Datum:
Angehängte Dateien:Hallo, in der Zeitschrift Funkamateur wurde eine Pt100-Meßschaltung mit einem Delta-Sigma-A/D-Wandler vorgestellt: http://www.funkamateur.de/tl_files/downloads/hefte... Die dort gezeigte 4-Leiter-Messung (Auszug im Anhang) kompensiert den Leitungswiderstand R_L zum Temperaturfühler allerdings nicht vollständig:

Der erste Summand stellt das fehlerbehaftete Meßergebnis dar, der zweite Summand den Meßfehler aufgrund des Leitungswiderstands R_L. Für R2 >> R_L ergibt sich der Meßfehler näherungsweise zu

In der o.g. Schaltung bei 0°C also 1/68 R_L. Das ist zwar schon besser als bei einer 2-Leiter-Messung, aber meines Erachtens wäre es doch günstiger, R2 nach Masse zu legen (siehe zweite Schaltung im Anhang). Denn dann wäre

also ohne Fehlerbehaftung durch den Leitungswiderstand R_L. Wäre die zweite Schaltungskonfiguration im Anhang mit dem MCP3551 so machbar? Oder wird es Probleme geben, die ich übersehen habe? Christian.
Datum:
Hi Christian, ich bin auf der Suche nach PT100 Schaltungen auf deinen Post gestoßen, Ich weiß zwar nicht, ob deine Schaltung besser ist, aber kann man das nicht sehr einfach experimentell ermitteln? Ich denke da an sehr genaue Widerstände als PT100 Ersatz, oder ein Poti und ein Messgerät. cu Thorsten
Datum:
Thorsten Eggert schrieb: > Hi Christian, > ich bin auf der Suche nach PT100 Schaltungen auf deinen Post gestoßen, > Ich weiß zwar nicht, ob deine Schaltung besser ist, aber kann man das > nicht sehr einfach experimentell ermitteln? Ich denke da an sehr genaue > Widerstände als PT100 Ersatz, oder ein Poti und ein Messgerät. Experimentelle Versuche scheitern oft, wenn es um Abweichungen im Promille-Bereich geht. Normalerweise sind dann logische Überlegungen anhand der Formeln (die man aber vorher auf Richtigkeit überprüfen muss) besser. Gruss Harald
Datum:
Wie kommst auf das Ergebnis vom ersten Beispiel? Ich komme auf: Rpt / (R2 + RL) = Upt / (Uref - Upt)
Datum:
Okay ist das selbe :-)
Datum:
MaWin schrieb: > und es ist besser als def Murks aus dem Funkamateuer. Vielleicht solltest du mal den Text von Christian lesen, bevor du hier so große Töne von dir gibst. Zur Schaltung: Der Kontakt- und Leitungswiderstand landet bei dieser Schaltung in jedem Fall irgendwo - und zwar nicht beim PT100, sondern beim wirksamen Vorwiderstand, aber bei dem Vorwiderstand von 6k8 sehe ich da kein Problem. Schließlich ist das rund 60x so viel wie beim PT100 und damit vernachlässigbar. Es ist EGAL, an welcher Stelle man den Vorwiderstand anordnet, denn der Kontaktwiderstand addiert sich nur dann NICHT zum Vorwiderstand, wenn dieser ebenfalls per Kelvinkontakten abgetastet wird. Aber wozu? Nen 6k8 mit Kelvinkontakten abgreifen, weil man 300 milliOhm Leitungswiderstand fürchtet? Hab's grad nicht nachgemessen, aber der Fehler dürfte deutlich unterhalb der Spezifikation eines PT100 liegen und ist deshalb egal. W.S.
Datum:
Harald Wilhelms schrieb: >> Hi Christian, >> ich bin auf der Suche nach PT100 Schaltungen auf deinen Post gestoßen, >> Ich weiß zwar nicht, ob deine Schaltung besser ist, aber kann man das >> nicht sehr einfach experimentell ermitteln? Ich denke da an sehr genaue >> Widerstände als PT100 Ersatz, oder ein Poti und ein Messgerät. > > Experimentelle Versuche scheitern oft, wenn es um Abweichungen im > Promille-Bereich geht. Normalerweise sind dann logische Überlegungen > anhand der Formeln (die man aber vorher auf Richtigkeit überprüfen > muss) besser. > Gruss > Harald Moin Harald, im Prinzip hast Du natürlich Recht. Ich meinte nur das man, wenn man sich nach der Formelarbeit nicht sicher ist, das Ergebnis experimentell überprüfen kann. Du hast natürlich auch Recht, wenn Du schreibst das das bei sehr geringen Abweichungen schwierig bis undurchführbar wird. Allerdings würde ich sagen, wenn der Effekt so gering ist, das er meine Messtechnik überfordert, ist er in der Regel eh egal, da er durch andere Toleranzen in den Bauteilen, etc. aufgefressen oder kompensiert wird. Wie dem auch sei. Zumindest habe ich den Thread wieder aufgefrischt und damit eine, wie ich finde, fruchtbare Diskussion losgetreten (-:. cu Thorsten
Datum:
Da könnte man jetzt noch die böse Frage stellen, wie weit der PT100 entfernt sein muss, damit das relevant wird. Sind es nur ein paar Meter, kann man den ADC auch dicht an den PT100 setzen (wo es noch nicht so warm wird) und das Messignal digital übertragen. Erfordert auch 4 Leiter...
Datum:
Thorsten Eggert schrieb: > Allerdings würde ich sagen, wenn der Effekt so gering ist, das er meine > Messtechnik überfordert, ist er in der Regel eh egal, da er durch andere > Toleranzen in den Bauteilen, etc. aufgefressen oder kompensiert wird. Das Problem bei PT-Widerständen ist die geringe Steigung der Temperatur/Widerstandskennlinie. Bereits 4 Promille Abweichung bedeuten eine Abweichung von einem Grad. Deshalb sind in vielen Fällen andere Temperaturfühler mit steileren Kennlinien besser geeignet. Andererseits kann man durch geschickte Schaltung gewisse Fehler, wie Leitungswiderstände und Thermospannungen völlig ausblenden. Und wenn man diese Möglichkeit hat, sollte man sie auch nutzen. Typisch für PT-Schaltungen sind z.B die Umschaltung der Fühler und der Referenzwiderstände per Analog- Schalter. Dort muss man mit stärkeren Schwankungen der Wider- stände im durchgeschaltetem Zustand rechnen. Das spielt aber bei Vierdrahtanschluss (und natürlich auch 4 Schaltern) über- haupt keine Rolle, weshalb man dort problemlos Billigschalter aus der 405x Reihe nehmen kann. Gruss Harald
Datum:
Harald Wilhelms schrieb: > Das Problem bei PT-Widerständen ist die geringe Steigung der > Temperatur/Widerstandskennlinie. Sehe ich nicht als Problem an. Wenn ich mich recht erinnere, dann macht 1 Ohm beim PT100 so etwa 2.5 Grad aus und der oben genannte ADC kann locker 20 Bit Auflösung liefern. Bei dem genannten 6.8k Vorwiderstand muß man also 6 Bit abziehen und übrig bleiben immer noch 14 Bit für den Wert des PT100. Ich denke, das reicht dicke. Und dem Beitrag von Timm Thaler kann ich nur zustimmen: Der ADC schluckt nur etwa 0.2 mA und kann deshalb so ziemlich vor Ort angebracht werden. W.S.
Datum:
Hallo, alle die mal einen PT1000 und einen LTC2400 auf einfachster Weise probieren möchten: http://www.basteln-mit-avr.de/atxmega128a3.html#PT1000 Gruß G.G.

