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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Einstieg im Beruf und Schwierigkeiten


Autor: Lolo (Gast)
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Hallo zusammen,

ich hab mitte letzten Jahres meinen Abschluss gemacht und arbeite jetzt 
seit etwa einem halben Jahr. Ich programmiere ganz klassisch in C 
Mikroprozessoren und Dsp. Überwiegend programmiere ich Steuerungen für 
Elektromotoren die mit diversen Sensoren und der üblichen Peripherie 
(ADC,DAC, EEPROM usw.) ausgestattet sind.

Zur meiner Person: Ich habe Nachrichtentechnik (Bachelor) studiert und 
programmiert wurde da zu meist mit C. Ein bisschen VHDL und Assembler 
haben wir auch gemacht. In dieser Zeit habe ich auch immer versucht 
Projekte oder Studienarbeiten mit C zu programmieren. Vor meinem Studium 
hatte ich absolut gar nichts mit Programmierung und µC´s zu tun.
Während des Studiums kam machte es mir den anschein, dass C und µC 
programmieren recht simple ist und man von Leuten die z.B. in der 
Automobilindustrie arbeiten und dort auch immer mit der neusten Technik 
arbeiten so ein bisschen belächelt werden muss (Wahr nur so ein 
Gedanke).

Wie gesagt arbeite ich seit einem halben Jahr jetzt als 
Entwicklungsingenieur in einer größeren Firma. Nun ist mir aufgefallen, 
dass ich bei großen Projekten (im Gegensatz zu denen im Studium) überall 
anecke. Ich komme mir teilweise vor als hätte ich Studium nicht wirklich 
was gelernt, denn ich muss teilweise die totalen Basics wieder 
nachschlagen. Es ist nicht so das ich meine Arbeit erledigen kann, aber 
ich habe das gefühl, dass nicht wirklich was an Wissen hängen bleibt und 
ich habe etwas bammel das das so bleibt. Ich will mich schließlich 
weiterentwickeln und besser werden.

Ist das normal so oder bin ich ne Ausnahme? Wird das nach 2-3 Jahren 
völlig anderst? Was habt Ihr für Erfahrungen mit Eurem Einstieg ins 
Ingenieursleben. Ich hoffe es kommen ein paar ernste Erfahrungen und 
keine abfälligen Bemerkungen, dass ich mich nicht so blöd anstellen 
soll...

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Goldene Regel im ersten Jahr: Klappe halten, zuhören und in der Praxis
lernen, lernen, lernen. Du bist außerdem nicht gleichgestellt, sondern
der Neue(bis ein Neuer nachrückt). Keiner deiner Kollegen ist daran 
interessiert das du besser bist als sie selbst. Für die biste nur ein 
Futterneider, gleich wie freundlich und nett die sich geben. Wenn du
deine Meinung des öfteren bei steuerst und du lagst falsch dann musste
dich nicht wundern. Aber tröste dich, das ist überall so wo Leute ihren 
Geltungsdrang ausleben. Ich hatte mal eine eigene Abteilung, aber so
ein Kollege mit gleicher Ausbildung aus einem anderen Bereich wollte
meine Verantwortung nicht respektieren und sein eigenes Ding durch
ziehen, hinter meinem Rücken. Der hat dann von meinem Vorgesetzten
eine von mir verfasste Arbeitsanweisung/abmahnung bekommen und dann
war Ruh. Daher lieber die Füße still halten und sich langsam 
akklimatisieren, sonst kann es dir passieren das man dich völlig
unerwartet entsorgt.
Hier im Forum hab ich auch so ein paar Oberschlauberger die mir
bei fast jeder Gelegenheit ihre Weisheit in aggressiver Form
mitteilen. Hier ist das relativ unproblematisch, aber am
Arbeitsplatz ist das was ganz anderes. Da hilft nur Diplomatie.

Autor: Sepp (Gast)
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Leo hat Recht, das ist nun mal so,
hat sich übrigens seit einem viertel Jahrhundert nicht geändert.

