www.mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Mubarak hat den Löffel geworfen.


Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jetzt also doch noch. Offenbar haben die Täuschungsversuche zwecks 
Machterhalt nicht funktioniert.

Wenn nun sein Vieze die Macht übernimmt, dann ist der Oberfolterer, der 
auch als US-Dienstleister gearbeitet hat, an der Macht.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Mubarak hat den Löffel geworfen"

eher das Handtuch, denn er weilt ja noch unter uns.

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Wenn nun sein Vieze die Macht übernimmt, dann ist der Oberfolterer, der
> auch als US-Dienstleister gearbeitet hat, an der Macht.

Deine Bedenken gegenüber Suleiman teile ich. Allerdings wird sich 
zeigen, ob er sich überhaupt länger halten kann. Ich glaube und hoffe 
nicht.

Iwan
--
El Pueblo unido, jamás será vencido.
Das vereinte Volk kann niemals besiegt werden.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Das vereinte Volk kann niemals besiegt werden.

Hm, Iwan, das sind doch nur Sprüche. Ein ganz böses Beispiel dieser 
Sorte ist: "Die Partei hat immer Recht".

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Salamitaktik wird nicht fruchten, selbs wenn die Amis sich das noch 
so wünschten. Auch in Ägypten kennt man seine Papnasen.

Die Frage ist ob sie sich trauen einen offenen Bürgerkrieg zu riskieren 
aber das wäre für die Amis und Israel und Europa der worst case.
selbst wenn die Muslimbrüder an die absolute Macht kämen könnte es Kaum 
schlimmer kommen.

Fakt ist was in Ägypten geschieht wird auf jeden fall die richtung der 
in Tunesien losgebrochenen Lawine bestimmen. falls da überhaupt noch 
etwas zu bestimmen ist.

Zu stoppen jedenfall sehe ich sie nicht mehr. Ddagegen war der Fall des 
Ostblocks vor gut zwanzig Jahren ein Simulationslauf. Denn dort war es 
nicht der Hunger der die Leute trieb. Das sieht in der Arabischen Welt 
schon anders aus.

Und das das Saudische Köngshaus die Amis kritisiert, weil es selbst um 
seinen Rückhalt bei ihnen fürchtet, könnte dazu führen, das die Saudis 
ihr Heil in einer Kehrtwende ihrer Politik suchen. Dann wird der 
abtrünnige Bin Laden dort über Nacht zum Helden und Whashington bekommt 
ein Mega Problem, denn die Chinesen werden nicht zögern  den Saudis ihre 
vergammelten Dollar anzudrehen und so die Ölströme ein wenig umzuleiten.

Das weitere Szenario wird dan endgültig den Niedergang der  Ära der USA 
als Weltpolizist besiegeln. Auch wenn sie sich noch so sehr dagegen 
aufbäumen. Noch einmal wird ihnen kein russischer Bär, im Kostüm des 
chinesischen Panda, auf den Honig kriechen und einen Rüstungswettlauf 
verlieren. Den Nächsten kalten oder heißen Krieg verlieren sie selbst.

Soviel ist sicher. Und all ihre Vasallen mit ihnen und das wissen sie 
alle genau. Nicht umsonst zaudern und hadern sie, zulange die Verbrecher 
hofiert zu haben und jetz klebt der Dreck an ihnen wie Hundesch*iße am 
Schuh.

Nice weekend & Namaste

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Übrigens: Daß die Börse sofort nach Bekanntwerden des Rücktritts hoch 
ging, ist ein sicheres Indiz dafür, das das Volk mal wieder nicht 
gewonnen hat.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Иван S. schrieb:
>> Das vereinte Volk kann niemals besiegt werden.
> Hm, Iwan, das sind doch nur Sprüche.

Erzähl' das ruhig 'mal den Chilenen, die jahrzehntelang unter dem von 
den USA gestützten Pinochet leiden mussten.

> Ein ganz böses Beispiel dieser Sorte ist: "Die Partei hat immer Recht".

"Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer recht, gegen Lüge und 
Ausbeuterei. Wer das Leben beleidigt, ist dumm oder schlecht -
wer die Menschheit verteidigt, hat immer recht."

Damit kann ich mich identifizieren.
Daher in diesem Punkt EOD von meiner Seite.

Iwan

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Übrigens: Daß die Börse sofort nach Bekanntwerden des Rücktritts hoch
> ging, ist ein sicheres Indiz dafür, das das Volk mal wieder nicht
> gewonnen hat.

Abwarten, da ist der wunsch Vater aller gedanken.

Namaste

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sehe ich es etwa falsch, daß jetzt das passiert ist, was die USA 
wollten?

Jedenfalls verkündete SPON heute morgen noch: Mubaraks Machtmanöver 
frustrieren Obamas Team

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Übrigens: Daß die Börse sofort nach Bekanntwerden des Rücktritts hoch
> ging, ist ein sicheres Indiz dafür, das das Volk mal wieder nicht
> gewonnen hat.

-v, bitte. Das verstehe ich nämlich nicht ganz. Meiner Meinung nach ist 
das eine ganz normale und auch zu erwartende Reaktion des Marktes.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Meiner Meinung nach ist
> das eine ganz normale und auch zu erwartende Reaktion des Marktes.

Steigt denn die Börse bei schlechten Nachrichten sprunghaft? Ich denke 
doch eher nicht.

Also haben die Anleger Mubaraks Abtritt als gute Nachricht aufgefaßt.

Hätten sie das auch getan, wenn die Moslembruderschaften ihn gestürzt 
hätten, um selbst die Macht zu übernehmen?

Daß das Volk jetzt die Macht übernommen hätte, kann man ja wohl kaum 
behaupten.

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Steigt denn die Börse bei schlechten Nachrichten sprunghaft? Ich denke
> doch eher nicht. Also haben die Anleger Mubaraks Abtritt als gute
> Nachricht aufgefaßt.

