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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Blockkondensatoren LM324


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Autor: BrunsLee (Gast)
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Moin!

Ich bin im Rahmen meiner BA mit einem digital gesteuerten Filter 
beschäftigt. Dieser läuft auch soweit. Leider waren die Amplitudengänge 
der Filterkonfigurationen nicht zufriedenstellend. Aufgrund dessen baue 
ich die Schlatung noch einmal mit festen Werten auf um die Auswirkungen 
von geringen Veränderungen von Bauteilwerten auf den Amplitudengang zu 
testen. Allerdings nutze ich dafür einen LM324 anstelle des 
ursprünglichen OPVs. Nun steuern beim Anlegen der Betriebsspannung alle 
Ausgänge des OPV voll aus. Woran kann das liegen? Es wurde nur ein OPV 
in Multiple Feedback Schaltung beschaltet und auf 1kHz abgestimmt. 
Berechnung und Aufbau fanden nach FilterPro von TI statt. Aufbau ist im 
Bild zu sehen. Kann es daran liegen das ich keinerlei Blockkondensatoren 
verwende?
Vielen Dank für die Antworten!
MfG
Lars

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite Flattr this
Datum:

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BrunsLee schrieb:
> Nun steuern beim Anlegen der Betriebsspannung alle
> Ausgänge des OPV voll aus.
Was heißt das? Welche Spannung kommt am Ausgang raus? welche Spannung 
hast du am '+' und welche am '-' Eingang?

> Woran kann das liegen?
Du hast die Schaltung genau so aufgebaut und verwendest eine 
symmetrische Spannungsversorgung?

> Kann es daran liegen das ich keinerlei Blockkondensatoren verwende?
Unwahrscheinlich...

Autor: BrunsLee (Gast)
Datum:

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Sorry, hab vergessen das zu erwähnen...
Symmetrische Spannungsversorgung aus einem ELABO Festspannungsnetzteil 
mit +5V GND -5V
Spannung am - Eingang ist das Eingangssignal nur im mV Bereich. + 
Eingang liegt auf GND und weist auch beim messen kein potential auf. Am 
Ausgang liegt eine positive Gleichspannung die knapp unter der positiven 
Betriebsspannung liegt. (kein rail to rail OPV)

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite Flattr this
Datum:

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BrunsLee schrieb:
> Spannung am - Eingang ist das Eingangssignal nur im mV Bereich.
Und das wäre konkret was und wieviel?

> + Eingang liegt auf GND und weist auch beim messen kein potential auf.
Genu dort muss der - Eingang auch hin. Da müssen an beiden Anschlüssen 
die selben Spannungen zu sehen sein.

Mach mal ein (brauchbares) Foto von deinem Aufbau...

Autor: BrunsLee (Gast)
Datum:

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Wieso muss am - Eingang Null Potential anliegen? Wie soll denn dann die 
Differenz zwischen - und + Eingang ausgeglichen werden? Ich kann kein 
Foto machen, weil ich nicht mehr an der HS bin. Außerdem ist das Ganze 
auf nem Steckboard aufgebaut, also sieht man nicht wirklich was. Die 
Beschaltung habe ich auch schon von zwei Kommis prüfen lassen.
Ich habe alles so wie in dem angehängten Bild verschaltet und messe 
alles über ein Digitaloszilloskop mit einer an R1 anliegenden 
Eingangsspannung von Uss 40mV. Ich kann eventuell Morgen mal ein Bild 
vom Aufbau machen wenn das wirklich notwendig ist.

Autor: nicht "Gast" (Gast)
Datum:

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BrunsLee schrieb:
>
> Beschaltung habe ich auch schon von zwei Kommis prüfen lassen.

Meinst du damit einen Kontoristen oder oder tatsächlich 2 Kommunisten?

