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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mikrocontroller Studieren


Autor: Leon Meier (Gast)
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Hallo!

Ich interessiere mich momentan stark für ein FH Studium. Meine
Grundvorraussetzungen (Noten,...) sind zwar nicht die besten, aber für
ein FH Studium sollte es denke ich reichen.

Das Problem ist bloß, das ich nicht genau weiß was ich studieren soll.
Informatik finde ich sehr interessant, nur fehlt mir da die Praxis, und
vor allem(!) die Mikrocontroller!
Ein reines E-Technik Studium wäre mir aber glaub ich zu viel E-Technik
:-)
Gibt es nicht Studiengänge Mikrocontroller? :-)
Was studiert ihr, oder was habt ihr studiert?

Gruß,
Leon

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Autor: Mario (Gast)
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Hallo !

Na, lass das nicht die FH-Studenten hören, dass man für ihr Studium
nicht so gut sein muss wie für ein Uni-Studium ... ;-)

In München an der TU - wo ich E-Technik mache - gibt es seit Kurzem
einen neuen Studiengang Informationstechnik, das wäre dann glaub ich
schon eher was für dich. Gibt's natürlich sicher nicht nur in
München.

Grüße, Mario

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

es gibt Studiengänge die nennen sich Technische Informatik. Das dürfte
in etwa das sein was du suchst. Aber löse dich von der Vorstellung
besonders viel mit µC im Studium zu tun zu haben. Das ein oder andere
Praktikum ist da zwar dabei aber das meiste sind halt Grundlagen.

Matthias

Autor: Christian (Gast)
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Hallo

ich denke auch, technische Informatik geht am ehesten in Richtung
Microcontrollerprogrammierung. Microcontroller ohne E-Technik wird aber
schwierig werden.... Guck dir doch mal den Fächerkatalog deiner
Wunsch-FH an. Daran sieht man schon recht gut, ob dieses Studium einem
Spass machen könnte.

Christian

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Informatik hat mit uC eher weniger was zu tun. Da geht es eher um
Platformprogrammierung, Betriebsysteme, Compilerbau und
Datenbankstrukturen und -Sprachen

E-Technik ist da schon das Richtige und auch das Notwendige.
Informatiker werden im Bereich uC nur als Programmierer beschäftigt.

"lass das nicht die FH-Studenten hören, dass man für ihr Studium
nicht so gut sein muss wie für ein Uni-Studium"

Tja, mache hören die Fakten eben nicht gerne: Allerdings: Das "gut
sein" muss man näher definieren!

Bezieht mnan es auf Mathe und Physik, so ist das absolut richtig, denn
UNI ist um einiges anspruchsvoller: An unserer Uni konnte man z.B. mit
einem FH-Diplom weiterstudieren. (Auch von fremden FHs!) Man brauchte
dazu eine Mindestnote von 2.0 als Abschluss von der FH und bekam das
Grundstudium angerechnet. Die Diplomarbeit wurde zur Studienarbeit und
man musste das Hauptstudium absolvieren. Von all denen, die das
Probieren, kommt knapp so etwa knapp die Hälfte durch. Es scheitert
dann oft genau an "theoretischen" Fächern M+P.  Die anderen Fäacher,
die einfach Fachwissen benötigen sind nicht wesentlich anspruchsvoller,
sondern einfach schlicht mengenmässig "mehr", als das was im gleichen
Fach und derselben Zeit an der FH gemacht wird. (Unsere Pfos haben da
mal eine Bestandsaufnahme gemacht)

Ob das einem nun liegt, oder nicht, sollte man davon abhängig machen,
wie leicht einem in der Schule solche Thmemen wie Funktionentheorie in
der Mathe oder komplexe Gleichungen in der Physik gelegen haben. Wer
kein Abi hat und in Mathe nicht zu den Besten gehört hat, der wird
ernstze Probleme kriegen und nicht alles lässt sich mit Fleiss
ausgleichen. Man sollte sein Abi schon mit "Links" gemacht haben,
zumindest in den relevanten Fächern. Der Unterschied ist schon
dramatisch: Ich hatte im Abi in Mathe+Physik und Informatik fast NUR
Einsen- an der Uni purzelte trotzdem auch schon mal eine 5 dazwischen.
(->Klausurwiederholung)

Von den Leuten, die ich aus dem privaten Bekanntenkreis kenne, welche
damals von der FOS kamen, hat keiner den Uni-Studienzweig beendet. Ein
Drittel ist auf FH umgesattelt, die anderen sind komplett
"weggeplatzt". Die meisten mit FOS fangen daher nur ein FH an.

