www.mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Wärmepumpe als Model zum selber bauen


Important announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Tobias B. (wps)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,
ich habe in diesem Forum Beiträge über Wärmepumpen gelesen und möchte 
gern selber eine bauen. Die Wärmepumpe soll nur als Model und 
Versuchsobjekt dienen da ich noch Schüler bin und sie gerne für meine 
Facharbeit in Physik verwenden möchte. Aus diesen Gründen sind 
Wirkungsgrad, Leistung, etc. noch nicht entscheidend. Wichtig ist nur, 
dass der Bau mit möglichst wenig Kosten verbunden ist. Ich habe gelesen, 
dass ein alter Kühlschrank umgebaut werden kann. Falls mir jemand nähere 
Informationen darüber geben könnte währe ich sehr dankbar. Außerdem weis 
ich nicht mit welchen Risiken der Umbau verbunden ist und wo ich eine 
entsprechende Bauanleitung herbekommen kann.
Ein großes Dankeschön schon im Voraus.

Tobias B.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Ein Kühlschrank ist eine Wärmepumpe, da mußt du nichts umbauen.

Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Allerdings ist ein Kühlschrank nicht leicht zu einem Anschaungsmodell 
umzubauen, weil du den Kühlmittelkreislauf ohne Spezialwerkzeug nicht 
wieder zusammenbauen kannst, wenn du ihn ausgebaut hast. D.h. du 
müsstest den Kreislauf so wie er ist aus dem Gerät ausbauen und intakt 
lassen. Aber das musst du im Prinzip bei allen Wärmepumpen, die auf dem 
Prinzip "Verdampfen und Kondensieren" beruhen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Nimm eine Fahrradluftpumpe, einen Druckbehälter und eine kleine Düse, 
durch die die Luft gegen ein Thermometer entspannt und in die Umgebung 
entlassen wird.

Beim Aufpumpen wird die Luftpumpe ziemlich heiß, wenn du ordentlich 
pumpst, während das Thermometer im durch Entspannung abgekühlten 
Luftstrom immer kälter wird.

Das geht zwar ohne verdampfen und kondensieren, ist aber trotzdem eine 
Wärmepumpe.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Die Idee hatte ich zeitgleich :(

Nimm eine Fahrradluftpumpe ( möglichst Alu ), dann baust du 2
 Digitalthermometer dran.

Temperaturanstieg bei Kompression messen.
Dann Wärme übertragen ( Glas Wasser ) wieder messen.
( drittes Thermometer )

Entspannen und neu laden. usw.

Deine Leistung mit Federwaage bestimmen.

Da freut sich der Physiklehrer, und der letzte Depp begreift
das Prinzip.

Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Fahrradpumpe ist gut.
Das hat wohl jeder schon mal mitgekriegt, dass die heiß wird, wenn man 
pumpt.

Was ist denn das eigentliche Prinzip einer derartigen Wärmepumpe?


               Radiator
               +----------+
               |          |
               |          |
     #####################################
     #+++++++++++++++~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~#
     #+#################################~#
     #+#       +----------+            #~#
     #+#                               #~#
  +--#+#--+                         +--#~#---+
  |  #+#  | Kompressor              |  #~#   | Ventil
  |  #.#  |                         |  #-#   |
  |  #.#  |                         |  #-#   |
  +--#.#--+                         +--#-#---+
     #.#                               #-#
     #.#       +---------+             #-#
     #.#################################-#
     #..............---------------------#
     #####################################
               |         |
               +---------+
                   Kollektor

Fang wir links beim Kompressor an.
Das Medium strömt mit Umgebungstempertur in den Kompressor rein 
(Luftpumpe). Durch die Kompression wird das Medium heiß (Gasgleichung). 
Das heiße kompremierte Medium strömt dann weiter in den Radiator, wo es 
seine Wärme abgibt und kühler wird. Immer noch kompremiert (aber kühl) 
geht es weiter zum Ventil, an dem es wieder entspannt wird (auf normalen 
Druck expanideren kann). Dabei wird es kalt (wieder: wegen der 
Gasgleichung). Das kalte Medium strömt weiter zum Kollektor, wo das 
kalte Medium Wärme aus der Umgebung aufnimmt und wieder auf 
Umgebungstemperatur aufgewärmt wird. Und von dort geht es wieder zurück 
zum Kompressor, bei dem der ganze Kreisprozess erneut beginnt.