Der "Neue" sollte erst mal "nur" zuhören und lernen wie es in
der Praxis läuft, nicht gleich versuchen die ganze Firma mit
"Neuem" zu beglücken.

Wie überall im Leben, ist ein Unterschied zwischen Theorie und
Praxis.

Leider, und das scheint immer noch so zu sein, wird teilweise an UNI/FH
entweder "veraltetes Zeug" oder "Praxisfremdes Zeug" verbreitet-
und wenn die Kollegen schon mal schlechte Erfahrungen mit einem
übereifrigen Neuen gemacht haben, sind sie halt etwas "vorsichtig"
(böswillig: mißtauisch)-

Nimm es nicht so tragisch, das gibt sich mit der Zeit,
wichtig ist daß dein Chef mit dir zufrieden ist.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Und das du deinen lieben Kollegen keinen Anlass zu Klage gibst.
Denn dein Chef muss mit der ganzen Belegschaft klar kommen.
Einer allein, der sich nicht einfügt, ist meist entbehrlich.
Nicht umsonst gibt es in vielen Firmen die Tradition des
"Einstands". Das heißt aber nicht das man dann einen Freibrief
hat. Viel mehr, je nach Betriebstradition, kann das "vergessen"
Nachteile haben, muss aber nicht. Man nannte das früher auch
Betriebskultur, genauso wie die alljährliche Weihnachtsfeier
oder den Betriebsausflug.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Also, es ist voellig normal, von der Schule zu kommen und nichts zu 
koennen. Die ersten paar Jahre ist man nur am Lernen. Nachher kann es 
steuern, ob man immer weiter was lernen moechte, oder ob man stehen 
bleiben moechte. Falls man dann mal nicht mehr mag gibt es nahezu 
beliebig viele Drop-out Optionen, von denen man allerdings nicht mehr 
zurueckkommt. Das waeren dann Lehrer, Verkaeufer, Management.

Als Lernender hat man in der Regel ein niedriges Profil, da ist nichts 
mit auftrumpfen.

Autor: gerade gelesen (Gast)
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>Ich komme mir teilweise vor als hätte ich Studium nicht wirklich
>was gelernt, denn ich muss teilweise die totalen Basics wieder
>nachschlagen.

Ist normal. Bei mir war / ist es so, dass ca. 95% aller Dinge, ich ich 
an der Uni "gelernt" habe, wertlos fürs Berufsleben sind. Und das hat 
sich offenbar bis heute nicht geändert. Nur in der Diplomarbeit war es 
so, dass man dort gelernt hat, wie Projekte laufen können, was es heißt 
eigenständig zu arbeiten und wie man Datenblätter ließt...

>Ich will mich schließlich weiterentwickeln und besser werden.

Geht in der Praxis nur durch Schulungen besuchen, Kollegen fragen, 
zuhören,
Schwerpunkte für sich setzen,  Schulungen besuchen, Kollegen fragen, 
zuhören,
Schwerpunkte für sich setzen,  Schulungen besuchen, Kollegen fragen, 
zuhören,...

Auf garkeinen Fall klugscheißen, sich wichtig machen oder beim Chef 
schleimen, dass kommt bei den alt eingesessen garnicht gut an.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Geht in der Praxis nur durch Schulungen besuchen ...

Kannste meist Streichen. In vielen Faellen ist da jeweils eine Rotte von 
Demotivierten, die vom Chef geschickt wurden. Die Sitzen dann meist 
hinten und schwatzen. Daher vorne sitzen.

Autor: Lolo (Gast)
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Danke für Eure Erfahrungen. Das beruhigt mich schon ein bisschen. 
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich absolut tolle Kollegen habe, 
die mich stets unterstützen und mich keine Sekunde merken lassen, dass 
ich "der Neue" oder eben "der Anfänger" bin. Von dem her kann ich also 
nicht klagen. Mein Chef meinte auch bei der Leistungsbeurteilung er sei 
absolut zufrieden und findet mein Verhalten und meine Arbeit auf ganzer 
Linie sehr gut.