Ich habe übrigens "Technische Informatik" studiert. Meine ersten
Erfahrungen in der Uni warne 1991 die Programmierung von GALs, dann
Xilinx-PLDs mit Genrad-HDL. C-Programmierung war seit Kurzem eingeführt
und wurde an Linux / UNix-Systemen durchgeführt, dazu gab es
Mikrocontrollerpraktika mit 8085. Private habe ich aber shcon 10 Jahrr
zuvor als Schüler mit dem 6502 in ASM entwickelt. (VC-20).

Lustig: Die Fähigkeiten des VC-20 in Sachen Wortbreite, Speed und RAM
errinnern doch sehr stark an heutig AVR. :D

Autor: FPU (Gast)
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Ich würde dir ein Fachhochschulstudium empfehlen, beispielsweise
Elektrotechnik mit Schwerpunkt Datentechnik. Aber profane
Mikrocontroller-Basteleien gehören auch hier nicht zum Stoff. Beruflich
wirst du dich auch nicht mit AVRs beschäftigen, sondern eher mit
Freescale-Trümmern o.a.

Wie dem auch sei: Um Vorlesungen wie GET, Systemtheorie,
Regelungstechnik etc. kommst du bei keinem Studiengang herum.
Schließlich sollen deine MCs ja auch was machen. Für die Intelligenz
bist schließlich du zuständig :)

Autor: Dominik (Gast)
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Ich würde dir auch das Studium an einer FH raten. Ich selber studiere
Informations - /Kommunikationstechnik. Das schöne an meinem Studiengang
ist, dass ich mir sehr viel aussuchen kann was ich machen möchte.
Außerdem ist bei uns an der FH (Gelsenkirchen Abteilung Bocholt) alles
ziemlich überschaubar.

Dominik

Autor: Tobias Danz (Gast)
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Also zum Thema FH oder Uni möchte ich noch sagen, dass es abhängig davon
ist was man mit dem Uni bzw. FH-Diplom machen will.
Es ist nicht automatisch so, dass ein FH-Studium leichter ist, die
FH's richten sich nur mehr nach der Praxis, während viele
Uni-Absolventen in der Grundlagenforschung oder an Uni's selbst hängen
bleiben.

Ich studiere an einer FH Elektro- und Informationstechnik und würde mir
nie ein Urteil über eine andere Einrichtung erlauben, wo ich selber noch
nicht war, d.h. ein Uni _student sollte nie über die Studienqualität
einer FH urteilen oder umgekehrt. Denn es gibt Prktiker und Theoretiker
und beides wird benötigt.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

ein (UNI/FH)-Student sollte nichtmal über die Qualität einer anderen
(UNI/FH) urteilen. Selbst das Urteil über die eigene (UNI/FH) ist eher
subjektiv. Um sich ein Urteil bilden zu können sollte man mehrere
(UNI/FH)'s besucht haben. Aber wer hat das als Student schon?

Matthias

Autor: Läubi (Gast)
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Studier doch Informatik mit Nebenfach E-Technik...

Autor: pripri (Gast)
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guck doch mal bei der fenuni hagen. da kannst auch als gathörer
teilnehmen, kannst dir deine kurse selbet zusammenstellen und kriegst
für bestandene abschlußklausuren auch noch ein zertifikat.
mfg ip

Autor: Hannes Hering (Gast)
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Ich wollt mal eben meinen Senf zu Noten und Studium an FHs bzw. Unis
dazugeben! Es ist nämlich so: Es gibt da fiese Gerüchte, nachdem ein
Abi-Zeugnis mit Note 3,7 o. ä. in einer FH hängen soll, mit den Worten:
"Mit so einem Zeugnis sollte man sich lieber an einer Uni bewerben"

Unfair, aber leider Realität! ;)

MFG

Hannes

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@Leon:

Aus meiner Erfahrung: Studiere das, was Dir am besten gefällt. Mache
nicht den Fehler, Dich nach irgendwelchen obskuren Zukunfstchancen zu
richten. Bis Du Dein Studium fertig hast, sieht die Welt eh anders aus,
als alle Analysten und Wirtschafts-"Experten" sich so
erhoffen/träumen/zusammen fantasieren. Denn wenn Dich das Studium
ankotzt, weil es nicht das Thema ist welches Dich wirklich
interresiert, ist die Gefahr groß, dass Du es schleifen lässt...

