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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik EKG Verstaerker


Autor: Michael (Gast)
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Hallo,

ich habe nun bereits zum zweiten mal den EKG Verstaerker aus dem INA121
Datenblatt nachgebaut, aber das Mistvieh geht nicht. Ich habe zwei 9V
Batterien als symetrische Spannugsquelle und anstatt des OPA sowieso
zwei TL071 und als Verstaerkung 50 statt 10. Das Problem ist dass man
zwar mit dem INA121 einen Puls verzerrt erkennen kann, aber er ist von
einem sehr sehr hochfrequenten Signal ueberlagert. Zudem gibt es einmal
pro 50tel Sekunde (Netzbrummen) eine grosse Stoerspitze, das scheint je
nachdem besser zu werden je gleicher die Elektroden platziert sind. Ist
eine schlechter verschlimmern sich diese Spitzen drastisch. Meine
Vermutung ist dass irgendwie der INA schwingt, denn mit einem INA111
ist es komplett aussichtslos. Irgendwer ne Ahnung wo das Problem
liegt?

Gruesse,
Micha

: Verschoben durch Admin
Autor: Michael (Gast)
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da ist der Schaltplan

Autor: Frankl (Gast)
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Bei so empfindlichen Verstärker wird das Platinenlayout und das Gehäuse,
für ein Funktionieren entscheident sein.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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für das 50Hz Brummen wird in dieser EEG Schaltung ein Besselworth 3ter
Ordnung eingestetzt (für 59Hz dimensioniert).
http://openeeg.sourceforge.net/doc/modeeg/modeeg.html

Ebenfalls wäre es vielleicht besser aktive Elektroden einzusetzen um
die Einstreuung über das Kabel zu minimieren...
http://bioera.net/ae/active_prototype3.html


(hab selbst keine Erfahrung damit)

Autor: Michael (Gast)
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Also ich habe hier einen EKG Verstaerker aus zwei LM356. Und wenn das
geht, dann wird es mit einem teuren INA doch irgendwie auch zu schaffen
sein ohne allzu grossen Aufwand zu betreiben, oder? Komisch, wofuer
haben die die Dinger wenn se Schaltplaene drucken die nicht gehen.

Autor: Robert (Gast)
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TL071 statt OPA2604 ist mutig. Der ist bei dieser Beschaltung weder
stabil noch sonst irgendwie geeignet.

Robert

Autor: Michael (Gast)
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Wiebitte? Warum das denn? Was kann er nicht: Impedanzwandler oder
invertierenden Verstaerker? Was ist der kritische Punkt den der OPA
koennen muss?

Autor: Robert (Gast)
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Datenblatt lesen hat schon so manchem geholfen...

Autor: Stefan (Gast)
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@ Robert

Schade, dass Du nicht ausführlicher in die Diskussion einsteigst.

Für mich als Anfänger und Mitleser ist "Datenblatt lesen" nicht so
der Bringer. Schöner wäre es, wenn ein Erfahrener mich mit der Nase
draufstubst, welche der dreizillionen Parameter aus den Datenblättern
für diese Applikation kritisch ist und warum.

Stefan

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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@Robert

Mich würde allerdings auch mal interessieren, weshalb der TL071 so
nicht stabil sein sollte! Ich designe im Moment an einer etwas
komplexeren Schaltung herum (noch auf dem Papaier) und offenbar gibt es
nun etwas, was auch ich nicht beachtet habe...

Gruß

Johannes

Autor: MSE (Gast)
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Dass ein TL074 (das sind vier Stück TL071 in einem Gehäuse) wie wild
schwingt statt zu verstärken, ist mir auch schon passiert.
Meine Schaltung läuft mit dem TL074ACN problemlos, setzt man
stattdessen den TL074CN ein, dann fängt sie (manchmal, also nicht
einmal reproduzierbar) zu schwingen an.

Es ist eine bekannte Tatsache, dass manche OPs unter bestimmten
Bedingungen solches Verhalten zeigen (z.B. bei starker Rückkopplung
oder kapazitiver Last).

