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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Siemens hat IT-Sparte SIS verkauft


Autor: wie jetzt (Gast)
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Hi,

Siemens hat IT-Sparte SIS verkauft: 
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-k...

Ist das jetzt ein Indiz, dass IT Branche eher unrentabel ist und viele 
große Konzerne wollen keine IT - Dienstleistungen anbieten.....ok bis 
auf SAP oä.
Das würde eigentlich heißen, dass die hochgelobte IT - Branche (laut 
Medien oder Bitkom ) genauso "gewinnbringend" ist wie 
Computerherstellung oder Halbleiterei...d.h. keiner will es machen.
Wir haben schon mal New Economy Blase gehabt, was daraus geblieben ist, 
jeder weißt es. Mich wundert immer noch, dass Firmen wie Google oder 
Facebook so viel Wert sind, obwohl dahinter nicht viel drin Steckt.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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In Großkonzernen glaubt man gerne, dass es viel kostengünstiger und 
effizienter ist, wenn man die IT auslagert. Dass man dann an den 
entsprechenden externen Dienstleister viel Geld abdrücken muss, scheint 
die Manager und Controller nicht anzufechten. Wenn man noch dazu den 
Zeitaufwand hinzurechnen würde, den die eigenen Angestellten durch eine 
Auslagerung der IT wahrscheinlich haben (Probleme mit Hard/Software 
werden eher langsamer gelöst als vorher), dann kommt mit nicht geringer 
Wahrscheinlichkeit heraus dass sich das Ganze eigentlich gar nicht mehr 
so sehr lohnt. Aber richtig rechnen können die BWLer halt nicht. ;)

Autor: Mine Fields (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> In Großkonzernen glaubt man gerne, dass es viel kostengünstiger und
> effizienter ist, wenn man die IT auslagert.

Siehe EON, die erst kürzlich ihre IT-Infrastruktur an HP und die Telekom 
verhökert hat.

Autor: Siemensindianer (Gast)
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Hallo,
schon seit Monaten findet bei uns die Personalabteilung keinen 
geeigneten Bewerber mehr. Um den laufenden Betrieb zu gewährleisten 
musste Siemens nun reagieren. Man kann jetzt nur hoffen das einige 
Franzosen die IT bei uns in Deutschland mit unterstüzen. Wenn  das nicht 
der Fall ist dann muss man wohl ganz schließen

Autor: Ländle (Gast)
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Die großen Firmen weichen zunehmend auf Remotebetreuung aus Indien und 
China aus. Im eigenen Haus sind dann nur wenige Fachinformatiker, die 
den Grundbedarf sichern. Die Hardwarebetreuung geht an Firmen wie 
T-Systems und HP. Für Informatiker aus den Hochschulen (FH und TH) 
besteht in Deutschland immer weniger Bedarf. Remotebetreuung ist eben 
billiger.

Autor: MaWin (Gast)
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> In Großkonzernen glaubt man gerne, dass es viel kostengünstiger
> und effizienter ist, wenn man die IT auslagert.
> Siehe EON, die erst kürzlich ihre IT-Infrastruktur
> an HP und die Telekom verhökert hat

Na ja, das sind die vorgeschobenen Worte.

Wenn man als Firma aber erkannt hat, daß man da einen Laden hat,
in dem nur Nieten sitzen, auch noch mit hohem Gehalt, deren
Arbeit man zwar braucht, die aber etwas pfiffiger auch zu 1/10
des Preises ging, dann hat man ein Problem sich von diesen
Mitarbeitern zu trennen.

Verkauft man aber die Sparte, kann man eine neu nur mit den besten
Kräften aufbauen. Langsam, damit's keiner merkt, aber VW macht bei
ehemals Gedas heute T-Systems dasselbe: Entsorgt und intern nimmt
man nur die guten Leute.

Also: Nicht alles glauben, was Firmenchefs so sagen.

Bei Siemens muß man aber wiederholte Unfähigkeit festelstellen,
denn daß sich aus Infineon was machen liesse ist unzweifelhaft,
daß Siemens Mobile = Benq die Chance verpasst hat ein iPhone
zeitlich deutlich vor Apple zu erfinden zeigt wie gnadenlos dumm
so ein Haufen ist, und die IT-Abteilung, nun, ich möchte die
nicht bei mir haben, die pfuschen sicherlich.

Autor: Atmi (Gast)
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Ländle schrieb:
>
> Remotebetreuung ist eben billiger.

Schade, dass ein so geniales Konzept wirtschaftlich missbraucht wird.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Atmi (Gast)

>> Remotebetreuung ist eben billiger.

>Schade, dass ein so geniales Konzept wirtschaftlich missbraucht wird.

