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Forum: Hausbus Hausbus Steckdose

Autor: Simon (Gast)
Datum: 10.06.2005 15:04

Hi.

Durch einen anderen thread bin ich auf die idee gekommen mir einen
hausbus aufzubauen, mit dem ich steckdosen ein und ausschalten kann,
lichter dimmmen, rolladen hoch und runter......

Nun hab ich mir überlegt, wie ich sowas realisieren könnte. Da es ja
nicht gerade einfach ist die ganzen wände aufzureissen und die Buskabel
zu verlegen hab ich mir überlegt, das ganze über die Stromleitungen
laufen zu lassen. (So wie "Steckdosen netzwerk")
nun meine frage: ist es für einen hobby elektroniker eigentlich möglich
sowas zu machen oder nicht ?

MfG Simon
Autor: Kalle (Gast)
Datum: 10.06.2005 15:09

Freilich ist er das! Warum auch nicht?

Ich habe bei mir den LON-BUS. Der eigentlich bus läuft zu jedem Gerät
quasi zusammen mit Versorungsspannung. Ich brauche zwei Koppler, für
24V und für 230V - wunderschöne Sache. Ich habe nur Angst davor, das in
20 Jahren mal ein Gerät kaputt geht :(

Dum werde ich im nächsten Urlaub eine SPS zusätzlich einbauen, so dass
man zur Not mit den alten Schaltern diverse Eingänge schalten kann! Das
solltest Du berücksichtigen - was machst Du, wenn der "Herzstück im
Bus" kaputt geht! Spätestens dann ist das eh schon "erzwungene
Verständniss" meiner Frau vorbei :)
Autor: Simon (Gast)
Datum: 10.06.2005 21:42

Kannst da das ganze mal genauer beschreiben wie sich sowas realisieren
lässt ?
Autor: Kalle (Gast)
Datum: 10.06.2005 21:54

Erstmal solltest Du dir genaue Gedanken machen, was Du automatisieren
willst.
Möchtest Du nur am Rechner sehen welche Lampe leuchtet, möchtest Du die
Jalousie fahren lassen, möchtest Heiz und Kühlflächen regulieren - es
gibt unendlich viele Möglichkeiten wozu ein bus integriert werden kann.
Autor: Simon (Gast)
Datum: 10.06.2005 22:30

Also ich habe vor damit Steckdosen an und auszuschalten, die Jalousie zu
steuern, Lichter an und ausschalten und lichter dimmen.
Autor: ka-long (Gast)
Datum: 10.06.2005 22:54

Hi,

Genau sowas interessiert mich auch.

Für die Spannungsversorgung bleibt glaube ich nur ein nicht
netzgetrenntes Kondensatornetzteil in Frage. Oder weiß da jemand was
besseres ? Soll ja in ne Steckdose passen.

uC ist prinzipiell egal, aber ich nehm nen AVR.

Dann noch nen Nullspannungsdetektor.

Die Kommunikation soll per HF aufmoduliert werden. Gibts da was
fertiges ? Wär am besten....


Gruß ka-long
Autor: Simon (Gast)
Datum: 27.06.2005 20:58

Hat sowas in die richtung noch niemand gemacht ?
Autor: Rufus, das dicke Ei (Gast)
Datum: 27.06.2005 23:00

Naja, dafür braucht man sicherlich viel Zeit und Nerven (zumindest die
die Angehörigen ;) ).
Ich habe mich daher entschieden, das Haus, welches wir jetzt anfangen,
zu bauen, komplett mit EIB auszustatten. In der gegenwärtigen
wirtschaftlichen Lage bekommt man das auch recht günstig, da die Firmen
nicht so gut zu tun haben. Dazu dann noch fünf Jahre Garantie und wir
haben erstmal keinen Streß...
Autor: Simon (Gast)
Datum: 30.06.2005 22:10

klar ist sowas nicht einfach zu machen. Aber wie funktioniert sowas denn
Prinzipiell ?
Autor: PeterK (Gast)
Datum: 01.07.2005 09:54

Na klar geht das - mit der sog. Powerline-Technologie.
Dazu braucht man pro Gerät:
· Powerline-Modem
· Mikroprozessor (Tiny reicht) um die Geräteadressierung zu erkennen
· Relais zur Steuerung - evtl. Triac wg. dimmen.

· Dann braucht man noch die Zentrale - ebenfalls mit Powerline-Modem
und einem Mikroprozessor, der die Befehle absendet. Software-Protokoll
wg. Fehlererkennung ist natürlich auch notwendig. Dazu ein System zur
Adressierung der einzelnen Geräte.

Nachteile:
1) Powerline-Modem ist nicht gerade winzig aufzubauen, so dass der
Einbau in Schalterdosen kaum möglich sein wird.
2) Man muss darauf achten, dass durch gleichzeitig betätigte Schalter
(also die, die jetzt schon existieren) kein Kurzschluss geschieht (also
z.B. Rolladen fährt automatisch runter und jemand drückt dann den
Schalter "Rolladen hoch"). Da müssen also per Relais diese Leitungen
temporär stillgelegt werden.

Ansonsten ist das sehr gut machbar, wenn man keine Wände aufreissen
möchte oder der Hausmanager dies verbietet ;-)

Viel Glück

Peter
Autor: kryon2000 (Gast)
Datum: 01.07.2005 09:59

Ganz ehrlich, das ist für das Haus das beste:

http://mitglied.lycos.de/madmax3333/
Autor: Michi (Gast)
Datum: 01.07.2005 10:29

Ja, vor allem, was die Sicherheit betrifft...
Autor: PeterK (Gast)
Datum: 01.07.2005 10:37

Das Problem bei solchen unidirektionalen Lösungen ist nur leider, dass
man sich nie sicher sein kann, dass der Befehl auch angekommen ist
(Reichweite, Störungen). Mit bidirektionalen Lösungen wird durch CRC
oder andere Verfahren die Korrektheit des Befehls überprüft und dem
Sender ein "Empfangen" geschickt.
Abgesehen davon gibt es mit diesen Funkschaltern noch ein paar weitere
Nachteile:
a) Wenn der Nachbar zufällig auch Funkschalter mit der gleichen
Codierung einsetzt, kann man das gesamte System in die Tonne hauen.
b) Die Anzahl der möglichen Geräte ist eingeschränkt

Für kritische Bereiche also nicht einsetzbar (Heizungssteuerung,
Alarmanlage etc.)

PeterK
Autor: Christian C.-Z. (Gast)
Datum: 07.04.2008 17:28

Hallo Simon,

schau doch mal hier nach:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Powerline_mit_AVR

Dürfte schon recht nah an dem sein, was Du suchst.

Gruss,
Christian
Autor: G. L. (glt)
Datum: 07.04.2008 17:40

Bist Du Dir sicher, dass er nach 3 JAHREN !!! noch sucht?

Mal aufs Datum gucken kann nicht schaden.
Autor: W.S. (Gast)
Datum: 11.04.2008 02:33

Hallo, auch alte Fragen sind manchmal für andere noch aktuell!
Die Idee über die Haus-Stromleitungen ein Bussystem zu betreiben ist
immer noch ineressant. Ein Bussystem muß einfach, robust und
preisgünstig sein und ohne zusätzliche Leitungen auskommen. Eine
professionelle Realisierung kann man unter www.lcn.de finden. Einige
Module habe ich bei mir im Einsatz. Interessant wäre es, dass System
selbst zu entwickeln. Eine Interessante Anwendung von Mikrocontrollern.
Auch kann dann durch intelligenten Einsatz im Haus Energie gespart
werden.

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