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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Veraltete AVR's ?!


Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,

Warum sinig heute schon einige AVR's veraltet ?

- ATtiny22L
- AT90S2333
- AT90S4414
- AT90S4434
- ATmega103

Wann sind alle AT90S... Typen veraltet ?

Welche Typen soll man denn verwenden, bei denen sicher ist, daß es sie 
auch in ein paar Jahren noch gibt ...?



Gruß
Matthias

Autor: Reiner (Gast)
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Hi,
es wird von Atmel immer Alternativtypen geben. Pinkompatibel sind die 
Dinger ja. Die entwickeln sich eben weiter und versuchen ihr Programm 
straff zu halten.

Gerade im Moment sind einige Type für 1.Q'03 mit last order 
gekennzeichnet, aber das ist kein Problem.

Die neusten Produltionsstände sind angehängt.


Reiner

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Soweit ich weiß, kann man den Mega128 in einem extra Mega103-Mode 
betreiben (Fuse-Bit).

Die AT90S44xx können direkt durch AT90S85xx ersetzt werden, der 
AT90S2333 durch AT90S4333.

Der ATtiny wurde meines Wissens nur kurze Zeit und völlig unbrauchbar 
produziert (hatte eine riesen Bug: lief erst nach jedem 2. Einschalten).
Es kann daher sein, daß einige Händler ihn immer noch im Angebot haben, 
weil sie ihn nicht loswerden.

Ersatz sind AT90S2323 bzw. 2343, der Einschaltbug ist beim 2343 aber 
erst ab Revision G behoben worden !


Du brauchst Dir als keine Sorgen zu machen, daß Programme für die alten 
Typen nicht mehr laufen.

Es sei denn, Du hast einen fiesen RJMP mit Wrap-around drinne, der dann 
bei den Ersatztypen im oberen leeren Flash landen würde.
Dann kann man das Programm aber einfach duplizieren, d.h. nochmal genau 
gleich in den oberen Flash schreiben und schon gehen auch diese 
Schweinereien wieder.


Peter

Autor: Reiner (Gast)
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@Peter
Stimmt das wirklich? Der Tiny hat Resetprobleme? Hast Du darüber 
genaueres?

Ich wollte den gerade für eine prof. Anwendung (nix Hobby) einsetzen. 
Also wenn Du da oder jemand anders etwas darüber sagen kannst, bitte 
posten.

Reiner

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ups, da fehlt die "22".

Also richtig: ATtiny22
Und der wird ja nicht mehr hergestellt.
Das bezog sich ja nur auf die oben genannten Typen.


Die anderen (ATtiny12, 15, 26) habe ich auch ausprobiert und bisher 
keine Probleme festgestellt.
Man muß bloß die Brownout-Fuse einschalten.


Peter

Autor: Reiner (Gast)
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Puhhh, danke

Reiner

Autor: Markus (Gast)
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Es werden sicher nicht alle alten AVR abgekündigt. Was abgekündigt wird 
sind solche mit Bugs und solche, von denen es praktisch zwei baugleiche 
gibt, die sich lediglich in der speichergröße unterscheiden, wie z.B. 
4414 und 8515 oder 2333 und 4433. Die von Mathias aufgezählten 
Controller gehören alle dazu. Sogar die neueren Mega323 und Mega163 wird 
es nicht mehr lange geben. IMHO waren das nur Lückenfüller zwischen den 
AT90 und den neuen Megas in 0,35µ Technik. Und der Mega103 war IMHO auch 
nur ein "Testschuß", seine Leistung war im Vergleich zu den anderen zu 
gering.

Aber genug philosophiert

Gruß
Markus

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo Peter und Reiner,

Ich habe ähnliche Probleme mit einem ATtiny15:

Manchmal "lebt" er nach einem Reset nicht. Aber nach einem zweiten Reset 
=> alle i.O. Und Ich hatte einmal folgendes Problem:

t15 in der Zielschaltung, Zielschaltung 100% i.O., neues Programm in t15 
übertragen => der t15 war wie "tot", wurde sehr heiß und zog viel Strom. 
Ich schaltete ihn sofort aus, ließ ihn abkühlen, und schaltete ihn 
wieder ein => alles funktioniert ohne Probleme.

