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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik maximaler Potiwert am ADC


Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

ich habe etwas über 50 Potis mit dem ADC auszulesen, was ich eigentlich
so machen wollte:

die äußeren Potipins an + und -, die Mitte gedemultiplext an den
ADC-Port.

Jetzt muss ich natürlich Potis mit irrwitzigen Ohmzahlen wählen, damit
mir nicht zuviel Strom in der Schaltung fliesst ...

Ist das problemlos möglich mit Potis um 1 MOhm rum oder kann das
irgendwie konflikte geben. Nach welchen Kriterien wählt man denn so
einen Potiwert aus ?

Und noch was: Gibts es noch analoge, günstige, leicht erhältliche
Demultiplexer mit mehr als 8 Kanälen ?

Autor: Benedikt (Gast)
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Wiso 1M ?
Nimm 100k dann hast du insgesamt 2k, macht 2,5mA bei 5V...

Autor: Jan Kallwies (Gast)
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Hi,

Ich würde das so machen, dass du vor den A/D-Port einfach einen
Widerstand vielleicht 10k oder so, der den Strom begrenzt, dann ist der
Poti-Wert relativ egal! Übrigens, die 10MOhm nützen dir unter Umständen
auch nichts, weil wenn du den Schleifer (mittlerer Anschluss) ziemlich
an der Rand drehst, z.B. richtung +Pol, dann hast du da auch nur noch
wenige Ohm Widerstand. Unser Elektronik-Lehrer nennt das
"Potentiometer-Zertörungsschaltung". Wenn der Widerstand dann nämlich
sehr klein wird, fließt ein sehr großer Strom unter Umständen und das
Poti wandert auf dem direkten Weg in den Elektronik-Himmel.

Grüße Jan.

Autor: Chris (Gast)
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@ Benedikt
ja OK, du hast schon recht. Dennoch würde es mich einfach mal
interessieren nach welchen Kriterien die Potigröße ausgewählt wird bzw
ob sie überhaupt eine Rolle spielt ...

@Jan
Die Widerstandänderung merkt doch nur der ADC, den Rest würde die
Schaltung nicht anders behandeln als 50 parallele 1 Mohm-Widerstände,
egal wie man dreht ...

Autor: AxelR. (Gast)
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4067 als 1 zu 16 Multiplexer/Demultiplexer bei Reichelt
@Jan
Der AD Port ist so hochohmig - in dem Fall passiert nichts. Sonstr hast
Du aber Recht!

AxelR.

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

der 4067 mag zwar die schönere Lösung sein, aber auch wenn 1,60 EUR
nicht viel sind, ist es dennoch ein hohes vielfaches vom 4051 ...

Akzeptabler würde es werden, wenn es das ganze noch mit Ansteuerung per
SPI oder I2C gäbe ;O)

Autor: Benedikt (Gast)
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Der Potiwert ist an sich egal, solange man am ADC Pin einen Kondensator
mit einigen 100pF bis wenige nF anbaut:
Der ADC wird kurz vor der Messung (während S&H) niederohmig (einige 10
kOhm), das kann bei 1M das Ergebnis verfälschen.
Außerdem musst du mal im Datenblatt nachschauen wie groß die Leckstöme
sind. Irgendwo habe noch was mit 50uA (oder nA?) im Kopf, kann aber
auch beim Komparator gewesen sein.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Die ADC-Eingangsimpedanz kann man bei 100k-Potis außer acht lassen, wenn
man die Schleifer mit 100nF Kerko oder Folienkondensator (kein Elko!!!)
an Masse legt. Dann würde ich - trotz des Preises, den 4067 nehmen,
weil der läßt sich über die Inhibit´s und eine externes Schieberegister
(4015) super einfach kaskadieren, ohne daß man ewig viele Portpins
braucht. Die 1,60 Euros sind bei der Ersparnis an Layoutentwurf und
Verdrahtung dicke gerechtfertigt.

Autor: Chris (Gast)
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So habe ich noch nicht gedacht ...

man merkt, dass TravelRec. schon ein bisschen Erfahrung mit genau den
Themen hat, mit denen ich mich beschäftige ...

Midicontroller - richtig ?

Autor: mmerten (Gast)
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typisch werden bei solchen Dingen 10 kOhm Potis eingesetzt, 100 geht
natürlich auch. Selbst bei 100 Potis und 10kOhm fließen gerade mal 50
mA über alle Potis. Nur den Serienwiderstand ca. 100k und den kleinen C
1-100 nF (je nach Abtastfrequenz) als Tiefpaß am ADC Eingang nicht
vergessen, sonst spielen die letzten 1-3 bits Flipper ;)

Autor: tex (Gast)
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Die Poti-Werte solltest Du besser nicht zu hoch wählen. Je geringer der
Strom, der im Poti zum fließen kommt um so höher sind die Störungen von
Extern, die Du Dir in die Schaltung einlagerst. 50 Potis sind auch 50
Antennen über die man klasse Störungen einkoppeln kann. Auch sind
geschirmte Kabel zu den Potis keine all zu schlechte Idee.
Wenn Dir der Strom bei 50 x 10 kOhm|| zu groß ist, schalte einfach die
5V Spannung der Potis nur bei dem (den) Potis zu, die Du brauchst.

Autor: TravelRec. (Gast)
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@ Chris: Ja, MIDI-Controller; war mein erstes richtiges AVR-Projekt und
geht ab, wie Schmidts Katze ;). Geschirmte Leitungen sind ´ne gute Idee
und wenn die Potis ´nen Metallkäfig haben, den dann auch auf Masse
legen. Ach ja, nochmal zu den Kondensatoren an den Potis: die machen
echt ´was aus. Da sie vor den Multiplexern liegen, puffert jeder
Kondensator nur sein eigenes Poti. Er verhindert auch das
Wertespringen, wenn die Potis kratzanfällig sind - gibt ´ne
butterweiche Steuercharakteristik. Außerdem wirkt die Kapazität des
Kondensators noch brummunterdrückend und wird beim Schalten über den
Multiplexer an den A/D durchgereicht, so daß an dessen Pin nicht noch
ein Blockkondensator muß, der die mögliche Abtastrate zusätzlich
verringern würde. Die besten Erfahrungen habe ich mit 220nF
Folienkondensatoren gemacht, da diese keine Leckströme aufweisen und
die Linearität des Potis nicht verändern. Bei niederohmigeren Potis
müssen diese Kondensatoren natürlich um denselben Faktor größer werden,
um noch wirken zu können.

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