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Forum: Offtopic Amazon: Festplatte nicht korrekt verpackt


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Autor: Christoph abc (chrichri)
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Hi
ich habe bei Amazon eine 2.5" Platte bestellt und sie ist so (siehe 
Bild) angekommen.

Find ich schon dreist... vor allem da Festplatten ja von seriösen 
Händlern in diese tollen Papp-Verpackungen gesteckt werden.

Ist das normal?
Ich denke ich schick sie ungetestet zurück...

Gruß
Christoph

Autor: Johannes S. (johannes_s94)
Datum:

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Ist die Antistatikverpackung unter diesem Folienwickel-Wust? Wenn ja, 
weiß ich nicht, was du für ein Problem hast. Die Notebook-Platten 
vertragen im ausgeschalteten Zustand mehrere hundert g an Stoßbelastung, 
die treten auch in solcher Verpackung sicher nicht auf. Wenn ein LKW 
drübergefahren wäre, würdest du es sicher von außen sehen.

Autor: Christoph abc (chrichri)
Datum:

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Johannes S. schrieb:
> Ist die Antistatikverpackung unter diesem Folienwickel-Wust? Wenn ja,
> weiß ich nicht, was du für ein Problem hast. Die Notebook-Platten
> vertragen im ausgeschalteten Zustand mehrere hundert g an Stoßbelastung,
> die treten auch in solcher Verpackung sicher nicht auf. Wenn ein LKW
> drübergefahren wäre, würdest du es sicher von außen sehen.

Ja is drauf.
Aber ich finde es trotzdem nicht in Ordnung. Das ist eine neue Platte 
(also sollte sein). Und alle Platten (mit Ausnahme einer SSD) kamen bei 
mir immer in Schocksicheren Verpackungen an.

Autor: Ludwig F. (centaurusa)
Datum:

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In der letzten c't fielen ebenfalls ein paar Worte über unzureichend 
verpackte Festplatten die über Amazon gekuft wurden:
http://www.heise.de/ct/inhalt/2012/07/80/

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Ich würde mal die SMART-Daten auslesen, insbesondere den 
Betriebsstundenzähler - das Teil ist garantiert nicht neu.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

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Die Verpackung bei technischen Geräten ist bei amasohn wirklich oft 
unter aller Sau: Da blickt man in den Karton hinein und rechts NEBEN der 
Schachtel liegt dann etwas zrknäultes Papier. Unten nix, oben nix, links 
nix, drunter nix, drüber nix.

Wenn ich was verhökere, und sei es nur für 1 Euro, dann gibts da Schutz 
von allen Seiten.

Es wird wohl keine technische, sondern betriebswirtschaftliche Frage 
sein:

Aufwand für gescheite Verpackung * Verkaufte Stückzahl > Aufwand für 
Reklamation/Garantie * Reklamationsquote

Konsequentes Zurücksenden solcher Gimmick würden da ggf. helfen, dass 
man dort umdenkt.

Andererseits kann man die Sachen ja testen und ggf. wirklich 
reklamieren.

Autor: Michael H. (michael_h45)
Datum:

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Uhu Uhuhu schrieb:
> das Teil ist garantiert nicht neu.

woher stammt denn diese garantie?

Autor: Icke ®. (49636b65)
Datum:

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Johannes S. schrieb:
> Die Notebook-Platten vertragen im ausgeschalteten Zustand mehrere
> hundert g an Stoßbelastung

Das ist kein Argument. Die Platten müssen so verpackt sein, daß sie auch 
einen ungebremsten Sturz aus 2m Höhe schadlos überstehen, denn das kommt 
beim Transport nicht selten vor. Die Schäden an den Festplatten sind 
mitunter nicht sofort sichtbar. Auch wenn äußerlich alles OK ist, können 
sie Defekte aufweisen, die sich u.U. erst nach einiger Betriebszeit 
bemerkbar machen. Ich habe mehr als genug leidvolle Erfahrung mit diesem 
Thema und kaufe Festplatten grundsätzlich nur noch bei Händlern, die 
nicht an den 10 Cent für transportsichere Spezialverpackung sparen, z.B. 
Alternate.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Michael H. schrieb:
> woher stammt denn diese garantie?

Meinst du wirklich, die Verpackungsexperten bei Amazon würden sich die 
Mühe machen, die stoßabsorbierende Orginalverpackung zu entfernen, um 
das Ding dann in einen alten Plastiklumpen einzuwickeln?