Legende:  #  markiert die Leitung
          .  Medium mit Normaltemperatur, Normaldruck
          +  heißes Medium, hoher Druck
          ~  Normaltemperatur, hoher Druck
          -  kühles Medium, normaler Druck

Der Nettoeffekt besteht darin, dass im Kollektor Wärme aufgenommen wird 
und im Radiator abgegeben wird. Im Kollektor deshalb, weil dort das 
Medium kühler als seine Umgebung ist, im Radiator deshalb, weil dort das 
Medium heißer als seine Umgebung ist. Kompressor und Ventil benötigt man 
nur deshalb, weil man durch Verdichtung bzw. Entspannung einen 
Temperaturanstieg bzw. Abfall im Medium erzeugt, so dass es einmal 
heißer bzw. kälter als seine Umgebung wird.


Einen Kreisprozess zu realisieren ist zwar möglich, dürfte aber mit 
einer Luftpumpe alleine etwas schwer werden. Aber um das Prinzip zu 
demonstrieren, würde eine Luftpumpe, etwas Schlauch, den man durch ein 
Wasserglas leitet und ein Fahrradventil (damit man im Schlauch den 
Überdruck etwas halten kann bis die heiße Luft ihre Energie an das 
Wasser abgegeben hat) völlig ausreichen.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Karl-Heinz,

den Kreislauf kann man auch mit der Luftpumpe darstellen,
allerdings muß man händisch die Pumpe bewegen.
( In das Glas Wasser, an die Luft usw. )

Es hilft aber sehr, um das Prinzip zu verstehen.

Dann ist Luftverflüssigung, Kühlschrank und Stirling- Motor
nur noch eine Draufgabe.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Mal als Vorschlag an unseren Fragesteller.

In den alten Opel-Omega-Caravans gab es so einen kleinen
12 V Kompessor ( für die Stoßdämpfer der Hinterachse ), so ein Teil und 
eine Autobatterie macht Einiges als Modell möglich.

Schrottplatz und schauen.

Autor: Sepp Hans (graudsalod)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Welche Vorteile hat es ein Haus mit einer Wärmepumpe zu beheizen?
Soviel kann man sich ja gar nicht sparen, der Verdichter braucht ja auch 
einen Haufen Strom!?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Sepp Hans schrieb:
> Soviel kann man sich ja gar nicht sparen, der Verdichter braucht ja auch
> einen Haufen Strom!?

Die damit geförderte Wärmemenge ist ein vielfaches dessen, was die Pumpe 
verbraucht.

Autor: Don Elektro (Firma: Pizzeria Germania) (pizza-rossi)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Wirkungsgradtechnisch ist die Luftpumpe ne Luftnummer.
Das Grundprinzip einer Wärmepumpe ist die Nutzung der Verdampfungswärme. 
Dadurch ist die abgegebene (thermische) Energie ca. 4 mal so hoch wie 
die eingebrachte (elektrische) Energie. Bei der Luftpumpe kann max. die 
eingebrachte Energie heizen.
Da das Grundprinzip verfehlt ist, taugt es auch als Modell nicht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Don Elektro schrieb:
> Wirkungsgradtechnisch ist die Luftpumpe ne Luftnummer.

Das bezweifelt auch keiner, aber wenn du das Eingangsposting liest, wird 
dir aufgehen, das es darauf nicht ankommt.

> Das Grundprinzip einer Wärmepumpe ist die Nutzung der Verdampfungswärme.

Das ist falsch. Luftverflüssigungsanlagen nach Linde arbeiten nicht mit 
Verdampfungswärme und sind selbstverständlich Wärempumpen.

Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Don Elektro schrieb:
> Wirkungsgradtechnisch ist die Luftpumpe ne Luftnummer.

Würdest du vorschlagen, dass er stattdessen einen alten Kühlschrank für 
seine Demonstration aufarbeitet um an ein Gas zu kommen, bei dem er die 
Verdampfungs/Kondensationswärme auch noch mitnehmen kann?

Autor: Christian R. (supachris)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Sepp Hans schrieb:
> Welche Vorteile hat es ein Haus mit einer Wärmepumpe zu beheizen?
> Soviel kann man sich ja gar nicht sparen, der Verdichter braucht ja auch
> einen Haufen Strom!?