Ja sicher, das ist doch wohl auch eine gute Nachricht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Ja sicher, das ist doch wohl auch eine gute Nachricht.

Warum? In welchem Sinn? Für wen?

Noch sind die alten Eliten an der Macht und das den USA innig verbundene 
Militär wird dafür sorgen, daß das so bleibt.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Hätten sie das auch getan, wenn die Moslembruderschaften ihn gestürzt
> hätten, um selbst die Macht zu übernehmen?

Noch nicht, nd die Börse hofft: "Das wars" aber das spiel ist noch nicht 
zu Ende, selbst wenn sich die Lage vorübergehend beruhigt so können 
Wahlen noch immer etwas hervorbringen, das den Amis gar nicht ins 
Konzept passt.

Namaste

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Иван S. schrieb:
>> Ja sicher, das ist doch wohl auch eine gute Nachricht.
>
> Warum? In welchem Sinn? Für wen?

Für die Ägypter, anscheinend. Offensichtlich wollten sie Mubarak nämlich 
nicht mehr. Schau' doch 'mal auf einem Nachrichtensender, wie viele 
Leute jetzt in Ägypten feiern.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Für die Ägypter, anscheinend.

Ja sind denn "die Ägypter" auch so mächtige Investoren, daß sie die 
Börsenkurse direkt beeinflussen können?

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Ja sind denn "die Ägypter" auch so mächtige Investoren, daß sie die
> Börsenkurse direkt beeinflussen können?

Müssen sie das denn sein? Wie kommst Du überhaupt auf den Trichter, die 
Ägypter selbst hätten den Börsenkurs beeinflusst?

> Also haben die Anleger Mubaraks Abtritt als gute Nachricht aufgefaßt.

Eben.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die HAMAS jubelt ebenfalls!!

Was sagt uns das in Bezug auf die künftige "Demokratisierung" Ägyptens?!

Die wissen wahrscheinlich schon wo es hingeht.

Muslime-Bruderschaft: Bitte übernehmen!

der Despot geht .. die Despoten kommen ..

Achja: Merkel hat bereits gratuliert! Und jetzt fordert se auch 
plötzlich ..

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Winfried J. schrieb:

> seinen Rückhalt bei ihnen fürchtet, könnte dazu führen, das die Saudis
> ihr Heil in einer Kehrtwende ihrer Politik suchen. Dann wird der
> abtrünnige Bin Laden dort über Nacht zum Helden

Allenfalls beim Volk, garantiert nicht bei den Herrschern. Denn die sind 
Bin Ladins eigentlicher Todfeind, der ursprüngliche Hauptgegner, mit 
ihrer Korruption und Heuchelei. Die Amerikaner hat es im Grund nur 
erwischt, weil sie als entscheidene Stützen dieser arabischen Regimes 
dastehen (plus Dauerthema Israel).

> und Whashington bekommt
> ein Mega Problem, denn die Chinesen werden nicht zögern  den Saudis ihre
> vergammelten Dollar anzudrehen und so die Ölströme ein wenig umzuleiten.

Wenn die Chinesen ihre Dollars auf den Markt werfen, dann verlieren die 
sehr schnell an Wert und gleichzeitig bricht dann der bedeutenste 
einzelne Markt für chinesische Produkte weg. Die sitzen eigentlich mit 
dem Amis im gleichen Boot, weil sie weiter frisch gedruckte Dollars 
kaufen müssen um den Wert der schon vorhandenen Greenbacks und den 
exportrelevanten Wechselkurs zu stützen.

Klar könnten die Chinesen die USA kaputt machen. Aber auf absehbare Zeit 
werden sie es aus Eigeninteresse nicht tun, es sei denn es kommen 
emotionale Elemente wie ein Taiwan-Konflikt hinzu.

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:
> Muslime-Bruderschaft: Bitte übernehmen!

Ich weiß gar nicht, woher diese Angst vor den "bösen Muslimbrüdern" 
herkommt. In einer Diskussion von Islamexperten am ORF wurde vor einigen 
Tagen jedenfalls herausgestellt, daß es sich bei den Muslimbrüdern weder 
um eine fundamentalistische Organisation noch um unterdrückerische 
Elemente handeln soll.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>> Muslime-Bruderschaft: Bitte übernehmen!
>
> Ich weiß gar nicht, woher diese Angst vor den "bösen Muslimbrüdern"
> herkommt. In einer Diskussion von Islamexperten am ORF wurde vor einigen
> Tagen jedenfalls herausgestellt, daß es sich bei den Muslimbrüdern weder
> um eine fundamentalistische Organisation noch um unterdrückerische
> Elemente handeln soll.

Ja, ein Hort der Demokratie diese Jungs. Deswegen hat die HAMAS auch 
schon ihre Freude über den Wechsel verkündet. Die werden uns im Westen 
noch zeigen was "wahre Demokratie" ist. ;)

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:

> Ich weiß gar nicht, woher diese Angst vor den "bösen Muslimbrüdern"
> herkommt. In einer Diskussion von Islamexperten am ORF wurde vor einigen
> Tagen jedenfalls herausgestellt, daß es sich bei den Muslimbrüdern weder
> um eine fundamentalistische Organisation noch um unterdrückerische
> Elemente handeln soll.

Der politische Islam wird oft mit Terror gleichgesetzt. Das ist deshalb 
recht einfach, weil es nun einmal etliche Organisationen gibt, die so 
auftreten, und weil derart auftretende Orgnisationen in den Medien 
naturgemäss auffälliger sind als vergleichsweise langweilige ebenfalls 
teilweise ins islamistische Lager reichende Parteien wie die regierende 
türkische AKP.

Vor der AKP wiederum hat man in den Medien höchstens dann Angst, wenns 
um das Thema Türkei-EU geht, sieht zu anderer Zeit darin eher in Modell 
für eine mögliche Entwicklung Ägyptens. Zu hoffen wärs jedenfalls.