Autor: Michael H. (michael_h45)
Datum:

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Uhu Uhuhu schrieb:
> stoßabsorbierende Orginalverpackung
Die existiert nicht. Das packt der Endkundenhändler drum rum.

Eine VPE Festplatten vom Großhändler kommt in einem Karton mit 
leitfähigem Schaumteilen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Michael H. schrieb:
> Die existiert nicht. Das packt der Endkundenhändler drum rum.

Daß die die guten Stücke in Müllfetzen verpacken, habe ich noch nicht 
erlebt. Sowas machen nur Leute, die meinen, sich eine Politik der 
verbrannten Kunden leisten zu können.

Im Übrigen: Kürzlich war in der c't ein Artikel über einen gleichartigen 
Fall, ebenfalls bei Amazon. Das Eisen war alles, nur nicht neu.

Zur Zeit kann man eben im Bereich Festplatten jeden Müll zu Geld 
machen...

Autor: Michael H. (michael_h45)
Datum:

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Uhu Uhuhu schrieb:
> Zur Zeit kann man eben im Bereich Festplatten jeden Müll zu Geld
> machen...
Allerdings...

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
Datum:

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Hallo,
ich find die Art der Verpackung auch unbefriedigend, aber

> Die Platten müssen so verpackt sein, daß sie auch
> einen ungebremsten Sturz aus 2m Höhe schadlos überstehen,

das dürfte auch mit der windigen Verpackung erreicht worden sein. Sagen 
wir mal die Platte hält 100g aus, dann müsste der Bremsweg bei 2m 
Fallhöhe >= 2mm sein. Das ist mit zwei Lagen Luftpolsterfolie und etwas 
Karton erreicht.

Grüße
Flo

Autor: Der Mhh (mhh)
Datum:

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Bei Festplattenreklamationen bekommt man Vorschriften, wie zu verpacken 
ist. So verpackt wie auf dem Bild werden die Garantieansprüche 
abgelehnt.

Ich würde die HDD mit Kommentar zurückschicken. Wird leider bedauerlich 
für den nächsten der sie bekommt...

Autor: Icke ®. (49636b65)
Datum:
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Florian Rist schrieb:

> das dürfte auch mit der windigen Verpackung erreicht worden sein. Sagen
> wir mal die Platte hält 100g aus, dann müsste der Bremsweg bei 2m
> Fallhöhe >= 2mm sein. Das ist mit zwei Lagen Luftpolsterfolie und etwas
> Karton erreicht.

Praxis schlägt Theorie. Egal was du ausrechnest, in der Praxis gehen 
Festplatten durch solch ungenügende Verpackungen beim Transport kaputt. 
Ich habe es mehrfach erlebt. Nur ein Beispiel aus den unsäglichen 
RMA-Leidenswegen: 4 Stück ST31500341AS vom Distributor delo.com 
geliefert bekommen, nur in einfache Luftpolsterfolie verpackt in einem 
Karton, der mit Schaumflocken aufgefüllt war (siehe Bild). Äußerlich 
keine Beschädigungen, aber nach Funktionstest alle vier unbrauchbar. 
Eine lief gar nicht mehr an, zwei Stück wiesen kritische SMART-Fehler 
auf, die vierte erhebliche SMART-Fehler. Da man die Platten zur 
Überprüfung der Funktion auspacken und anschließen muß, kann man leider 
nicht mehr auf Transportschaden reklamieren, sondern muß den normalen 
RMA-Weg einhalten. Das heißt, mit Fehlerbeschreibung zurück zum Händler, 
der schickt sie an den Hersteller, welcher sie prüft und aufgrund der 
Fehlerursache natürlich Garantie ablehnt. Der übliche Verlauf des Falles 
wäre jetzt, daß der Händler die Gewährleistung ebenfalls ablehnt, weil 
laut Überprüfung des Herstellers die Platten unsachgemäß behandelt 
wurden. Daß die unsachgemäße Behandlung schon bei der Lieferung 
Händler-Kunde eingetreten ist, wird der Händler abstreiten (alles schon 
erlebt). Ja, und dann hast du viel Geld für Elektroschrott bezahlt. 
Aufgrund einschlägiger Erfahrung hatte ich jedoch beim Händler die 
Verpackung moniert und mit fotografischen Beweisen unterlegt. So erhielt 
ich wenigstens nach 6 Wochen Ersatz, diesmal ordentlich verpackt.