Gruß, Michael

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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@MSE
Du hast natürlich recht, aber der der TL071 ist doch unity gain stable,
der Phasenrand ist riesig! Ist es hier die Kapazität der
Leitungsabschirmung gegen Erde, die alles kaputtmacht? Dann wäre
vielleicht ein AD817, LT1360 oder LT1813 geeignet?
Wie ist denn das - wenn ein Verstärker  stabil ist bei G=1, ist er dann
auch bei G=(-1) stabil? Wie kann ich anhand des Datenblattes beides
herausfinden? Aus der Kurve mit Open Loop Gain und Phase?

Danke für jede Info


Johannes

Autor: Michael (Gast)
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Also ich habe jetzt den OPA hier und wehe wenn der nicht geht ;-)
Es waere aber wirklich sehr interessant was denn an diesem TL071 das
Problem ist.

Autor: WOMISA (Gast)
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Hallo

@Michael geht das jetzt mit dem OPA?
Wo bekommt man den INA121 her?
(Reichelt hat den nicht)

Autor: dose (Gast)
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ich aboniere die Diskussion.

Autor: dose (Gast)
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Hast du die Schaltung auf einer Lochrasterplatte oder als richtige
Schaltung aufgebaut?

Es fließen nur einige pA. Das kann einen Menge reinspucken.

Autor: Arno H. (Gast)
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Wie lange sind denn die Kabel und damit die kapazitive Last des TL071.
Das könnte wesentlich zu viel sein, denn gemessen wird er mit 100pF
parallel zu 2kOhm.
Arno

Autor: Pepe (Gast)
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Hallo,

ich will auch einen EKG Verstärker bauen und hab folgende Fragen. Ich
werde mich wahrscheinlich nach dem Schaltplan aus den Texas Instruments
Richtlinien für medizinische Anwendungen richten, da das einer der
wenigen Verstärker ist der ohne negative Spannung auskommt.

Zu dem angehängten Schaltplan hab ich aber noch folgende Frage:

Es sollte doch möglich sein den rot umrandeten Teil wegzulassen und
einen AVR mit seinem 10-bit AD-Wandler an den Ausgang von OP A3
anzuschließen??

Weiß irgendjemand woher ich die Bauteile INA326 und OPA2335 beziehen
kann? Bei Farnell ist der INA326 komischerweise als Auslaufmodell
gelistet und sonst hab ich keinen Shop gefunden der den anbietet...

Ich wäre wirklich Dankbar für Antworten!!

Gruß
Pepe

Autor: Mario (Gast)
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Hallo,

ja, das geht, ich hab die Schaltung in meiner Diplomarbeit anfangs auch
versucht einzusetzen. Da hab ich das genauso gemacht. Auch die
Referenzerzeugung hat bei mir ein MSP430 übernommen.

Kann dir allerdings nicht sagen, ob die Schaltung funktioniert, meine
Anwendung musste mit nur zwei Elektroden auskommen und da war das Ding
gänzlich ungeeignet. Mit drei sollte es aber schon klappen ...

Die Bausteine hab ich gesampelt, das geht bei TI recht schnell.

Grüße, Mario

Autor: Achim (Gast)
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Hallo

@Mario ist Deine Diplpmarbeit public (verfügbar)? Eine Lösung für 2
Elektroden wäre super. Welch Erfahrungen hast Du da gemacht?
Falls möglich mehr Infos zum Nachbau.

Viele Grüße Achim

Autor: Mario (Gast)
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Hallo Achim / Pepe,

mmmhhh, also die Arbeit geb ich eigentlich ungern raus, zumal die auch
noch nicht ganz abgeschlossen und abgegeben ist. Aber was den
EKG-Verstärker angeht, kann ich schon gerne weiterhelfen. Der ist
eigentlich ganz einfach aus zwei Stufen aufgebaut, zuerst der
Instrumentierungsverstärker mit einer Verstärkung von G=5 (ich hab
einen INA321 genommen, der braucht nur 40µA !), und nach einem Hochpass
(1µF / 1MOhm) folgt eine zweite OpAmp-Verstärkerstufe, die das ganze
nochmal um etwa 12dB anhebt.

Ziemlich einfacher Aufbau, aber funktioniert recht zufriedenstellend
:-)

Grüße, Mario

Autor: Pepe (Gast)
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Hallo Mario,

danke für deine Antwort ich werde wohl eher bei dem INA326 bleiben, da
mir das mit dem +5V Single Supply echt gut gefällt. Das vereinfacht die
Schaltung wesentlich... (naja mit Baterien ist es auch nicht soo schwer
ne negative Spannung bereitzustellen)

Wenn du dich schon näher damit beschäftigt hat hab ich noch ne kleine
Frage: Was ist das dann für ne Ableitung?? Einthoven I??
Was leitest du mit deinem EKG ab bzw. wo befinden sich die 2
Elektroden??