Im Ernst: Die gezeichnete Schaltung sollte funktionieren. Es scheint mit 
sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Fehler im Aufbau vorzuliegen. Bei 
einem Steckbrett sind darüberhinaus Kontaktprobleme nicht 
auszuschließen.

Autor: BrunsLee (Gast)
Datum:

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XD Ich meine weder Kommunisten noch Kontoristen. :D Kommis sind neben 
den beiden genannten Möglichkeiten auch noch Kommillitonen/Mitstudenten.
An Kontaktprobleme habe ich auch schon gedacht. Eventuell sollte ich das 
mal verlöten. Es ist aber auch wirklich misteriös das es nicht 
funktioniert. Ich glaube auch eher an nen Fehler im Aufbau, aber so oft 
ist das schon aufgebaut habe und auch hab prüfen lassen ist das einfach 
sehr unwahrscheinlich. Ich habe auch schon die Verbindungen 
durchgemessen (Ohmmeter) um irgendwelche krassen Übergangswiderstände zu 
finden, aber da war absolut gar nichts ungewöhnliches zu messen. Also 
werde ich Morgen mal zusammen mit einem "Kommi" das ganze verlöten. Wenn 
das nichts wird, dann mache ich mal ein Foto vom Aufbau und stell das 
hier online! ;)
Aber danke schon mal!
Blockkondensatoren werden also ausschließlich zur 
Spannungsstabilisierung genutzt?

Autor: LTC1043 (Gast)
Datum:

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BA? LM324? Super OP-Amp ausgewhält!
Fährst du auch noch ein VW Käfer weil es nichts besseres gibt oder aus 
Nostalgie?
Wir leben nun im Jahr 2012...
Such dir was besseres

Autor: tt2t (Gast)
Datum:

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> BA? LM324? Super OP-Amp ausgewhält!

war auch mein allererster Gedanke!

Autor: RAY (Gast)
Datum:

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BrunsLee schrieb:
> Nun steuern beim Anlegen der Betriebsspannung alle
> Ausgänge des OPV voll aus. Woran kann das liegen? Es wurde nur ein OPV
> in Multiple Feedback Schaltung beschaltet und auf 1kHz abgestimmt.

Ein LM324 ist ein 4-fach OP, wenn ich mich recht besinne? wie sind die 
anderen nicht benutzten OPs beschaltet?

Autor: BrunsLee (Gast)
Datum:

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>BA? LM324? Super OP-Amp ausgewhält!
Fährst du auch noch ein VW Käfer weil es nichts besseres gibt oder aus
Nostalgie?
Wir leben nun im Jahr 2012...
Such dir was besseres

Danke für diesen überaus weisen Hinweis! XD Lies dir einfach noch mal 
meine ursprüngliche Frage durch und dann wäre wenigstens ne kleine 
Entschuldigung angebracht. Danke.. -.-

@RAY:
Sind alle bis auf einer unbeschaltet. Bin deshalb etwas verwundert das 
alle aussteuern, obwohl ich ja nicht wirklich eine Spannungsdifferenz an 
den Eingängen habe.

Autor: BrunsLee (Gast)
Datum:

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So, nachdem ich heute alle anderen Fehler ausschliessen konnte, habe ich 
nochmals daran gemacht die Kontakte durchzusehen, weil ja schon vermutet 
wurde, dass das Steckboard die Schuld an der ganzen Misere hat.

Die Schaltung an sich hatte keine Kontaktprobleme, allerdings wurde die 
Spannung über schraubbare Buchsen an dem Board zugeführt. Hier war bei 
der negativen Versorgungsspannung ein Wackelkontakt aufgetreten. Nachdem 
dieser behoben wurde lief alles zufriedenstellend!
Danke an alle die mir wirklich helfen wollten und konnten! Besonderen 
Dank an Herrn Miller!

Autor: Udo Schmitt (urschmitt)
Datum:

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BrunsLee schrieb:
> Danke für diesen überaus weisen Hinweis! XD Lies dir einfach noch mal
> meine ursprüngliche Frage durch und dann wäre wenigstens ne kleine
> Entschuldigung angebracht.