Naja, und wegen den Noten: Was heisst "nicht die besten"? Welche
Fächer sind schlecht? Und warum hast Du da schlechte Noten? Analysiere
Deine Situation ganz ehrlich: Wo haperts, und vor allem: Warum happert
es da? War es Faulheit? Oder hast Du mit dem Stoff nichts anfangen
können?

Wenn letzters der Fall ist, musst Du Dir schon ernsthaft überlegen,
warum das ausgerechnet im Studium besser werden soll.

Wenn ersters der Fall ist, musst Du Dir überlegen, ob Du Deinen inneren
Schweinehund überwinden kannst. Und zwar mindestens 4 Jahre lang.

Auf jedem Fall wird das Studium nicht leichter als die Schule. Das
heisst nicht, dass es unerhört schwer ist, nur, mit durchmogeln wird's
da nichts. Man bekommt nicht automatisch einen Abschluss. Dafür muss man
selber etwas arbeiten. Da steht keiner hinter einem, der einem die
Pistole auf die Brust setzt und sagt: "Halt Dich ran". Da macht's
einfach nur peng, und Du bist weg vom Fenster und der Zug fährt ohne
Dich weiter, und keinen interessiert's. Es ist dort völlig normal,
dass im Grundstudium 1/3 bis 2/3 (je nach Hochschule und Fach)
aussortiert werden. Und im Hauptstudium wird auch noch mal gesiebt.

Naja, und dass eine Uni deutlich anspruchsvoller ist als eine FH,
darüber braucht man sich wirklich nichts vormachen. Deshalb ist die Uni
aber nicht automatisch "elitär", auch wenn das einige meinen.

Schau' Dich doch mal in der Welt um: Aus dem Universitärem Bereich
kommt die Grundlagenforschung und die abgefahrensten, theoretischen
Grundlagen. Die FH-Ingeneure setzen die Erfindungen dann in der
Industrie in Praktisches um. Aber die FHler und Uni-Theoretiker wären
trotzdem hilflos, gäbe es keine Mechaniker die die Maschinen nach
Plänen bauen können usw.

Das ist alles nur eine einzige lange Kette. Zebricht ein Glied,
funktioniert's nicht mehr.

Gewiss, es gibt doch einige, die bilden sich etwas darauf ein, wenn sie
an einem Ende der Kette stehen. Doch das sind meistens eh die größten
Flaschen. Die brauchen ihren Titel so, wie der GTI-Fahrer seinen
Renn-Auspuff braucht.

Autor: *.* (Gast)
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Hallo

Such dir ne FH mit guten Matheprofessoren. Lieber mehr Mathevorlesungen
mit Mehr Stunden als zu wenig, die mit wenigen hauen dir das Zeug um die
Ohren das es so kracht. Bei uns ist MA3 viel zu gering angesetzt was die
Stunden betrifft.

Uni ist anspruchsvoller als die FH, aber die FH sollte man nicht
unterschätzen, ist nicht wirklich einfach und wie erwähnt es wird
gesiebt, aber heftig.

Und bei uns an der FH Mannheim hampelt ein Matheprof rum bei dem man
meint er würde die Vorlesung zum ersten mal halten. Übungsstunden, viel
zu wenige! Beispiele, wenige! Manchmal ist der Typ voll durchn Wind,
Erzählt Dinge die nicht ganz richtig sind, falsche Lösungen zu
Aufgaben, Klausuraufaben mit Lösungen die man so einfach nicht rechnen
kann,.... die volle Bandbreite. Bist Du gut in Mathe, ok, ansonsten
Problem!

