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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Vcc und GND an µC


Autor: Frank (Gast)
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Hallo

Mal eine Frage: Im Tutorial und sonst auch sieht man immer wieder, daß
alle Vcc und GND-Anschlüsse konnektiert werden. Ist dies eigentlich
nötig (vor allem bei TQFP-44, die ja noch mehr davon haben)?

Danke

Autor: Chris (Gast)
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> Ist dies eigentlich nötig?
Ja, sonst würde im Datenblatt was anderes stehen.

Autor: Dobi (Gast)
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nicht unbedingt!
also zb die AVCC & AGND anschlüsse müssen nicht unbedingt angeschlossen
werden.
ist jedoch eher ratsam da evtl. störungen "rausgefiltert" werden.

oder irr ich mich da komplett? korrigiert mich wenn ich falsch liege...

Autor: Chris (Gast)
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Bei einigen AVRs wird PORTA von AVCC/AGND versorgt! Wenn AVCC nicht
angeschlossen wird, funktioniert dieser Port effektiv nicht gescheit.
AVCC/AGND sollte man daher immer anschließen, auch wenn man den
AD-Wandler nicht braucht.

Wenn man nicht alle VCC/GND-Anschlüsse anschließen müsste, hätte der
Chip nicht mehrere. Das wird schon seinen Grund haben, dass es mehr als
einen VCC-Anschluss gibt bei bestimmten Gehäusen.

Autor: Frank (Gast)
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Sorry, aber ich kann schreiben: Wenn ich Vcc und GND schreibe, dann
meine ich NICHT AVcc und NICHT AGND.
Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß es nötig ist,
sondern daß die Anschlüsse nur für ein "hübsches" Platinenlayout
mehrfach vorhanden sind, denn beim Entwurf eines Chips wird der
Hersteller sicherlich nicht das Problem von "einseitigen" Wavern
haben, sondern kann sich frei nach Schnauze seine Leitungen verlegen.
Schließelich ist ja im Datenblatt auch nicht angegeben, daß ein
Versorgungspin nur soundsoviel Leistung abkann, was der einzige Grund
für mehrere Pins wäre.
Hat denn nicht schon jemand mal einen praktischen Versuch unternommen?
Wollte das wissen, bevor ich meine erste Platine ätze.

Autor: Cpt (Gast)
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Also ich denke nicht, daß die zusätzlichen VCC und Ground Pinne nur so
zum Spaß da sind. Ein mögliches Beispiel wäre doch die Versorgung eines
Ports von dem man sonst den ganzen Strom quer durch den Chip führen
müsste --> Störungen. Es gibt sicher durchaus noch mehr Gründe, die ich
jetzt aber nicht alle Aufzählen will. Ich würde dir jedoch dringend
raten alle Pinne anzuschließen.

Cpt

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

es sollte auch gehen wenn man nur ein Pärchen anschließt. Der Mega16
hat im PDIP schließlich auch nur ein Pärchen im TQFP44 aber gleich drei
davon. Ich würde trotzdem, wenn irgendwei möglich, alle Pärchen
anschließen da daß die elektrischen Eigenschaften nur verbessern kann.

Matthias

Autor: Montero (Gast)
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Es sollten unbeding alle VCC und GND anschlüsse angeschlossen werden.
Die bounds im chip können nur eine bestimmten strom leiten ohne
durchzuschmoren. Belastest du viele Ports mit einem hohen strom muss
dieser strom auch irgenwie in den IC gelangen. Wenn alles über einen
angeschlossenen GND bzw VCC in den chip gelangen kann, kann dein
mikrokontroller zerstört werden. Mein Tipp unbedingt alles GND und VCC
Leitungen anschliessen.

Autor: Frank (Gast)
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Kann doch nicht sein, daß hier keiner Ahnung hat und nur gemutmaßt
wird.

Wenn ich 2x GND habe und nur einmal Vcc, wie beim mega8, was soll dann
der Hinweis auf die Strombelastbarkeit? Die Massepins können nur je die
Hälfte dessen, was der eine Vcc abkann oder was soll die Rechnung?
Schließlich gilt Dank Kirchhoff, daß das was rein geht, auch raus muß -
frei übersetzt. Immerhin kann ja keiner Wissen, ob ich bspw. die
Ausgänge gegen Masse oder Vcc betreibe.

