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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik "fremde" digitale Zähler erfassen?


Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Ich stehe möglicherweise in der nächsten Zeit vor der Aufgabe, eine 
größere Anzahl (ca. 50) von 5-8 stelligen LED-Zähleranzeigen 
verschiedenster Hersteller, Größen und Farben (Rot, Grün, Gelb) 
elektronisch zu erfassen.

Konkret geht es um Stückzahl-Zähler an diversen Druck- und 
Weiterverarbeitungsmaschinen (Falzmaschinen, Klebebinder, Sammelhefter) 
der verschiedensten Hersteller und völlig verschiedener Baujahre - was 
sich eben in einer seit Längerem bestehenden mittleren Druckerei so 
ansammelt.

Mit fallen dazu nur zwei Methoden ein:

a) direktes "anzapfen" der Elektronik mit einem möglichst universellem 
Baustein auf MC-Basis. Dieser sollte eine Art Betriebssystem enthalten, 
das einerseits möglichst viel Service für diese Aufgabe bietet (z.B. 
Analyse von Multiplex-Signalen), andererseits genügend Flexilbilität für 
deren unterschiedliches Timining und Detailverhalten. Hinzu kommen 
Probleme mit Garantie, Potential und allgemein Eingriff in ein fremdes 
System.

b) eine Art optisches Anzapfen der Anzeigeelemente (7-Segment) über 
aufgeklebte Lichtleitfasern oder SMD-LDR (evtl. versteckt in einer 
kontraststeigernden eingefärbten Vorsatzscheibe) oder die Auswertung 
mittels Kamera. Bei einer Kamera finde ich den notwendigen Leseabstand 
bzw. mangelnde Weitwinkligkeit problematisch (zu langer Ausleger, 
Fremdlicht).

als Interface wäre USB vorgesehen, denn an jeder Maschine befindet sich 
ein Datenerfassungs- und Iformationssystem (BDE), dass die Daten 
nebenher mit verarbeiten könnte oder wenigstens zu einem Server 
weiterleitet, z.B. für OCR - das ist nicht das Problem.

Hat hier jmd. eine bessere Idee? Danke!

Autor: Jan S. (jan_s)
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Ein pragmatischer Ansatz wäre eigene Zähler zu verwenden.
Und auch nur das ist ohne Eingriffe in die Elektronik möglich.

EDIT: Von optischen Abgriffen der Display mal abgesehen. ;-)

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> Ein pragmatischer Ansatz wäre eigene Zähler zu verwenden.
> Und auch nur das ist ohne Eingriffe in die Elektronik möglich.

Das stimmt nur zum Teil, denn die Zähler zählen auch Produkte, die 
während der Einrichte-Phase bei Auftragswechsel durch die Maschinen 
laufen. Bevor die Auflagenfertigung ("Gute") beginnt, wird vom Bediener 
der Zähler zurückgesetzt. Wenigstens hier gibt es eine gemeinsame 
Schnittstelle, die ohne EIngriff nicht machbar ist, oder? Originalzähler 
und angeflanschter Zähler müssen immer synchron sein.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Früher hat man bei der Post (Telekom) die Zählerschränke 
abphotographiert.

Was solls denn am Ende werden? Eine Messung der Maschinenauslastung?

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Denke auch, dass der Ersatz durch neue (eigene?) Zähler direkt mit 
Schnittstelle die sinnvollste Variante ist.
Prinzipiell ist natürlich das abgreifen der Zählerstände am Display 
möglich, der Aufwand dafür aber höher, als direkt was passendes zu 
bauen. Nochdazu, da du mehrere verschiedene Typen hast.

Autor: Thorsten S. (whitejack)
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handelt es sich denn zum Teil auch um geeichte Zähler, verplombt?

Ich würde die Entscheidung vor allem davon abhängig machen, wie viele 
unterschiedliche Hersteller und Typen verbaut wurden...

Ich gehe mal davon aus das dies in diesem Stadium nicht feststeht. Es 
hört sich eher wie eine "Vorabanfrage" an.

Optischer Abgriff mit einer "OCR" und USB CAM wenn man es denn so nennen 
darf ist wohl das flexibelste, dazu müsste man sich dann in die 
Bildauswertung einarbeiten...bei 7 Segment denke ich wäre das noch 
überschaubar...

Dennoch, das Netz aus Kameras und Datenverbindungen sowie Rechnern und 
Auswertung wäre sicher samt der Entwicklung ähnlich teuer wie komplett 
neue Zähler einzustetzen die eine Datenschnittstelle haben.

Ich denke hier sind einfach zu wenig Informationen vorhanden um 
überhaupt etwas sagen zu können...

Eine Idee wäre noch denkbar. Man müsste beim Abfragen nicht die ganze 
Anzeige scannen sondern nur den Takt zurückgewinnen indem man 1-2 
Segmente der niederwertigsten Stelle erfasst. Die Zähler im System genau 
einstellt und dann nur weitertaktet... z.B. das Segment e der kleinsten 
Stelle wechselt bis auf digi "4" immer den Zustand. ....

T.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Es handelt sich um die Mengenzähler an Maschinen in einer 
Druckerei/Buchbinderei. Vernetzte Computer mit USB stehen an jeder 
dieser Machinen (BDE/PZE-Systeme) bereits. Eine Erfassung der 
gefertigten Stückzahlen ist ca. im 5-Minuten-Takt erforderlich. Das soll 
evtl. Bestandteil einer Leistungserfassung werden, ohne dass man es 
eintippen muss.

Natürlich gibt es solche Schnittstellen (optional) auch von den 
Maschinenherstellern selber (CIP4 u.ä.). Aber: Wenn es sich nicht um 
eine nagelneu auf die grüne Wiese gestellte Druckerei handelt, ist 
beinahe jede Maschine von einem anderen Hersteller oder wenigstens aus 
einer anderen Generation. Mit Sicherheit zeigt sich das auch in den dann 
zur Verfügung stehenden Daten(-formaten).

Ein von Aussen aufgesetztes System von einem "unabhängigen" Anbieter ist 
zwar zunächst ein beachtlicher Aufwand, dafür hat man eine einheitliche 
Schnittstelle.

>Eine Idee wäre noch denkbar. Man müsste beim Abfragen nicht die ganze
>Anzeige scannen sondern nur den Takt zurückgewinnen indem man 1-2
>Segmente der niederwertigsten Stelle erfasst. Die Zähler im System genau
>einstellt und dann nur weitertaktet... z.B. das Segment e der kleinsten
>Stelle wechselt bis auf digi "4" immer den Zustand. ...

DAS ist genial!

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Alles in allem ein eher sinnloses Unterfangen.
Neue Zähler mit der gewünschten Schnittstelle sind die Einfachste
und kostengünstigste Variante.

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