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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mainboard MOFSET defekt wie austauschen?


Autor: Michael Trübsall (Firma: keine) (schrotti85)
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Hallo, habe bei meinem Board beim übertakten die Spannungen zu sehr 
erhöht :) Einer der Mofsets hat dieses bei Prime leider nicht mehr 
verkraftet und der PC ging aus dann beim nächsten Start ist der MOFSET 
(siehe Bild) direkt verglüht.
Ich habe dann ein BIOS Reset gemacht und die Batterie entfernt. Den 
defekten MOFSET habe ich mit einer Zange abgerissen darunter ist noch 
eine kleine Kupfer Platte übrig geblieben. Bios Batterie rein und siehe 
da das Board startet und komme ins Bios und es funktioniert wieder. Weil 
der MOFSET Widerstand weg ist zeigt er einen höheren CPU V-Core an bei 
Standart Spannungen. Statt wie davor 1.32 zeigt er jetzt 1.39 V V-Core 
an.

Wo kriegt man so einen neuen MOFSET her? Auf dem steht: K3918 KS 01 
drauf.
Was ist beim löten zu beachten? Was ist mit der Kupferplatte unter dem 
MOFSET?

Mit dem neuen Mofset müßte das Board wieder funktionieren. :) Ein 
kleiner ELKO hat oben einen kleinen Riss kA ob der davor schon war aber 
er scheint noch heile zu sein.

Bin über alle TIPS dankbar :)!

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Michael Trübsall schrieb:
> Was ist mit der Kupferplatte unter dem MOFSET?
Die ist normalerweise im Mosfet... :-o
Also: Lötzinn drann und weglöten, damit der neue Platz hat...

> Wo kriegt man so einen neuen MOFSET her? Auf dem steht: K3918 KS 01
> drauf.
Such mal nach 2SK3918...

Autor: Jens G. (jensig)
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K3918 ist ein 2SK3918. Musste mal bei Reichelt, Conrad, Farnell u. Co. 
suchen gehen.

Wenn diese Cu-Platte der absezierte Rücken des Mosfets ist, dann das 
natürlich ablöten, und dann neuer drauf. Paar 10W braucht der Lötkolben 
aber.
Den Elko (oder vielleicht gleich "die Elkos" auch tauschen, denn wenn er 
schon einen Riss hat, dann ist das vielleicht schon ein funktionsloses 
Modell (oder wird bald eines), und wird vielleicht demnächst den 
nächstenKurzen verursachen.
Muß aber low-ESR sein (Reichelt hat sowas).

Ansosnten - so wie Du an eine Reparatur rangehst(mit Zange), brauchste 
Dich nicht wundern, wenn danach die Platine erst recht irreparabel wird. 
Wenn Du da die Cu-Beschichtungen der Platine mit abreist, kannste das 
Ding mehr oder weniger gleich in den Schrott wandern lassen. Schließlich 
hat so eine Platine auch noch paar Cu-Lagen im Inneren, und wenn Du 
ausgerechnet die Durchkonatktierungen (Vias) mit erwischst, kannste das 
dann auch sein lassen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Ein kleiner ELKO hat oben einen kleinen Riss kA ob der davor schon war
> aber er scheint noch heile zu sein.
Naja, auf dem Foto erkennt man nichts. Aber wenn der oben tatsächlich 
einen Riss hat, dann wäre ein Tausch angebracht. Wie es in einem solchen 
Elko aussieht, siehst du da:
Beitrag "Re: Elkos kühlen?"

Autor: Michael Trübsall (Firma: keine) (schrotti85)
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Wow vielen dank für die vielen Antworten bin neu hier und sehe hier wird 
einem sofort geholfen :)! Danke euch!


ahhh das ist kein Riss :) Die Beschriftung hat in der Mitte gefehlt dass 
es aussah dass zwei kleine Risse da waren. Aber es ist bombenfest und 
kein Riss sah nur so aus.

Bei Ebay habe ich eben solche 2SK3918MOFSET gefunden. Auf jedem der 
MOFSETS auf dem Board steht immer K3918 KS 01. Aber in der Mitte steht 
noch auf jedem eine andere Nummer ganz klein man braucht fast ne Lupe um 
das zu erkennen: 8d,8c, Ck und so weiter.
Was bedeuten diese? Haben diese einen anderen Widerstand oder eine 
andere Spannung?


Hiermal das Angebot bei Ebay: (siehe Bild)!
Artikelbeschreibung:
5 PCS 2SK3918 TO-252 MOSFET
Part NO.2SK3918
Package TO-252




Kann ich genau diese bestellen und drauflöten? Oder gibt es 
unterschiedliche 2SK3918 Mofsets?

Achso die Kupferplatte des alten Mofsets geht nur schwer ab mit dem 400 
Wattlötkolben habe ich diese nicht abbekommen. Kann ich diese nicht 
einfach überlöten mit dem neuen Mofset?

Autor: Jens G. (jensig)
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>Kann ich genau diese bestellen und drauflöten? Oder gibt es

Ja. Das was so noch nebenbei draufsteht, ist meistens der Datecode, oder 
oft auch die Location der Manufaktur (Bedeutung steht oft im DB, bei 
2SK3918 aber wohl nicht).

>Achso die Kupferplatte des alten Mofsets geht nur schwer ab mit dem 400
>Wattlötkolben habe ich diese nicht abbekommen. Kann ich diese nicht
>einfach überlöten mit dem neuen Mofset?