Mich als Medizinstudent würde mal brennend interessieren was du da mit
dem EKG treibst.. Besondere Auswertung??? Wenn du nix darüber sagen
willst ists aber auch gut...

Gruß
Pepe

Autor: Dierk (Gast)
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Hallo,

mich würde interessieren wie die Leitungen geschirmt sind mit denen du
ableitest. Was für Elektrodenkabel verwendest du?

Grüße,
Dierk

Autor: Achim (Gast)
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Hallo

vielen Dank für die Antwort(en). Ich möchte sowas wie einen Pulsgurt
mit nem Atmel und ner SD Karte bauen (bzw. Butterfly) um die
Herzfrequenzvariabilität zu messen bzw. die Herztöne beim Joggen
aufzeichnen.
Könnt ihr mal ne konkrete Schaltung, welche von euch erprobt ist,
reinstellen. Bin da nicht so der Profi was Hardware anbetrifft und wo
bekommt man die Bauteile. Reichelt wäre mir natürlich am liebsten.

MfG
Achim

Autor: Mario (Gast)
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Hallo zusammen,

@Pepe: Auch der INA321 ist ein Single-Supply-Typ, der sogar mit 3V
arbeitet. Der große Vorteil gegenüber dem INA326 ist eben die geringe
Stromaufnahme, was gerade bei Batteriebetrieb wichtig ist.

Die Ableitung mach ich über einen "normalen" Brustgurt, wie er auch
bei der Pulsmessung verwendet wird. Das funktioniert relativ gut. Meine
Aufgabe ist die Übertragung des EKGs per Funk, deshalb muss natürlich
der Empfänger möglichst klein und stromsparend (Knopfzelle) sein, und
soll irgendwann mal in den Brustgurt reinpassen (tut er momentan noch
nicht ;-)). Ne Besondere Auswertung etc. hab ich nicht, das Signal wird
einfach nur aufgenommen, übertragen und am Rechner angezeigt.

@Dierk: Wie gesagt, es ist ein Brustgurt, in dem die zwei Elektroden
integriert sind. Von deren Anschlüssen geht's mit einem kurzen Stück
normaler Litze zu meiner Platine. Keine besondere Schirmung. Eigentlich
überhaupt keine ;-)

@Achim: Schaltung geb ich wie bereits erwähnt nur ungern raus, aber ich
hab ja weiter oben schon die ungefähre Struktur beschrieben, das sollte
dir schon weiterhelfen. Ist wirklich nicht allzu komplex.

Schöne Grüße,

Mario

Autor: Mario (Gast)
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Sorry, natürlich muss der SENDER möglichst klein und stromsparend sein
...

Autor: Wolfgang (Gast)
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@Mario
<Die Ableitung mach ich über einen "normalen" Brustgurt, wie er auch
bei der Pulsmessung verwendet wird. Das funktioniert relativ gut.>
Was verstehst Du unter „funktioniert relativ gut“.  Ich hab mal einen
Datenschreiber mit SmartMedia Karte, MSP430 und einen LM324 (als
EKG-Verstärker) gebaut, hatte aber das Problem, dass bei
Körperbewegungen (Rad fahren) trotz eingebauter Nulllinienregelung die
Kurve oftmals am oberen oder unteren „Bildrand“ verschwand. Als
Elektroden wurden  Klebeelektroden verwendet. Bei den geringen zu
messenden  Spannungen stören offensichtlich schon kleine
Potentialverschiebungen an den Elektroden.
Für die Elektroden und den Hautkontakt bin ich immer noch auf der Suche
nach einer besseren Lösung.

Die gesamte Messeinrichtung ist zwar nicht so klein, dass sie in einen
Brustgurt passt, aber in  der Hosentasche lässt sie sich mitführen.
Eine 32MB Karte reicht für über 20h und zur Stromversorgung können 3x
NiCd Microzellen verwendet werden. (Evtl. auch eine 3V Lithiumzelle)
MfG
Wolfgang

Autor: dose (Gast)
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Wie groß war dein Eingangsbereich?

