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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Leerlaufverluste Transformator Faustformel


Autor: Sven (Gast)
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Hallo.

Gibts für "Standardtransformatoren" (Also diese hundsgewöhnlichen EI - 
Dinger) eine Faustformel für die Leerlaufverluste?

Welchen Leerlaufverlust hätte z.b. ein 5 VA Trafo? Welche ein 50 VA 
Trafo grob geschätzt?

Mfg

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Sven (Gast)

>Gibts für "Standardtransformatoren" (Also diese hundsgewöhnlichen EI -
>Dinger) eine Faustformel für die Leerlaufverluste?

Je größer der Trafo, umso geringer die prozentualen Leerlaufverluste.

>Welchen Leerlaufverlust hätte z.b. ein 5 VA Trafo?

1,5W.

http://www.reichelt.de/ARTICLE=27362

> Welche ein 50 VA Trafo grob geschätzt?

4W.

http://catalog.block-trafo.de/prodvardatasheet/393...

MFG
Falk

Autor: Sven (Gast)
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Eine allgemeine Faustformel, um sowas überschlagsmäßig auszurechnen 
gibts nicht?
Müsste ich mir ne Abschätz-Tabelle von 1-100 VA aus Datenblättern 
zusammen stellen?

Autor: oszi40 (Gast)
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Pi mal Daumen etwa 15% Verlust?
Je nach Größe und auch Einbaubedingungen wird es Unterschiede geben. 
Schon die Umgebungtemperatur und ungünstige Blechverhältnisse sind 
weitere Störgrößen....

Autor: Ulrich (Gast)
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Die Verluste hängen von der Größe und der Auslegung ab.  Besonders die 
kleinen sind im Leerlauf schlecht.  So als grober Schätzwert würde ich 
sagen etwa 1 W bis 5 VA und darüber etwas mehr, irgend etwas in der 
Größenordnung 3 W je kg Gewicht dazu. Als Funktion der Leistung dann 
etwa mit P^0,7.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Die Datenblätter der Hersteller liefern bei Kleintrafos leider immer nur 
Eckdaten zu Leerlauf und Nennlast. Ich stand auch schon mal vor diesem 
Problem, mußte mehrere jeweils gleiche Muster bei den Herstellern 
bestellen, und repräsentative Meßreihen machen.

Eine allgemeingültige Verlustformel gibt es nicht, dafür spielen zu 
viele Faktoren/Parameter mit. Es gibt wohl eine Ersatzschaltung, aber 
damit macht man auch nichts, die Werte kann man nämlich auch erst aus 
den selbst aufgenommenen Meßreihen ermitteln. Wir hatten es an der FH 
zufällig im GET-Labor, und die passende Klausur dazu war nicht ganz 
"ohne".

Einen hohen Leerlaufverlust erhält man, wenn beim Trafo Material gespart 
wurde (Kupfer, Eisen, schlechtes billiges Trafoblech). D.h., er nicht 
manierlichst konstruiert ist. Und sowas liegt ja heute schon mal nahe, 
daß man Herstellungskosten spart. Ich hatte schon ganz schlimme Trafos, 
wobei es fast gleich war, ob sie im Leerlauf oder unter Volllast liefen. 
Die sind allerdings dann auch dauerkurzschlußfest. Ja, das gibt es 
tatsächlich. Auch ist das Gehäuse eines Steckernetzteiles bei mir schon 
mal aufgeplatzt, einfach dadurch, weil man sich am Trafo schon ohne Last 
die Finger verbrennt...

Ein richtig guter Netztrafo hat auch schon mal Leerlaufverluste unter 
1%, unabhängig von Abmessungen, aber ich fürchte, die guten Zeiten bis 
etwa 1980 sind da längst vorbei...

Wenn ich nur schon sehe, wie aus Rationalisierungsgründen die EI-Kerne 
oft einfach nur verschweißt werden (Wirbelstromverluste)...

Autor: Falk Brunner (falk)
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Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Falk Brunner schrieb:

>Beitrag "Re: Welchen Verbrauch hat dieses Gerät
>ungefähr in kWh?"