Kann jemand dieses Verhalten nachvollziehen, bzw. mir erläutern ?


Gruß
Matthias

Autor: Markus (Gast)
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Ich kann mir höchstens vorstellen, das die Ports alle nach Masse 
geschaltet haben (oder ein Teil) und an den Ports irgendwo 5V angelegt 
waren, vielleicht auch ann allen über zu kleine Widerstände. Wäre das 
einzige, was mir da einfällt.

Gruß
Markus

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo Markus,

Bei meiner Schaltung handelt es sich um einen Dimmer, der für 16 A 
ausgelegt ist (ohmische sowie induktive Last).
Im Anhang befindet sich die Schaltung.

(Von den Triac`s soll nur eines von beiden verwendet werden ...)

Zum Testen, habe ich N nicht mit GND verbunden, und verwende als Last 
eine Lampe über einen 24V Trafo ( als "Trenntrafo"). Als Induktive Last 
verwende ich einen weiteren 24V Trafo verkehrtherum mit primärenm 
Kurzschluß. (nur kurzzeitig zum Testen bei großen induktiven Leistungen)

Hast du evtl. jetzt eine Idee, was dort passiert sein könnte ?


Gruß
Matthias

Autor: Markus (Gast)
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Hm, ja, wie ich bereits gesagt habe. Ich vermute, das der Controller 
beim Einschalten als Ausgänge geschaltet hat und hat auf 0 (Sink) 
geschaltet. Dann schalten intern Transistoren gegen Masse. Wenn jetzt 
die beiden Potis (oder einer) auf Vollausschlag stehen (nach 5V) 
verursacht der Controller einen Kurzschluß. Das der AVR noch lebt hat du 
vermutlich der Tatsache zu verdanken, das die Potis nicht ganz am 
Anschlag waren.
Als Schutz für die Ports solltest Du einen Widerstand von z.B. 1k 
zwischen den Schleifer und den Port.
Hab die Änderung mal angehängt, aber nochmal kontrollieren. Hab jezt 
nicht auf Net Names geachtet.

Gruß
Markus

Autor: Markus (Gast)
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Ähm, fehlt was
"das der Controller beim Einschalten ALLE PORTS als Ausgänge geschaltet 
hat"

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo Markus,

Sind nicht alle Ports nach dem Reset als Eingänge konfiguriert ?


Gruß
Matthias

Autor: Markus (Gast)
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Ja, schon. Aber wenn der Controller beim starten außer Kontrolle gerät 
und irgenwelchen Blödsinn mach könnte es theoretisch passieren, das er 
auf einmal in das DDR Register den Wert $FF schreibt. Wenn dann noch die 
Potis auf Vollausschlag sind fließt ein ordentlicher Strom.
Ich hab zumindest keine andere Erklärung, wie ein AVR beim einen mal 
Einschalten richtig heiß werden kann und beim nächsten mal nicht mehr

Gruß
Markus

Autor: Matthias (Gast)
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Hallo Markus,

Ja, daß ist selsam, da es mir nur ein einziges mal passiert ist.


Gruß
Matthias

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Wenn ein CMOS Ic heiß wird, liegt das oft am Latch-Up-Effekt.

D.h. die Ausgangsstufen bilden einen parasitären Thyristor und der 
zündet dann.
Das kann passieren durch zu hohen Ausgangsstrom (Kurzschluß gegen VCC 
oder GND, oder Kapazitäten am Ausgang) und durch Störimpulse.

Die AVRs sind ziemlich empfindlich in dieser Beziehung.

Und beim Schalten großer Ströme kann sich schon mal induktiv so ein 
Störimpuls einkoppeln.

Immer schön reichlich Abblockkondensatoren verwenden, die Ports 
eventuell mit Serienwiderständen (100 Ohm) und Schottky-Dioden gegen 
GND/VCC schützen.


Peter

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