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Forum: Offtopic Messgenauigkeit Fluke/Voltcraft


Autor: Alexander Grimm (Gast)
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Hallo zusammen,

ich hab mal ne Frage welche das Volcraft VC820 und das Fluke 189
betrifft.
Das das Fluke wesentlich genauer mißt ist mir klar. Schließlich kostet
es auch erheblich mehr als das VC.
Mich interessiert nun wieso das Fluke so genau bzw. das VC so ungenau
mißt.
Ist das ganze Messprinzip verschieden?
Werden die einzelnen Bauteile mit höheren/geringeren Toleranzen
gefertigt?????
Habe im Anhang auch einen konkreten Versuch beigefügt.
Bin über jede Antwort dankbar.
Gruß
Alex

Autor: Oryx (Gast)
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Hallo Alexander,
das meiste hast du schon selbst beantwortet:
Das Fluke ist wahrscheinlich besser gearbeitet. Also genauere Bauteile
und ganz wichtig, auch ordentlich abgeglichen.

Der grosse Fehler dürfte allerdings am Messprinzip liegen.
Das Problem ist die Messung von Wechselstrom/Spannung. Die Messwerte
werden auf den Effektivwert getrimmt. In den alten
Fluke-Bedienungsanleitungen sind Berechnungsbeispiele zur Berechnung
des Effektivwertes in Abhängigkeit vom Eingangssignal.
Wie deine abgeschnittene Sinuswelle in einen Effektivwert umzurechnen
ist, sagt dir wohl nur ein Messgerät mit "true rms".

MfG
Oryx

Autor: Ratber (Gast)
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Genau das ist der Springende Punkt.

Das Fluke 189 mit dem Voltkraft VC-820 zu vergleiche ist wie Käfer mit
Golf.

Du vergleicht ein Lowcostgerät mit einem Semipro.

Noch krasser wäre gewesen das Fluke gegen das VC-555 antreten zu
lassen. '-)


Das Fluke 189 ist ein recht Edels Gerät mit True RMS und das VC-820
kein True-RMS Gerät.

Das sind zwei unterschiedliche Messmethoden.

Wenn dann vergleiche mal das VC-840 mit dem Fluke.
Das 840er ist auch ein True-RMS Gerät und wird wesentlich besser
dastehen.

Obendrein sollten die Vorraussetzungen gleich sein.

Das Fluke hat schon eine kalibrierung ab Werk wärend die VC-820/40
diese nur gegen aufpreis bekommen.

Also wenn du schon vergleichen willst dann bitte in der gleichen Klasse
oder wenigstens annähern und nicht Trabbi gegen Porsche.


zb. das VC-840 mit Calibrierung und 48 Monate Garantie gegen das Fluke
110.(Hat schon Calibrierung und lämngere Garantie im Preis)

Das wären dann für das Fluke 146 Euro mit 3 Jahren Garantie.
Und für das Votcraft VC-840 112 Euro mit 4 Jahren Garantie.

Wie man sieht ist dann der Unterschied nicht mehr so happig.

Das VC-840 hab ich ünrigens auch auf der Arbeit in der Schublade (Neben
meinen anderen Geräten).

Da ich manchmal auch cross messe (Dieses und andere Multimeter plus
Tester am selben ort) kann ich schnell feststellen ob ein Multi aus dem
Ruder läuft oder Spinnt und das VC-840 macht da ne recht gute Figur.

So übel isses jedenfalls nicht.

Deine Messreihe hat nur gezeigt was passiert wenn man Geäte mit
unterschiedlichen zuständen gegeneinander antreten lässt.


In der Formel-1 treten schließlich auch nur gleichwertige und
abgeglichene Fahrzeuge gegeneinander an '-)

Autor: Alexander Grimm (Gast)
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Servus,
mir ist klar das ich Äpfel mit Birnen vergleiche.
Ziel des Versuches ist es ja die Messgenauigkeit zwischen preiswerten
und teuren Geräten zu vergleichen. Deswegen wäre es in diesem Fall
völlig witzlos zwei Geräte gleicher Qualität zu vergleichen.

Wie funtioniert denn eine True-RMS MEssung genau??

Autor: Christian Schifferle (Gast)
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Da passt doch das alte Sprichwort:
"Wer misst, misst Mist" ;-)

Autor: Ratber (Gast)
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Falsch:


"Wer mit Mist misst,misst Mist" '-))



@Alexander Grimm


>Servus,
>mir ist klar das ich Äpfel mit Birnen vergleiche.
>Ziel des Versuches ist es ja die Messgenauigkeit zwischen preiswerten
>und teuren Geräten zu vergleichen. Deswegen wäre es in diesem Fall
>völlig witzlos zwei Geräte gleicher Qualität zu vergleichen.

Du hast noch nicht verstanden worauf ich hinaus will.

du vergleichst ein RMS-Messgerät mit einem nicht RMS-Gerät und das ist
das was ich mit "Äpfeln und Birnen" meine.

Genauso könntest du bei einer Leistungsmesung (Elektrisch) einmal ein
Wattmeter und einmal 2 Multimeter (1x Spannung,1x Strom.Ergebnis
einfach Multiplizieren) nehmen und vergleichen.