Autor: Lukas K. (Firma: carrotIndustries) (carrotindustries)
Datum:

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Warum kauft ihr dann nicht einfach eure Festplatten beim örtlichen 
Computerfachhändler? Dann darf man nur hoffen, dass deren Lieferant die 
Festplatten pfleglich behandelt. Lieber 10€ mehr zahlen, als sich über 
eine defekte Festplatte ggf. mit Datenverlust aufzuregen.

Autor: A. B. (funky)
Datum:

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Und wenn ich beim Versandhändler bestellt, kann ich doch sowieso 
innerhalb von 2(oder 4?) wochen problemlos umtauschen?! oder gilt das 
bei festplatten nicht?

Autor: vn nn (wefwef_s)
Datum:

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A. B. schrieb:
> Und wenn ich beim Versandhändler bestellt, kann ich doch sowieso
> innerhalb von 2(oder 4?) wochen problemlos umtauschen?! oder gilt das
> bei festplatten nicht?

Außerdem wäre da noch das deutsche Gewährleistungsrecht. Auf die 
Umtauschfrist lt. Fernabsatzgesetz würde ich mich nicht verlassen, sie 
bezieht sich nur auf unbeschädigte Ware. Womit wir wieder bei dem 
Problem wären, dass der Händler die Schuld für den Schaden erst mal auf 
dich schieben wird.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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vn nn schrieb:
> Außerdem wäre da noch das deutsche Gewährleistungsrecht.

Das gilt leider nur für Privatkunden, nicht für Firmen.

Autor: Christoph abc (chrichri)
Datum:

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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ich würde mal die SMART-Daten auslesen, insbesondere den
> Betriebsstundenzähler - das Teil ist garantiert nicht neu.
und welche smart werte interessieren mich da genau? :D

Autor: vn nn (wefwef_s)
Datum:

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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das gilt leider nur für Privatkunden, nicht für Firmen.

In dem Falle fällt afaik auch der Rücktritt nach dem Fernabsatzgesetz 
flach.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

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vn nn schrieb:
> A. B. schrieb:
>> Und wenn ich beim Versandhändler bestellt, kann ich doch sowieso
>> innerhalb von 2(oder 4?) wochen problemlos umtauschen?! oder gilt das
>> bei festplatten nicht?
>
> Außerdem wäre da noch das deutsche Gewährleistungsrecht. Auf die
> Umtauschfrist lt. Fernabsatzgesetz würde ich mich nicht verlassen, sie
> bezieht sich nur auf unbeschädigte Ware. Womit wir wieder bei dem
> Problem wären, dass der Händler die Schuld für den Schaden erst mal auf
> dich schieben wird.

Unabhängig vom Schaden. Wer ne neue Festplatte in Betrieb nimmt und sein 
ganzes System draufspielt hat erstmal ne Menge Arbeit und Zeit 
investiert.

Was nützt mir das die Erstattung von 50 Euro, wenn ich zuvor 3 Stunden 
formatiert etc. habe.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Christoph abc schrieb:
> und welche smart werte interessieren mich da genau? :D

Wie wärs mit dem Betriebsstundenzähler?

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
Datum:

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2 cm, nicht 2 mm

Autor: Christoph abc (chrichri)
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15 Stunden Betriebszeit... Hart, aber wahr ;-)

Als soweit scheints zu stimmen.

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
Datum:

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Festplatten kaufe ich grundsätzlich nur beim Händler ums Eck. Allerdings 
läßt der sich Platten auch irgendwie zuschicken. Der Vorteil ist das ich 
das Ding Persönlich auf die Theke schmettern kann wenns nicht läuft und 
in der Regel sofort eine Austauschplatte bekomme. In 20 Jahren 3 mal 
passiert.

Beruflich habe ich mit Automotive-Festplatten zu tun die auch munter 
verschickt werden. Das ist zu Analysezwecksen leider nötig.

Bei einer schlechten Verpackung hätte ich 5 Minuten nach dem Auspacken 
der Teile eine Email mit einer bösen Ansprache im Postfach.

Bisher ist mir kein Fall bekannt bei dem eine Festplatte beim Transport 
einen Schaden durch den Transport bekommen hätte.
Transportdistanz rund 10.000Km, "zärtliches" umladen an jedem Flughafen 
und jedem Paketzentrum, also mindestens 4 mal bis zum Ziel.

Die Festplatten sind in ein Gerät verschraubt, 500-600 Stück in 5 Jahren 
verschickt.

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
Datum:

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Hallo Stefan

> 2 cm, nicht 2 mm

Oh, stimmt. Ein Meter hat ja 1000 Millimeter...

Flo

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