist unnötig groß. Eine 
Diode+Widerstände hingegen braucht keine zusätzliche Stromversorgung, 
ist recht klein realisierbar und ich hab sie zuhause liegen :)

Hat vielleicht jemand eine Idee, wie ich so eine 
IR-Universalfernbedienung sonst (besser) realisieren könnte?


Danke,
onkel_keks

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Grundsätzlich geht das, allerdings brauchst du noch einen Invertierer 
für das TX Signal deines PC. Also z.B. einen Transistor mit 
Basiswiderstand statt der Diode. Und dann entfällt auch der 
Spannungsteiler.

Autor: Peter (Gast)
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onkel_keks schrieb:
> ich könnte doch einfach mit einer
> Diode+Spannungsteiler die benötigten Pegel aus den +/- 12V erzeugen

du hast dabei übersehen das die Pegel noch Invertiert sind. also +12V 
sind 0 und -12V sind 5V.
Aber wenn du eine SoftwareUART verwendest kannst du das auch in Software 
invertieren dann sollte ein Spannungsteiler ausreichen.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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BZW. den Invertierer brauchst du nur, wenn du auf dem AVR mit 
Hardware-UART arbeitest. Bei Software-UART geht es auch mit dem 
nicht-invertierten Signal.

Schau dir doch mal die Schaltung aus dem Lernpaket Mikrokontroller an 
mit dem Attiny13...

Autor: onkel_keks (Gast)
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Oh, das ging ja schnell, vielen Dank!
Ich denke, ich werd den Software-UART mit INT0 implementieren...als 
gelernter Informatiker hab ich eine gewisse Skepsis gegenüber 
zusätzlichen Bauteilen :) Wird wohl etwas mehr Strom ziehen als eine 
Realisierung mit Hardware-UART, aber so schlimm wirds schon nicht 
werden.
10mA sollten über COM schon gehen, und bei der letzten Messung hat die 
Schaltung <2mA gebraucht...

Autor: heinzhorst (Gast)
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onkel_keks schrieb:
> Allerdings dachte ich als naiver
> Nicht-Elektronikexperte, ich könnte doch einfach mit einer
> Diode+Spannungsteiler die benötigten Pegel aus den +/- 12V erzeugen

Lass es sein. Hab letztens auch eine Schaltung gebaut, die über ein 
Diodennetzwerk direkt aus der Schnittstelle versogt wurde. War auch 
nicht mehr drin als eine IR-LED und ein OPV. Das Problem dabei ist, dass 
die RS232-Pegelwandler die +/-12V mit einer Ladungspumpe erzeugen und 
deshalb nicht viel Strom liefern können. Dabei brechen die +/-12V schon 
mal auf +/-3V ein. Nimm lieber gleich einen Mikrocontroller mit USB, 
dann ist das Problem mit der Stromversogung auch schon gelöst. Und USB 
ist nicht so kompliziert zu implementieren wie man häufig annimmt. Da 
gibt es jede Menge fertigen Code von den Controllerherstellern. Würde 
für die Anwendung eine PIC18F14K50 oder 18F2550 nehmen. Gibt sicher auch 
etwas Vergleichbares von Atmel, da du damit schon vertraut zu sein 
scheinst.

Autor: John (Gast)
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onkel_keks schrieb:
> einfache ne IR-LED drangehängt

(Endschuldige, ich konnte nicht widerstehen.)

Gruß
John

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