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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Controller mit seriellem Bootloader


Autor: Rolo Tomasi (Gast)
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Hallo,

ich bin gerade dabei, mir eine Experimentierplatine mit einem 
Mikrocontroller aufzubauen. Dafür möchte ich wegen der Einfachheit der 
Programmierung einen Controller mit seriellem Bootloader verwenden. 
Nachdem ich mich etwas im Netz umgesehen habe, konnte ich nur drei Typen 
ausmachen:

MC68HC11* (Motorola)
DS89C420 (Dallas)
P89C51R* (Philips)

Der HC11 hat zwar keinen internen Speicher, dafür aber einen 8-Kanal 
A/D-Wandler, was schon mal ein großer Pluspunkt wäre. Der Dallas ist 
zwar schnell, hat aber weder A/D noch PWM. Der Philips hingegen verfügt 
über 5 PWM-Kanäle.

Meine Frage: gibt es sonst noch Controller mit íntegriertem seriellem 
Bootloader?

Autor: Markus (Gast)
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Jo, die neuen AVR bieten auch einen Bootloadersupport. Im Unterschied zu 
den fest einprogrammierten Lösungen der anderen kann man hierzu ein 
beliebiges Programm schreiben und damit auch (theoretisch) von jeder 
beliebigen Quelle ein Programm laden, also z.B. über eine USB 
Schnittstelle, Ethernet oder von einer Compact Flash Karte. Das macht 
aber nur bei den größeren Controllern Sinn, beim Mega8 reicht der 
Speicher für sowas nicht. Aber ein serieller Bootloader passt problemlos 
rein.

Gruß
Markus

Autor: Rolo Tomasi (Gast)
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Hallo Markus, Danke für die schnelle Antwort, aber ich fürchte Du hast 
mich Mißverstanden. Der Controller soll ab Werk einen Bootloader 
eingebaut haben, welcher sich nach dem Einschalten mein Programm von der 
RS232-Schnittstelle holt und ins Flash oder SRAM schreibt. So wie ich 
das aus dem kurzen Überfliegen der Datenblätter sehe, muß man die AVRs 
vorher mit einem speziellen Programmiergerät programmieren.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Der T89C51CC01 (Atmel) hat 8 Kanal 10 bit ADC, 5 Kanal PWM, CAN, 1kB 
internen XRAM, 16kB Flash.

Es gibt 2 Versionen, Bootloader über die UART oder über CAN.


Peter

Autor: Jens Gerdes (Gast)
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Hallo,
die C166/C167 Reihe hat einen fest eingebauten Bootloader, der auch von 
den Keil-Tools unterstützt wird.

Gruß Jens

Autor: Markus (Gast)
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Hm, also entweder hier werden Beiträge gelöscht oder ich bin zu blöd, 
einen geschriebenen Text auch abzusenden ;) Ich war der Meinung, ich 
hätte noch was dazu geschrieben. Ich werd doch langsam alt
@ Rolo: Ist schon richtig, aber der "spezial" Programmer ist nicht allzu 
teuer (9,-Euro) oder kann wenn's sein muß auch selbst gebaut werden. Den 
Bootloader muß man einmal am Anfang reinprogrammieren. Der Vorteil ist 
einfach die größere Flexibilität. Und die von Dir genannten Controller 
sind doch schon etwas betagter.

Gruß
Markus

Autor: Mark de Jong (Gast)
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Hallo Rolo,

Ich kann Dir nur den C167/ST10 von Infineon/ST empfehlen.

Siehe auch : 
http://www.infineon.com/cgi/ecrm.dll/ecrm/scripts/...

Die haben einen BootLoader, Intern RAM, optional Intern Flash, gute 
entwickelumgebungen mit debugger (Tasking und Keil)
und viele Interne Periferie (A/D, PWM, Capture Compare, Serial, CAN, 
I/O, etc.).

Nachteil ist die SMD bauvorm (C167 0,65 mm / C165 0,65mm), aber ist 
lötbar.

Im moment arbeite Ich mit einen MM167 board von www.phytec.com

Grüße Mark.
P.S. der C167 wird manchmal bei Ebay verkauft (nicht von Mir).

Autor: Markus (Gast)
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Hoppla, wenn einer 226,20 Euro für sowas ausgeben kann... Respekt

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Markus

"die von Dir genannten Controller sind doch schon etwas betagter"

Also die DS89C420, P89C51xxx, T89C51xxx sind doch brandneu.

Wenn Du aber meintest, deren Architektur ist bewährter und die Tools 
sind ausgereifter, dann stimme ich Dir voll zu.


Deren Bootloader haben den Vorteil, daß sie nicht versehentlich gelöscht 
werden können, aber deren Funktionen vom Anwenderprogramm aus aufgerufen 
werden können.
Man kann sich also auch eine Umprogrammierroutine z.B. über USB mit 
hineinprogrammieren.



Peter

Autor: Peter Dörwald (Gast)
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Hallo,
eure Liste ist nicht vollständig.
Es gibt von Fujitsu und Mitsubishi ebenfalls sehr gute Flash-Controller 
mit eingebautem Bootloader.
Fujitsu:
48 pin (64kB Flash, 2kRam) bis 120 Pin (max 384KB Flash+ 16kRAM)Vorteile 
sind die kostenlose Entwicklungsumgebung Softune mit "freiem" 
C-Compiler!! Architektur ähnlich 8051, aber 16-bit. Von Glyn gibt es 
Eval-Boards zum Preis von ca 50,- Euro netto.
Mitsubishi:
Für den bei euch ebenfalls schon eingesetzten M16C/62 Controller 
(16-bit, 256k Flash u. 20kRAM) gibt es auch einen kostenlosen Compiler 
und sogar einen gratis Softwaredebugger. Ein Eva-Board kostet hier 43,10 
Euro (netto) bei Glyn.
Siehe www.glyn.de

Auch der Preis dieser Controller dürfte besser als bei anderen sein.

Nur zur Info
Peter

Autor: Rotlaus (Gast)
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Hi,

kann den M16C auch nur empfehlen, das Eva Board ist für den Preis auch 
voll i.O.

@Peter Es wäre evtl. nett dazuzusagen das du bei Glyn arbeitest, sonst 
wird schnell wieder SPAM geschrien.....

Gruss

Andre

P.S.: Habe nix mit Glyn zu tun, bin nur ein zufriedener Kunde...

Autor: Peter Dörwald (Gast)
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Danke für den Hinweis, sollte keine "Werbung" sein!
Aber gerade für Entwickler mit kleinem Etat ist es interessant an einen 
kostenlosen Compiler u. Debugger zu kommen. Im Übrigen bin ich 
Applikationsingenieur bei Glyn.
Gruss
Peter

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