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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Highside Treiber


Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

spricht eigentlich irgend etwas dagegen mit einem High-Side Treiber 
mehrere parallel geschaltete MOSFET's anzusteuern?

Der Treiber den ich ins Auge gefasst habe kann laut Datenblatt (GATE 
Drive Output Current) 15...60uA. Der MOSFET (IRF630) hat ein Igss (Gate 
to Source Leakage Current) von 100nA.

Sollte doch also möglich sein, oder hab ich etwas nicht bedacht?

Hohe Frequenzen muss ich nicht schalten also sollten die Gatekapazitäten 
keine so große Rolle spielen.

Gruß
Chris

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

was ist denn das für ein Treiber 15..60uA?  Das ist doch kein Treiber!!!

Autor: MaWin (Gast)
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So lange der Treiber die Kapazität schnell genug schalten kann (das ist 
bei dir der Fall) ist das in Ordnung, MOSFETs im Schlatbetrieb parallel 
an einen Treiber zu hängen.

Mit Leckströmen hat das nichts zu tun.

Autor: Chris (Gast)
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karadur schrieb:
> was ist denn das für ein Treiber 15..60uA?  Das ist doch kein Treiber!!!

Es handelt sich um den MAX1614.
Warum sollte es kein Treiber sein, um einen MOSFET zu schalten braucht 
man doch keine mA's.

@MaWin
> Mit Leckströmen hat das nichts zu tun

Ok, du hast Recht, es ist nicht der Gate-Source Leckstrom, welchen ich 
bei meiner Fragestellung berücksichtigen muss, aber welcher ist dann der 
entscheidende Parameter im Datenblatt?

http://www.sullivan-county.com/ele/pdf/irf630.pdf

Oder geht man beim MOSFET tatsächlich von einem unendlich hohen Gate 
Widerstand aus und betrachtet im Grunde nur die Gate-Kapazität?

Autor: Johannes (Gast)
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> Es handelt sich um den MAX1614.
> Warum sollte es kein Treiber sein, um einen MOSFET zu schalten braucht
> man doch keine mA's.

Du verwechselst hier etwas:

Um einen Mosfet schnell zu schalten, braucht man einen Treiber, der 
kurzzeitig einen hohen Strom liefern kann.

Um einen Highside-Mosfet dauerhaft eingeschaltet zu haben, hat dieser 
Treiber eine Charge-Pump, mit der eine Versorgungsspannung erzeugt wird, 
die oberhalb der Source-Spannung des Highside-Transistors liegt. Diese 
Charge-Pump kann nur sehr wenig Strom liefern. Hier ist aber weniger der 
Leckstrom des Mosfets-Gates das Problem sondern der interne 
Stromverbrauch des Treibers.

Mit diesem Treiber sollte man eigentlich mehrere Mosfets parallel 
schalten können, aber evtl. eher langsam.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Oder geht man beim MOSFET tatsächlich von einem unendlich hohen Gate
>Widerstand aus und betrachtet im Grunde nur die Gate-Kapazität?

Ja. Ist wesentlich beim Umladen des Gates. Je höher die Frequenz, um so 
wesentlicher wird dieser Umladestrom, der je nach Flankensteilheit, C 
des Gates schonmal in die Ampere reingehen kann (deswegen gibt's 
Treiber, die für mehrere Ampere ausgelegt (als Stromspitzen)

Autor: Chris (Gast)
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Alles klar, vielen Dank für euere aufschlussreichen Antworten.

Autor: Jens G. (jensig)
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Der MAX ist übrigens eher für statische Zustände gedacht. Der soll also 
eigentlich fast nich schalten, wirklich nur mal gelegentlich. Das DB 
sagt gleich am Anfang:

... The MAX1614 drives high-side, N-channel power MOSFETs
to provide battery power-switching functions in portable
equipment. N-channel power MOSFETs typically have ...

Der soll also nur hin und wieder mal was schalten - mehr nicht. Wenn Du 
die 1Hz-Grenze überschreitest, solltest du anfangen, Dir einen besseren 
Treiber zu suchen ;-)

Autor: Chris (Gast)
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Hi, danke für den Hinweis. Aber das geht schon in Ordung. Die 
Schaltfrequenz wird eher im Bereich 1/min...1/h liegen.

Autor: alias5000 (Gast)
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Mit einem NE555 kannst du dir auch eine kleine Ladungspumpe aufbauen, 
die dir periodisch die NE555-Versorgungsspannung über deine 
High-Side-Spannung drüberschiebt (über geladenen Kondensator). Evtl. 
kommst du damit günstiger weg und hast sogar eine etwas schnellere 
Schaltzeit, weil etwas mehr Strom möglich.

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