In diesem Thread ging es mir in erster Linie um die "Einsatzfähigkeit" 
von mir selbst, aber scheinbar ist das ja normal.
Über weitere Erfahrungen würde ich mich trotzdem freuen.

Gruß Lolo

Autor: Hauspapa (Gast)
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Mein früherer Chef sagt mal: Im ersten Jahr zahlen wir drauf, im 2. Jahr 
ist Plus/Minus Null, ab dem dritten Jahr lässt sich was verdienen.

Grüssle
Hauspapa

Autor: Lolo (Gast)
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Hat keiner mehr was zu sagen?

Autor: Alex (Gast)
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was möchtest du noch hören?

Autor: Mine Fields (Gast)
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Es ist nicht verkehrt, sich am Anfang schon etwas ruhig zu verhalten. 
Mir ging es oft so, dass ich viele neue Ideen hatte und oft das 
hinterfragt hatte, was dort schon seit Jahren so angewendet wird. In den 
allermeisten Fällen muss man dann aber doch einsehen, dass das durchaus 
sinnvoll ist. Wenn man da also zu viel öffentlich infrage stellt, kann 
man je nach Kollegen Probleme bekommen.

Deswegen lieber einen erfahrenen Kollegen, den man vertraut reden und 
versuchen zu lernen. Man entwickelt irgendwann ein Gespür dafür, wie in 
der Firma gearbeitet wird und kann dann seine frischen Ideen auch ab und 
zu einmal platzieren.

Das ganze gilt natürlich nicht nur für den Berufseinstieg, sondern auch 
für einen Firmenwechsel. Da spielen technische und soziale Fähigkeiten 
einmal Hand in Hand.

Dass man sich am Anfang etwas verloren fühlt und man häufig das Gefühl 
hat, dass man gar nichts gelernt hat ist ganz normal. Bei mir hat sich 
das nach ca. 2 Jahren gelegt. Man stößt zwar immer wieder auf 
Unbekanntes, aber man kann es einfach besser handhaben, weil man einfach 
weiß, dass man ähnliche Situationen auch schon überstanden hat.

Dazu kommt dann noch die Situation "große Firma": Hier läuft viel über 
(eigentlich) standardisierte Prozesse. Diese muss man kennen - häufig 
werden sie auch nicht 100% nach Standard umgesetzt und jeder Kollege hat 
seine eigene Art sie zu befolgen. So etwas lernt man auch nur durch 
genaues Beobachten und ständiges Nachfragen.

Autor: Lolo (Gast)
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Danke für Eure Erfahrungen. Das hat mir sehr geholfen :)

Autor: ichmussweg (Gast)
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hmm, alle Anfang ist schwer.

Mir gehts auch nich viel besser, bin jetzt seit 2008 bei meinem ersten 
Arbeitgeber als Dipl.-Ing. (FH).
Aber wirklich viel gelernt habe ich nicht.
Die Alten teilen die Aufgaben immer unter sich auf, muss immer bei Chef 
betteln gehen, dass ich auch mal ein bisschen pille palle Zeugs bekomme.
Vom Niveau, kann man im dritten Jahr der Elektronikerlehre oder als 
Praktikant im 2. Praxissemester. Alles nicht wirklich anspruchsvoll.

Deshalb will ich jetzt mal wechseln, dass mal was anderes sehe und auch 
mal was lerne.
Aber was gibt man da jetzt als Gehalt an?
Ich habe mich inzwischen schon an ein gewisses Niveau gewöhnt.
Hatte vor kurzem ein Telefongespräch, in dem ich etwas unsaft erfahren 
mußte dass ich zu teuer bin.

Was würdet ihr tun, auf Gehalt verzichten, dass man irgendwo 
reinrutscht?
Und wie kaschiert man die drei Jahre in der Schockstarre?

