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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik fliegende Verkabelung


Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Hallo

ich habe mir zwei Boards mit ca. 100 Impulstastern und LEDs gelötet.
Das ganze hab ich zum Testen erstmal mit Einzedrähten anstatt einer
Ätzplatine zusammengebastelt (sieht ziemlich wirr aus).

Auf den Platinen sind debounce-ICs, PISO-register und Output Latches.
Die debounce-ICs entprellen die Impulstaster und werden vom PISO zu
seriellen Daten für den Microcontroller gewandelt. Die Output Latches
parallelisieren serielle Daten des Controllers und steuern die LEDs.

Die Konstruktion hängt am STK-500, welches mit einem ATMEGA-16 bestückt
ist.

Nun zu meinen Schwierigkeiten: Die LEDs gehen unkontrolliert an und
aus, solange das STK dran ist. Auch wenn das STK keinen Strom hat oder
auf allen Ports low geschaltet ist blinken die LEDs wild. Nur wenn ich
die Verbindung zum STK unterbreche bleibt das letzte (zufällige)
LED-Muster an.

Handelt es sich um Kabelinduktion? Wenn gar kein getaktetes Signal
übertragen wird? Der frei um sich strahlende Controller wird es doch
wohl nicht sein - wenn er rausgezogen ist, geht das Phänomen ja
trotzdem weiter...

Die Kabel auf den Boards sind alle maximal 20 oder 30 cm lang und
laufen nicht alle komplett parallel. Nur die Zuleitungen sind
vielleicht knapp über 30 cm (davon vielleicht 10 cm parallel
verlaufendes Flachbandkabel)

Hat jemand ne Idee, was da los sein könnte?


Gruß,

Basti

Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Wahrscheinlich erstmal die Induktion an den Eingängen durch hochohmige
Widerstände entschärfen?

Autor: Benedikt (Gast)
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Ich würde eher eine Unterbrochene Leitung und kapazitive Einstreuung
vermuten. Entweder von einer Leitung mit Taktsignal, oder 50/100Hz aus
der Umgebung.

Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Da alle Taktsignale deaktiviert wurden steht ab sofort der ca 15 cm
entfernte Röhrenmonitor unter Verdacht ;)

Autor: Benedikt (Gast)
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Wenn alles so empfindlich ist, dann liegt sicher ein Verdrahtungsfehler
(Unterbrechung) vor !

Autor: Peter Dannegger (Gast)
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"Ich würde eher eine Unterbrochene Leitung und kapazitive Einstreuung
vermuten."

So isses (zu 99,999%) !

Bestimmt floatende Eingänge oder nicht als Ausgang definierte
Ausgänge.
Oder ist gar die Masse nicht verbunden.


Die debounce-ICs sind rausgeschmissenes Geld, wenns eh auf einen MC
gehen soll.


Peter

Autor: Thorsten (Gast)
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Das mit dem Röhrenmonitor ist garnicht so abwegig. Ich hatte früher mal
einen kleinen SW-Fernseher. Wenn der sich zu nah an meiner Floppy für
den C64 befand, lief sie Floppy nicht. Der Fernsehr hat wohl ordentlic
abgestrahlt.


Ob da auch ne Leitung unterbrochen war ?

Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Der Röhrenmonitor wars schonmal nicht... Habe die Ausgänge des
Controllers (und Eingänge der Schaltung) über 470k an 0 Volt
angeschlossen. Nun blinken die LEDs zwar nicht mehr selbsttätig rum,
dafür geht immer nur irgendeine LED an, wenn ich per Testprogramm jede
zweite LED anmachen möchte...

Ich werde jetzt nochmal komplett die Masse untersuchen. Ich habe +5
Volt und 0 Volt an die Platine angeschlossen (alle ICs auf der Platine
können damit arbeiten...). Ist doch soweit korrekt, oder?

Vielleicht finde ich ja ne schlechte Lötstelle.

Die Eingänge/Ausgänge sind jedenfalls korrekt definiert. Doch wenn ich
an der Masse nix finde prüfe ich nochmals, ob die Anschlüsse korrekt
verdrahtet sind.

Sollten die 470k Widerstände wieder raus oder können die bleiben?

Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Also die ICs haben alle guten Ground-Kontakt. Allerdings ist mir noch
aufgefallen, dass das STK-500 an einem 0 Volt Anschluß hängt und die
Schaltung an einem Masse-Anschluß. Die beiden Dinger haben durch die
unterschiedlichen Versorgungsspannungen getrennte Stromversorgungen
(kommen beide von einem Netzgerät). Und zwischen 0V und Masse herrscht
ein Potentialunterschied von über einem Volt.

Ich habe beide Sachen an 0V getestet und das Verhalten hat sich nicht
geändert. Allerdings sind die Pulldown-Widerstände auch noch drin (doch
daran wirds wohl nicht liegen, oder?)

Bin für jeden Hinweis dankbar und danke für eure bisherigen Antworten.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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OK, jetzt mal zum rekapitulieren,

du hast eine Stromversorgung für das STK-500 und eine separate für
deine Testschaltung. Beide müssen auf der 0V (Gnd)-Seite miteinander
verbunden sein, die 5V-Zweige gehen separate Wege (ein Zweig in das
STK-500, der andere Zweig in deine Schaltung). Wenn die Verdrahtung so
aussieht, solltest du keinen Potentialunterschied zwischen den
Masseleitungen mehr haben.

MW

Autor: Alisa 1387 (Gast)
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Das STK braucht 10-15 Volt. Die Schaltung 5 Volt.

Mein Netzgerät ist vom Flohmarkt und hat mehrere Ausgänge. Dabei ist
der Masse-Ausgang nahe des regelbaren "U"-Ausganges und die 0 Volt
nahe am "12 Volt"-Ausgang. Die Spannungen sind stabil jedoch nicht
exakt. Hatte erst 5,09 Volt für meine Schaltung (die ICs haben 2 bis 6
Volt gemeinsamen Bereich) und 12,irgendwas für das STK. Jetzt habe ich
schon probiert, beide Schaltungen (bei zuvoriger Überwachung der
Spannung) über jeweils einen der beiden "0 Volt / Masse"
anzuschließen und es hat auch nicht geklappt.

Sollte ich mir vielleicht mal ein anderes Netzgerät besorgen? Das
Netzgerät hat mal jemand selbst gebaut und es ist im schönen 19"
Gehäuse ;) ich dachte solange die Spannungen stabil sind sei es OK -
ist das ein Irrtum?

Hab mich gerade so gefreut, dass ich ganz gut mit dem Assembler
zurechtkomme (endlich eine Sprache, in der ich mich ausdrücken kann ;)
und nun krieg ich die Hardware nicht gebacken - so ein Mist!

Autor: TravelRec. (Gast)
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Spannungsstabilisator 7805 mit Kühlkörper und Siebkondensatoren an die
Testschaltung und diese dann mit der STK500-Spannung versorgen. Immer
Masse verbinden! Dann gibt´s keine Probleme mehr (denke ich).

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