Wie sich die ägyptischen Muslimbrüder nun darstellen werden weiss 
einfach noch niemand. Wohl nicht einmal sie selbst. Zumal Revolutionen 
mitunter von Minderheiten gekapert werden, denen zivilisierte politische 
Umgangsformen ein Gräuel sind.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Иван S. schrieb:
>
> Wie sich die ägyptischen Muslimbrüder nun darstellen werden weiss
> einfach noch niemand. Wohl nicht einmal sie selbst. Zumal Revolutionen
> mitunter von Minderheiten gekapert werden, denen zivilisierte politische
> Umgangsformen ein Gräuel sind.

Natürlich weiß das niemand, aber ganz so unbekannt ist diese 
Bruderschaft nun wirklich nicht und deren Äußerungen in der 
Vergangenheit lassen viel Raum für Spekulation. Aber Medienschelte ist 
natürlich auch einfach und beliebt.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> Ja, ein Hort der Demokratie diese Jungs. Deswegen hat die HAMAS auch
> schon ihre Freude über den Wechsel verkündet. Die werden uns im Westen
> noch zeigen was "wahre Demokratie" ist. ;)

Kennst die Muslimbrüder so gut? Ich nicht. Dass die Hamas applaudiert 
macht die Ägypter nicht automatisch zu Klonen der Hamas. Abgesehen 
davon: Hätte die Hamas dagegen sein sollen? Eine Entscheidung kann sogar 
dann gut sein, wenn die NPD mal der gleichen Ansicht ist.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> Natürlich weiß das niemand, aber ganz so unbekannt ist diese
> Bruderschaft nun wirklich nicht und deren Äußerungen in der
> Vergangenheit lassen viel Raum für Spekulation.

Eben. Und da ich mir ziemlich blöd vorkäme, aus einem heuchlerischen 
Gefühl vermeintlicher Sicherheit durch sogenannte Stabilität rückhaltlos 
Mubarak zu unterstützen, ziehe ich es erst einmal vor, auch positive 
Entwicklungen für möglich zu halten.

> Aber Medienschelte ist natürlich auch einfach und beliebt.

Die Medien scheinen mit in dieser Frage ziemlich heterogen zu sein.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> Ja, ein Hort der Demokratie diese Jungs. Deswegen hat die HAMAS auch
>> schon ihre Freude über den Wechsel verkündet. Die werden uns im Westen
>> noch zeigen was "wahre Demokratie" ist. ;)
>
> Kennst die Muslimbrüder so gut? Ich nicht.

Hast du Mubarak und sein Regime so gut gekannt? Noch vor einem Jahr hat 
Merkel und Westerwelle Lobeshymnen auf Mubarak in Presseerklärungen 
verteilt. Wie schnell sich doch die Lage wandelt oder besser gesagt, wie 
schnell sich doch die Auffassugen ändern.

> Dass die Hamas applaudiert
> macht die Ägypter nicht automatisch zu Klonen der Hamas.

Nö, sagt auch keiner. Kann aber sein, dass sie mehr wissen als wir.

> Abgesehen
> davon: Hätte die Hamas dagegen sein sollen?

Es gibt auch noch den dritten weg, einfach abwarten.

Autor: U. B. (pasewalker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ist aber irgendwie blöd für Fr. Dr. A.:

Auf der Seite

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2...

( vom 04.03.2010 / keine Gewähr )

lächelt sie ihrem Kollegen ( viele dieser Kollegen sind doch auch gute 
Freunde ? ) noch herzlichst zu.

Ob die erhaltene Einladung von Mubarak an Merkel wohl noch Gültigkeit 
hat ???

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> Hast du Mubarak und sein Regime so gut gekannt? Noch vor einem Jahr hat
> Merkel und Westerwelle Lobeshymnen auf Mubarak in Presseerklärungen
> verteilt.

Hat jemand deinen Account gekapert? Seit wann sind die für dich ein 
Massstab für politische Aufrichtigkeit? ;-)

> Wie schnell sich doch die Lage wandelt oder besser gesagt, wie
> schnell sich doch die Auffassugen ändern.

Die primäre Aufgabe von M. und W. ist das Interesse der Deutschen. Dafür 
wurden sie gewählt oder zumindest vereidigt. Das bringt es mit sich, 
dass man scheinbar stabile Verhältnisse anderswo i.d.R. nicht durch 
missionarischen Eifer durcheinander bringen will.

Wenn man nicht im Ruf stehen will, permanent anderen unbedingt die 
eigenen Ansichten aufdrücken zu wollen, und andererseits von Amts wegen 
verpflichtet ist, die Beziehungen zu anderen Staaten in Gang zu halten, 
dann muss man mitunter mit Leuten reden, die man andernfalls meiden 
würde wie der Teufel das Weihwasser.

Dass dies später in schlechtem Licht dastehen kann und man selbst ggf. 
als Heuchler erscheint, der Demokratie und Freiheit predigt und dennoch 
mit Autokraten redet, das gehört im aussenpolitischen Rahmen zum 
Berufsrisiko.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
>> Also haben die Anleger Mubaraks Abtritt als gute Nachricht aufgefaßt.
>
> Eben.

Sie freuen sich, weil sie sich einigermaßen sicher sind, daß die 
Machtverhältnisse in Ägypten bleiben, wie sie sind, daß die USA den 
Nahen Oster weiterhin im Griff haben. Sie meinen, daß man darauf 
schonmal ein paar gute Flaschen aufmachen kann...

Für das ägyptische Volk interessieren sich Herrschaften Großspekulanten 
nicht mehr, als für einige Säcke Reis.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

>> Kennst die Muslimbrüder so gut? Ich nicht.
>
> Hast du Mubarak und sein Regime so gut gekannt?

Nein. Aber sich für Mubarak und gegen das ägyptische Volk zu stellen, in 
der "Hoffnung" dass er die potentiell islam(ist)ische Gefahr 
niederkartätscht? Obwohl, der Gedanke hat was, sowas in der Art hätte 
mir 20 Jahre Soli erspart...