Mit einigen 10W meinte ich nicht solch einen Dachrinnenkolben, sondern 
vielleicht 50W. Damit sollte das rel. lässig noch gehen - da brauchste 
keine 400W.
Dazu macht man am besten bißchen Zinn auf die Spitze (an der Seite am 
besten), und geht dann damit auf die Cu-Platte - das Zinn dient dabei 
als flächiger Wärmeüberträger vom Kolben auf die Platte. Mit Pinzette 
dann abheben, wenn es flüssig wird.
Sollte also ganz einfach sein.

Autor: Michael Trübsall (Firma: keine) (schrotti85)
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Ok vielen dank Jens habe mir die Mofsets eben bestellt kann paar Wochen 
dauern bis diese aus Honk Kong kommen.
Werde meinen Bruder bitten dieses mal zu machen mit euren Tips.

Achso Jens mit dem Lötkolben habe ich mich vertan gemeint waren 400 Grad 
nicht Watt.
Habe mir vor einer Woche eins bei Ebay für 16 Euro gekauft:

Lötstation ZD -99 TÜV / GS
58 Watt
elektronisch kontroliert
hochwertige Lötstation für Hobbykeller und Werkstatt
durch die 58 Watt auch ideal für bleifreies Lötzinn geeignet

- stufenlos einstellbar von 150  -  450°C

- 58 Watt

- Lötkolben mit ca. 1 m flexiblen Kabel

Bei Conrad kostete so eins schon 80 Euro krasser Unterschied man kann 
echt sparen wenn man die Augen offen hält.

Autor: Edding (Gast)
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Da hast du dich übers Ohr hauen lassen...

Hier gibts die auch (11,95€), mit realistischeren Technischen Daten:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=90921


Michael Trübsall schrieb:
> Lötstation ZD -99 TÜV / GS

TÜV/GS glaub ich erstmal nicht, vermutlich gefaktes Chinesen-Logo.


> 58 Watt

48 Watt. Bei E-Bay macht sich 58 natürlich besser... "MEHRRRRR Power!"

> elektronisch kontroliert

Nö. Dummer Phasenanschnitts-Dimmer ohne Regelung.

> hochwertige Lötstation für Hobbykeller und Werkstatt

"Hochwertig" ist was anderes.

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
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@Michael: bitte tu mir den Gefallen und schreibe in Zukunft  M O S F E T 
und nicht  M O F S E T. Mir tun die Füße weh, weil sich meine ganzen 
Zehennägel kringeln.

Danke,
Helmut.

Autor: Depp (Gast)
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Den Kupferrest kann mit ruhiger Hand auch wegdremeln.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Depp schrieb:
> Den Kupferrest kann mit ruhiger Hand auch wegdremeln.
Oder mit feinem Schrot wegschießen...  :-D

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Depp schrieb:
> Den Kupferrest kann mit ruhiger Hand auch wegdremeln.

Und die Kupferspäne verteilen sich munter über das ganze Mainboard ...

Gar keine gute Idee.

Autor: Schrotti85 (Gast)
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Ok ich habe mich an den Tip von Jens gehalten. Das Ebay Lötkolben war 
nicht das Wahre :(! Habe mir von meinem Vater aus dem Keller einen 
digitalen Lötkolben mit mehr Watt ausgeliehen. Lötzin auf den Kupferrest 
getan und es hat sich nach einer Zeit gelöst. Mit Zahnstochern und mit 
einer kleinen Zange habe ich das blöde Ding abgekriegt.

Nun habe ich viel Lötzin an der Stelle. Habe mir eine Entlötpumpe 
bestellt und Entlötlitz um das wegzukriegen.

Vielen Dank Für den Jens hat geklappt.

Habt ihr Tips wie man dann den Lötzin wegbekommt und wie man den neuen 
MOSFET drauf löten kann?

Autor: Jens G. (jensig)
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Das Lötzinn bekommt man eigentlich relativ lässig runter, indem man die 
Platine senkrecht stellt, das Zinn komplett aufschmilzt, und dann mit 
den Lötkolben nach unten wegzieht, bzw. aufnimmt. Zum Schluß nochmal mit 
bißchen Kolophonium (oder SMD-Lötpaste oder sowas), um das restliche 
Zinn noch bißchen breitfließen zu lassen. Wenn's nur noch 'nen sanften 
Buckel bildet, isses gut, und den neuen kriegste dann ganz gut drauf 
(naja, bißchen brutal muß man den dann schon "draufheizen")

Autor: Hallo (Gast)
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Oder mit Entlötlitze - das geht noch am besten.

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Ich würde dir auch zu Entlötlitze raten.
Am besten benutzt du zum einlöten Lötzinn mit 0,5mm Durchmesser, damit 
kommst du am besten an die feinen Kontakte ran.
Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck

Autor: tt2t (Gast)
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wieso willst Du das Lötzinn weg haben, wenn Du den neuen MOSFET drauf 
lötest, dann schmilzt das sowieso ...

Autor: Anna Log (Gast)
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Schrotti85 schrieb:
> digitalen Lötkolben mit mehr Watt ausgeliehen. Lötzin auf den Kupferrest
  ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Was zum Teufel ist das denn???

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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tt2t schrieb:
> wieso willst Du das Lötzinn weg haben, wenn Du den neuen MOSFET drauf
> lötest, dann schmilzt das sowieso ...

Es wird zuviel sein, der Mosfet soll ja nicht schwimmen.

Autor: Jens G. (jensig)
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tt2t schrieb:
> wieso willst Du das Lötzinn weg haben, wenn Du den neuen MOSFET drauf
> lötest, dann schmilzt das sowieso ...

es wirrd möglicherweise zuviel drauf sein, weil ich ja geraten hatte, 
zusätzlich Zinn zum Ablöten zu nehmen als Wärmeüberträger.

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