Ich seh schon: werde doch vorher noch mal einen Testaufbau benötigen.
Und es geht hier nicht darum, was vielleicht schick oder guter Stil
ist, sondern notwendig.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Hier wird nicht gemutmaßt !

Alle Versorgungspins müssen beschaltet werden, solange im Datenblatt
nichts Gegenteiliges steht.

So einfach ist das.

Schick doch ne E-Mail an Atmel, wenn Du es nicht glaubst.


Ein Testaufbau nützt Dir garnichts, wenn Du keinen EMV-Meßplatz hast.


Peter

Autor: Malte (Gast)
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Also zumindest beim (alten) AT90S8535 sind unterschiedliche
Maximalströme für die unterschiedlichen Gehäuseformen angegeben:
PDIP : 200mA max
PLCC/TQFP : 400mA max

@peter dannegger:
Ein Testaufbau kann unter Umständen schon was bringen. Wenn der Chip
kaputt geht hat er die Sicherheit sich wenigstens nicht noch eine
fehrlerhafte Platine hergestellt zu haben.

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Aus bastlererfahrung kann ich berichten, dass es SCHWER ist einen Chip
zu killen. Auch, wenn man Vcc mit GND vertauscht o.ä., ist es gar nicht
so einfach, ich habe auch schon dampfende ICs nachher wieder
funktionieren sehen.

Ebenso laufen viele ICs auch ganz ohne VCC, reicht oft aus, dass ein
anderer input-pin ausreichend Strom zieht. Alles schon gehabt.

Das mag beim Basteln akzeptierbar sein, in Produktion sollte man sich
aber nicht verlassen, von daher bringt ein Testaufbau wohl wirklich
kaum etwas.

Autor: Matthias Friedrich (Gast)
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Hi,

Peter Dannegger hat absolut recht, die Probleme treten unter
Laborbedingungen vielleicht garnicht auf, sondern erst im Feld. Ich
verstehe auch die Diskussion nicht so ganz. Wo bitteschön ist das
Problem, alle Pins anzuschließen?

Btw lässt sich mit einem Laboraufbau nur beweisen, dass es evtl. nicht
funktioniert, der umgekehrte Weg lässt sich damit sicher nicht
verifizieren.

Gruß,
Matthias

Autor: tex (Gast)
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Was hier bisher nicht erwähnt wurde ist, dass der Herteller ALLE
Funktionen des Chips gewährleistet.
So gab oder gibt es chips von Intel, die sowohl bidirektionale Ports
haben, als auch Ports die Nur als Eingang funktionieren. Diese Chips
brauchen z.T einen zusätzliches Massepin, weil der reinfließende Strom
größer ist, als der den der Chip auszugeben fähig ist. Kirchhoff würde
das verstehen ;-)
Wenn Du die Pins nicht beschaltest, kann es Dir passieren, dass in
Deinem Chip z.B. bei EEprom-Routinen, der Spannungsfall am Bonddraht so
groß wird, dass die Spannung im Chip unter den Minimalwert fällt.
Andersherum kannst Du durch weglassen der Massepins einen Spannungsfall
auf Deiner Ground-Leitung erzeugen, der dazu führt, dass das Innenleben
Deines Chips an Ground ein höheres Potential aufweisen, als Dein Ground
auf dem Board. Dieser Unterschied ist aber nicht konstant, sondern von
der Beschaltung und den Signalen an den Ports abhängig, d.h. alle
Ergebnisse des ADC kannst Du vergessen und wenn Du logische Signale
auswertest, die nicht den Maximalwerten von VCC oder GND entsprechen,
muss das Ergebnis auch nicht mehr stimmen. Auch die Kompatibilität mit
Deiner Peripherie als HCs oder HCTs kommt dann nicht mehr hin. (z.B. HC
Displaytreiber zwischen 3V µC und 5V - Display) Du musst also nicht alle
Ports anschließen, aber bis zu welchem Punkt Dein Prozessor dann noch
funktioniert, kann Dir niemand sagen. Willst Du den ganzen Prozessor
nutzen, mußt Du auch den ganzen Prozessor beschalten.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Frank, warum frägst Du überhaupt, wenn Dir die Antworten nicht gefallen
und Du weitermachen willst wie bisher?

Versteh' ich nicht.

Es müssen grundsätzlich alle VCC, GND und natürlich auch AVCC und AGND
angeschlossen werden. Immer. Es gibt keine Ausnahmen.

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