Autor: U. B. (pasewalker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wie schnell sich doch die Lage wandelt oder besser gesagt, wie
> schnell sich doch die Auffassugen ändern.

M. und W. ( und die meisten relevanten Politiker ? ) sind aber auch 
innenpolitisch ziemlich "flexibel", richtiger: 
prinzipiell-opportunistisch.

Gar nicht lange ist es her, da wurde eine "Große Koalition" von CD(S)U 
und SPD als "gar nicht gut" angesehen, sollte unbedingt vermieden 
werden.

Als wir sie dann hatten, hiess es auf einmal, jetzt könnte ja
problemlos richtig toll "durchregiert" werden, die Mehrheiten wären
ja gesichert ...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> In einer Diskussion von Islamexperten am ORF wurde vor einigen
> Tagen jedenfalls herausgestellt, daß es sich bei den Muslimbrüdern weder
> um eine fundamentalistische Organisation noch um unterdrückerische
> Elemente handeln soll.

Das klang vor kurzem noch ganz anders und nicht zuletzt wurde Mubaraks 
Vorgänger Sadat 1981 von Islamisten ermordet. Der Westen war 
erklärtermaßen gegen die Moslembruderschaften und man war froh, daß 
Mubarak - dessen Folterapparat die USA zu schätzen wußten und die ihm 
immer wieder irgendwelche "Terroristen" auslieferten, damit er kosten- 
und prästigegünstig für die Auftraggeber die Drecksarbeit machte - seine 
Islamisten mit dem eisernen Besen verfolgte. Der Lohn dafür waren 
Milliarden von Dollars jährlich.

Man war sich sicher: Mubarak ist ein Schurke, aber er ist unser Schurke.

Solche plötzlichen "Paradigmenwechsel", wie man sie in der Einschätzung 
der Moslembruderschaften z. Zt. beobachten kann, haben politische 
Gründe. Die Bevölkerungen Europas und Nordamerikas werden auf neue 
Allianzen eingeschworen.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Die Bevölkerungen Europas und Nordamerikas werden auf neue
> Allianzen eingeschworen.

Jo so sehe ich das auch. Mal sehen ob das klappt, aber warum nicht. Ein 
wenig Kotzmetik hat schon immer mal wieder Massen wieder eingefangen.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> Hast du Mubarak und sein Regime so gut gekannt? Noch vor einem Jahr hat
>> Merkel und Westerwelle Lobeshymnen auf Mubarak in Presseerklärungen
>> verteilt.
>
> Hat jemand deinen Account gekapert?

Nö, wie kommst du denn darauf?

> Seit wann sind die für dich ein
> Massstab für politische Aufrichtigkeit? ;-)

A. K. ich frage dich, welcher Maßstab denn als allgemeingülig angenommen 
werden kann? Mit Mubarak hatten sie es alle, diejenigen die unser 
Geschick bestimmen. Das war kein Despot, das war fast ein "lupenreiner 
Demokrat" - jedenfalls hat man ihn so dargestellt. Die Stabilität in 
Ägypten und damit im gesamten nahen Osten war DER Maßstab schlecht hin. 
Wie das eigene ägyptische Volk wegkam war allen schnurz piep egal. 
Hauptsache stabil, hauptsache ruhig und hauptsache Israel war nicht 
bedroht. All das hat Mubarak der in den letzten Wochen als jemand 
dargestellt wurde der plötzlich schlimmer als Kim Jong Il sein sollte 
gewährleistet. Ob die Muslime-Bruderschaft mit ihren radikalen Elementen 
und den Gemäßigten, die sie auch haben, sich diesen Schuh überziehen 
wird oder ihr "eigen Ding" veranstalten wird, das weiß niemand. 
Diejenigen die auf die Strasse gingen haben jetzt hohe Erwartungen. Da 
bin ich mal gespannt wie lange es dauert bis sich erste Ernüchterung 
einstellt.


>> Wie schnell sich doch die Lage wandelt oder besser gesagt, wie
>> schnell sich doch die Auffassugen ändern.

> Die primäre Aufgabe von M. und W. ist das Interesse der Deutschen. Dafür
> wurden sie gewählt oder zumindest vereidigt. Das bringt es mit sich,
> dass man scheinbar stabile Verhältnisse anderswo i.d.R. nicht durch
> missionarischen Eifer durcheinander bringen will.

Glaubst du das wirklich? Glaubst du wirklich Merkel u. Westerwelle 
handeln primär im Deutschen Interesse? Da hast du wohl das Interesse 
Israels ein wenig aus den Augen verloren und das Interesse der 
Amerikaner und das Interesse der EU und das Interesse ..

> Wenn man nicht im Ruf stehen will, permanent anderen unbedingt die
> eigenen Ansichten aufdrücken zu wollen, und andererseits von Amts wegen
> verpflichtet ist, die Beziehungen zu anderen Staaten in Gang zu halten,
> dann muss man mitunter mit Leuten reden, die man andernfalls meiden
> würde wie der Teufel das Weihwasser.

Ja klar. Nur wo ist dann der Dialog mit den Taliban? Die Bundesregierung 
will uns doch noch immer weißmachen, man könne die Taliban mit einem 
Bunderwehreinsatz vertreiben und die Amerikaner glauben man könne diese 
wegbomben. Über die zivielen Opfer wird nicht geredet. Die 
traumatisierten deutschen Soldaten sind im Krampf gegen den Terror 
lästig.

> Dass dies später in schlechtem Licht dastehen kann und man selbst ggf.
> als Heuchler erscheint, der Demokratie und Freiheit predigt und dennoch
> mit Autokraten redet, das gehört im aussenpolitischen Rahmen zum
> Berufsrisiko.