Autor: Achim (Gast)
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Hallo

@Wolfgang, wieder einmal die ätzende Frage: Kannst Du die Schaltung
Deines "erprobten" Aufbaues hier veröffentlichen bzw. näher
beschreiben.

Ich habe das Ziel, sowas an einen Brustgurt zu hängen um die Impulse
auf eine SD Karte aufzuzeichnen um die Herzfrequenz bzw. die
Variabilität zu messen (Joggen). Später soll dann noch ne GPS Mouse
dran. Leider habe ich zu Hause nicht so das Equipment um einen guten
EKG Verstärker aufzubauen. Einen Brustgurt habe ich schon geschlachtet
um das dort einzubauen.
Bisher zeichne ich das EKG Signal mit einem MP3 Player mit einem LineIn
 Eingang, an dem eine Relaispule hängt auf. Die die Spule habe ich auf
einen "Lidl" Brustgurt aufgepfropft. Das Ganze funzt ganz gut. Nur
fehlt noch die Auswertesoftware.
Anhang: Kleiner aufgezeichneter WAV File den man gut mit Audacity
anschauen kann.
Bin für jeglichen konkreten Beitrag dankbar.

MfG
Achim

Autor: Mario (Gast)
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Hallo,

ja, leider, das Phänomen, dass die Kurve mal an die Aussteuerungsgrenze
schlägt, hab ich auch schon bemerkt. Wir haben noch nicht genau
getestet, woran das liegt, an einer Körperbewegung kann ich es nicht
unbedingt festmachen.

Unsere ersten Versuche mit EKG-Klebeelektroden waren jedenfalls sehr
gut, da war kein Ausschlag festzustellen. Nur bei Bewegung wurde das
EKG ein wenig unruhiger, aber trotzdem noch gut erkennbar. Lag wohl an
den von den Muskelkontraktionen ausgelösten, überlagerten Spannungen.

Sorry, was EKGs angeht, bin ich nicht unbedingt ein großer Profi, die
EKG-Aufnahme ist ja in meiner Arbeit auch nur ein Beiwerk, meine
Hauptaufgabe ist die anschließende Funkübertragung. Aber ich tu mein
Bestes, Eure Fragen so gut wie möglich zu klären :-)

Grüße, Mario

Autor: Dierk (Gast)
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Hallo, wenn man nur die Herzfrequenz aufzeichnen möchte geht es viel
einfacher.

Man nimmt einen uncodierten Brustgurt.

Es gibt dafür kleine Adapter 0,8*2*3 cm groß auf
Stereo-Klinkensteckerbasis für Ergometer. Sie enthalten die gesamte
Empfangselektronik. Es ist lediglich eine Spannungsversorgung
notwendig. Je nach Typ sind das entweder 5 V oder 3,3 Volt.

Immer wenn der Brustgurt ein QRS-Impuls erkennt, triggert er einen
Funkimpuls. Dieser Funkimpuls wird von dem Adapter empfangen und
toggelt den Ausgang des Steckers während 10 ms (TTL-Level).

Man muß also nur diesen Ausgang mit der Logging-Hardware verbinden.

Das kann der Parallelport eines Notebooks oder ein µP sein.

Da jeder QRS Komplex einzeln als Funkimpuls übertragen wird kann man
auch die Herzfrequenzvariabilität bestimmen.

Autor: Achim (Gast)
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Hallo

@Dierk hast Du ne Bezugsquelle von solchen "uncodierten Brustgurt"
mit den entsprechenden Adaptern (Empfangsmoduln)

Autor: dose (Gast)
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Hallo,

wie soll denn die Funkübertragung sein?
ISM oder Bluetooth?

Autor: Dierk (Gast)
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@Achim

das Set (Brustgurt + Empfänger mit Stereo-Klinke) findest du
beispielsweise hier:

http://www.sport-tiedje.de/sporttiedje/cardioset.htm

Autor: Achim (Gast)
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Hallo @Dierk,

vielen Dank. Hast Du so ein "Ding" schon mal an einen MC
angeschlossen?
Ist da wirklich Funk oder etwa Infrarot - Übertragung?
Falls möglich bitte um Aufklärung. Leider findet man da keine
technische Doku.