Autor: Michael S. (technicans)
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>Aber was gibt man da jetzt als Gehalt an?
+5% (2-3 Praxisjahre) +10%(mehr als 5 Praxisjahre)
(ohne Gewähr)
>Und wie kaschiert man die drei Jahre in der Schockstarre?
Da du ja ohnehin noch kein Zeugnis vorlegen kannst, kannst
du nur mit deinen Projekten prahlen ohne das du gegen eine
Geheimhaltungspflicht verstößt. Das muss ein potentieller
Arbeitgeber respektieren. Schließlich möchte der ja auch
nicht das du seine Betriebsgeheimnisse ausplauderst.
Ein zu teuer gibts eigentlich nicht weil kein abhängig
Beschäftigter am Arbeitsmarkt wirklich teilnimmt,
sondern nur weitergereicht wird. Das wäre nämlich
nur dann anders wenn die Jobs ein Preisschild hätten
und man nur wählen bräuchte.
Kannst du wählen oder wirst du erwählt?

Autor: ichmussweg (Gast)
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@Michael S.
+5% okay, und wie sieht es wenn man gen Stuttgart will.
Soll ja ziemlich teuer sein.
Ist das nur bei der Miete oder auch bei Lebensmittel, etc. so?
Momentan bin ich knapp über 50k Jahresbrutto incl. aller Zulagen wie 
Weihnachtsgeld und Co.

"Kannst du wählen oder wirst du erwählt?"
Kommt darauf an wie du das meinst.
Also ich hab noch einen Job von dem her könnte ich es mir theort. 
aussuchen. Leider habe ich kein Spezialwissen, dazu habe ich noch zu 
wenig Erfahrung,
von dem her ist man schon ein bisschen Bittsteller.

Autor: willibald (Gast)
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ichmussweg schrieb:
> Deshalb will ich jetzt mal wechseln, dass mal was anderes sehe und auch
> mal was lerne.
> Aber was gibt man da jetzt als Gehalt an?
> Ich habe mich inzwischen schon an ein gewisses Niveau gewöhnt.

Mehr Gehalt fordern, weil du lernen willst? Falsche Logik, das zieht 
nicht.

Mehr Gehalt kannst du dann fordern, wenn du schon was kannst. Also denk 
nach: Was hast du dazugelernt, was dich abhebt von den Anfängern?

Wenn dir nichts einfallen will, ist das ein Alarmzeichen, denn nach drei 
Jahren sollte man was aufzuweisen haben. Sonst ist was schiefgegangen, 
und du solltest machen, dass du aus der Sackgasse rauskommst. Ernstes 
Gespräch mit dem Chef führen, dass du dich entwickeln willst. Dafür 
natürlich konkrete Vorstellungen haben, in welche Richtung. Und wenn das 
nicht fruchtet, dann weg da, notfalls ohne Gehaltsplus.

Autor: Michael S. (technicans)
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ichmussweg schrieb:
> @Michael S.
> +5% okay, und wie sieht es wenn man gen Stuttgart will.
> Soll ja ziemlich teuer sein.
> Ist das nur bei der Miete oder auch bei Lebensmittel, etc. so?
Kann ich dir nicht sagen, aber du kannst ja im Internet stöbern
was sich so für Wohnungsangebote vor Ort anbieten. Je mehr Vorstadt,
desto billiger wirds wohl werden. Lebensmittel können auch in der
Provinz teuer sein. Vergleich Rewe/Aldi. Aber viele Produkte sind
preislich auf annähernd gleichem Niveau solange der Wettbewerb
funktioniert. Im Moment werden die Preise ohnehin erhöht.
> Momentan bin ich knapp über 50k Jahresbrutto incl. aller Zulagen wie
> Weihnachtsgeld und Co.
Na, da wirste dir Stuttgart wohl leisten können.
> "Kannst du wählen oder wirst du erwählt?"
> Kommt darauf an wie du das meinst.
Na, die Arbeitgeber stehen ja nicht bei dir Schlange, oder?
> Also ich hab noch einen Job von dem her könnte ich es mir theort.
> aussuchen.
Mit der Betonung "theoretisch".
> Leider habe ich kein Spezialwissen, dazu habe ich noch zu
> wenig Erfahrung,
> von dem her ist man schon ein bisschen Bittsteller.
Das bist du fast immer. Anders wäre es nur bei absoluten Spezialisten.
Dann würde ich mir mal Spezialwissen aneignen. Da musst du schon selbst
für sorgen.
Ansonsten hat willibald vollkommen Recht.