Naja, das ist wie immer eine Wette auf die Zukunft. WENN der Strompreis 
bei gleichem Abstand zum Gaspreis bleibt, kann man in der Regel im Jahr 
etwa 500€ Heizkosten einsparen (je nach Hausgröße). Dem gegenüber stehen 
aber Investitionen von etwa 10.000 bis 20.000 € mehr als für eine 
Gas-Heizung, die muss man incl. Zinsen erst mal reinkriegen. Das dauert 
also ein paar Jährchen.
Bei besonders kalten und/oder langen Wintern sinkt die Ersparnis, weil 
die Wärmepumpe dann ineffizient wird, je größer die Temperatur-Differenz 
ist. Dann heizt man im ungünstigsten Fall (Luft-Wärmepumpe) mit Strom. 
Angegeben ist nämlich immer die Jahres-Arbeitszahl.
Wenn der Strompreis aber durch was auch immer schneller steigt als der 
Gaspreis, oder die Wärmepumpe schneller verschleißt als eine Gastherme 
ist die ganze Rechnung für die Katz, und man hat einen Haufen teurer 
High-Tech zu Hause.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Naja der Kühlschrankkreislauf ist so schon ein recht gutes Beispiel. Hat 
alles was man braucht - Verdichter, Verdampfer (innen), Verflüssiger 
(außen) und eine Drossel (Kapillarrohr). Allerdings ist jeder "echte" 
Kältemittelkreislauf schwierig zu handhaben wenn man hineinschauen 
möchte. Auf der Verflüssigerseite (da wo's warm wird) treten locker 
Drücke von 20-25bar und durch den Verdichter auch Druckstöße auf. Das 
kann einem schon ganz gut um die Ohren fliegen.

Damit nicht jeder mit klimaschädlichem Kältemittel rumplanscht hat sich 
der Gesetzgeber den tollen Kältemittelschein ausgedacht. Der Baumarkt 
bietet für den Bastler aber dennoch eine schöne Ausweichmöglichkeit... 
Das Zeug nennt sich dann R290 und kommt in roten Flaschen zu 5 oder 
11kg. Braucht man nur noch einen Verdichter, der mit Mineralöl betrieben 
wird (einen für R12, R22 oder R600a) und man darf sich damit seinen 
eigenen Kältekreislauf bauen. Die Verdichter kriegt man manchmal auf dem 
Schrottplatz oder Kühlgeräte-Annahmestellen. Diese müssen nämlich das 
Kältemittel entnehmen und recyclen bevor der Verdichter ausgebaut werden 
kann. Das Ding einfach rausschneiden und das Kältemittel dabei abzischen 
lassen ist vor allem bei "echten" Kältemitteln (zB. R12, R22, R134a, 
R4xx usw.) großer Mist. Kann auch üble Kälteverbrennungen geben wenn man 
das Zeug dabei flüssig auf die Pfoten bekommt. Kann aber auch bei 
Bastel-R290 passieren, muß man sowieso aufpassen.

Was auf jeden Fall zu beachten ist: Der Verdichter darf unter keinen 
Umständen flüssiges Kältemittel zu fressen kriegen. Die Kapselverdichter 
im Kühlschrank sind dagegen recht unempfindlich (wenn etwas zuviel 
Kältemittel drin ist sinkt nur der Wirkungsgrad dramatisch) aber sollte 
doch mal was flüssiges in den Zylinder kommen nimmt das Ding 
mechanischen Schaden. Entweder bricht das Pleuel oder die Ventilplatte 
bricht weg... nicht so einfach zu reparieren.

Autor: Don Elektro (Firma: Pizzeria Germania) (pizza-rossi)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Würdest du vorschlagen, dass er stattdessen einen alten Kühlschrank für
> seine Demonstration aufarbeitet um an ein Gas zu kommen, bei dem er die
> Verdampfungs/Kondensationswärme auch noch mitnehmen kann?

Ne, habe nichts derartiges vorgeschlagen. Umweltgefährdende Kältemittel 
gehören nur von Fachleuten verarbeitet, das ist nix für den Uhu.
Ich dachte bei Modell halt an eine funktionierende Miniaturausgabe einer 
WP. Aber es gibt auch Modelle à la Simulation oder Schaubild.

Vielleicht könnte man auch eine Heatpipe aus nem alten Lappi nehmen, 
kommt von der Funktion her einer WP vielleicht am nächsten, nur eben 
ohne Verdichter/Zusatzenergie.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Ein 12 V Kompressor ( aus dem Baumarkt ), Luft als Mittel
und schon könnte man ein schönes " Modell " bauen.

Es geht ums Prinzip, Energieeffizienz ist nicht nötig,
falls ich das richtig gelesen habe.

Kosten soll es ja auch nicht zuviel.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Don Elektro schrieb:
> Ne, habe nichts derartiges vorgeschlagen. Umweltgefährdende Kältemittel
> gehören nur von Fachleuten verarbeitet, das ist nix für den Uhu.

