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Forum: Offtopic Hilfe: USV geht nicht mehr aus!!


Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Hallo Leute,

ich habe gerade ein kleines Problem. In Karlsruhe hatten wir gerade eine 
recht heftige Stromschwankung. Ich habe bei mir zwei Backup CS 650 USVs 
stehen, einspringen sollten. Eine USV hat Ihren dienst auch wunderbar 
erledigt. Die andere konnte aber keinen konstanten Strom liefern. Aber 
als der Strom nach knapp einer halben Sekunde da war, merkte die USV das 
nicht. So etwa einmal pro Minute hat die USV den Strom ab und wieder 
eingeschaltet.

Ich habe die USV jetzt komplett abgeklemmt, und versucht sie mal 
auszumachen, das ging aber auch nicht. Das Ding reagiert einfach nicht 
auf das Drücken der Ein-Ausschalttaste.

Dann habe ich so komische Geräusche (pfffffffffft.........) aus der Ecke 
gehört, in der die USV stand. Ich habe das Ding jetzt auf den Balkon 
gestellt.

Die Frage ist, was man da jetzt machen könnte / sollte. Ich habe 
irgendwie angst, dass die USV einen Kurzen hat und boom machen könnte.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Hast du mal länger auf den Knopf gedrückt?
Meine CS500 geht erst aus, wenn ich 1 oder 2 Sekunden lang drücke.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Michael H. schrieb:
> Hast du mal länger auf den Knopf gedrückt?
> Meine CS500 geht erst aus, wenn ich 1 oder 2 Sekunden lang drücke.

Japp, da passiert nix...

Autor: Dennis Keipp (dkeipp)
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Baustrahler, Heizlüfter oder ähnliches dran. Feuerlöscher (am besten 
co², auf gar keinen fall Wasser!) bereithalten und kontrolliert leer 
werden lassen.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Dennis Keipp schrieb:
> Baustrahler, Heizlüfter oder ähnliches dran. Feuerlöscher (am besten
> co², auf gar keinen fall Wasser!) bereithalten und kontrolliert leer
> werden lassen.

Den Feuerlöscher habe ich sowieso bereitstehen. Nur mit dem Anschließen 
der verschiedenen Geräte wird es schwierig, denn die USV hat nur 
Kaltgerätestecker-Ausgänge und ich habe außer der IT keine Geräte, wo 
ich die Kaltgerätestecker reinstecken kann. Mal schauen, ob ich mal 
einen 3er Verlängerungsstecker da dranbastele.

A. K. schrieb im Beitrag #1974532:
> Ggf. Batteriestecker lösen, d.h. den zwischen Batterie und dem Rest.

Wenn die USV solche Geräusche macht, habe ich ehrlich gesagt ein etwas 
ungutes Gefühl, wenn ich jetzt etwas daran rumbastle. Ich weiß wie es 
aussieht, wenn eine Batterie explodiert, da will man wirklich nicht in 
der Nähe sein....

Autor: A. K. (prx)
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Bei den meisten mir bekannten APC SmartUPS Typen ist das allerdings von 
vorne ohne das Gerät zu öffnen allein durch Zug an einem Seil möglich. 
Wenn das so einfach nicht geht, dann wirklich besser Finger weg.

Ist aber eine alte Erkenntnis von mir: USVs erzeugen oft mehr Ausfälle 
als sie verhindern, wenn das Stromnetz nicht grad mit Burkina Faso 
konkurriert.

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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USVs enthalten normalerweise Blei-Akkus. Wenn die USV zischt, dann kann 
es sein dass das Sicherheitsventil von einer Akkuzelle angesprochen hat.
Sprich, in dem Akku war Überdruck, und es wurden Gase abgelassen. Das 
kann "harmloser" Wasserdampf sein, der wegen Überhitzung der Zelle 
entstanden ist. Es kann aber auch Knallgas (hochexplosive Mischung aus 
Wasserstoff und Sauerstoff) sein; das würde beim Überladen des Akkus 
entstehen.
Es war also definitiv eine gute Idee, die USV erstmal auf den Balkon zu 
stellen!

Wenn das Zischen aufgehört hat, würde ich sicherheitshalber noch ca. 
eine Stunde warten. Dann hätte ich kaum noch Bedenken, das Gehäuse der 
USV zu öffnen. Explodieren kann dann meiner Meinung nach nix mehr (es 
sind ja Blei-Akkus; bei Lithium-Akkus sähe das vielleicht anders aus ;) 
). Das evtl. entstandene Knallgas wird auch durch die Lüftungsschlitze 
aus dem Gehäuse gewandert sein; Wasserstoff ist ja schließlich sehr viel 
leichter als Luft.

Es könnte aber evtl. sein, dass etwas von dem Akku-Elektrolyten 
ausgetreten ist. Und das ist Schwefelsäure; vorsichtshalber wären 
Schutzhandschuhe also keine blöde Idee...
Ich halte es aber für unwahrscheinlich; soweit ich weiß sind in USVs 
fast ausschließlich Blei-Gel oder Blei-Viles-Akkus verbaut, bei denen 
der Elektrolyt gebunden ist und somit praktisch nicht auslaufen kann.

Und zum Thema "Sinn einer USV":
Der letzte stromnetzbedingte Ausfall war bei mir Ende Dezember 2008; 
also vor fast 2 Jahren. Kommt also sehr selten vor...
Häufiger kommt es da vor, dass z.B. der FI-Schalter auslöst. Dagegen 
könnte man sich schützen, indem man die PCs an einem separaten FI 
betreibt. Es ist allerdings schwierig, das in einem bestehenden 
Haus/einer bestehenden Wohnung zu machen, weil man eine zusätzliche 
Leitung vom Sicherungskasten zur PC-Steckdose braucht.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Markus Frejek schrieb:
> Wenn das Zischen aufgehört hat, würde ich sicherheitshalber noch ca.
> eine Stunde warten. Dann hätte ich kaum noch Bedenken, das Gehäuse der
> USV zu öffnen.

Ich werde das Ding jetzt erstmal bis morgen auf dem Balkon stehen 
lassen, aus dem Ding bekomme ich leider keinen Strom mehr raus, um es 
entladen zu können.

Markus Frejek schrieb:
> Der letzte stromnetzbedingte Ausfall war bei mir Ende Dezember 2008;
> also vor fast 2 Jahren. Kommt also sehr selten vor...

Die wichtigste Komponente bei mir im Netzwerk ist der Server. Der 
Schluckt rund 300-400W verteilt auf zwei Netzteile. Die Netzteile habe 
ich an zwei unterschiedliche USV angeschlossen, sodass die Kiste immer 
noch online bleibt, wenn etwas passieren sollte.

Stromausfall habe ich in der Regel einmal alle 2-3 Jahre. Ich weiß aber 
nicht.... ich glaube, ich werde trotzdem weiterhin auf eine USV 
setzen...

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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So, hab die USV jetzt von der Batterie abgeklemmt. Die Batterie sieht 
nicht wirklich gut aus. Dort ist ein APC Aufkleber aufgebracht, diese 
Aufkleber hat sich jetzt aufgeblasen.

Auf der Platine konnte ich sehen, dass einer der vier IRL3713 
draufgegangen ist. Sonst war nichts erkennbar.

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