Autor: ichmussweg (Gast)
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@willibald

hmm da hast bestimmt nicht untrecht.

Ich denke ich kann schon bischen mehr wie viele Anfänger.

Hatte zum Glück eine gute Elektroniker Lehre und in der Richtung einiges 
gelernt, wenn ich ehrlich bin blieb da mehr hängen als durchs Studium.
Ist halt alles schon eine ganze Ecke her,
u.a.:
1.) Analogelektronik: Dioden, Transistor, OP, FET
2.) Digitaltechnik: von 74er-, 4000 Serie bis zum 8051
3.) Grundlagen Assembler-, C-Programmierung

Könnte man sowas verwerten?

Privat habe ich um das Jahr 2000 rum mit Internet / Netzwerktechnik 
angefangen.
Leider ist das inzwischen auch Standart.
Mit Fritzbox, Switch, etc kennen sich die meisten Ende 20 aus oder was 
meint ihr?

Autor: Michael S. (technicans)
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ichmussweg schrieb:
> @willibald
>
> hmm da hast bestimmt nicht unrecht.
>
> Ich denke ich kann schon bisschen mehr wie viele Anfänger.
Rechtschreibung könnte etwas Pflege gebrauchen.
> Hatte zum Glück eine gute Elektroniker Lehre und in der Richtung einiges
> gelernt, wenn ich ehrlich bin blieb da mehr hängen als durchs Studium.
Hört man öfter.
> Ist halt alles schon eine ganze Ecke her,
> u.a.:
> 1.) Analogelektronik: Dioden, Transistor, OP, FET
> 2.) Digitaltechnik: von 74er-, 4000 Serie bis zum 8051
> 3.) Grundlagen Assembler-, C-Programmierung
>
> Könnte man sowas verwerten?
Klar, als Hardwareentwickler, aber die 74er und 40er wurden
mittlerweile technologisch von FPGAs abgelöst weil die schneller und
flexibler sind. Damit sind IC-Gräber wie in den 80ern out.
Dioden und Transistoren haben auch noch ihre Daseinsberechtigung,
vor allem in der Leistungselektronik.
> Privat habe ich um das Jahr 2000 rum mit Internet / Netzwerktechnik
> angefangen.
> Leider ist das inzwischen auch Standart.
Na, eher Standard.
> Mit Fritzbox, Switch, etc kennen sich die meisten Ende 20 aus oder was
> meint ihr?
Auch da bleibt die Entwicklung nicht stehen.
Immer schneller, immer höheres Datenvolumen, größere Zuverlässigkeit 
usw.

Autor: ichmussweg (Gast)
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ja ist nicht einfach.

Mein derzeitger Arbeitgeber ist teilweise technologisch auch stehen 
geblieben :-)
Deshalb haben wir jetzt ständig das Problem, dass Bauteile abgekündigt 
werden.

Wenn ich sehe wie wenig heut zu Tage noch diskret aufgebaut wird, dass 
Meiste
geht über ICs die n Haufen schon OnBoard haben.

Genau DC/DC Konverter, Filter und Pegel-Anpassung laufen bei uns oft 
nach über alt-hergebrachte Bauteile, aber wie du schon sagst so Sachen 
wie Latches EEPROMs, ext. RAMs, sind entweder integriert oder werden 
nicht mehr gebraucht.

FPGA, hmm während dem Studium hatten wir mal VHDL, aber ehrlich gesagt 
hat es bei 20 Leuten nur ca. 3 gegeben, die es wirklich verstanden 
haben.
Die waren als Etechniker meist eh fehl am Platze, haben lieber 
programmiert (PHP, Pearl, C/C++, ...).

