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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stromausfall Datensicherung auf EEprom


Autor: Dexter (Gast)
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Ich möchte die Versorgungsspannug für meinen Mikroprozessor überwachen
und bei einem Spannungsabfall einige wichtige Daten auf ein internes
EEprom sichern. Bei einem Neustart sollen die Werte dann wieder
eingelesen werden, bevor das Hauptprogramm wieder startet.Verwende eine
AT89S8252

Meine Versorgungsspannug beträgt 24V/DC

Würde gerne ein Schmitt-Trigger Baustein verwenden, der beim
unterschreiten von 20V einen Interrupt auslöst, der meine Daten
sichert. Kennt Jemand einen guten Baustein, der diese Aufgabe erfüllt
oder hat Jemand eine bessere Idee...

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo,
Naja du brauchst ja nen Energiespeicher. Also würde ich ne Diode nehmen
und dahinter nen großen Kondensator. Vor die Diode nen Abzweig mit
entsprechendem Schutz an nen Portpin. Wenn die versorgungsspannung
anliegt, ist der High ansonsten Low. Wenn das ein Interruptfähiger Pin
ist umso besser.

Seb

Autor: josef (Gast)
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Anbei eine bewährte Schaltung, bestehend aus D8,D9 , R34.
Hat die Versorgungsspannung ihren Normalwert, schaltet R8 durch und
sorgt für einen pos.Pegel an D9. Diese sperrt diesen pos.Pegel. Der
MC-Pin zieht sich daher selbst auf +5V. Unterschreitet die
Betriebsspannung nun den gew. Pegel, sperrt D8 und R34 sorgt für
neg.Potential an D9, welche den MC-Pin auf low zieht. Mit dieser
Methode ist auch ausgeschlossen, dass eine höhere Spannung als 5 V den
MC erreicht. Der Pin sollte als ex. Interrupt konf. sowie sein Pullup
sollte aktiviert sein.

SG Josef

Autor: Dexter (Gast)
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Erstmal Danke für die schnelle Antwort. Gute Idee !!! Viel einfacher...

Hoffe ich habe dich richtig verstanden.

Meinst du das so ??

Gruß Dexter

Autor: Dexter (Gast)
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Ich meine ist das Prinzip so richtig? Auf die Bauteile habe ich jetzt
nicht besonders geachtet...

Autor: josef (Gast)
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Nee, deine Schaltung ist gefährlich für den Controller. Mach sie so, wie
sie im Schaltplan steht.


Josef

Autor: Hagen (Gast)
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Hi Josef,

kannst du mir bitte erklären, mit deiner Schaltung, wo der bei einem
Stromausfall noch nötige Saft herkommt damit der Prozessor ausreichend
Zeit hat um seine Daten in den EEPROM zu sichern ? Immerhin können dies
einige Millisekunden sein, je nach Datenmenge, und gerade beim Schreiben
des EEPROMs sollte genügend Saft laut Datenblatt vorhanden sein. Ich
vermute mal die Speicherspule solle das erledigen ?

Gruß hagen

Autor: Sebastian (Gast)
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Naja so könnte das auch gehen, ist aber ein wenig gefährlich. Mach die
Bat49 nicht vor sondern hinter den DC/DC Wandler und vor die 1n4004.
Besser wäre aber eine Schaltung mit ner Z-Diode und nem Widerstand.

Seb

Autor: Dexter (Gast)
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@Josef

hatte wohl nicht auf aktualisieren gedrück und daher deine Lösung
garnicht gesehen. Werde sie mir mal in Ruhe ansehen. Danke!!!

@Sebastian
Stimmt eine Ansteuerung mit Z-Diode und Widerstand ist bestimmt sicher.
   Allerdings verwende ich ja einen 24-5V DC/DC Wandler, daher müsste
meine Ausgangsspannug ja in Ordnung sein.

SIM1-2405 SIL4
DC/ DC-Wandler-Module 1 Watt, ungeregelt, im 4 Pin Sil-Gehäuse.
kurzzeitig kurzschlussfest, hoher Wirkungsgrad min. 70%.

Input: 24VDC
Output: 5VDC
200mA


Brauche ich überhaupt einen Pullup-Widerstand vor dem Interrupt-Pin des
uP. Bekomme ja saubere 5V vom DC/DC Wandler.Wenn ja, muss man die beim
Atmel AT89S8253 (8051-Chip) softwaremässig aktivieren, oder sind die
immer aktiv?

Autor: Sebastian (Gast)
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So wird das nix! Der Wandler liefert dir 5V. Über die Diode fallen
nochmal 0,7 Volt ab. Der Mikro hat also nur 4,3V Versorgungspannung.
Wenn du auf nen Portpin dann 5V gibst, könnte der dir das übel nehmen.
Ich habe noch nicht mit den 89er gearbeitet aber besser du nimmst ne 4V
Z-Diode da kann nix schiefgehen.

Seb

Autor: Sven (Gast)
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Mein Senf: Goldcap ist Mist, die Spannung läuft dann gaanz langsam
runter und der AVR weiss nicht ob er an oder aus sein soll. Selbst mit
BrownOut kann das Probleme machen, da die Spannung am Goldcap sich nach
Abschalten wieder etwas aufbauen kann.