Autor: Wolfgang (Gast)
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@Achim,
ich könnte die Schaltung mal anhängen, bin mir aber nicht mehr sicher,
was Du wirklich brauchst. Wenn Du nicht die Kurve als „Langzeit- EKG“
aufzeichnen willst, sondern nur die Herzfrequenz speichern willst, dann
kannst Du Dir eine Menge Arbeit sparen.
EKG und Herzfrequenz sind zwei völlig verschieden Dinge. Natürlich kann
man auch aus einem EKG die Herzfrequenz bestimmen (läuft bei mir am
Notebook an LPT; da kann man sogar auf eine separate Stromversorgung
verzichten).
@dose
zur Eingangsspannung:
die Gesamtverstärkung ist so eingestellt, dass am Ausgang des
EKG-Verstärkers 2V nicht überschritten werden.
Der 1. OPV läuft als Differenzverstärker mit einer Verstärkung von 2,3,
der 2. OPV ist ein 50Hz Filter, der 3. OPV bringt eine Verstärkung von
140 und der 4 OPV sorgt für die Nulllinienregelung.     ca. 6mV
Eingangsspannung
MfG
Wolfgang

Autor: Achim (Gast)
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Hallo

@Wolfgang das mit dem Unterschied von Herzfrequenz und EKG ist schon
klar.
Falls möglich, hänge doch mal Deine Schaltung (EKG) dran.

Vielen Dank
Achim

Autor: Dierk (Gast)
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@Achim

es ist Funkübertragung bei ca. 5 kHz

Reichweite wenig mehr als 1 m

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hier der Schaltplan des EKG-Verstärkers mit dem OPV LM324. Da vermutlich
nur wenige Target.2000 lesen können, eine Kopie als  *.bmp-Datei. Durch
das Umkopieren ist einiges schlecht lesbar, aber das Schaltungsprinzip
sollte trotzdem erkennbar sein.
MfG
Wolfgang

Autor: Martin (Gast)
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Hallo Dierk,

kannst Du mir bitte die Steckerbelegung für den "Polar-Empfänger mit
Stereo-Klinke" nennen. Hab leider nichts dazu gefunden. Wo muss die
Spannungsversorgung ran, welches ist der Ausgang?

Autor: Olaf K. (Gast)
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>Steckerbelegung für den "Polar-Empfänger mit Stereo-Klinke"

Wenn ich den Kettler/Polar-Empfänger an meinen Kettler-Hometrainer
anschließe, kommt folgendes raus:

Der äußere Ring ist Masse.

Die Spitze ist Betriebsspannung, +1.8V=, Stromverbrauch ca. 0.5mA

Der mittlere Ring liefert (bei abgetrenntem Hometrainer!) jeweils einen
sauberen ca. 30ms langen Rechteck-Impuls (1.6V-Pegel bei VCC=1.8V) pro
Herzschlag.

1.8V Betriebsspannung sind ja etwas unpraktisch, ich weiß nicht, ob man
da auch z.B. mit 3.3V oder 5V rankönnte. Vorsichtshalber würde ich es
erstmal bei den 1.8V belassen und den 1.6V-Impuls am µC z.B. per
Komparator oder Pegelwandler einlesen.