Warum? Haben die Inder, Osteuropäer und Chinesen kein Anrecht auf 
Wirtschaftswachstum? Warum sollen die ihre Leistung nicht auch auf 
westlichen Märkten anbieten können?

Jaja, ich weiss, das ist nicht alles an der Sache, aber das wird oft 
unter den Tisch gekehrt. Und um man vergisst auch ab und an, dass einige 
(viele?) Leute hierzulande bisweilen schon arg bequem und überheblich 
geworden sind, und ausser groß rumtönen und viel Kohle einstecken nicht 
sonderlich viel (mehr) können.

MFG
Falk

Autor: tsaG (Gast)
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Das Grundproblem ist das es viel zu viele Menschen gibt die sowas billig 
machen wollen/können.

Naja 2.x Milliarden Inder und Chinesen - viel Angebot --> Kostet nix.

Also müssen die teuren gehen auch wenn die Qualität massiv drunter 
leidet...

Autor: Wissender (Gast)
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>Die großen Firmen weichen zunehmend auf Remotebetreuung aus Indien und
China aus.

auf diese Weise haben die Chinesen prima zugang zu allen Daten, weil 
Laufwerk C: freigegeben ist.

Autor: Frontberichterstatter (Gast)
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In deutschen IT-Abteilungen breitet sich eh nur Mittelmass aus.

Doofe Chefs fürchten nichts mehr als fähige Mitarbeiter.

Und so kommt es, wie es kommen muss: IT-Abteilungen bestimmen
gerade mal noch, welche Farbe das Firmennotebook haben soll.
(Selbst erlebt...)

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Was ist an IT-Betrieb so spannend für einen Hochschulabsolventen aus D ?

Warum lasst Ihr das nicht die Inder&Co machen? Konzentriert Euch doch 
auf die Fachthemen wie BI, CRM etc. Dort können die Informatiker einen 
wirklichen Beitrag leisten

Autor: Ländle (Gast)
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Uboot- Stocki schrieb:
> Konzentriert Euch doch
>
> auf die Fachthemen wie BI, CRM etc. Dort können die Informatiker einen
>
> wirklichen Beitrag leisten

Dann muß man aber die Studien- und Ausbildungsplätze drastisch 
reduzieren, denn in diesem engen Markt werden nur wenige Fachkräfte 
gebraucht. Dagegen nimmt das Ausland gerne deutsche MINT-Fachkräfte. 
Zwar ist hier nicht Österreich und die Schweiz gemeint, dort grassiert 
bereits auch die "Deutsche Krankheit", aber Skandinavien greift gerne zu 
und behandelt die Auswanderer als Menschen und entlohnt 
leistungsgerecht.

Autor: Funkamateur (Gast)
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Hallo Siemensleute,
klar Remotebetreuung ist günstiger, dann sieht man ja nicht wo alte 
Hardware verrottet. Dann sieht man ja nicht wo defekte Kabel, 
Handwerker, Löcher bohren, dann sieht man ja nicht wo Nutzer hängen bzw. 
langsame Systeme vorhanden sind oder gar fehlende oder falsche Daten im 
System stehen. Da wird keine IT Weiterbildung gemacht. Da wird remote 
aus China was gemacht und niemand sieht wo die Daten hinlaufen. Da weiss 
später keiner mehr wer was macht. Firmendaten gehen über die Leitung in 
die ganze Welt. Früher konnte man mal eine Defragmentierung anstossen 
und schon war der Rechner mal wieder flott. Heute muss man einen Antrag 
in China stellen und auch der bringt nichts. Es ist ein 20 Jahre alter 
Rechner der schon längst erneuert werden müsste. Humankapital aus 
eigenen Universitäten und Fachhochschulen geht ins Ausland und nicht in 
die eigenen Schmieden. EDV Leute stehen auf der Strasse und jeder fragt 
sich warum klappt unser System nicht so wie es soll. Kann denn der 
Administrator wenn man ihm eine Mail schreibt überhaupt verstehen was 
man will. Mein Postfach ist seit Jahren auf 40 MB gesetzt obwohl schon 
längst Terabyte Festplatten bestehen und der damalige Grund der 
Begrenzung schon längst hinfällig ist. Festplatten sind günstig wie nie 
und keiner baut neue Festplatten ein und tut was. Gespräche zwischen der 
EDV Abteilung und den Mitarbeitern in der Firma finden nicht statt. 
Kurze Wege gibt es gar nicht mehr. Fehlermeldungen werden weggedrückt 
anstatt mal eben zwei Zimmer weiter auf einen Kaffee in der Pause um die 
Meldung zu zeigen. "System is shutting down in 15 minutes, Ursache der 
Temperaturfühler des Server ist über 40 Grad, Ausfall der Klimaanlage, 
Lösung, Fenster öffnen bei dieser Kälte im Serverraum kurzfristig, 
Notdienst um die Klimaanlage zu reparieren anrufen, Telefonnumemr steht 
auf der Klimaanlage aufgeschrieben Notfall, " oh ja geht ja nicht, in 
China ist es jetzt zu spät, Server ist abgebrannt.