Hardware Entwicklung allein reicht nicht mehr, habe ich dass Gefühl?
Es sein den man ist im Leistungselektronischen Bereich.
Da gibt es momentan öfters Stellenausschreibungen.

Ohje, ob ich da noch einen Job bekomme, so langsam geht mir echt die 
Düse.

Autor: Mine Fields (Gast)
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ichmussweg schrieb:
> Deshalb haben wir jetzt ständig das Problem, dass Bauteile abgekündigt
> werden.

Das Problem hast du eher bei relativ neuen Bausteinen, vor allem 
Speicherbausteinen. Alte Logikbausteine kriegst du noch leichter.

Autor: ichmussweg (Gast)
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@Stefan L.

ja und nein.

Teilweise sind die Bauteile so alt, dass die nicht mehr gescheit laufen 
und der Hersteller wegen zu geringer Marge die auf obsolet stellt.
So ist zu mindest mein Kenntnisstand, bin nicht in der Tiefe drin, es 
fällt mir momentan halt auf, weil ständig irgendwo ein neues Loch 
aufgeht.

Autor: willibald (Gast)
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@ichmussweg:
Das klingt, als würde es für euch höchste Zeit für eine technologische 
Modernisierung.

Von alleine kommt sowas aber nicht. Zuallererst kommt es auf die 
Entwickler an. Die müssen sich einarbeiten, Einstiegshürden überwinden 
und den Chef von den Vorteilen überzeugen. Sind die dazu bereit? Oder 
gilt bei euch Artikel 8 des Rheinischen Grundgesetzes (Kenne mer nit, 
bruuche mer nit, fott damit)?

ichmussweg schrieb:
> Die waren als Etechniker meist eh fehl am Platze, haben lieber
> programmiert (PHP, Pearl, C/C++, ...).
... sprach der Dinosaurier. Denk mal drüber nach.

Autor: Ländle (Gast)
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Es lohnt sich darüber nachzudenken ins Ausland zu migrieren, zur Zeit 
wieder sehr aktuell. Die Wirtschaft stellt zur Zeit Projekte zurück und 
fährt die Einstellungen zurück. Sie hofft auf einen verstärkten Zuzug 
von Fachkräften aus Polen und Ungarn. Konzerne richten zur Zeit 
Abteilungen ein, die den zugezogenen Fachkräften bei der Eingliederung 
und der deutschen Sprache helfen soll. Verstärkt werden wieder ältere 
Mitarbeiter zur Altersteilzeit oder mit Abfindungen zum Ausscheiden 
bewegt. Die Industrie schafft Platz und hofft auf Lohndumping. Es wird 
Zeit Deutschland und die EU zu verlassen. Norwegen ist hier eine sehr 
gute Wahl.

http://arbeiten-in-norwegen.de/

Autor: Löndschen (Gast)
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sehe ich ähnlich ländle, viele Firmen warten nur auf die 
EU-Freizügigkeit, dann kann man nähmlich polnische Ingenieure , 
angestellt bei einer polnischen Zeitarbeitsfirma, hier arbeiten lassen. 
Nettolohn von diesen liegt hier im Osten bei 1100-1200 , also etwa auf 
der höhe eines Facharbeiters !

Autor: ichmussweg (Gast)
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auswandern, hmm so langsam glaub ich auch dran.

Sollte man doch zum Staat?
Verdienstmäßig ist es als Angestellter halt auch recht bescheiden,
da kannst auch zu Leihbude.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Löndschen schrieb:
> sehe ich ähnlich ländle, viele Firmen warten nur auf die
> EU-Freizügigkeit, dann kann man nähmlich polnische Ingenieure ,
> angestellt bei einer polnischen Zeitarbeitsfirma, hier arbeiten lassen.
> Nettolohn von diesen liegt hier im Osten bei 1100-1200 , also etwa auf
> der höhe eines Facharbeiters !

