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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Gleichstrom/Wechselstrom


Autor: Schieberegisterfrage (Gast)
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Ich habe Wechselstrom. Die Spannung sei 12 Volt mit 50 Hz. Ich schalte 
einen Brückengleichrichter dazwischen. Dann werden die ganzen Höcker der 
Sinus-Schwingung aus dem negativen Teil in den positiven umgeklappt.

Wenn ich die 12 Volt messe - dann ist dies doch die Strecke vom 
Hochbukel der Sinuswelle bis zum Tiefbuckel der Sinuswelle, also 
zwischen unterem und oberen Maximalwert?

Und wenn ich den Brückengleichrichter dazwischenschalte, dann bekomme 
ich als Gleichspannung 6 Volt heraus - ist das so richtig kapiert?

Was passiert mit Einweg-Gleichrichtern, wo die unteren Buckel einfach 
abgeschitten werden un nicht hochkeklappt werden, dann schwankt das ja 
zwischen Null und Bukel, weil ja die Hälfte der Buckel nun weg ist. Was 
für eine Spannung kriege ich dann aus?

Autor: Chris (Gast)
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schon mal was von Effektivwerten gehört?

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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ohje...

aaaalso. mal eine ideale spannungsquelle ohne innenwiderstand angenommen 
(das heißt ihre spannung bricht bei belastung nicht ein) kommt aus einem 
gleichrichter mit nachgeschaltetem kondensator IMMER der spitzenwert der 
wechselspannung raus. bei 12V sind das 17V.

eine einfache diode läßt nur in der positiven halbwelle strom zum 
ausgangskondensator fließen, aber trotzdem kommt die volle spannung 
raus.

bei einem trafo ohne mittelanzapfung hast du auch kein "null". es 
arbeitet immer die komplette wicklung auf den gleichrichter, egal ob 
brücke oder einweg.

in der realität hat die transformatorwicklung einen (wenn auch geringen) 
ohmischen widerstand, der ihre spannung unter belastung ein wenig 
einbrechen läßt. an jeder siliziumdiode fallen nochmal 0,6V ab, an einem 
brückengleichrichter also 1,2V weil immer zwei dioden gleichzeitig 
leiten. weiterhin wird der ausgangskondensator immer nur in den spitzen 
der wechselspannung geladen wenn seine spannung geringer ist als der 
momentanwert der wechselspannung. unmittelbar nach dem scheitelpunkt 
fließt also kein strom mehr, bis sich der kondensator über eine last am 
ausgang bis zur nächsten halbwelle wieder ein wenig entladen hat. in der 
realität sind also keine 17V messbar, sondern je nach größe des 
ausgangskondensators und belastung geschätzte 12-16V.

bei einer einweggleichrichtung wird nur jede zweite halbwelle genutzt, 
dafür ist der spannungsverlust am gleichrichter geringer. man bekommt 
also eine geringfügig höhere spannung, aber eine deutlich größere 
schwankung (sog. ripple) der ausgangsspannung weil nur halb so oft 
nachgeladen wird als wie beim brückengleichrichter.

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