In der Tat eine gute Idee! Allerdings hat man damit dem Markt schon 
einen Gefallen getan, und 2 Trafos gekauft. Wobei ich hier die 
Massenproduktion im Auge habe, keine Einzelstücke. Mit etwas Glück kann 
man vielleicht über die Stückzahlen und Staffelpreise wieder etwas 
heraus holen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)

>In der Tat eine gute Idee! Allerdings hat man damit dem Markt schon
>einen Gefallen getan, und 2 Trafos gekauft.

Naja, das gilt in erster Linie für sehr kleine Trafos. Je größer die 
DInger, um so geringer wird der Effekt. Und wenn man nicht das 
Ultra-Billig-China-Teil nimmt, sollte der Leerlaufverlust auch geringer 
sein. Muss man halt mal nachmessen.

MFG
Falk

Autor: Ulrich (Gast)
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Die 2 Trafos in Reihe sind mehr eine Notlösung. Wenn man Glück hat, 
findet man gleich Trafos für 400 V primar.  Bei den Trafis gibt es halte 
eine echten Größeneffekt. Auf 1% Leerlaufverlust wird man auch bei einer 
Extra sparsamen Auslegung nicht bei einem kleinen Trafo (<5 VA) 
hinkommen. Für die kleinen 1 VA Dinger ist da schon der 
Magnetisierungstrom ein Problem:  Bei konstantem H Feld, fällt der Strom 
für die Magentisierung linear mit den Abmessungen, der Querschnitt man 
für die Windungen hat aber Quadratisch.  Außer bei Ringkernen aus  einen 
Stück (selten und teuer) kommt noch der zunehmende Einfluss eines 
ungewollten Luftspaltes dazu - das nötige H Feld steigt damit auch noch 
bei kleineren Trafos.
Etwas abmildern kann man Effekt indem man bei der Feldstärke halt nicht 
mehr so weit in die Sättigung geht - was einer geringeren Spannung pro 
Windung entspricht.

Auch ohne den Magnetisierungsstrom sind kleine Abmesseingen einfach 
schlecher: Bei größeren Trafos Steigt die Belastbarkeit mehr als Linear 
mit dem Gewicht. Die Spannung pro Windung steigt mit der 
Querschnittsfläche - der Widerstand der Windung aber nur linear mit den 
Abmessungen. Außerdem hat der größere Trafo auch Platz für mehr 
Windungen oder einen dickeren Draht. Wenn man z.B. die linearen 
Abmessungen verdoppelt, hat man 4 mal die Spannung je Windung, und kann 
4 mal so großen Drahtquerschnitt wählen. Bei gleicher Stromdichte im 
Draht hat man also die 16 fache Leistung bei 8-fachem Gewicht.
Bei großen Trafos sind die Leerlaufverluste wirklich die Verluste im 
Eisen und gehen im wesentlichen nach Menge des Eisens mal Quadrat der 
maximalen Magnetisierung. Da sind also auch die Großen im Vorteil, weil 
das Gewicht etwas langsamer als linear mit der Leistung ansteigt.

Autor: Sven (Gast)
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Was kostet es eigentlich, sich einen Trafo wickeln zu lassen?
Dann könnte man sich ja einen Trafo mit 250V Nenn-Primärspannung wickeln 
lassen, der dann bei 230V halt mehr Reserven hat.

Autor: mhh (Gast)
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Sven schrieb:
> Dann könnte man sich ja einen Trafo mit 250V Nenn-Primärspannung wickeln
> lassen, der dann bei 230V halt mehr Reserven hat.

Du kannst den auch für 230V wickeln lassen. Trafobauer dimensionieren 
i.A. nicht auf "Kante" wie die Massenproduzenten.

Autor: Ulrich (Gast)
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Es gibt auch einige wenige Trafos extra für einen niedrigen 
Leerlaufverlust. Da ist dann zwar ein 3 VA Trafo eher so groß wie sonst 
5 VA, und eher noch teurer - aber es gibt sie auch in Serie.

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