Da passiert hier gar nichts, es wird keinen großen Knall geben am 
01.04.2011. Wir sind nämlich hier ein Hochpreisland, mit allem drum und 
dran.

Autor: ichmussweg (Gast)
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@Wilhelm Ferkes

gibts dann noch Jobs oder ist alles so schwarz wie hier im Forum immer 
wieder propagiert wird?

Autor: Ländle (Gast)
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Selbst wenn kein Run auf Deutschland stattfinden würde, ist dies ein 
Druckmittel in der Hand der Arbeitgeber. Real ist aber, dass Projekte 
zurückgestellt werden und die Personalabteilungen sich mit Einstellungen 
stark zurückhalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Mitarbeiter für 
die AG in Deutschland nur Verbrauchsmaterial sind, die ausgenutzt und 
danach auf dem Müll geworfen werden. Es bleibt nur die Abwanderung. 
Norwegen bietet hier beste Voraussetzungen für ein vernünftiges 
Arbeitsverhältnis. Die deutschen Arbeitsgeber sollen mit den östlichen 
Zuwanderern glücklich werden.

http://arbeiten-in-norwegen.de/

Autor: Horst (Gast)
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Also ich kann nur sagen ich habe Ende letzten Jahres mein Dipl-Ing (FH) 
gemacht. Ich habe drei Bewerbungen geschrieben, drei Einladungen zum 
Vorstellungsgespräch und drei Zusagen gehabt. Dabei war ich Noten mässig 
nur oberer Durchschnitt.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Also ich kann nur sagen ich habe Ende letzten Jahres mein Dipl-Ing (FH)
> gemacht. Ich habe drei Bewerbungen geschrieben, drei Einladungen zum
> Vorstellungsgespräch und drei Zusagen gehabt. Dabei war ich Noten mässig
> nur oberer Durchschnitt.

Sie werden auch einmal 35 und wenn man da den Job verliert hat man ein 
echtes Problem ( jedenfalls in DE )

Autor: Horst (Gast)
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Das mag sein. Aber das ist hier auch nicht das Thema. Wenn ich den Titel 
richtig verstanden habe geht es doch um den Einstieg. Ausserdem ist das 
auch nur meine Erfahrung und keine Allgemeinaussage. :-)

Autor: Gästchen (Gast)
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Leo ... schrieb:
> Daher lieber die Füße still halten und sich langsam
> akklimatisieren, sonst kann es dir passieren das man dich völlig
> unerwartet entsorgt.
> Hier im Forum hab ich auch so ein paar Oberschlauberger die mir
> bei fast jeder Gelegenheit ihre Weisheit in aggressiver Form
> mitteilen.

Ich verstehe nicht, sind alle Anfänger für dich das Böse der Welt?
Du selbst, wenn du eine Abteilung gehabt hast, solltest wissen dass man 
im Vorstellungsgespräch genau prüft ob die Person sich wunderbar in die 
"Sklavenreihen" passt und kein Querschläger ist.
Genau dieses Misstrauen und Ignoranz verleitet die Leute dazu, später 
wenn sie mehr Berufserfahrung haben den nächsten Anfänger zu 
unterdrücken.

Das ist ein großer Schwachsinn, arbeitet miteinander und nicht 
gegeneinander. Die Leute mit Erfahrung MÜSSEN den Anfängern 
richtungsweisend sein, alles Andere ist Geld-, Zeit- und 
Nervenverschwendung. So ist es zumindest wenn eine sinnvolle 
Organisation vorhanden ist.
Ihr seht ja selbst wo dieses ständige Treten auf den Anderen endet und 
warum dieses Forum oft wie Selbstmordforum aussieht.