Dann darf man aber erst gar nicht die Bevölkerung was vormachen, es 
ginge um Verbesserungen fürs Volk und in Wahrheit geht es nur darum 
irgendwie den Deckel drauf zu halten, damit es in diesen Teilen der Welt 
ruhig bleibt, egal wie es der jeweiligen Bevölkerung geht. Die 
Rüstungsexporte nach Ägypten waren jedenfalls aus deutscher Sicht nicht 
von schlechten Eltern die letzten Jahre und was wurde mit diesem 
Gerümpel veranstaltet? Das (ägyptische) eigene Volk im Zaun gehalten, 
wobei sich die Armee nach allem was bekannt ist ja sogar noch 
zurückgehalten hat.

Warten wir mal ab ob es Redefreiheit und freie Wahlen in Ägypten geben 
wird und ob die Mulime-Bruderschaft sich überhaupt dafür stark machen 
wird. Da bin ich gespannt. Ich glaube aber eher, da werden die Ägypter 
noch lange drauf warten dürfen ..

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>>> Kennst die Muslimbrüder so gut? Ich nicht.
>>
>> Hast du Mubarak und sein Regime so gut gekannt?
>
> Nein. Aber sich für Mubarak und gegen das ägyptische Volk zu stellen, in
> der "Hoffnung" dass er die potentiell islam(ist)ische Gefahr
> niederkartätscht? Obwohl, der Gedanke hat was, sowas in der Art hätte
> mir 20 Jahre Soli erspart...

Vielleicht sollte man mal aufhören die Sache nur auch der Sicht der 
letzten Wochen zu betrachten. Es wäre genug Zeit gewesen den Despoten 
Mubarak zu Reformen für das eigene Volk zu mahnen. Da hat man sich ja 
sogar in Richtung China bisher mehr getraut Menschenrechte einzufordern 
(so dass die Chinesen öfter mal "not amused" waren) und von China sind 
doch gerade wir um längen mehr abhängig, als wir das jemals von Mubarak 
waren. Aber vielleicht kam auch immer wieder mal eine Order aus der 
Knesset auf den Schreibtisch im Bundeskanzleramt ..

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:
> Mit Mubarak hatten sie es alle, diejenigen die unser
> Geschick bestimmen. Das war kein Despot, das war fast ein "lupenreiner
> Demokrat" - jedenfalls hat man ihn so dargestellt. Die Stabilität in
> Ägypten und damit im gesamten nahen Osten war DER Maßstab schlecht hin.

Mich wundert sowiso, daß man von den Verhältnissen in Nordafrika bis 
dato nie etwas gehört hat. Ich bin beileibe kein politisch 
uninteressierter Mensch, allerdings hätte ich bei Ägypten oder Tunesien 
nie an autoritäre Staatsformen gedacht. Nun wird gesagt, Tunesien sei 
ein Polizeistaat und in Ägypten ein quasi-diktatorisches Regime an der 
Macht.

Zumindest ich kann mich nicht entsinnen, darüber vorher je etwas in Hör- 
und Fernsehfung gehört oder gesehen zu haben. Daher frage ich mich 
ernsthaft, ob es noch weitere diesbezüglich verdächtige Staaten in 
unserer näheren und mittleren Nachbarschaft gibt.

Mir fallen da zum Beispiel Italien und Belarus ein. Libyen ist sicher 
streitbar, zähle ich gefühlsmäßig jedoch nicht dazu (aber ich weiß 
natürlich nichts genaues).

Auf wen sollte man also in Zukunft genauer ein Auge werfen?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Klar könnten die Chinesen die USA kaputt machen. Aber auf absehbare Zeit
werden sie es aus Eigeninteresse nicht tun, es sei denn es kommen
emotionale Elemente wie ein Taiwan-Konflikt hinzu.


Die Chinesen sehen Taiwan rational. Das Ganze ist eine Show. Taiwan ist 
ein Teil Chinas. Das erkennt man auch daran wo die Taiwanis ihr Geld 
investiert haben - in Fabriken in China. Wie jeder andere vernuenftige 
Investor. Das sie ein anderes politsches System haben ist zweitrangig.

Autor: Juppi J. (juppiii)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Zumindest ich kann mich nicht entsinnen, darüber vorher je etwas in Hör-
>
> und Fernsehfung gehört oder gesehen zu haben. Daher frage ich mich
>
> ernsthaft, ob es noch weitere diesbezüglich verdächtige Staaten in
>
> unserer näheren und mittleren Nachbarschaft gibt.


wenn einer 30 Jahre an der Macht ist....
was denkst du?

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Juppi J. schrieb:
> wenn einer 30 Jahre an der Macht ist....
> was denkst du?

Über Leonid (Breschnew) haben die US-Amerikaner doch bestimmt auch 
dauernd gemeckert, oder? Und der war nur Generalsekretär des ZK.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Juppi J. schrieb:
>> wenn einer 30 Jahre an der Macht ist....
>> was denkst du?
>
> Über Leonid (Breschnew) haben die US-Amerikaner doch bestimmt auch
> dauernd gemeckert, oder? Und der war nur Generalsekretär des ZK.

Mit dem "konnte" Altkanzler Schmidt ganz gut, so schlimm kann der also 
nicht gewesen sein (verglichen mit so manchem seiner Vorgänger).

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Erinnert ihr euch noch an die Euphorie nach der "orangen Revolution" in 
der Ukraine? Erinnert ihr euch noch, wie der Westen gefeiert hat?

Erinnert ihr euch noch daran, wie kläglich das alles unter ging, als die 
Ukrainer merkten, daß sich die westorientierten Revolutionshelden Julia 
Timoschenko und Viktor Juschtschenko auch nur als gewöhnliche Betrüger 
entpuppten?

Die Musik, die heute über Ägypten aus den Medien dröhnt, klingt nicht 
anders...