Ich arbeite im Gegensatz zu manchem lieber als zu studieren, man müht
sich ab und es kommt nix brauchbares bei raus, Trockenschwimmer. Ich
muss das einfach nur durchdrücken und fertig. Teilweise kann man echt
sagen: Spannende Themen möglichst langweilig vermittelt, Gähn!

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Wenn ein Dozent wirklich komplett unfähig ist, und das mehr als ein
Student so sieht, dann kann man durchaus zum Fachbereichsleiter/Dekan
gehen und dem das Problem schildern.
Ich habe so mal an der TFH Berlin mitgeholfen, einen unmöglichen
externen Dozenten zu entsorgen.

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Ich muss da nochmal was dazu sagen: Ich höre auch hier wieder die
komplett irrige Annahme durch, die FH vermittle die Praxis, die Uni die
Theorie. Dem ist Mitnichten so!

Was die Grundlagenforschung angeht: Die wird zwar traditionell von den
Unis erledigt, aber dort eben nicht von den Abgängern mit Diplom,
sondern von den Professoren und Doktoranten! Aber auch bei den Dr.
würde man keinesfalls generell konstatieren müssen, daß jemand nun
theorielastig sei, weil er in seinen 5 Promotionsjahren nur Theorie
gemacht hätte. Das komplette Gegenteil ist oft der Fall. Faktisch hat
er sich auf einem schmalen Spezialgebiet perfektioniert und damit
"relativ" verengt. Fakt ist allerdings auch, daß viele Stunden in
Lehrtätigkeit und Betreuung gehen sowie ins Kopierer bedienen. :D

Anders herum ist es derüber hinaus so, daß selbstredend auch an FHs
Grundlagenforschung betrieben wird. Es sind nicht exakt dieselben
Gebiete und auch nicht dieselben Forschungsansätze. Geforscht wird da
jedoch gleichermassen - aber eben auch nicht von Studenten, sondern den
dort Beschäftigten.  Die Unterscheidung Theorie <-> Praxis ist aber
definitiv die Falsche!

Die Rechnung ist eine ganz Einfache: Abi = allgemein , Fachabi =
reduziertes Arbeitsgebiet, meinetwegen nur Wirtschaft und so verhält es
sich auch an der Uni: Die FH ist eben etwas Abgespecktes, egal wie man
es dreht und wendet. Von dem, was ich z.B. zahlenmässig mehr an Fächern
hatte, als die FHler, sind bestenfalls 2 Fächer der Theorie
zuzuschreiben und dort war es im Wesentlichen mehr Mathematik.

Ich würde bei entsprechender Befähigung nach wie vor immer die Uni
wählen. Mehr ist Mehr. Die Uni bietet prinzipiell auch innerhalb des
Studiums mehr Möglichkeiten: zu meiner Zeit hätte ich an der FH
Darmstadt zwischen 3 Studiengängen E-Technik im Beeich DV auswählen
können, an der Uni waren es 5, bei uns in Siegen sogar 7 (die INF
jeweils eingeschlossen). Weiter gibt es bestimmte Sonderbereiche wie
Halbleiterelektronik an FHs meist nicht.

Der Vergleich und die Wertung zwischen Uni und FH wurde mithin nicht
von mir angestellt. Ich zitierte vielmehr Ergenisse von Untersuchungen
die von allerlei Profs vorgenommen wurden. Die haben ja oft beide
Fachbereiche vor Augen und dies nicht nur an  Gesamthochschulen sondern
auch durch ihr stetes Wechseln. Konkret kann ich einen ehemaligen
Doktoranten bennen, der an der TU Darmstadt studiert hat, in Siegen
promoviert hat und inzwischen Prof an der Darmstädter FH ist. Er kennt
also gleich zwei Standorte mit Uni / FH aus allernächster Nähe - daher
vertraue ich dessen Ausagen durchaus. Dessen Prof ist damals übrigens
von der Uni Dazu uns gewechselt- der besseren Forschungsmöglichkeiten
wegen. Dabei galt Darmstadt damals ausdrücklich noch als die beste Uni
für E-Technik :-)

Weiter sprach ich von den statistischen Fakten, daß ein erheblicher
Anteil derer, die von allenmöglichen FHs aus der Umgebung kamen
(Friedberg, Marburg, Giessen, Köln, Gummerbach, Dortmund) und bei uns
ein Unistudium draufsetzen wollten, leider wieder abbrachen, bzw
abbrechen mussten.

