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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anlaufstrom messen


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Autor: Robert Weber (rweber)
Datum:

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Servus Forum,

ich möchte den Anlaufstrom meiner Drehbank messen. Dieser dürfte 
irgendwo jenseits der 20A liegen. Nun kam mir in den Sinn, ob es evtl 
möglich ist, einen Zangenadapter wie z.B. 
http://www.reichelt.de/Zangenmessgeraete/PEAKTECH-... 
an das Osszi anzuschliessen und dann die Messung vorzunehmen. Ich bin 
mir allerdings nicht sicher, wie diese Zangenadapter intern aufgebaut 
sind, d.H. ob diese schnell genug sind um ein brauchbares Messergebis zu 
liefern.

Oder falls jemand einen besseren vorschlag hat, her damit. Mit fällt 
alternativ nur noch ein einen Meter Draht dazwischenzuklemmen und den 
Spannungsabfall zu messen.

schöne Grüße,
Robert

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

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@  Robert Weber (rweber)

>ich möchte den Anlaufstrom meiner Drehbank messen. Dieser dürfte
>irgendwo jenseits der 20A liegen. Nun kam mir in den Sinn, ob es evtl
>möglich ist, einen Zangenadapter wie z.B.
>http://www.reichelt.de/Zangenmessgeraete/PEAKTECH-...
>an das Osszi anzuschliessen und dann die Messung vorzunehmen.

Wahrscheinlich eher nicht. Denn ersten ist das eine Ultrabilliggurke und 
zweitens kann das DIng nur AC und wird damit whalrscheinlich Probleme 
bei deinem transienten Einschaltvorgang haben.

>Oder falls jemand einen besseren vorschlag hat, her damit.

Nimm eine richtige Stromzange, nach Möglichkeit eine, die auch DC messen 
kann.

>alternativ nur noch ein einen Meter Draht dazwischenzuklemmen und den
>Spannungsabfall zu messen.

Aua! Wenn dann schon über einem RICHTIGEN Shunt. Aber auch das ist nicht 
ganz einfach und ungefährlich am Netz.

MFG
Falk

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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Wahrscheinlich nur wegen der Sicherung.
Da ist das dann unkritisch, schliesslich vertragen die meisten Sicherung 
bis 3 Sekunden lang den 3-fachen Strom (und C-Typen noch mehr).

Falls es aber um Transistoren geht, die Mikrosekundenschnell kaputt 
sind, reicht Spannung/Innenwiderstand um das auszurechnen.

Autor: hinz (Gast)
Datum:

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Falk Brunner schrieb:
> Nimm eine richtige Stromzange, nach Möglichkeit eine, die auch DC messen
> kann.

Unbedingt so eine, aber eigentlich kann man bei DSAM ganz gut mit 
10*I_nenn schätzen.

Autor: Bassti (Gast)
Datum:

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hier gibts "halbwegs" (open loop halt) genaue aber sehr günstige Hall 
Current Sensoren:

http://www.hallsensors.de/CYHCS-OL-RW.htm

kann man auch mit Tracingausgang bestellen, dann beträgt das Tau je nach 
Typ ca. 10us...

Das sollte ja ausreichend sein... können auch AC und DC...

Bin sehr zufrieden mit den Dingern, aber Lieferzeit 4 Wochen :-/

MfG

BAsti

Autor: Robert Weber (rweber)
Datum:

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Erstmal vielen Dank für die Infos.

Hintergrund meiner Aktion ist, daß regelmässig bein Einschalten eine 
Sicherung (16A Neozed) fliegt. Besonders wenn eine hohe Drehzahl gewählt 
ist und die Machine deshalb länger braucht bis sie auf Drehzahl kommt.

Auf dem Typenschild der Maschine steht 7.5 KVA/380V als gesamte 
Leistungsaufnahme, wobei die Leistungsaufnahme der Zusatzaggregate 
sicherlich nicht gross ins Gewicht fällt. Bei mittlerweise 400V wird es 
wohl noch etwas mehr sein.

Da ich die Verkabelung sowieso neu machen will (uralte 1.5², über 50m 
lang) wollte ich mir zuerst einen Eindruck verschaffen in welchen 
Größenordnungen sich der Strom bewegt.


Gruss,
Robert

Autor: Günther N. (guenti)
Datum:

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Das der Anlaufstrom eines Drehstrommotors ein mehrfaches des Nennstromes 
sein kann ist allgemein bekannt.Spendiere deiner Drehbank ein 
Sanftanlaufgerät und das Problem ist gelöst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sanftanlauf

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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> Da ich die Verkabelung sowieso neu machen will (uralte 1.5², über 50m
> lang) wollte ich mir zuerst einen Eindruck verschaffen in welchen
> Größenordnungen sich der Strom bewegt.

So lange dünne Leitungen begrenzen sogar den Anlaufstrom, sind in deinem 
Fall also nützlich und es ist kontraproduktiv, nun nur 10 Meter 2.5mm2 
zu legen, zumindest wenn die Sicherung bleibt.

Autor: Dieter Werner (dds5)
Datum:

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Wir haben eine Hubvorrichtung mit Gewindespindel die von einem 7,5kW 
Motor angetrieben wird.
Da der Motor unter Volllast im Stern nicht hochläuft, wird er im Dreieck 
direkt eingeschaltet.
In der Verteilung sind 60A Zeigermessgeräte eingebaut, die knallen beim 
Einschalten heftig gegen den Anschlag am Skalenende und pendeln sich im 
Betrieb bei rund 16A ein.
Sicherungsautomaten C25 fallen jedes Mal und C32 gelegentlich, 
Schmelzpatronen 16A halten aber immer. Zuleitung ist ca. 70m H07-F 5G4.

Autor: Friedrich Seuhs (fseuhs)
Datum:

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Robert Weber schrieb:
> http://www.reichelt.de/Zangenmessgeraete/PEAKTECH-...

Möchte diesen Zangenstromwandler nicht gleich so schlecht machen wie so 
mancher Vorposter.
Das ist ein rein passiver Teil (hat halt auch so seine Vorteile). Mit 
der Genauigkeit wirst du für deine Anwendung auskommen.
Einzig die niedrige Ausgangsspannung am Oszi (bei 20A -> 20mV) könnte 
ein Problem sein.

Autor: b35 (Gast)
Datum:

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Funktioniert denn der Stern-Dreieck Anlauf noch, bzw. ist er hoffentlich 
vorhanden? Nach den TAB (technische Anschlußbedingungen) schreibt der 
Netzversorger bei Direkteinschaltung diesen meistens vor (ca. ab 4...7 
kVA Motorbauleistung). Hierdurch wird der Anlaufstrom stark (1/3) 
reduziert.

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