Geh zum Arzt, laß deine Halluzinationen kurieren.

Hinterher kannst du dich über die Funktionswese von Wärmepumpen 
informieren, insbesondere darüber, daß die nicht in jedem Fall 
Kältemittel mit Phasenwechsel benötigen, vor allem dann nicht, wenn der 
Wirkungsgrad keine Rolle spielt, wie es dem Eingangsposting zu entnehmen 
ist - wenn man lesen kann...

Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Don Elektro schrieb:

> WP. Aber es gibt auch Modelle à la Simulation oder Schaubild.
>
> Vielleicht könnte man auch eine Heatpipe aus nem alten Lappi nehmen,
> kommt von der Funktion her einer WP vielleicht am nächsten, nur eben
> ohne Verdichter/Zusatzenergie.

Ach komm.
Er ist Schüler und er will im Physikunterricht was vorführen. 
Wirkungsgrad etc. spielt keine Rolle. Wenn er fleissig pumpt kann er 
sich mit der gepumpten Wärme einen Tee kochen. Und das reicht dann 
schon.

Machts doch nicht immer komplizierter als notwendig.

Autor: Don Elektro (Firma: Pizzeria Germania) (pizza-rossi)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Ja Uhu, als Schüler muss man halt viel lernen. Das fängt bei deiner 
Ausdrucksweise an, da solltest du mal an dir arbeiten.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Hinterher kannst du dich über die Funktionswese von Wärmepumpen
> informieren, insbesondere darüber, daß die nicht in jedem Fall
> Kältemittel mit Phasenwechsel benötigen

Die 12 Stück die meine Firma letztes Jahr installiert hat, haben mit 
Kältemittel und Phasenwechsel gearbeitet, komisch. Die haben aber auch 
funktioniert..

Uhu Uhuhu schrieb:
> wie es dem Eingangsposting zu entnehmen
> ist - wenn man lesen kann...

Ich hab da jedenfalls was von umgebauten Kühlschränken gelesen ;-)

Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Ach komm.
> Er ist Schüler und er will im Physikunterricht was vorführen.
> Wirkungsgrad etc. spielt keine Rolle. Wenn er fleissig pumpt kann er
> sich mit der gepumpten Wärme einen Tee kochen. Und das reicht dann
> schon.

Der Physikunterricht ist doch keine Unterhaltungsshow! Wenn der Lehrer 
nur den Anflug einer Ahnung hat wie eine WP wirklich funktioniert, steht 
Uhu mit seiner Luftpumpe blöd da. Aber bitte..

Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Machts doch nicht immer komplizierter als notwendig.

Wenn es einfacher gänge würden die Hersteller von WPs diesen Weg gehen. 
Es ist nun mal so wie es: http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpe

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Don Elektro schrieb:
> Die haben aber auch funktioniert..

Das ändert nichts daran, daß du das Prinzip ganz offensichtlich nicht 
verstanden hast.

Autor: Tobias B. (wps)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Nochmal ein Dankeschön für die zahlreichen Rückmeldungen. Ihr habt mir 
jedenfalls schon ein großes Stück weiter geholfen und ich werde einige 
eurer Vorschläge in der nächsten Zeit ausprobieren. Es geht leider nicht 
nur um einen Versuch im Unterricht sondern um eine 15 Seitige Arbeit die 
ich brauche um mein Abi abschließen zu können, also lasst euch nicht 
abschrecken, wenn eure Vorschläger bisschen höheres Niveau fordern. Ich 
hab noch ein halber Jahr um mich damit rumzuschlagen. Ich würde mich 
natürlich freuen, falls noch weitere Vorschläge oder Rückmeldungen 
kommen.

Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Na dann.
Dein Zauberwort heißt: Carnotscher Kreisprozess.
Eine Wärmepumpe ist ein Sonderfall davon, denn eigentlich beschäftigt 
sich der Carnotprozess mit der Umkehrung: Wieviel Energie kann man durch 
Energietransport in Form von mechanisch nutzbarer Energie gewinnen. Das 
wäre ein Motor. Eine WP ist die energietechnische Umkehrung davon.

