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Forum: Platinen Entwickeln Natronlauge konzentration?


Autor: Platinenneuling (Gast)
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Hallo,

ich wollte diesen Entwickler in der Apotheke kaufen.

in welcher Konzentration muss der vorliegen und wie viel muss ich davon 
in einen Liter Wasser lösen?


ich danke euch schon mal

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du solltest den Hersteller des Fotoresists fragen, den du verwendest.

Übliche Positivresiste werden typisch mit NaOH-Lösung von 1 ... 2 %
Konzentration entwickelt.  Die genaue Konzentration ist in diesem
Bereich nicht sehr kritisch.  Wenn es weniger NaOH-Anteil wird als
1 %, dann werden die belichteten Stellen gar nicht mehr gelöst,
und eine 10%ige Lösung entfernt auch die unbelichteten Resistbereiche
in kurzer Zeit.

Autor: jack (Gast)
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Natronlauge ist in Wasser gelöstes NaOH.
Die Konzentration des hygroskopischen Feststoffes kenne ich nicht
genau. Da aber keine anderen chemischen Elemente mit im Spiel sind,
kann man von 100% ausgehen. Als Richtwert nimmt man ca 10 Gramm auf
1 Liter Wasser und das hat bei meinen Burgard- Platinen ganz wunderbar
funktioniert. Die Temperatur sollte 20 °C betragen.
Ich entwickle so lange, bis sich kein Schleier mehr von den wegzu-
ätzenden Flächen löst. Dann sorgfältig spülen ( ganz wichtig ).
Viel Spaß, das funktioniert einwandfrei.

Autor: mjpdx (Gast)
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Hallo Platinenneuling:
siehe www!!!
Ich will mal nicht so sein:

So mach ich es, geht nie schief*:
14g NaOH in 1L Wasser auf vorrat.(sind glaub auch die Angaben von 
Bungard)

Schale nehmen und in ein warmes Wasserbad stellen.Dann etwas Enwickler 
in die Schale geben...warten bis er etwas wärmer geworden ist(ca.30 
Grad)

>entwickle so lange, bis sich kein Schleier mehr von den wegzu-
>ätzenden Flächen löst.
Dabei schwenken!

Danach wisch ich noch mit einem Taschentuch über die Platine, wärend sie 
noch im Entwickler liegt, um sicher zu gehen, dass auch alles weg ist!
Das was nicht belichtet wurde ist recht widerstandsfähig.

Spühlen,blos nicht das Kupfer berühren, dann Ätzen.Ohne lange Pause 
dazwischen.

Eine 0,3mm breite Leiterbahn durch die Pads eines Bauteils, mit dem 
Gehäuse 1206, ist kein Problem!

*Ich nehme immer Bungard!

Viel Spaß!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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mjpdx schrieb:
> Spühlen,blos nicht das Kupfer berühren, dann Ätzen.

Man muss das nicht übertreiben.  Ist schließlich keine Submikrometer-
Halbleiterei.  So schnell oxidiert Kupfer nicht von ein wenig Schweiß
an den Händen, und eine dünne Kupferoxidschicht wird auch noch
problemlos durch das Ätzmittel aufgelöst.

Autor: Platinenneuling (Gast)
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Hallo,
danke für die vielen Antworten.

Ich hab noch ein paar Fragen?

kann ich die Lösung mehrfach verwenden? Eignen sich Glas/PET-Flasschen 
zur Lagerung?

Natriumpersulfat reichen 200g auf nen Liter? kann ich das auch Lagern in 
Glas/PET-Flaschen und wiederverwenden? oder lieber immer neu ansetzen

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Platinenneuling schrieb:

> kann ich die Lösung mehrfach verwenden?

Ja, allerdings carboniert sie bei Luftzufuhr, du solltest sie also
zwischenzeitlich in einer Flasche lagern, die möglichst wenig
Luft- (und damit CO2-)Volumen über der Flüssigkeit hat.

> Eignen sich Glas/PET-Flasschen
> zur Lagerung?

Glas auf jeden Fall, mit PET war neulich hier mal was.  Ich habe
vergessen, ob es dabei eine Säure oder eine Lauge war, die das Zeug
auflöst.

PET klingt aber ohnehin nach Lebensmittelflaschen, und das ist ein
absolutes "Nein".  Chemikalien gehören nicht in Lebensmittelflaschen.
Benutze alte PE-Flaschen oder -kanister von Haushaltchemikalien oder
sowas.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

PET Flaschen für die Lagerung von NaOH kannst du vergessen.
Die lösen sich langsam aber sicher auf. NAch einigen Tagen kannst du 
dich auf undichtigkeiten einstellen.
Glasflaschen gehen.

Wobei du von Lebensmittelbehältnissen auf jedne Fall abstand zu nehmen 
ist.
Chemieflaschen kosten in der Apotheke je nach Größe zwischen 1-2 Euro, 
können nicht verwechselt werden und bieten durch die braune Farbe auch 
noch schutz vor Licht (Licht trägt bei vielen Stoffen zum Zerfall bei)

Allerdings reagiert NaOH Lauge an der Luft sehr stark mit CO2. Will man 
diese länger lagern muss es auf jeden Fall Luftdicht sein und auch die 
im Gefäß vorhandene Luft sollte möglichst gering sein.
Wenn man die Lauge morgens ansetzt und in der Schüssel beläßt kann die 
NAchmittags schon kaputt sein ohne das eine einzige Platine entwickelt 
wurde.
Aus diesem Grund setze ich die NaOH Lauge bei jedem Ätzen neu an. Ist 
Einfach und kostet vom MAterial deutlich unter 10cent. Lohnt nicht dafür 
Ärger im Kauf zu nehmen. Ich setze meist einen halben Liter an...

NaPS kannst du Problemlos länger lagern. Aufgrund der Kosten lohnt das 
auch. ABER KEINESFALLS LUFTDICHT lagern. Das NaPS gast etwas aus. (Nur 
O2).
Am besten ist es einfach ein kleines Loch in den Deckel zu bohren und 
mit einem Tesafilmstreifen zu verschließen...
200g auf 1L ist OK.

Gruß
Carsten

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