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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ADC - Avdd entkoppeln - L wie groß wählen?


Autor: Herold (Gast)
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Hallo zusammen!

Ich möchte mein AVdd vom DVdd entkoppeln und frage mich nun, wie groß 
ich die Induktivität wählen soll?

Ich hätte erstmal so an 10uH gedacht - aber kann mir einer einen Wert 
dafür verraten?

Gibt es eigentlich SMD Induktivitäten in normalen Größen wie 0805 und 
so?


Danke euch!

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Herold schrieb:
> Ich möchte mein AVdd vom DVdd entkoppeln und frage mich nun, wie groß
> ich die Induktivität wählen soll?

Schau ins Datenblatt des Mikrocontrollers, den Du ja vorsichtshalber 
nicht verraten hast, da steht das.

> Gibt es eigentlich SMD Induktivitäten in normalen Größen wie 0805 und
> so?

Ei freilicht.

Autor: Raid (Gast)
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Herold schrieb:
> Ich hätte erstmal so an 10uH gedacht - aber kann mir einer einen Wert
> dafür verraten?

Kannst du ausrechnen... L + der 100nF Kerko an AVCC bilden einen 
Tiefpass. Grenzfrequenz so wählen, dass deine Störfrequenzen (mit 
Spektrum Analyzer nachmessen, oder mit Oszi abschätzen) nicht mehr 
durchkommen.

Oder Pi-Mal-Daumen 10µH nehmen ;)

Autor: André H. (andrekr)
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Ich hab schon mehrfach versucht, die Antwort auf diese Frage zu finden, 
aber bin bisher kläglich gescheitert.

Am wichtigsten ist wohl, daß du ausreichend Kapazität mit möglichst 
niedrigem ESR hast, also z.B. zwei keramische und einen Elko in drei 
Größenordnungen parallelschalten.

Ich habe mal ein bißchen rumgemessen, 100 µH rundet steile Pulse schon 
noch etwas stärker als 10 µH, neigt aber auch eher zum Überschwingen. 
Auf niederfrequente Störungen (im hörbaren Bereich) hat die Induktivität 
so gut wie keinen Einfluß.
Das Problem ist grundsätzlich, daß ein LC-Filter zur Resonanz neigt und 
daher nimmt man wohl eher Ferritperlen.

Und ja, die gibts (wenn man keine großen Ströme braucht) in normalen 
Größen, 100 µH normalerweise in 1210, 10 µH aber in 0805, auch die 
Ferritperlen:
http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAct...

Grüße,
André

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Keramikkondensatoren sollte man nicht in verschiedenen Größen 
parallelschalten. Wenn überhaupt nur einen Keramikkondensator + Elko.

Üblicherweise versucht man nur die Taktfrequenz des Mikrocontrollers 
fernzuhalten. Die liegt ja üblicherweise über 1MHz. Da reichen 10µH + 
10µF Keramik dicke aus (Macht ja auch schon ca 16kHz Grenzfrequenz).
Allerdings sollte man aufpassen, da man natürlich gleichzeitig einen 
LC-Schwingkreis aufbaut. Von daher muss man schauen, dass die 
Schwingkreisgüte nicht zu hoch wird.

Aus diesen Gründen kann man auch einfach einen RC-Tiefpass nehmen. Zum 
Beispiel 10 Ohm + 10µF Keramik. Allerdings musst du aufpassen, ob du 
nicht noch andere Verbraucher über den RC-Tiefpass versorgst, die du auf 
den ersten Blick nicht siehst.

Autor: Herold (Gast)
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Also: Es ist ein externer ADC, daher habe ich keinen uC genannt. Der ADC 
ist ein MAX11207. In dessen Datenblatt steht nichts drin. Er hat auch 
nur einen gemeinsamen GND.

Ich hatte daher gehofft, es gibt vielleicht so Werte, welche sich 
bewährt haben. Ich hätte jetzt irgendwas wie 10uH genommen und dahinter 
einen 1u + 100n Kerko.

Wieso keine Kerkos parallel? Das Problem mit dem Schwingkreis habe ich 
mir gedacht. Schwingt ein Ferrit weniger stark?

Autor: Herold (Gast)
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Also ich hab jetzt mal im Datenblatt des uCs geguckt. Würde ich den 
internen ADC verwenden, was ich ja aber nicht vorhabe, dann ist hier 
garkeine Induktivität vorgesehen. Im Bild werden AVcc und DVcc direkt 
verbunden und bekommen nur je ihre eigenen Kondensatoren.

Sollte ich das jetzt beim externen ADC genauso machen? Ich bin da echt 
was ratlos...

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