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> Erinnert ihr euch noch an die Euphorie nach der "orangen Revolution" in
> der Ukraine? Erinnert ihr euch noch, wie der Westen gefeiert hat?
> Erinnert ihr euch noch daran, wie kläglich das alles unter ging, als die
> Ukrainer merkten, daß sich die westorientierten Revolutionshelden Julia
> Timoschenko und Viktor Juschtschenko auch nur als gewöhnliche Betrüger
> entpuppten?

Klar erinnere ich mich an Julia, immerhin find' ich sie attraktiv. Ich 
mag diese Art der Haartracht auch sehr gerne. Allerdings mag ich ihre 
politischen Einstellungen nicht. Besonders stutzig hat mich der Vorwurf 
der Wahlmanipulation gemacht, als sie letztes Jahr verloren hatte. Das 
von den Betrügereien mit den CO2-Zertifikaten wusste ich bis dato jedoch 
nicht.

Naja, ich geh' dann' mal Off. Auf mdr fängt nämlich gerade der 
Psychothriller "Devot" an. Und meine kalten Spaghetti stehen auch schon 
auf der Matzatze bereit.

Gute Nacht, Iwan

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> Glaubst du das wirklich? Glaubst du wirklich Merkel u. Westerwelle
> handeln primär im Deutschen Interesse?

Ich glaube durchaus, dass Frau Merkel aus ihrer Sicht im deutschen 
Interesse handelt wenn dies nicht im Widerspruch zu eigenem Interesse 
steht (Partei darin zwecks Vereinfachung eingeschlossen). Was nicht 
heisst, dass ich diese Sicht stets teile, aber das macht sie für mich 
nicht zum Dämon.

Westerwelle ist ein anderes Thema. Der handelt nicht einmal im eigenen 
Interesse, hat aber das Pech, dass er es nicht merkt.

> Da hast du wohl das Interesse
> Israels ein wenig aus den Augen verloren und das Interesse der
> Amerikaner und das Interesse der EU und das Interesse ..

Keineswegs. Nur sehe ich darin nicht zwangsläufig einen Widerspruch. Die 
eigenen Interessen stets gegen die der anderen durchsetzen zu wollen 
steht nämlich im Widerspruch zu den eigenen Interessen ;-).

> Ja klar. Nur wo ist dann der Dialog mit den Taliban?

Ich würde hoffen dass es Versuche dazu gibt, gleichzeitig aber auch, 
dass dies nicht alsbald laut breitgetreten wird.

Daher habe ich zu den Wikileaks-Enthüllungen ein zwiespältiges 
Verhältnis. Wiewohl weit mehr an die Öffentlichkeit gehört als da 
landet, gibt es andererseits Vorgänge, die da zumindest 
kurz/mittelfristig nichts verloren haben.

> Dann darf man aber erst gar nicht die Bevölkerung was vormachen, es
> ginge um Verbesserungen fürs Volk und in Wahrheit geht es nur darum
> irgendwie den Deckel drauf zu halten,

Was dann vor vielen als zynischer Gipfel der Unmoral verurteilt würde. 
Moralische Ansprüche der Wähler verschwinden dadurch nämlich nicht. Um 
gewählt zu werden dürfen sie diese Ansprüchen nicht ignorieren. Um 
politisch agieren zu können dürfen sie diese Ansprüche aber nicht zu 
intensiv verfolgen.

Die unvermeidliche Folge ist ein gewisses Mass an Trug und Heuchelei. 
Dieser Spagat ist Teil der Jobbeschreibung von Diplomaten und 
Politikern. Es geht eher darum, dass dies nicht aus dem Ruder läuft, als 
darum, dies völlig abzuschaffen.

> Die Rüstungsexporte nach Ägypten waren jedenfalls aus deutscher
> Sicht nicht von schlechten Eltern

Wobei es sich bei solchen Gütern um welche handeln dürfte, deren Einsatz 
nicht dauerhaft im Verborgenen bleibt. Soweit bekannt hat das Militär 
keinen Krieg gegen das Volk geführt. Wäre also die Frage, ob das 
jenseits der finanziellen Frage in der momentanen Situation irgendwie 
relevant ist.

> Gerümpel veranstaltet? Das (ägyptische) eigene Volk im Zaun gehalten,
> wobei sich die Armee nach allem was bekannt ist ja sogar noch
> zurückgehalten hat.

Was man in letzter Zeit dazu vernommen hat klang eher so, als ob nicht 
so sehr deren Militär das Problem war, als vielmehr andere eher der 
Polizei und wohl auch Geheimdiensten zuzurechnende Kreise.

> Warten wir mal ab ob es Redefreiheit und freie Wahlen in Ägypten geben
> wird und ob die Mulime-Bruderschaft sich überhaupt dafür stark machen
> wird. Da bin ich gespannt. Ich glaube aber eher, da werden die Ägypter
> noch lange drauf warten dürfen ..

Wenn die Ägypter dies mit deiner Grundeinstellung angehen sollten, dann 
bestimmt. Aber das ist ja das schöne am Pessimismus: Es kann nur 
angenehm ausgehen, entweder weil man sich darin sonnen kann, es sowieso 
immer schon gesagt zu haben, oder weils wider erwarten besser kam.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> Mit dem "konnte" Altkanzler Schmidt ganz gut, so schlimm kann der also
> nicht gewesen sein (verglichen mit so manchem seiner Vorgänger).

War es nicht eher Brandt, dem ein etwas zu entspanntes Verhältnis zu 
Breschnew vorgeworfen wurde?

Im übrigen hat die Qualität solcher Beziehungen wenig zu tun mit dem 
politischen Handeln der Personen. Diktatoren können eine sehr charmante 
Persönlichkeit haben, während manch andere viel harmlosere Gestalten 
sich bei ihren Kollegen stets aufs Neue unbeliebt machen.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:

> Und meine kalten Spaghetti stehen auch schon
> auf der Matzatze bereit.

Hast du es Mubarak gleich getan und mit dem Löffel geworfen? Ich ziehe 
es ja vor, sie vom Teller zu essen.