Ansonsten, hej Elektriker, die Klimaanlage ist defekt. Komm mal eben 
innerhab der nächsten 10 Minuten vorbei sonst brennt der Server ab. 
Antwort des Elektriker, ja klar weil du es bist. Wie immer der Motor 
XYZ4711 hab ich noch auf Lager. Mach ich eben bin in 5 Minuten da. Was 
ich hier gerade mache kann warten. Euer Schaden ist grösser. Bis gleich.
Nach 5 Minuten steht der mit dem Motor vor der Tür. Baut den alten aus 
den neue ein 5 Minuten. Start der Motor läuft wieder die Klimaanlage 
auch. Kein Serverschaden, alles läuft, keine Samstagsschicht für die 
Mitarbeiter sondern Wochenende.
Ach ja das waren noch Zeiten mit den lokalen EDV Leuten. Die wussten 
noch wo es drauf ankommt. Und die Weihnachtsplätzchen mal eben so 
zwischendurch mit den Damen vom kaufmännischen Bereich. In der Woche im 
Unternehmen und am Wochenende frei. Super und nun Remotedienst. ...

Autor: Ländle (Gast)
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Ein großes Problem ist. dass über technische Themen und Bedarf die 
Fachabteilung nicht bestimmt, sondern betriebswirtschaftliche und 
kaufmännische Belange die Richtung angeben und technische Belange erst 
nach billigster Auftragsvergabe zu Wort kommen. Die Projekte, die gegen 
die Wand gefahren werden auf Grund ungeeigneter Mitarbeiter, werden der 
Fachabteilung zum Nachteil ausgelegt, die Betriebswirtschaft und der 
Einkauf werden gelobt für den günstigen Einkauf. Irrsinn!!
Eine weitere Konsequenz der niedrigen Stundensätze und Gehälter in der 
Technik ist, dass die fähigen Fachleute ins Ausland abwandern und 
bestimmt nicht zurückkommen. Dabei spielen Österreich und die Schweiz 
zunehmend eine untergeordnete Rolle, da sich die BWL- und 
Einkaufssparsamkeit auch dort verbreitet. Angesagt ist Skandinavien, da 
man hier auch noch als Mensch und nicht als lästige lebende Kostenstelle 
behandelt wird.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Hm, Osram soll auch schon wieder verkauft werden, obwohl es gut läuft...

http://www.elektronikpraxis.vogel.de/opto/articles...

Autor: Funkamateur (Gast)
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Hallo Ländl,
oh ich dachte immer das in einem soliden Unternehmen auch Abteilungen 
wie z.B. Revision und technisches Controlling und Sales und Marketing 
und IT.. bestimmen. Billig ist nicht immer gut. Qualität und Service 
sind heute auf dem Markt. Ein Kunde kauft Qualität und Service im Laden 
und im Internet.
Siemens bürgt für Qualität. Die Kunden wie Telekom wollen nicht 
Regressansprüche sondern ein gutes Image. Projekte werden doch von 
Managern verantwortet und die legen meistens auch einen Bericht ab. Der 
Einkauf sollte günstig und qualitativ hochwertig kaufen. Mit der Masse 
kann man auch hohe Qualität erwerben. Ob der Kunde 10 Euro mehr bezahlt 
interessiert den Kunden nicht, er will das sein Gerät über Jahre 
funktioniert und mit weiterer Software, Service, Stand der Technik 
bleibt.
Gute Leute und Mitarbeiter müssen gut bezahlt werden. Von nix kommt 
nix.Fachleute wandern nur abw wenn im Management was nicht stimmt das 
wusst schon der alte Siemens schon. Er hat sofort den Mann zurückgeholt 
und seinen Manager zu sich gerufen. Angesagt ist auch Benelux neben 
Skandinavien. Aber warum fragt keiner. Müssen erst 10 gute Sparten von 
Siemens gehen wie Communikation und IT eher eine Entscheidung die falsch 
war zurückgedreht wird und ein Markt von 17 Prozent auf 100 Prozent mit 
den richtigen Ideen von Software und Hardware und Netzwerk in Europa 
kommt. Jeder weiss das wir Infrastruktur in Europa brauchen und das auf 
dem Land Platz und kostensparend Infrastruktur aufgebaut werden kann. 
Weg aus den Städten hin zum Land und zu Europa. Neu Konzept und Visionen 
in Pläne umsetzen und nicht alter Wein in neuen Schläuchen.

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