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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RC Snubber mit SMD Widerstand


Autor: Markus Wössner (Gast)
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Hallo Zusammen,

ich habe eine Schaltung, die einen RC Snubber zum "Entstören" eines
10A Relais verwendet (100nF/100 Ohm).

Nach längerem herumgerechne bin ich der Meinung, ein 1206 1/4W Typ
sollte ausreichen, selbst wenn der Kontakt 40x pro Sekunde geöffnet
würde.

Nun gibt es aber eine Menge Leute, die der Meinung sind SMD Widerstände
hätten in einem 230V Stromkreis generell nichts verloren.

Möglicherweise übersehe ich ja etwas Entscheidendes...

Eure Meinung?

Gruß,
M. Wössner

Autor: Werner Hoch (Gast)
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Der Abstand zwischen den Pads von 1206-Widerständen ist event. zu gering
für 230V. Schlag nach welcher Abstand in deiner Anwendung erforderlich
ist.

Eventuell solltest du mehrere Widerstände in Serie verwenden. Ein
anderes Argument gegen SMD kenn ich nicht.

Autor: mmerten (Gast)
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Da ist zuerst mal der Padabstand. Auch sind viele SMD Baureihen vom
Hersteller nicht für 230V~ Netzwechselspannung spezifiziert. Der 100 nF
X2 Kondensator dürfte eh nen bedrahtetes Bauteil sein, das Relais gibt`s
ohnehin wohl kaum als smd variante. Was spricht also gegen einen
bedrahteten Widerstand der auch für 230V~ Nennspannung spezifiziert ist
?

Autor: Markus Wössner (Gast)
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Ok, stimmt - der Widerstand im RC Snubber "sieht" tatsächlich die
ganze Amplitude von fast 350V.

SMD ist halt praktischer und kompakter.
Aber in Relation zum Rest ist der Größenunterschied tatsächlich
vernachlässigbar...

Danke für die Antworten!

Autor: Jörn G. aus H. (Gast)
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ELV verwendet in ihren Funksteckdosen immer mehrere SMD-Widerstände in
Serie (ich glaube 3 STück). Sollte also gehen, wenn man die ABstände
jeweils möglichst groß läßt - aber wenn es nicht sein muß, dann
vielleicht eben drauf verzcihten.

jörn

Autor: Jörn G. aus H. (Gast)
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Ach so, wobei ich glaube die Serien-Rs unter dem Relais bei ELV sind
wohl eher große Rs zum Entladen des Kondensators (nach dem Abschalten)
und kein Snubber.
jörn

Autor: Ratber (Gast)
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Ja,wie jedes Bauteil so haben auch SMD-widerstände eine vom Hersteller
vorgegebene maximale Betriebsspannung.

Sie variiert zwar einwenig von Hersteller zu Hersteller bzw. Typ aber
im Allgemeinen gilt:

1206 (1/4  W) 200V  AC/DC
0805 (1/8  W) 150V   "
0603 (1/16 W)  50V   "
0402 (1/16 W)  50V   "
0201 (1/20 W)  25V   "

(AC= Spitze/Spitze)

Die anderen Angaben wie zb. Max. U für 1 Minute lase ich weg denn damit
sollte man sich nur befassen wenn man weiß was man macht.

Also bei Netzspannung haben wir eine Spitzenspannung von ca. 325V

Bei 1206 SMDs sind das mindestens 2 Stück in Reihe.
Bei 805 gleich 3 Stück
Bei 603 schon 7
Und bei 201 hätte man eine Kette von 13 auf der Platine.

Die Zahlen gelten abe nur wenn die Spannung Störungsfrei ist.
Da sie das aber selten bis nie ist und wir mit Spitzen rechnen müssen
(In diesem Falle sind diese Spitzen ja der Grund) müssen wir diese mit
einrechnen und kräftig aufschlagen.

Man kann jetzt groß rumrechnen aber in der Praxis nimmt man einfach ca.
den 2.5-Fachen Wert der Nennspannung bei einfachen Störungen.
Das sind dann hier ca. 575V

In der Praxis also 3x1206 oder 4x805
Die Restlichen Baugrößen lass ich weg weil nur Theoretische
Spielerei.Keiner knallt sich normalerweise 12x603 oder 24x201 auf die
Platine

Die vorraussichtlich abzuleitenden Energieen muß sich jeder selber
ausrechnen.

Autor: Mark Struberg (struberg)
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Bei Widerständen wird die Metalloxid Schicht (zumindest bei den höheren
Werten > 10k0) nicht längs, sondern meist wendelförmig aufgebracht. Der
Spannungsüberschlag entsteht also meist nicht zwischen den
Lötanschlüssen, sondern zwischen den Wendeln.

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