Wie auch immer, es gibt natürlich auch eindeutige Vorteile einer
FH-Ausbildung: Es gibt mehr Jobs, weil die Anforderungs-Bedarfspyramide
unten logischerweise breite ist, dazu viele Firmen zwar möglichst gute
Leute haben wollen, aber nix bezahlen können (oder wollen) und daher
auch für Stellen, wo früher nur mit Uni besetzt wurde derzeitg FH
einkaufen. Ausserdem :

Nicht wenige Abteilungsleiter besitzen selber nur FH, sind der Ansicht,
daß das vollwertig gleichwertig ist (irgendwie) und haben  so ihre
psychologischen Probleme mit besser Ausgebildeten! Da kann ich ein Lied
von Singen!  Der Hintergrund ist in einigen Fällen leider durchaus der,
daß dort genau die oben proklamierte und antiquierte
Verteilungsvorstellung Thereorie/Praxis vorherrscht, und man den
Unimann gerne pauschal als Theoretiker abtut (so, wie es lustigerweise
auch die Techniker ohne Dipl. gerne und oft mit den FHlern machen :-) )
 Die Chefs sind dann meistens überrascht, wenn ich als Uniabgänger an
praktischer Schaltungstechnik mehr Erfahrung habe als sie selber:  Geh
mal hin zu einer modernen Siemensabteilung: Der Entwicklungsleiter ist
Anfang 30 und sein Gruppenleiter Ende 20 - beide FH- Die haben beide
zusammen nicht soviel Software oder Hardware entwickelt wie ich -man
kann sich vorstellen, welche Gespräche sich da entwickeln und wer da
wen ausfragt. (???)

Es gibt in beiden Lagern solche uns solche! Während meiner Zeit als
Studentenbetreuer habe ich sie alle kennengelernt. Und ja, es gibt auch
die promovierten Fachidioten, die zwar prima lernen und überall die
Einsen haben, aber seltsamerweise ihren Rechner nicht bedienen können,
und nicht wissen, wo beim Chip Ein- und Ausgang ist. Ich hatte erst
kürzlich einen Entwicklungsleiter, der 2 Wochen verzweifelt versucht
haben musste, PSPICE zu installieren. Es konnte es nicht weil er den
fremdadministrierten Virenscanner nicht abschalten konnte. Leider
hielten ihn seine Komplexe davon ab, seine Mitarbeiter und hier konkret
mich, um Hilfe zu bitten. Für mich war es dann ein Klacks - wie
wahrscheinlich für 90% hier im Forum:

"Strg, ALT, ENTF" , hochaktive PID suchen, RMT, "Prozessstruktur
beenden" - fertig ist die Laube.

Und wieder ist es einer meiner "langen" von der Welt gefrüchteten
Grdunsatzerklärungen geworden :-)

Autor: Hannes Hering (Gast)
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Wenn jemand lieber arbeitet als zu studieren: Geht arbeiten! Studium
hält euch nur vom Geldverdienen ab! ;) Im Prinzip bringt einem ein
Studium sowieso gar nix, außer das man später bissel mehr verdient ...
Oder zumindest die Chance hat, mehr zu verdienen ... Oder eben gar nix
... g

Zum Thema Uni/FH: Ich hab die FH gewählt, weil ich kein Nerv dazu hab,
mich mit 100-800 Leuten in einen Hörsaal zu quetschen. Der nächste
Vorteil ist eben, das es dem Mathe-Prof nicht so einfach ermöglicht
wird, einem des Zeugs einfach so an die Birne zu kleben. Wenn nämlich
20 Leute direkt vor einem sitzen, dann fällt des schon auf, das die
eine Hälfte schon schläft und die andere Hälfte vor Unverständnis den
Kopf schüttelt. Da darf man auch Fragen zwischendrin stellen! =) Ich
freu mich auch schon drauf, wenn ich mal ne Privatvorlesung haben werd!
(Des gibts wirklich!)