MfG Olaf

Autor: alpha (Gast)
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Ohne dass ich jeden Beitrag gelesen habe:
Ich kenne eine sehr einfach Schaltung die im Grunde auch hier
angesprochen wurde.
Man verwendet einen Instrumentationsverstaerker, sagen wir einen AD620,
INA111, etc. und setzt die Verstaerkung auf einen sehr niedrigen Wert.
Z.B. 10. Die Eingaenge und den Patienten davor schuetzt man mit der
Vorschaltung wie sie auch in dem OpenEEG Projekt verwendet wird. Bei
0,6 V Durchbruchsspannung und 10 V Verstaerkung kommt man am Ausgang
also nie auf mehr als 6 Volt. Direkt dahinter kommt ein ganz simpler
RC-Hochpass mit zB 0.5 Hz Grenzfrequenz (etwas mehr oder weniger
schadet nicht...). U.u. packt man gleichzeitig noch einen 50 Hz
Bandsperrenfilter dazu. Davon rate ich aber eher ab. Sollte man nur
verwenden wenn das Signal allein nicht sauber genug ist. Jetzt kommt
der egtl. Trick. Ein simpler OPamp verstaerkt das Signal nochmal 100
bis 200 fach. (Am besten man baut was variables, die notwendige exakte
Verstaerkung haengt von der Guete der Elektroden ab). Aber 1000 bis
2000 als Systemverstaerkung duerften ok sein. Hinter diesen OP kommt
noch ein Hochpass gegen Offsetstoerungen (man kann es auch in 2 Stufen
ausfuehren, je nach Guete der OPAs) und ein Tiefpass bei 100 Hz gegen
Rauschen. E voila, da isses, das EKG. Mit etwas Glueck kann man
allerdings bereits mit einem simplen INA116 ohne weitere Verstaerker
das EKG ableiten, braucht halt nur nen HP am Ausgang und ein Oszi (oder
keinen HP und Oszi im AC Betrieb). Die Verstaerkung sollte dann aber 200
nicht ueberschreiten, sonst uebersteurt der INA.
Die Schaltung von TI ist zwar bekannt wie Baer, aber kompletter Mist.
Es gibt Leute da geht sie, bei anderen nicht, bei mir ging sie auch
nicht. Lasst die Finger davon, das ist die Zeit nicht wert.
Bitte denkt aber an alle notwendigen Schutzmassnahmen! Gerade Notebooks
sollten auf keinen Fall mit Netzteil betrieben und dann an den
Verstaerker angeschlossen werden. Euer Notebook steht gegen Erde unter
220 V Wechselspannung (an 1 MOhm)! Deshalb: Nur Batterien zur
Stromversorgung, Dioden/Transistor zum Schutz des Patienten gegen
Ueberspannung und optische Trennung des Ausgangs von allen anderen
Schaltungen. Auf keinen Fall die Schaltung erden! (Kommt der Patient
sonst mit Strom in Beruehrung fliesst der ueber das EKG ab)

Autor: alpha (Gast)
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Achja, ich hafte natuerlich nicht fuer Schaeden die aus dem nachbau
entstehen. Wer keine entsprechende Berechtigung fuer sowas hat laesst
es bitte.

Autor: Fjodor H. (Gast)
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Hi Olaf,

dank deinen Informationen ist es mir gelungen, mein Puls-Mess-Projekt
auf die Beine zu stellen, danke!

Es geht um das Wechselspiel zwischen Puls und Musik, mehr Informationen
gibts unter http://lordi.styleliga.org/Heartfreaquenz.

Fjodor H.

Autor: Stefan (Gast)
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Olaf K. schrieb:
> 1.8V Betriebsspannung sind ja etwas unpraktisch, ich weiß nicht, ob man
> da auch z.B. mit 3.3V oder 5V rankönnte. Vorsichtshalber würde ich es
> erstmal bei den 1.8V belassen und den 1.6V-Impuls am µC z.B. per
> Komparator oder Pegelwandler einlesen.

hat zufällig jemand schon getestet ob der auf mit 3,3V funktioniert? 
Möchte meinen nämlich ungern schrotten :-)

Gruß Stefan

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo,

hm hab schon ne weile drüber nachgedacht, aber verstehe die Schaltung 
trotzdem nicht ganz.
Der INA ist klar
mit den Rg's wird man wohl die Verstärkung einstellen denk ich

aber:
was machen die beiden OPA's?
wie kommen die auf die 2x390kOhm 10kOhm?

sorry, bin in Schaltungstechnik keine Leuchte

Autor: digit (Gast)
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naja der erste (rechte) OPV ist ein Spannungsfolger.
Er puffert die Mittelspannung der beiden Ableitungselektroden.
(Das macht man mit dem Trick, dass Gainwiderstand in 2 Hälften
geteilt wird.) Der zweite OPV ist negativer Verstärker mit
dem Faktor -39. (390k/10k)
Der andere 390k Widerstand ist nur zum Schutz da.
Die ganze Schaltung nennt sich: RDL oder Right Driven Leg.

In Kürze .. wie ich das verstehe ...
Es gibt eine permanente elektromagenische Einstrahlung auf
den Körper, die auf der Körperoberfläche zur einer
störenden Potentialverteilung führt. (Denke an Impulse
beim zu/ab-Schalten der starken Verbraucher in der Nähe)
Diese Störpotentiale sind als Gleichtaktanteil in beiden
Signalen enthalten. Geht es hoch, wird im Rückkoplungspfad
ein abgleitetes Signal *-39 multipliziert .. und drückt sie
nach unten.

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