Warum, der Einwand ist schon berechtigt. Es gibt bestimmt modernere 
Typen.
Wenn du einfach den OP gegen einen anderen tauschst wirst nu nicht 
unbedingt die identischen Ergebnisse bekommen. Annähernd übereinstimmen 
werden sie solange wie der Op nicht an seine Grenzen kommt 
(Ausgangsspannung/ Slew Rate/...)

Klemme mal die Eingänge aller unbenutzen OPs auf Ground.

Nachtrag. Postüberschneidung, hat sich erledigt.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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> Kann es daran liegen das ich keinerlei Blockkondensatoren verwende?

Nein.

Der LM324 ist so langsam, daß die Leitung zum Netzteil reicht, um 
rechtzeitig Strom nachliefern zu können.

Die Schaltung funktioniert im Prinzip.

Allerdings musst du auch wirklich an V- die -5V anlegen, und nicht nur 
0V.

Und die Eingangsspannung sollte keinen relevanten Gleichspannungsoffset 
haben, sondern symmetrisch um 0V pendeln.

Zudem musst du Masse des Eingangs mit Masse den +5V/-5V Netzeteils 
verbinden und mit dem +In EIngang des OpAmps.

Es wird also ein Fehler im Aufbau vorliegen.

Der LM324 ist übrigens für Frequenzen über 1kHz eher schlecht geeignet.

Schnellere OpAmps brauchen dann Abblockkondensatoren.

Autor: Jens G. (jensig)
Datum:

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>Udo Schmitt (urschmitt)

>BrunsLee schrieb:
>> Danke für diesen überaus weisen Hinweis! XD Lies dir einfach noch mal
>> meine ursprüngliche Frage durch und dann wäre wenigstens ne kleine
>> Entschuldigung angebracht.

>Warum, der Einwand ist schon berechtigt. Es gibt bestimmt modernere
>Typen.

Begründung? Der Einwand war überhaupt nicht berechtigt, denn was hat das 
Alter eines OPV mit der grundsätzlichen Funktionsweise zu tun? Es ging 
ja erstmal nur um ein reines DC-Problem.

>Wenn du einfach den OP gegen einen anderen tauschst wirst nu nicht
>unbedingt die identischen Ergebnisse bekommen. Annähernd übereinstimmen
>werden sie solange wie der Op nicht an seine Grenzen kommt
>(Ausgangsspannung/ Slew Rate/...)

Und was haben diese dyn. Kenngrößen, oder irgendwelche Max./Grenz-Werte 
mit seinem Problem zu tun?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite Flattr this
Datum:

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Udo Schmitt schrieb:
> Klemme mal die Eingänge aller unbenutzen OPs auf Ground.
Ich würde eher sagen: verbinde jeweils Ausgang mit - und leg + an GND...

BrunsLee schrieb:
> Wieso muss am - Eingang Null Potential anliegen?
Da liegt latürnich nicht "genau" Massepotential. Aber es sollte sich so 
maximal um ca. ein paar kleine mV davon wegbewegen.
> Wie soll denn dann die Differenz zwischen - und + Eingang
> ausgeglichen werden?
Wenn da eine Differenz ist, dann verstärkt der OP diese Differenz bis 
ins Unglaubliche...
Sagen wir mal, du hast 1mV Differenz am Eingang und eine Verstärkung 
nach Datenblatt von:
Large Signal Voltage Gain        15V/mV
Dann kommen am Ausgang theoretisch 15V heraus...   ;-)

BrunsLee schrieb:
> Blockkondensatoren werden also ausschließlich zur
> Spannungsstabilisierung genutzt?
Nein. Sie dienen Dazu, "schnelle" Ströme für ICs lokal liefern zu 
können. Siehe mal das da:
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/14-Entkopplung

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