Ich nehm mal Bezug auf die letzte Schaltung: Coldcap und Diode im
5V-Zweig raus, AVR (mit Siebkondensatoren 100n) an die 5V vom DC/DC.
Auf der 24V-Seite einen Kondensator 100-470µ 35V zur Pufferung. Durch
die Transformierung reicht das ne Weile und Du kannst die Kapazität
besser nutzen. Der Kondensator wird über eine Diode versorgt, damit
hält er die Spannung auch, wenn die 24V-Versorgung kurzgeschlossen oder
stark belastet wird. VOR der Diode wird über einen Spannungsteiler mit
Z-Diode und Siebung (10-100n) die Versorgung abgegriffen. Den
Spannungsteiler so dimansionieren, dass der Pegel am Pin (etwa 2.2V)
wechselt, wenn die Versorgungsspannung definitiv aus ist (Schwankungen
sollen ja nicht stören), aber noch genug Ladung im Elko ist, dass der
DC/DC lange genug die 5V liefert.

Ich hoffe, das war jetzt unklar genug. Bei mir bringt ein LT1776 mit
einem 100µ-Kondensator eine Pufferzeit von min 150ms, davon brauche ich
40ms zum Speichern. Die Nennspannung liegt bei 24V, die Abschaltung bei
18V und der LT1776 liefert bis zu 8V herunter konstante 5V und bricht
dann schnell zusammen.

Natürlich dürfen dabei an der 5V-Versorgung keine Verbraucher groß
ziehen, oder sie werden vom µC abgeschaltet, sobald der
Spannungseinbruch detektiert ist.

Sven

Autor: Dexter (Gast)
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@Sven. Glaube auch, dass ein Kontensator vor dem DC/DC Wandler besser
ist als in meiner Zeichnnug. Habe mir das Datenblatt vom LT1776 gerade
mal angesehen. Wie meinst du dass mit der Abschaltung bei 18V.

Ist der LT1776 eigentlich ein einfacher DC/DC Wandler oder kann man mit
der Switch Funktion einen Abfall der Eingangsspannung erkennen?Wie
funktioniert das mit der Switch Voltage. Kannst du mir das etwas
genauer erklären? Bekommt man ein Signal, wenn die Spannnug abfällt?

Gruß Dexter

Autor: Sven (Gast)
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Der LT1776 ist nur ein DC/DC-Wandler. Du kannst dafür auch einen anderen
Wandler nehmen, musst aber den Eingangsspannungsbereich beachten. Der
1776 saugt den Elko (hier C2) bis auf 8V leer, bevor er abschaltet. Ein
fertiger 24V/5V DC/DC-Wandler schaltet eventuell schon bei 20V ab und Du
brauchst einen deutlich größeren Elko für die gleiche Zeit.

Das Signal kommt aus der Schaltung mit der Z-Diode. Die
Eingangsspannung liegt um die Z-Spannung (D3, 18V) vermindert am
AVR-Pin an. Sinkt die Eingangsspannung, fällt die Spannung am AVR-Pin
unter die Schaltschwelle, die Pegeländerung ist Dein Signal: Jetzt ist
der Saft weg. R5-C8 siebt Störungen aus, die Diode D4 verhindert, dass
bei hoher Eingangsspannung die Spannung am Pin nennenswert über die
5V-Versorgung steigt. D4 kann auch entfallen, da eigentlich im AVR
enthalten. Der R5 sollte nicht viel kleiner als 100k sein, C8 kannst Du
verringern, dann reagiert die Schaltung schneller. Und die 24V naturlich
an C1 abgeifen, nicht an C2.

D1 verhindert wie beschrieben das Rückentladen von C2, wenn C1 sehr
schnell entladen wird (durch Last, Kurzschluss). Der Rest ist
Peripherie, die der 1776 braucht.

Autor: Dexter (Gast)
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@Sven. Vielen Dank für deine Arbeit. Deine Schaltung sieht ja
hervorragend aus. Du hast mich überzeugt !!! So, werde ich es
anschließen.

Schönen Gruß
Dexter

Autor: Dexter (Gast)
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Hi Sven, habe noch eine letzte Frage. Aus welcher Libary hast du den
LT1776 für Eagle genommen? Kannst du die xxx.lbr vielleicht hochladen?


Gruß Dexter

Autor: Sven (Gast)
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Nix Lib. Selbst ist der Mann. Nimm Dir einen anderen her und bau ihn um.
Achso, und das Ganze ist bei mit SMD, den 1776 gibts aber auch als DIL
und den Rest musst Du halt anpassen. Die MBRS1100 muss unbedingt eine
Schottky-Diode sein, im Datenblatt sind da Vorschläge...

Sven

Autor: Andreas (Gast)
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Alles klar, habe mir gerade das Tutorial durchgelesen. Werde mir den
Baustein nachbauen. Weißt du zufällig wo man die DIL-Version bekommt.
Bei Reichelt gibts nur die SMD Version. Geht zwar zur Not auch, aber
die DIL-Version wäre mir lieber.

Spoerle,Conrad und ELV haben den Baustein auch nicht.

Autor: Sven (Gast)
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Sorry, hab auch keine Quelle für den DIL, eventuell bei Linear direkt.
Ich verwende nur den SMD, aber es gibt auch noch andere Schaltregler...
;-)

Sven

Autor: Marco S. (masterof)
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