Autor: Michael S. (technicans)
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Gästchen schrieb:
> Leo ... schrieb:
>> Daher lieber die Füße still halten und sich langsam
>> akklimatisieren, sonst kann es dir passieren das man dich völlig
>> unerwartet entsorgt.
>> Hier im Forum hab ich auch so ein paar Oberschlauberger die mir
>> bei fast jeder Gelegenheit ihre Weisheit in aggressiver Form
>> mitteilen.
>
> Ich verstehe nicht, sind alle Anfänger für dich das Böse der Welt?
Leo wollte wohl damit sagen das überall von oben nach unten getreten
wird. Den letzten beißen da die Hunde. Ist fast überall so.
> Du selbst, wenn du eine Abteilung gehabt hast, solltest wissen dass man
> im Vorstellungsgespräch genau prüft ob die Person sich wunderbar in die
> "Sklavenreihen" passt und kein Querschläger ist.
Kommt darauf an wie man prüft und was. Erfahrung und Geschick sollte
vorhanden sein und man muss auch bereit sein nicht nur zu fordern,
sondern auch zu fördern. Ist aber leider eher selten wegen muffigem 
Geschäftsgebaren in der Chefetage.
> Genau dieses Misstrauen und Ignoranz verleitet die Leute dazu, später
> wenn sie mehr Berufserfahrung haben den nächsten Anfänger zu
> unterdrücken.
Eher Futterneid und Ellenbogenmentalität statt Teamwork.
Allerdings stelle ich öfters fest das gerade Ingenieure wenig
Sozialkompetenz besitzen und eine Erwartungshaltung besitzen
die fern jeder Realität ist. Mal vom Feingefühl, ganz abgesehen.
> Das ist ein großer Schwachsinn, arbeitet miteinander und nicht
> gegeneinander. Die Leute mit Erfahrung MÜSSEN den Anfängern
> richtungsweisend sein, alles Andere ist Geld-, Zeit- und
> Nervenverschwendung. So ist es zumindest wenn eine sinnvolle
> Organisation vorhanden ist.
Das wäre wünschenswert, wird leider so nicht oft gelebt.
> Ihr seht ja selbst wo dieses ständige Treten auf den Anderen endet und
> warum dieses Forum oft wie Selbstmordforum aussieht.
Nur weil mal ein aktiver Poster verschwindet, heißt das ja nun nicht
das er Selbstmord begangen hat.

@ichmussweg

>FPGA, hmm während dem Studium hatten wir mal VHDL, aber ehrlich gesagt
>hat es bei 20 Leuten nur ca. 3 gegeben, die es wirklich verstanden
>haben.
VHDL ist ja die Hardware-Bechreibungssprache, genauso wie Verilog und
in C soll das auch gehen. Tools gibts bis zum abwinken.
>Die waren als Etechniker meist eh fehl am Platze, haben lieber
>programmiert (PHP, Pearl, C/C++, ...).
Spricht ja nichts dagegen und solange die Hardware funktioniert...
>Hardware Entwicklung allein reicht nicht mehr, habe ich dass Gefühl?
Ist genauso wie nur Softwareentwicklung. Keins kommt ohne das andere
aus.
>Es sein den man ist im Leistungselektronischen Bereich.
Was aber oft auch nur Teil einer intelligenten Steuerung sein kann
die auch Software beinhaltet.
>Da gibt es momentan öfters Stellenausschreibungen.
Na, Stellenanzeigen über TTL und Cmos wirste hier auch nicht mehr
finden, weil das ganze eben Schnee von gestern ist.

Also Zeit sich den Veränderungen anzupassen und seinen Chef überzeugen
oder weiterqualifizieren und dann wechseln wenn der Betonschädel sich
nicht überzeugen lassen will. Irgendwann ist es dann zu spät, der Chef
ist dann pleite, weil er den Sprung verpennt hat und darf Hartz IV 
beziehen.

Du kannst z.B. wieder an die Uni gehen und als Gasthörer dein Wissen
über VHDL auffrischen wenn Vorlesungen dazu abgehalten werden.
Klausuren brauchste ja nicht mitschreiben, weil du ja schon deinen 
Abschluss hast. Nur das Wissen zählt und da muss man sich halt mal
rein knien und wieder dazu lernen.

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