(Und noch was: solche Informationen wären gut, wenn man sie am Anfang 
hätte. Vor meinem geistigen Auge sah ich nämlich einen 14-jährigen, der 
sich für eine Demonstration ein zusätzliches Plus im Unterricht abholen 
möchte)

> wenn eure Vorschläger bisschen höheres Niveau fordern.
Die Frage ist: bist du konstruktiv in der Lage ein Kältemittel wie es in 
einem Kühlschrank benutzt wird in einem frisch aufgebauten Kreislauf in 
Zaum zu halten oder nicht. Wer allerdings in einem Mikrocontrollerforum 
danach fragt, wie man den Kreislauf eines Kühlschranks ausschlachtet ... 
bei dem denke ich lautet die Antwort: nein.

Autor: Harry Up (harryup)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
hi,
das Kältemittel im Zaum zu halten, wird wohl nicht das Problem sein, 
wenn man sich auf's Hartlöten von Kupferleitungen versteht, Hartlöten 
ist hier leider ein Muss, aber das geht zur Not und mit viel Geduld auch 
mit einem Baumarkt Brenner, zackiger halt mit Sauerstoff & Propan / 
Acetylen.
Kupferrohre sind für Arbeitsdrücke bis 70 bar zulässig, aber Vorsicht 
bei den Fittings, die mögen nur 25 bar sehen.
Mit R134a läuft der Prozess aber nur zwischen 1-4bar auf der Saugseite 
und max. 15 bar auf der Druckseite.
Die Ratschläge für R290 würde ich mal zurückstellen, das ist schon ein 
heißes Eisen, besser 'ne Dose Kältespray (Tetraflourethan, R134a), aber 
Vorsicht:
Als Kältefuzzi gibt's gleich eine auf den Ballon, wenn da bissl was 
entweicht, bist du Arzt, isses üblich, das auf Verletzungen zu sprühen 
und in die Umwelt zu entlassen, bist du Elektroniker, sprühst du das 
Zeug auch in die Umwelt, vor ein paar Jahren wurden sogar die Tröten auf 
dem Fussballplatz damit befeuert.
Ok, wenn Kühlschrankkompressor, dann idealerweise einen, der auf R134a 
'gemüntzt' ist, der hat ein Ester-Öl drinne, welches sich in R134a lösen 
lässt, das braucht's, damit das im Ausgang 'mitgenommene' Öl wieder in 
den Ansaugtrakt gelangt. Ist da mineralisches Öl drin, wird es sich im 
Verdampfer sammeln und da bleiben, dein Verdichter läuft dann irgendwann 
trocken und verendet mit deutlichem Geräusch.
Jetzt musst du nur noch entscheiden, wie Wärme- und Kälteleistung 
getauscht werden sollen, dann kannste dich für die passenden 
Wärmetauscher entscheiden, Fluid/Gas oder halt Fluid/Fluid Typen.
Als Entspannungsventil wird im einfachsten Fall ein bis zur Düse 
'verdünntes' Rohr genommen, edler wird's mit einem TEV, darf auch aus 
der Bucht sein und für R12 gemacht sein, die Druckverhältnisse sind 
denen von R134a extrem ähnlich.
Wenn die Wärmetauscher schön grosszügig ausgelegt sind, solltest du 
einen COP von 4-5 erreichen können, was einer Nutzleistung von ca. 0,5 
KW bei einem Kühlschrank-Kompressor entspricht.
Zur Inbetriebnahme muss der Kreislauf vakuumiert werden, das könnte 
bissl schwierig werden.
Grüssens & fröhliches Basteln, harry

Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Könnte eine KFZ-Werkstatt nicht beim Vakuumieren helfen?

Die machen das doch auch mit den Klimaanlagen.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Also, wenn der Schüler was vorführt, was an einem Ende 5K kälter ist als 
die Umgebungsluft hat der schon ne 1 verdient - wenn dazu noch die 
richtige Erklärung kommt, warum es jetzt dort kälter wird.

Was wärmer machen ist geschenkt. Und der Wirkungsgrad ist völlig 
schnuppe.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Michael K-punkt schrieb:
> Also, wenn der Schüler was vorführt, was an einem Ende 5K kälter ist als
> die Umgebungsluft hat der schon ne 1 verdient - wenn dazu noch die
> richtige Erklärung kommt, warum es jetzt dort kälter wird.

Daß die Perfektionisten hier nicht auch noch ein mittleres Kernkraftwerk 
zum Antrieb der Höllenpumpe gefordert haben, hat mich schon 
überrascht...