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> Mit dem "konnte" Altkanzler Schmidt ganz gut, so schlimm kann der also
>> nicht gewesen sein (verglichen mit so manchem seiner Vorgänger).
>
> War es nicht eher Brandt, dem ein etwas zu entspanntes Verhältnis zu
> Breschnew vorgeworfen wurde?

Das mag sein, ich bezog mich bei Schmidt eher auf ein Interview das der 
Altkanzler auf Phoenix gab. Da wurde die Ära Breschnew angeschrochen und 
der Altkanzler äußerte sich entsprechend. Er wurde übrigens auch auf 
Westerwelle angesprochen und seine Reaktion war ungefähr so als ob man 
die Qualitäten einer einzelnen Kaulquappe im Froschteich hervorheben 
sollte. ;-) herrliche Reaktion (Schmitt's Gesicht)

> Im übrigen hat die Qualität solcher Beziehungen wenig zu tun mit dem
> politischen Handeln der Personen. Diktatoren können eine sehr charmante
> Persönlichkeit haben, während manch andere viel harmlosere Gestalten
> sich bei ihren Kollegen stets aufs Neue unbeliebt machen.

Naja, es geht ja darum ob man die Dinge beim Namen nennt, auch wenn man 
sich dabei der Diplometie bedient. Nimm mein Beispiel mit China. Die 
Vertreter der chineischen Staatsführung haben sich vergleichsweise (für 
deren Ohren) immer wieder herbe Kritik in Sachen Menschenrechte anhören 
müssen. Bei Mubarak fiel meines Wissens die letzten Jahre zu diesem 
Thema nie auch nur eine Silbe. Der wurde stets belobhudelt, ob vom 
deutschen Außenminister oder vom Kanzler oder sonst wen. Schien also 
immer alles bestens zu sein. Dann plötzlich (letzten paar Wochen), "Oh 
Schreck"! Der Mubarak soll weg, weil .. Menschenrechte .. Unterdrückung 
.. Demokratie .. usw. Alle bliesen plötzlich ins gleiche Horn. Die 
letzten 25 Jahre hat kein Hahn danach gekräht.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platinenschwenker .. schrieb:

> deutschen Außenminister oder vom Kanzler oder sonst wen. Schien also
> immer alles bestens zu sein. Dann plötzlich (letzten paar Wochen), "Oh
> Schreck"! Der Mubarak soll weg, weil .. Menschenrechte .. Unterdrückung
> .. Demokratie .. usw. Alle bliesen plötzlich ins gleiche Horn.

Anno 2009: "Obama wies auf die Gefahr für alle Welt durch die atomaren 
Bestrebungen des Iran hin, um sich dann mit gewagten Worten in die 
ägyptische Innenpolitik einzumischen. Parlamentswahlen allein bedeuten 
noch keine Demokratie. Minderheiten müssten geschützt werden, wobei er 
einerseits die Christen im Libanon, dann aber auch ausdrücklich die 
Kopten in Ägypten erwähnte. In einer Demokratie dürften die Herrscher 
nicht ihr Volk unterdrücken und ausrauben. Auch dafür erntete Obama 
lauten Applaus, obgleich seine Kritik wohl auch Präsident Mubarak galt. 
Das ägyptische Staatsoberhaupt war der Rede Obamas ferngeblieben. 
Mubarak begnügte sich mit einem Empfang des amerikanischen Präsidenten 
im A-Quba Palast. Offiziell hieß es, dass die 40 Trauertage um seinen 
plötzlich verstorbenen Enkel noch nicht abgelaufen seien und dass 
Mubarak deshalb öffentlichen Veranstaltungen fern bleibe."

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> deutschen Außenminister oder vom Kanzler oder sonst wen. Schien also
>> immer alles bestens zu sein. Dann plötzlich (letzten paar Wochen), "Oh
>> Schreck"! Der Mubarak soll weg, weil .. Menschenrechte .. Unterdrückung
>> .. Demokratie .. usw. Alle bliesen plötzlich ins gleiche Horn.
>
> Anno 2009: "Obama wies auf die Gefahr für alle Welt durch die atomaren
> Bestrebungen des Iran hin, um sich dann mit gewagten Worten in die
> ägyptische Innenpolitik einzumischen. ..

Jo, ist doch immerhin mal was (verwundert aber bei Obama auch nicht. Der 
hat noch etliche andere tolle Reden gehalten, die man aber nicht 
gleichsetzen sollte mit der realisierten amerikanischen Außenpolitik; 
die Reden zum desaströsen Gesundheitssystem der USA haben die 
Republikaner auch nicht davon abbringen können seine Gesundheitsreform 
zurechtzustutzen, wo sie nur konnten). Bei uns klang das 2009 noch ganz 
anders. Irgend ein Magazin im ZDF hat die Woche einige Redebeispiele 
unserer Bundestagsspezies der letzten zwei Jahre wiederholt. Lobeshymnen 
allenthalben ..

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Klar erinnere ich mich an Julia, immerhin find' ich sie attraktiv. Ich
> mag diese Art der Haartracht auch sehr gerne.

Tja Iwan, Kommunisten denken mit dem Hirn, nicht mit den Eiern ;-)

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> "Obama wies auf die Gefahr für alle Welt durch die atomaren
> Bestrebungen des Iran hin, ...

Viel wichtiger wäre in Zukunft dem Iran endlich sein völkerrechtlich 
garantiertes Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie einzuräumen, 
anstatt ihm in dieser Sache immer wieder Knüppel zwischen die Beine zu 
werfen. Wenn ich der Iran wäre, dann würde ich mich auch nicht andauernd 
so frotzeln lassen.

> Иван S. schrieb:
>> Und meine kalten Spaghetti stehen auch schon
>> auf der Matzatze bereit.
>
> Hast du es Mubarak gleich getan und mit dem Löffel geworfen? Ich ziehe
> es ja vor, sie vom Teller zu essen.