Klar, der Uni-Abschluss is um einiges mehr Wert, aber es kommt auch
immer auf die einzelne Hochschule und natürlich auf einen selber an,
was einem mehr liegt. Wenn einer gern daheim hinter Büchern sitzt,
sollte er auf ne Uni gehn un studieren. Im anderen Fall einer, der sich
gern audiovisuell bildet und durch schreiben und nicht durch lesen
lernt, der sollte (genügend Wartesemester oder entsprechende
Abschlussnote vorausgesetzt) auf ne FH gehen. Da hat man einiges
leichter. Davon abgesehen landen die, die auf ner Uni net zurechtkommen
entweder sowieso auf ner FH oder fliegen ganz ...

MFG

Hannes

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Hannes, mit Deinem Beitrag gehe ich voll mit ("Geld verdienen", das
stimmt!, aber man sollte auch sehen, daß der Entwicklerjob sehr
abwechslungsreich ist - ich wollte nix anderes machen wollen)

Ich gehe aber nicht mit dem Satz mit "Wenn einer gern daheim hinter
Büchern sitzt, sollte er auf ne Uni gehn un studieren." Was ihr nur
für eine Vorstellung von einem Studium habt.

Wo du Recht hast: Überfüllung!  Bei uns war das aber sehr gut.
Zumindest ab dem 4. Semester hatten wir fast Schulklassengrösse und im
Hauptstudium waren in einigen Fächern gerade 20-25 Männlein.

Ich hatte übrigens einen sehr guten, freundlichen und höchstmotivierten
Matheprofessor. Generell habe ich an den Profs unserer Uni kaum was
auszusetzen. "Faul" konnte man da keinen nennen. Die Aussage bezieht
sich aber auf die 90er Jahre. Inzwischen wird da viel gespaart. Wer
weiss, wie das wietergeht mit den Unis, bei der Totsparwut unserer
Politiker. Während in Deutschland noch Viele jammenr, wir hätten
zuviele Studenten, klingt mir ein vielsagender Satz einer Kollegin im
Ohr: In Finnland machen Doppelt soviele einen akademischen Abschluss ,
wie hierzulande.

Autor: *.* (Gast)
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Hallo


Nein, faul würde ich den Matheprof nicht bezeichnen, bemüht sich
wirklich.

An der FH hat man weniger Stoff, aber auch weniger Vorlesungen. In
mathe 3 mit 4 Semesterwochenstunden passt einfach nicht alles rein,
geht nicht. Lineare Regression  und einiges an DLG in Verbindung mit
den Transformationen fällt da einfach untern Tisch. Wären es 6
Semesterwochenstunden wäre das viel entspannter.

seppel

Autor: faust (Gast)
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Die Diskussion Uni <-> FH geht mir langsam auf den Sack!! Die hat mit
dem Thread überhaupt nix zu tun.

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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Matthias hat am 22. eine ziemlich sinnvolle Antwort gegeben:
"Technische Informatik".

Das ist die Schnittmenge aus Elektrotechnik und Informatik.

Autor: Blubb (Gast)
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Warum werden die beiden Hochschultypen überhaupt miteinander verglichen?
Würden beide in Konkurrenz zueinander stehen, wäre diese Zweigleisigkeit
doch völlig sinnlos. Die Universität qualifiziert für Forschung und
Grundlagenentwicklung, die FH nicht.

Die Entscheidung "Uni oder FH" sollte vom angestrebten Berufsbild
abhängen und nicht von Titel und Prestige. Die Absolventengehälter
unterscheiden sich sowieso nicht besonders (~10%) - und nichts ist
ehrlicher als das Gehalt.

Autor: Tobi (Gast)
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"Das ist die Schnittmenge aus Elektrotechnik und Informatik."

kann ich nur aus aktueller eigener erfahrung bestätigen. mit
schwerpunkt automatisierungstechnik o.ä hat man dann auf jeden fall
auch mit uC zu tun

Autor: *.* (Gast)
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Hallo

Mit TI kann man eben beides machen Elektronik wie Informatik. Bei
beiden Bereichen bleibt aber auch was auf der Strecke wenn Du TI
machst. Dir Fehlen Dinge der Elektronik(speziell Schaltungstechnik) wie
auch der reinen Informatik.

Sebastian

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