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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erdungsmaterial II


Autor: Kurt (Gast)
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hier noch was

Frage zur Widerstandsmessung an Erdern.

Es wird doch der Ohmsche Widerstand gegen Erde gemessen.

Wenn nun der Erder an einer oder mehreren Stellen
nur mehr einige Millimeter stark ist,
wird doch auch noch ein niedriger Erdwiderstand ermittelt

Bei solchen Zuständen ist aber die Stromtragfähigkeit der
Erdundseinrichtung nicht mehr gegeben.

Also seh ich dass so:  selbst nach einer Messung
(wo noch alles OK ist)
kann ich nicht mehr von einer Ordnungsgemäßen Funktion der Anlage
ausgehen.
Oder denk ich da falsch?

Kurt

Autor: Lucky Fu (Gast)
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also meines wissens erhöht sich der widerstand bei fallendem querschnitt
oder hab ich dich jetz falsch verstanden?

Autor: tex (Gast)
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>> Es wird doch der Ohmsche Widerstand gegen Erde gemessen.

nun ja,...

Das sind ein paar mehr faktoren dran beteiligt. Fragen wir mal sorum?
Wieviel strom trägt denn so Dein körper?

Der Erder ist kein Regenfallrohr, in dem die Wassermenge vom Dach bei
Platzregen weggebracht werden muss.
Vielmehr ist es ein Medium um unterschiedliche Potentiale an
unterschiedlichen metallischen Geräten auf ein und das gleiche Niveau
zu heben, damit es nicht zu elektrolytischen Vorgängen kommt. Dabei
wird die Erde "geerdet" damit alle Potentiale also auch das der Erde
gleich ist.
Etwas anders ist es beim Blitzschutz, wo schnell 10000A abgeleitet
werden müssen, damit die langsameren Strecken über wand und
Innenverkabelung verschont werden, ab da gelten dann auch wieder andere
Richtlinien. (und mehr Erder)

Sieh es mal sorum:
Wenn der messwert so unzuverlässig wäre, dass alleine der Hund, der
gegen den Erder Pinkelt, den Wert versaut, wäre das Meßergebnis doch
recht unbrauchbar, oder?
So ein Erder braucht viele, viele Jahre um in der Erde zu verfaulen,
viel länger, als der Rest Deiner Installation

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo @Lucky Fu

> also meines wissens erhöht sich der widerstand bei fallendem
> Querschnitt
> oder hab ich dich jetz falsch verstanden?

schon richtig verstanden.

Argument:
Anname:bei einem Ableiter verringert sich der
Leiter auf einer Länge von einen Meter auf 1 mm2.

Dies ist sicherlich mit dem Ohmmeter noch kaum feststellbar.

Es wird doch jeder Ableiter für sich gemessen ob er noch "Kontakt"
zur Gesamtvernetzung hat.

Dieses Gesamtnetz hat sicherlich einen zu diesem Stück "hohen"
Widerstand.
Also wird es nicht auffallen.

Kurt

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo @tex

da muss ich schon widersprechen.

"Der Erder ist kein Regenfallrohr, in dem die Wassermenge vom Dach
bei
 Platzregen weggebracht werden muss."


Genau das ist er !!


"Etwas anders ist es beim Blitzschutz, wo schnell 10000A abgeleitet
 werden müssen, damit die langsameren Strecken über wand und
 Innenverkabelung verschont werden, ab da gelten dann auch wieder
andere
 Richtlinien. (und mehr Erder) "


Darauf hat sich ja die Frage bezogen (sorry wenns nicht rüberkam)
Blitzstrom heiss für mich  ... 200 KA

Und was ist mit dem Kurzschlußstrom bei "nicht FI" ?



"So ein Erder braucht viele, viele Jahre um in der Erde zu
verfaulen"


Es gibt Gegenden da ist der "Gibs noch nicht richtig fest" und es
sind schon Schäden vorhanden.

Kurt

Autor: tex (Gast)
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>> Es gibt Gegenden da ist der "Gibs noch nicht richtig fest" und es
sind schon Schäden vorhanden.

So ist das, liegt, aber nicht am Material des erders sondern an der
Schieflast im Netz, die zu einer Sternpunktverschiebung führt, was aber
der E-Versorger zu regeln hat, es sei denn du wohnst auf der
Giftmülldeponie ;-)

OK, wenn wir von Blitzschutz reden hättest Du prinzipiell natürlich
nicht unrecht, aber hier wird in der Regel mit richtig viel Strom
gemessen, um zu prüfen, wie es dem Süßen im Boden gesundheitlich geht.
Außerdem sollte der obere Teil des erders mit Teerbinde gegen
Umwelteinflüsse geschützt sein.
Wenn Du Dir aber was gutes gönnen möchtest, vergiss den V4A- Erder und
buddle dir rings um Dien Haus einen RIngerder aus Bandstahl ein. Das
hat den Vorteil, dass bei einem direkten Trffer das ganze Haus im
Spannungstrichter auf einer Ebene liegt. Ist nach VDE 0185 nur Für
Maste und solch Zeug gefordert, ist aber für den Hausgebrauch sehr zu
empfehlen

Und was ist mit dem Kurzschlußstrom bei "nicht FI" ?
Einigen wir uns auf Erdschluss?