Natürlich waren die Spaghetti nicht selbst auf der Matratze, sondern in 
einem Stieltopf mit Sauce. Ich hatte da einmal ein ziemlich gutes Photo 
von einer mjit Spaghetti Bolognese  bedeckten Frau, leider finde ich das 
nicht mehr.

Film war übrigens Topp, bestätigt meine Meinung über die Qualität des 
Programms des MDR.

Iwan

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> Juppi J. schrieb:
>> wenn einer 30 Jahre an der Macht ist....
>> was denkst du?
>
> Über Leonid (Breschnew) haben die US-Amerikaner doch bestimmt auch
> dauernd gemeckert, oder? Und der war nur Generalsekretär des ZK.


Wir hatten auch 16 Jahre den dicken Pfälzer als Kanzler ...
und ich hatte nicht den Eindruck in einem Regime aufgewachsen
zu sein.

Autor: Juppi J. (juppiii)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:
> Wir hatten auch 16 Jahre den dicken Pfälzer als Kanzler ...
>
> und ich hatte nicht den Eindruck in einem Regime aufgewachsen
>
> zu sein.

..und,wodurch hat er seine letzten 4 Jahre geschafft?
versprechen,versprechen,versprechen

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Juppi J. schrieb:
> versprechen,versprechen,versprechen

Man wird sich doch mal versprechen dürfen.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk Brunner schrieb:
> "Mubarak hat den Löffel geworfen"
>
> eher das Handtuch, denn er weilt ja noch unter uns.

Man kann das Handtuch werfen oder den Löffel abgeben - was anderes geht 
nicht.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael K-punkt schrieb:

> Man kann das Handtuch werfen oder den Löffel abgeben - was anderes geht
> nicht.

Man kann sehr wohl mit Löffeln werfen. Man kann sogar das Handtuch 
abgeben. Aber darauf werden die Ägypter nicht gewartet haben. ;-)

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>
>> Man kann das Handtuch werfen oder den Löffel abgeben - was anderes geht
>> nicht.
>
> Man kann sehr wohl mit Löffeln werfen. Man kann sogar das Handtuch
> abgeben. Aber darauf werden die Ägypter nicht gewartet haben. ;-)

Ja, das Kind fällt nicht weit vom Stamm. Und manche tun erst dann etwas, 
wenn der Apfel in den Brunnen gefallen ist. Wenn es dann soweit ist, 
wird das Bad mit dem Kinde ausgeschüttet...

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Genau, -wie man sich bettet, so schallt es heraus....
:-)
MfG Paul

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
O Gott, da ist Hopfen und Salz verloren!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Deswegen wird über den Fall des erst seit kurzem hierzulande verhaßten 
Despoten gejubelt und die "friedliche Revolution" bejubelt:

Israel zeigt sich zufrieden mit ägyptischen Militärs
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745243,00.html

Man scheint die Angst verloren zu haben, daß das israelische Scheißspiel 
im nahen Osten plötzlich ein Ende haben könnte.

Autor: Иван S. (ivan)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Uhu Uhuhu schrieb:
> das israelische Scheißspiel im nahen Osten

-v, bitte.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Иван S. schrieb:
> -v, bitte.

Was meinst du damit?

Autor: Johannes S. (demofreak)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
--verbose

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Ton in der Hamburger Prawda wird rauer:

Polizisten umstellen Dauerdemonstranten in Kairo
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745364,00.html

Die Revolutionsfolklore hat ausgedient, die politischen Gefangenen 
bleiben in den Folterknästen.

Spannend? Nein.

Autor: Jeffrey Lebowski (the_dude)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich frage mich was wohl passiert wäre, hätte die Armee zu Mubarak 
gehalten und versucht, die Demonstrationen aufzulösen!?

Bzw. die Armee ist ja Mubarak unterstellt, dennoch hat sie nicht die 
Interessen des Staates sondern die des Volkes unterstützt, ohne diese 
Unterstützung wäre diese Revolution (wie schon viele andere 
Revolutionen) sicherlich ganz anderst verlaufen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Fall Tunesien haben die Propagandisten den Begriff 
"Jasmin-Revolution" kreiert, in Osteuropa waren sie nach Farben benannt.

Allen ist gemeinsam, daß sie für die Bevölkerung ausgingen, wie das 
Hornberger Schießen, während der Westen jeweils einen Nutzen daraus 
ziehen konnte.

Lediglich in Belarus funktionierte das Spielchen nicht. Deswegen wird 
Aljaksandr Lukaschenka auch als der letzte Diktator Europas verbellt.

Der propagandistische Kern dieser XY-Revolutionen ist wohl: "Völker, ihr 
könnt Revolutionen machen so viel ihr wollt, so lange sich für uns 
daraus keine Nachteile ergeben. Wir stoßen mit euch gerne auf den Sieg 
an, den ihr für uns errungen habt. Und nun geht wieder an die Arbeit und 
überlaßt das Übrige unseren Leuten."

Oder kurz: Revolution = zwecklos

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, Eine Revolution ohne Guillotine. Wo bleibt da der Spass?

Autor: Jeffrey Lebowski (the_dude)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin mir sicher dass Marie Antoinette ganz viel Spass hatte!!!

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Jeffrey Lebowski (the_dude)

>Ich bin mir sicher dass Marie Antoinette ganz viel Spass hatte!!!

Die Arme! Siehs mal so, die hat noch mal Kopfball gespielt. Zumnidest 
beim Anstoß war sie noch dabei . . .

Sarkastische Grüße
Falk

Liberte
Equalite
Pfefferminztee

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk Brunner schrieb:
> Liberte
> Equalite
> Pfefferminztee

Ja Falk, du hast deine Lektion gelernt.

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie sagte nochmal der General?
Von der Tasse Tee bis zur medizinischen Behandlung.  ... Vieleicht 
kriegt das Volk doch noch seinen Suendenbock geopfert. Kann ja gerne 
Pfefferminztee sein. :p

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Yahoo-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.