Bei rein Ohmschen Lasten oder Gleichspannung ist das Ergebnis identisch
aber wehe du hast ne Phasenverschiebung wie bei Kapazitiven oder
Induktiven Lasten dann misst du mit den beiden Multis nur die
Scheinleistung weil der Zeitliche Bezug fehlt.

True-RMS ist eingedeutscht die "Echt-Effektivwertmessung" die die
Kurvenform berückichtigt.

Herkömmliche Multimeter messen nur Spitze/spitze und bilden daraus mit
einer angenommenen Sinuskuve (und oft auch mit angenommenen 50Hz oder
nur wenig davon entfernt) einen Wert.

Ein True-REM Gerät berücksichtigt wie gesagt die Kuvenform zur
Wertbestimmung um ein reelles Ergebnis zu bekommen.

Natürlich ist diese Methode etwas aufwendiger und damit auch Teurer.

Wenn dann kannst du mit deinem Versuch den Unterschied zwischen
Herkömmlich und True-RMS aufzeigen aber über die MEssgenauigkeit der
Geräte kannst du im direkten Vergleich sogut wie garnix sagen.

Auch sollten beide Geräte ähnliche Vorraussetzungen haben was die
Kallibrierung und die Garantie betrifft.

Herkömmliche Geräte wie ds VC-820 bekommen nur einen Werksabgleich.
Das Fluke bekommt per Default immer eine Kalibrierung (Mit Zertifikat)
was einen gewaltigen Unterschied ausmacht denn auf den Werksabgleich
gibt es keine Garantie auf Grundgenauigkeit.

Die Garantiedauer spielt beim Preis auch eine Rolle sowie die
Ausstattung.

So macht es keinenb Sinn ein Gerät mit Semipro-Eigenschafften gegen ein
Durchschnittsgerät antreten zu lassen.

Also,entweder True-RMS gegen True-RMS ähnlicher Messausstattung oder
lieber garnicht.

Dein Test ist wie A64 gegen Pentium 100 oder P4-Trallala gegen K6-2.

Gleiche Klassen heißt das Zauberwort. '-)

Autor: Netbandit (Gast)
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Also bei uns auf Arbeit sind ständig die billigen Multimeter kaputt
gegangen (grobe Messfehler/Kontaktprobleme beim Schalter u.s.w.)

Das hat meinen Chef so angekotzt, daß er sich ein Fluke gekauft hat.
Das Messen damit ist wesendlich besser, es geht schnell von der Hand
und vor allem ist da kein riesengroßer Messwahlschalter drauf, wo man
erstmal 10min. gucken muß um zu wissen in welchen Messbereich man das
nun stellen muß.
ob das Gerät +/-5% Tolleranz oder ein wenig mehr oder weniger hat ist
in meinem Beruf Jacke wie Hose, aber das Fluke ist einfach toll
verarbeitet, geht nicht gleich kaputt wenn es mal vom Tisch fällt die
Kabel der Messschnüre brechen nicht gleich nach einem halben Jahr
u.s.w.. Es sind einfach diese kleinen Dinge die dieses Gerät irgendwie
perfekt machen :)

Ich war so begeistert, daß ich mein billiges Conrad Gerät zu Hause
weggeworfen habe und mir ein Fluke 111 gekauft habe. Tolles Gerät!

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,nen Vernünftiges Multi tut not aber auch eine Günstige Alternative
kann nützlich sein wenn man se richtig einsetzt.

Autor: Netbandit (Gast)
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Ja natürlich ab einem bestimmten Punkt ist es eben die Frage ob ein
teurer VW ausreicht oder ab es unbedingt ein noch teurer Audi sein muß
:)

Autor: Ratber (Gast)
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Im Prinzip ja aber auch Fluke hat Müllserien bzw. liefert einfach Geräte
die nicht richtig Messen.

Mein erstes altes 77er Fluke hatte im Widerstandsbereich eine Macke die
sich derart ausbildete das im Messbereich 200Kohm (Endausschlag) immer
+5% angezaigt wurden (Ab 2Mohm nicht mehr).

Die Diskrepanz fiel ja irgendwann mal auf als ich andere Multis
mitbenutzt habe also hab ich mit nen 1% Metallfilm geschnappt und
verglichen.
Da ich nicht genau mitbekommen habe daß das nur in einem Bereich
passiert hab ich mit dem 10K natürlich kaum eine Abweichung gefunden.

Erst einige Tage später kam ich dahinter und hab ds Teil bei Fluke
reklamiert (6 Montasgarantie war ja schon abgelaufen) und dort erfuhr
ich das ca. 70% der Produktion (77er) diese Macke hatte und man dabei
war alle Händelr und bekannten Kunden anzuschreiben.

Natürlich wurde es umgetauscht und als kleine Entschädigung gabs neben
der Erstattung der Portokosten noch nen Satz Extrastrippen mit guten
Tastköpfen (Federspitzen) dazu.

Yo und wer meint ein Edles Markengerät wäre was für die Ewigkeit der
hat sich geschnitten denn Teuer wie Billig muß man schon regelmäßig
Kallibrieren oder es machen lasen sonst läuft der Vogel bald aus dem
Ruder.

Wie oft hängt logischerweise davon ab wie man es strapaziert.

Bei häufigen Temperaturwechseln und Stößen wie auf Montagen natürlich
häufiger als wenn das Teil nur immer in der warmen Laborwohnstube
liegt.

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