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Forum: PC Hard- und Software Verständnisfrage zur mechanischen Konstruktion eines Festplatten-Lesekopfes


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Autor: Rüdiger (Gast)
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Hi,

gelegentlich schlagen hier im Forum ja Leute mit ihren defekten 
Festplatten auf und bitten um Hilfe.
Nicht selten wird dann im Verlauf des Threads auch erwähnt, dass die 
Lese-Köpfe extrem dicht über der Plattenoberfläche schweben und quasi 
nur durch ein Luftpolster, welches durch die konstante 
Nenn-Umdrehungszahl erzeugt wird, vom Aufsetzen auf der Plattenoberfäche 
abgehalten werden. Ich habe mal vor 10 Jahren eine Festplatte geöffnet 
und erinnere mich noch an ein Kamm-Artiges Gebilde am äußeren Rand der 
Magnet-Platten, in dem die Leseköpfe nach dem Abschalten der Festplatte 
frei schwebend "geparkt" wurden.

Nun habe ich mir aktuell Bilder von geöffneten Festplatten angesehen und 
stelle fest, dass die Leseköpfe im ausgeschalteten Zustand wohl eher am 
inneren Rand der Plattenoberfläche "geparkt" zu sein scheinen:

http://cdn4.digitaltrends.com/wp-content/uploads/2...

Kann mir jemand erklären, was sich da grundsätzlich in der Technik 
geändert hat bzw. wie genau der empfindliche Kopf während der 
Spin-Up-Phase bzw. bis zur Bildung des zum Schweben erforderlichen 
Luftpolsters geschützt wird?

Mfg,
Rüdiger

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
Datum:

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Geändert hat sich da nichts. Es gab immer beide Varianten, innen oder 
außen zu parken. Der Trick ist, dass die inneren Spuren mikroskopisch 
aufgerauht sind. Der Kopf berührt sie daher nur an wenigen Punkten und 
klebt daher nicht fest. (Und dort sind auch keine Daten gespeichert.)

Bei einigen Platten war es wohl auch relativ unkritische, wenn der Kopf 
mal wo anders auflag. Das gilt aber nicht für alle Platten. Wenn der 
Kopf außerhalb der Parkposition aufsitzt tritt Adhäsion (Sticking) ein. 
Der Kopf klebt fest. Erfolgt gerade ein Zugriff und die Platte schlägt 
auf den Boden auf, kann der Kopf auch kurzzeitig aufliegen und 
festkleben. Es ist schwierig den Kopf wieder los zu bekommen, denn 
solange er festklebt, steht alles still, löst er sich, klebt er gleich 
daneben wieder fest.

Die Hersteller gehen dazu über die Oberflächen zu beschichten um das 
Festkleben oder eine Überhitzung beim spin-up zu verhindern. Der spin-up 
auch nur ein kurzer Moment. Die Wärmekapazität des Kopfes sollte daher 
ausreichen, um Überhitzung zu verhindern. Was sowieso nur für die 
Variante relevant ist, wo die Köpfe auf den den Platten aufliegen. Bei 
der Variante mit dem Parkdingens werden die Köpfe erst nach dem spin-up 
darauf gefahren.

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