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Forum: Offtopic Lötpaste/Flussmittel verflüssigen?


Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Ich will mein Flussmittel, was eine "warme butterartige" Konsistenz hat 
verflüssigen. Dabei soll es auch im kaltem Zustand flüssig sein 
(Zimmertemperatur). Ich habe probiert, es mit Spiritus zu mischen. Dabei 
wurde es etwas flüssiger, aber nicht flüssig genug. Das Endprodukt soll 
flüssig genug sein, um es z.B. mit einer Pipette zu verteilen. Währe das 
so möglich?

Schaut euch mal dieses Flussmittel an: 
http://www.youtube.com/watch?v=Ql6Vkw5wswU&feature...
So eine Konsistenz währe perfekt aber dann hätte ich doch kaum Wirkung 
vom Flussmittel, weil es zu stark verdünnt ist?

MFG
Thomas

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Thomas S. schrieb:

>Ich will mein Flussmittel, was eine "warme butterartige"
>Konsistenz hat verflüssigen.

Vielleicht hilft da einfach etwas Aufwärmen und dann verstreichen.

Von der Firma Stannol habe ich noch einen uralten Behälter (Blechdose, 
wie Schuhcreme) mit Lötfett der Konsistenz von Butter. Etwa aus dem Jahr 
1975, zum Weichlöten. Das ließ sich mit einer kleinen 
Schraubendreherklinge fein verteilen. Flüssig, wäre das für mich nichts.

Im industriellen Bereich, Bleikabelmuffen, Post, Telekom, verwendeten 
wir Rindertalg, ist ja von der Konsistenz auch ähnlich. Aber 
preisgünstig.

Andererseits lösen sich Fette eher gut in gleichartigen Stoffen, z.B. 
Öl. Man könnte das Fett mit Öl mischen. Ein Öl ist ein Fett mit kürzeren 
Monoglyzeriden. Fast jedes Fett ist eine Mischung verschiedener 
Glyzeridarten. Bei einer brennenden Kerze, sieht man manchmal, daß sie 
schwitzt, an verschiedenen Stellen flüssige Perlen auftreten. Das sind 
dann die kurzmoleküligen Glyzeride, die sich zuerst lösen.

Notfalls, wenn nichts anderes verfügbar wäre, würde ich es sogar mal mit 
Salatöl versuchen, z.B. hoch erhitzbares Erdnußöl...

Was spricht denn eigentlich dagegen, eine Platine im Backofen bei z.B. 
60°C vorzuwärmen?

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Was spricht denn eigentlich dagegen, eine Platine im Backofen bei z.B.
>
> 60°C vorzuwärmen?

Hmm ich bin 16, hab keinen Ofen in meinem Zimmer und löte dauernd-wenn 
ich mal nicht am Lötkolben klebe binn ich in der Schule oder am pc :D. 
Das mit dem Ofen währe mir einfach zu umständlich. Ich will das Zeug mit 
einer Spritze verteilen. Ich probier, es nochmal mit Spiritus bei 50°C 
zu vermischen.

Öl bleibt nach dem Löten übrig und hinterlässt einen schmierigen film 
auf der Platine-unschön.

Irgendwo fand ich eine Seite, die über RC Funk und so handelte. Die 
hatten dort beschrieben, wie man sowas zusammenmischt. Leider find ich 
die Seite nicht mehr.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Thomas S. schrieb:

>Das mit dem Ofen währe mir einfach zu umständlich.

Wahrscheinlicher ist wohl eher eine Standpauke von Vater oder Mutter, 
wenn man Platinen anstatt Pizza in den Backofen packt. ;-)

>Öl bleibt nach dem Löten übrig und hinterlässt einen
>schmierigen film auf der Platine-unschön.

Da hast du Recht. Flußmittel bleibt aber auch auf der Platine, 
könnte/sollte man reinigen. Tetrachlorkohlenstoff sollte man auf Grund 
der Giftigkeit nicht verwenden, aber vielleicht geht ein anderes 
Lösungsmittel wie Spiritus, Azeton, Nitroverdünnung. Da bin ich aber 
auch nicht so im Bilde, in der Ausbildung habe ich nur gelernt, daß man 
Flußmittelreste mit einem spitzen Gegenstand nach Erkaltung beseitigt. 
Ich reinigte aber mal eine großflächige verstaubte Platine aus einem 30 
Jahre alten Receiver mit Spiritus, das geht schon.

Du suchst also nach einem Lösungsmittel, welches sich beim Lötvorgang 
vollständig verflüchtigt. Ich denke mal weiter nach.

Wie wäre es denn mit Verzinnungspaste?

Autor: Sven F. (doncarlos)
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Das Zaubermittel heißt Kolophonium, und ist eine harzige feste 
dunkelbräunliche Masse, welche man unter Zuhilfenahme oder Beimischung 
von Spiritus zu Flußmittel in verschiedenster Konsistenz mischen kann.
Ob es das Mittel heute so noch gibt, bin ich überfragt.
Auch sollte man keine Kanülen oder Pipetten dafür nehmen, denn nach 
Verdunstung des Spritusses wird das ein ecklige Paperei. Ein kleiner 
feiner schmaler Pinsel wäre da schon der bessere Ratschlag.
Probier es vllt. einfach mal aus.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Ich habe jetzt mal probiert, heißes Flussmittel (ca 70°C, Alubecher 
überm Lötkolben :D) mit Spiritus zu vermischen. Anfangs hat es geklappt 
und hatte die perfekte Konsistenz. Allerdings trennten sich beide Stoffe 
von einander, als das ganze erkaltete. Ein Emulgator muss her! Ich 
könnte meinen CHemielehrer fragen (hat nen Doktortitel :D), was sich als 
Emulgator eignen würde und ob ich was davon bekommen würde. Aber es sind 
Ferien.

Und an alle die meinen, ich könnte das so in die Spritze tun: Das 
funktioniert nicht, weil dann eine "Flussmittelwurst" raus kommt, die 
die Lötstelle nur schwer benetzt (habs eben ausprobiert). Ist in der 
Konsistenz schlecht für IC´s und SMD löten. Massive Kupferrohre könnte 
man damit löten :D

MFG
Thomas

Frohe Weihnachten

Autor: Mike Strangelove (drseltsam)
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Kauf Dir doch nen Flussmittelstift.
Ansonsten: Dose Kolophonium kaufen und in Isopropanol aus der Apotheke 
möglichst fein zerbröselt reinwerfen. Nach einigen Stunden lsöt sich das 
und ergibt ein wunderbares Flussmittel. Draufpinseln, trocknen lassen, 
Spaß haben. Die Fluxe im Video sind dagegen sowas hier:
http://de.farnell.com/edsyn/fl-112-fluxi/flussmitt...
http://de.farnell.com/chip-quik/smd291/flussmittel...

So einfach kannst Du Dir das nicht selbst machen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Mann O Mann. Hier wird mal wieder über Probleme philosophiert, die von 
100 Jahren schon mit Ultra Low Cost gelöst wurden. Im einfachsten Fall 
reinigt man mit Spiritus, macht aber bisweilen weisse Flecken. Also das 
gute Isopropanol nehmen. Fertig. Braucht keine High Tec oder Giftstoffe 
oder Millioneninvestitionen.

Dann hat man auch wieder Zeit, sich um den wahren Inhalt seines Hobbys 
zu kümmern.

Autor: Falk Brunner (falk)
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