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Als Alternative kannst du auch ein Peltierelement nehmen (Das ist auch 
eine Wärmepumpe). Als Ausgleich für die relativ einfache Nutzung 
könntest du eine Temperaturreglung mit einem µC dazubauen (ev. mit 
Display zur Anzeige der Temperatur). Dazu noch eine Power Point 
Präsentation wo du die Funktionsweise erläuterst und fertig ist dein 
Projekt

Gruß

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Die Idee mit dem Pelztier kam mir auch gerade, aber das ist halt kein 
Kältemittelkreislauf, hat einen miesen Wirkungsgrad und wird daher in 
Heizungswärmepumpen nicht eingesetzt. Das taugt halt nur mit Mühe und 
großer Not für den Camper, der sein Bier kaltstellen will.

Wenn man sich mit R134a rumschlagen will sollte man noch erwähnen, daß 
dieses Polyolesteröl ziemlich übel mit Luftfeuchtigkeit reagiert. Also 
wenn einen Kompressor vom Schrott dafür, dann muß dieser verschlossen 
gelagert werden. Wenn der schon eine Weile offen irgendwo rumliegt wird 
ein Ölwechsel fällig.

Die Sache mit dem R290 wird erst bei größeren Füllmengen brenzlig. Bei 
den kleinen Mengen die in einem Kältekreislauf in Kühlschrankgröße 
enthalten sind (bei R600a so 80-120 Gramm) verfliegt das Zeug recht 
schnell wenn es entweicht und bildet in normal-großen Räumen so schnell 
keine explosionsgefährlichen Gemische. Das Befüllen eines solchen 
Kreislaufes stellt da wohl das größere Risiko dar.

Daß die Luft aus dem Kältekreislauf raus muß ist ja logisch. Aber zum 
Evakuieren braucht man in der Tat eine recht gute Vakuumpumpe... evtl. 
hätte ich noch eine im Angebot... ;)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Ben _ schrieb:
> Wenn man sich mit R134a rumschlagen will sollte man noch erwähnen,

...daß es auch mit Luft geht. Stichwort Lindeverfahren.

Autor: Harry Up (harryup)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
naja, wenn Luft darf's doch auch der Schukey-Motor sein, seltsam, dass 
der noch nicht konventionell genutzt wird...

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Das "Salzverfahren" wurde noch nicht genannt. Hierbei wird im Wasser 
Salz aufgelöst, was einen endothermen Effekt erzeugt. Anschließend 
transportiert man das Wasser in einen Entsalzer und das Spiel kann 
erneut beginnen.

Solch ein originelles Gerät hat mit Sicherheit keinen guten 
Wirkungsgrad, wird aber bestimmt Erstaunen auslösen.

PS: Nicht ganz Ernst nehmen. ;)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Harry Up schrieb:
> naja, wenn Luft darf's doch auch der Schukey-Motor sein, seltsam, dass
> der noch nicht konventionell genutzt wird...

Na ja, den Motor kann man sich in diesem Fall hier auch sparen, wenn man 
eine Fahrradluftpumpe nimmt und selber pumpt...

Aber das hatten wir weiter oben schonmal.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Es soll doch ein Modell werden, also verkleinert.

Da bietet sich Luft als Medium an, das Ganze schön aufgebaut
mit einem Kleinstkompressor?

Oder geht es um das System? Funktionsfähig ohne besondere
optische Ansprüche?

Oder geht es um Wirkungsgrade und das technisch machbare?
Da wäre eine Meßreihe an einem möglichst effizienten Gerät
eher der Weg.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Allerdings ist ein Kühlschrank nicht leicht zu einem Anschaungsmodell
> umzubauen, weil du den Kühlmittelkreislauf ohne Spezialwerkzeug nicht
> wieder zusammenbauen kannst, wenn du ihn ausgebaut hast. D.h. du
> müsstest den Kreislauf so wie er ist aus dem Gerät ausbauen und intakt
> lassen. Aber das musst du im Prinzip bei allen Wärmepumpen, die auf dem
> Prinzip "Verdampfen und Kondensieren" beruhen.

Man muß einen Kühlschrank nicht umbauen.
Es reicht völlig, die Tür offen zu lassen. Dann kann man
auf der Rückseite des Kühlschrankes die Funktion einer Wärmepumpe
schnell spüren :)

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
Datum:

Diesen Beitrag bewerten:
lesenswert
nicht lesenswert
> du
> müsstest den Kreislauf so wie er ist aus dem Gerät ausbauen und intakt
> lassen
Hab ich schon gemacht, ist nur nicht so gut für den Kühlschrank...

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account (Zum SSL-Login)
NEU: Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Yahoo-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
webmaster@mikrocontroller.netImpressumNutzungsbedingungenWerbung auf Mikrocontroller.net