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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Summierverstärker (simulation) zerrt


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

ich versuche mich grad daran, einen einfachen Audiomixer zu basteln. Ich 
wundere mich aber darüber, warum bei der angehängten Schaltung der 
Ausgang (Output) so verzerrt ist. Wo liegt mein Denkfehler?

Viele Grüße

Thomas

Autor: HildeK (Gast)
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Die Schaltung sieht soweit korrekt aus.
Ich kenne das Simulatonsprogramm nicht, aber bist du sicher, dass beim 
Anschluss einer der vier OPAs an die Versorgung das automatisch für die 
anderen übernommen wird?
Welche Werte haben denn die beiden Quellen?

Autor: mhh (Gast)
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Thomas schrieb:
> Wo liegt mein Denkfehler?

Da fehlen noch je ein Widerstand in Reihe Signaleingang/ invert. Eingang 
der beiden OPVs.

Autor: HildeK (Gast)
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HildeK schrieb:
> Die Schaltung sieht soweit korrekt aus.

Ich korrigiere mich: ist doch nicht korrekt!
R2 und R6 müssen auch auf Ubdiv2 gehen anstatt auf GND.

Autor: mhh (Gast)
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HildeK schrieb:
> R2 und R6 müssen auch auf Ubdiv2 gehen anstatt auf GND.

Das kommt zu den fehlenden Widerständen noch dazu.

Autor: HildeK (Gast)
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mhh schrieb:
> Das kommt zu den fehlenden Widerständen noch dazu.

Ich verstehe gerade nicht, welche Widerstände da fehlen sollen. Die 
beiden Eingangsstufen sind ganz normale Buffer, um variable 
Quellwiderstände von der Summierstufe zu entkoppeln. Sonst würden 
hochohmige Quellen weniger Verstärkung haben.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Das sieht irgendwie nach einem Mix aus invertierendem und 
nicht-invertierendem Verstärker aus links.

Autor: HildeK (Gast)
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Simon K. schrieb:
> Das sieht irgendwie nach einem Mix aus invertierendem und
> nicht-invertierendem Verstärker aus links.

Ich glaube, ich lasse es für heute :-).
Er muss die beiden Eingänge der linken OPAs noch vertauschen ...

Autor: HildeK (Gast)
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Dasselbe gilt natürlich auch für OPA B, welcher die künstliche Masse 
erzeugen soll.

Autor: Thomas (Gast)
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Hey, danke für eure Antworten.

>R2 und R6 müssen auch auf Ubdiv2 gehen anstatt auf GND

Stimmt, hab ich geändert. Weshalb aber die Eingänge tauschen? Das Signal 
von Output_1 und Output_2 sieht in der Simu (auch wenn R2 und R6 gegen 
GND gehen) ok aus - da liegt das invertierte Eingangssignal mit 4.5V 
offset an. Irgendwas scheint eher mit OPV D nicht zu stimmen?

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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OP A und C sollen doch Spannungsfolger sein, denke ich.

Dann mußt Du die auch so beschalten wie bei der UB/2 -Erzeugung.

Also die Signale auf die +Eingänge, und die - Eingänge auf den Ausgang.

guude
ts

Autor: HildeK (Gast)
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Nachdem ich gestern Abend eine Menge Mist verzapft habe, hier mein 
Schaltungsvorschlag mit den Korrekturen als Wiedergutmachung :-)
- C4 hat in der Simulation keine Wirkung, in der Praxis schon.
- Block-Cs an den OPAs sind in der Praxis auch sehr empfehlenswert.
- C1 und C2 kannst du deutlich kleiner wählen (Platz, Kosten). Die 
kleineren gibts eher in ungepolter Ausführung. Die untere Grenzfrequenz 
liegt trotzdem bei weniger als 5Hz.
- C3 am Ausgang ist auch nicht falsch, je nach nachfolgender Stufe. Bei 
noch niederohmigeren Lasten sollte er entsprechend vergrößert werden.
- C5 begrenzt die Bandbreite auf rund 100kHz, so das bei 20kHz nur 0.1dB 
Dämpfung da ist. Du hast einen schnellen OPA gewählt, aber man muss das 
Scheunentor nicht weiter öffnen, als notwendig.
- für mehr Aussteuerungsreserve würde ich die Schaltung mit deutlich 
mehr Spannung versorgen, eher so bei 20 ... 30V, ob nötig, ist aber 
abhängig von deiner Anwendung. Der OPA verträgt ja bis zu 36V.
- ich habe hier den TL074 nur deshalb genommen, weil ich deinen nicht 
als Modell im LTSpice habe. Der TL ist aber hier auch geeignet.

Autor: Thomas (Gast)
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@ HildeK

Hey,

vielen Dank für das Design! Ich werd's mir morgen (ausgeschlafen) noch 
mal in Ruhe angucken - und mich zur not nochmal melden ;) Bis dahin aber 
nochmal danke für die Unterstützung :)

Grüße

Thomas

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Warum die beiden Pufferstufen nicht einfach auch als invertierende 
Verstärker ausführen? Durch den 47k "Ub/2-Einkoppel-Widerstand" ist der 
Vorteil eines hochohmigen nichtinvertierenden Verstärkers sowieso 
hinfällig...
Dann wäre zudem das Ausgangssignal (wenigstens ansatzweise) wieder in 
Phase zum Originalsignal.

HildeK schrieb:
> - für mehr Aussteuerungsreserve würde ich die Schaltung mit deutlich
> mehr Spannung versorgen, eher so bei 20 ... 30V, ob nötig, ist aber
> abhängig von deiner Anwendung.
Der OPA steht da deutlich besser da als der TL (Screenshots). Da klemmts 
nur ein wenig an der Vcc-Grenze. Aber es wäre sicher sinnvoll, für solch 
hohe Ausgangspegel 2 Stück 9V-Battereien zu spendieren, dann entfiele 
als positiver Nebeneffekt auch die virtuelle Masse.

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