Ganz einfach.
Entweder ist es ein TT-Netz, dann ist der FI zwingend pflicht, oder es
ist ?N-?? Netz. In diesem Fall kannst Du gerne mit dem Außenleiter
Regenwürmer sammeln gehen.

Autor: tex (Gast)
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ach ja,
Dein verzinkter Erder verliert im Jahr 10,7Gramm Material bei 1mA und
wenn er verrostet ist sind es nur noch 9,1 Gramm

Autor: Kurt (Gast)
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Du hast mich da auf was gebracht.

Heisst das, Blitzuschutzeinrichtungen (ehemals "0") müssen mit
echtem (richtip Power) Strom, oder Ersatzschaltung gemessen werden??

Also ist eine für den Potentialausgleich ausreichende
Widerstandsmessung hier nicht gültig?

Solch ein Kurbelinduktor und dessen digitale Nachfolger messen doch
"nur" den Widerstand.

"Einigen wir uns auf Erdschluss?"


Ja


"Dein verzinkter Erder verliert im Jahr 10,7Gramm Material bei 1mA "

ist dass pro Meter ?

Dazu kommen sicherlich noch die Umstände die durch den Säuregehalt des
Bodens vorliegen?




"Das
hat den Vorteil, dass bei einem direkten Trffer das ganze Haus im
Spannungstrichter auf einer Ebene liegt"


genau dass möchte ich erreichen.

Kurt

Autor: tex (Gast)
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>>Also ist eine für den Potentialausgleich ausreichende
Widerstandsmessung hier nicht gültig?

Die Messung des Potentialausgleiches weist die elektrische Verbindung
aller metallischen Leitungssysteme im Haus nach. Schon aus der logic
heraus muss der Meßvorgang sich von dem unterscheiden, bei dem ein
Helfer einen 30cm langen Spieß 20m? vom Haus entfernt in die
Blumenrabatte steckt, oder?

>> ist dass pro Meter ?
Nur wenn Du pro meter Erder ein Milliampere zum fließen bringst ;-)

>> Dazu kommen sicherlich noch die Umstände die durch den Säuregehalt
des
Bodens vorliegen?

Wenn Der Boden, auf dem Dein Haus steht so sauer ist, dass er den Erder
zerfrisst, würde ich mir mehr Gedanken um mein Fundament und um meine
Gesundheit machen, als um den Erder....

>>genau dass möchte ich erreichen.
Dann haben wir die Frage geklärt?
(Abstand vom Haus ca. 1 m / Tiefe mindestens 50cm)

Autor: Kurt (Gast)
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@tex

"Die Messung des Potentialausgleiches weist die elektrische
Verbindung
aller metallischen Leitungssysteme im Haus nach"


Potentialausgleich und äusserer (auch Innerer) Blitzschutz sind für
mich unterschiedliche Begriffe.
Jede Art erfordert besondere Vorgehensweise.

Ich meine speziell die Prüfung der Blitzschutzanlage (früher "0")
Welche Anforderungen werden hier gestellt, wo kann ichs nachlesen?


Kurt

Autor: tex (Gast)
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>> Ich meine speziell die Prüfung der Blitzschutzanlage (früher "0")
Welche Anforderungen werden hier gestellt, wo kann ichs nachlesen?

Da wäre zum einen das Standartwerk des unermüdlichen Instalateurs VDE
0185

Besser ist allerdings die Blitzschutzfiebel von Kleinhuis, weil
verständlicher und Praxisorientierter. Kann man sich auch telefonisch
bestellen, Tel. 02351 662-0 wenn es sich nicht inzwischen wieder mal
geändert hat.

Autor: tex (Gast)
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hier hab ich noch ne nummer 02351 967-0

Autor: tex (Gast)
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und zum dritten

(0 26 44) 56 06 - 0

Das scheint jetzt wohl die aktuelle zu sein
Leider gibt es das Buch jetzt leider nicht mehr

Autor: tex (Gast)
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@kurt
Schick mal ne echte Mailadresse bitte...

Autor: Kurt (Gast)
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@ tex


hier die Adresse:

  kurt  punkt  bindl  klammeraffe  t-online.de


Kurt

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