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Forum: Platinen Pinabstände bei 200V


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Autor: Night (Gast)
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Hallo,

ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch was den Mindestabstand von 
Leiterbahnen beträgt. Ich muss eine Leiterbahn vorsehen auf dehnen 200V 
Gleispannung anliegen. Hier gibt es ja den Richtwert 1mm/ 100V, dies 
heist mindestens 2 mm Abstand.
Soweit sogut aber wie sieht es am Ende bei den Bauteilen aus?
Als Beispiel Mosfet:
http://www.infineon.com/dgdl/BSR92P_Rev1.02.pdf?fo...

Hier wird im Footprint design am Ende ein Abstand von 1,2mm angegeben. 
Dies heisst das ~ 120V anliegen dürfen oder?
Aber wieso ist das Bauteil dann bis 250V angegeben?
Was muss ich vom Platinendesign her unternhemen?

Autor: Pieter (Gast)
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moin moin,

setze zwischen beide Leiterzüge eine Isolationsfräsung und sieh mal da:
http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschlagsfestigkeit

MfG
Pieter

Autor: Night (Gast)
Datum:

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wie sieht es dann mit der Feuchtigkeit aus? Kann mir dann vorstellen das 
innerhalb der Fräsungen dort Feutigkeit in das Platinenmaterial 
eindringt. Es soll eine Multilayerplatine werden.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

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@  Night (Gast)

>Gleispannung anliegen. Hier gibt es ja den Richtwert 1mm/ 100V, dies
>heist mindestens 2 mm Abstand.

Man kann es auch übertreiben. Bei uns sind 4mm/kV gängig, für deine 200V 
reicht also 1mm, und selbst das ist schon recht großzügig.

>Hier wird im Footprint design am Ende ein Abstand von 1,2mm angegeben.
>Dies heisst das ~ 120V anliegen dürfen oder?
>Aber wieso ist das Bauteil dann bis 250V angegeben?

Weil 1,2mm für 250V ausreichen.

>Was muss ich vom Platinendesign her unternhemen?

Nichts. Bestenfalls, wenn dein Platine unter extremen Klimabedingungen 
arbeiten soll (Hohe Feuchte, Betauung, Dreck), dann muss man sie 
versiegeln.
Das muss aber überlegt sein, einfach irgendwelchen Lack draufpinseln ist 
nicht sinnvoll.

MFG
Falk

Autor: Mine Fields (Gast)
Datum:

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Night schrieb:
> Hier wird im Footprint design am Ende ein Abstand von 1,2mm angegeben.
> Dies heisst das ~ 120V anliegen dürfen oder?
> Aber wieso ist das Bauteil dann bis 250V angegeben?

Man muss immer unterscheiden, ob eine Isolierung aus Sicherheitsgründen 
oder aus rein funktionellen Gründen gefordert ist. Außerdem kommt es 
drauf an, ob das Bauteil direkt an Netzspannung betrieben wird (dort hat 
man dann entsprechende Überspannungen zu beachten), das beeinflusst die 
Luftstrecke erheblich. Außerdem spielt die maximale Betriebshöhe für die 
Luftstrecke eine Rolle. Die Kriechstrecke wiederum wird erheblich von 
der Klimaklasse beeinflusst, bei schmutziger Umgebung sind wesentlich 
höhere Kriechstrecken einzuhalten.

200V bei 1,2mm sollten bei normalen Umgebungsbedingungen jedenfalls ncoh 
machbar sein, da es dann wohl nicht um direkten Netzanschluss geht.

Pieter schrieb:
> setze zwischen beide Leiterzüge eine Isolationsfräsung und sieh mal da:

Nützt nur nichts, weil die Kriechstrecke über das Bauteil selbst immer 
noch vorhanden ist.

Falk Brunner schrieb:
> Man kann es auch übertreiben. Bei uns sind 4mm/kV gängig, für deine 200V
> reicht also 1mm, und selbst das ist schon recht großzügig.

Nach welcher Norm arbeitet ihr? Ich kenne keine Norm, die mit solchen 
Richtwerten arbeitet.

Autor: Reinhard Kern (Firma: RK elektronik GmbH) (rk-elektronik)
Datum:

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Mine Fields schrieb:
> Nach welcher Norm arbeitet ihr? Ich kenne keine Norm, die mit solchen
> Richtwerten arbeitet.

Hausnorm - gibt es für alle Lebenslagen. Ich habe mal den Entwickler 
einer Elektronik-Weltfirma darauf hingewiesen, dass eine bestimmte 
Schaltung schon aufgrund des Ohmschen Gesetzes nicht funktionieren 
könnte, und er hat nur fröhlich geantwortet "ach das macht doch 
garnichts, für sowas haben wir unsere Hausnormen". Was soll man da noch 
sagen.

Gruss Reinhard

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