www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ein paar Fragen zum ARM LPC2106


Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Moin Leutz,

Seit nun mehr 2 oder 3 Tagen spiele ich mit dem ARM LPC2106 rum. Vorher
hatte ich PICs und AVRs. Doch irgendwie stellen sich mir ein paar
Fragen, oder besser Sachen, die ich nicht so ganz verstehe.


1) Diese Assembler Boot-Files (*.s) wer schreibt die? Momentan fehlt
mir das Wissen und die Zeit sie selber zu schreiben, von daher habe ich
die einfach mal als gegeben Vorausgesetzt. Selbiges für das *.ld File.
Gibts da irgendwo gute Tutorials zu dem Thema????


2) Der UART läuft bei mir so weit, nur die Sache mit dem Interrupt noch
nicht. Er springt einfach nicht in die Interrupt-Methode, wenn ein Byte
ankommt...

#define VIC_UART0   6
#define VIC_ENABLE  (1<<5)
#define UIER_ERBFI  (1<<0)


VICIntSelect &= ~BIT(VIC_UART0);    // UART0 as IRQ

VICIntEnable |= BIT(VIC_UART0);      // UART0 enabled

VICVectCntl0 = VIC_ENABLE | VIC_UART0;

VICVectAddr0 = (unsigned)"""INTERRUPT-METHODE""";
UART0_IER = UIER_ERBFI;

Was paßt an der Stelle nicht? Der Interrupt-Vector ist auf den SRAM
remapped (MEMMAP = 2;). Alle Beispiele die ich bisher zu dem Thema
gefunden habe waren immer die gleichen, das ewig komplex aufgebaut
wurde. Mit einem Ringpuffer und einigen Assembler Zeilen... Schön und
gut, ich brauch es aber (momentan) nicht so komplex! Ich will momentan
  nur eine Methode haben, in die er springt, sobald 1 Byte ankommt.


3) Gibt es um die PORTs 0.23 0.24 irgend etwas, das ich bis jetzt
völlig überlesen habe, oder habe ich die PORTs einfach irgendwie
geschrottet?! Wieso?? Naja:

PINSEL1=0;
IODIR=0xFFFFFFFF;
IOSET|=(1<<23)|(1<<24);

Und wenn ich jetzt mit einem Messgerät DIREKT an den IC ran gehe, dann
haben beide PINs 0V. Ich hab mir den IC unterm Mikroskop angeschaut und
ich habe keinen Kurzschluss zu irgend einem anderen PIN!! (Bis ich das
raus gefunden habe, war ich schon halb in der Irrenanstalt G)


4) Ja hmmm... Haltet mich für blöd: Was ist mit float und double?
Wieso kann ich keine Gleitpunktrechnungen machen (oder Ganzzahlige
Divisionen)!? Ich hab den Gnu arm gcc 3.4.3 und ich hab mal mein
Makefile in den Anhang mit rein. Bin ich zu blöd ein Makefile zu
schreiben, oder was ist da los?




Aufgefallen ist mir das ganze, weil ich (als ersten Test) einen Treiber
für den T6963C (Grafik-Display) geschrieben habe und wollte dann
Steigungen von Geraden ausrechnen.


BTW (Sollte es jemanden interessieren):
Die Library ist fertig => könnte ich (bei Bedarf) online stellen. Man
kann damit ein GLCD ansteuern, mit allem was man so braucht... OK einen
kleinen Schönheitsfehler hat das Ding noch: Linien zeichnen (und so)
geht mometan noch nicht, wegen dem Problem mit der Floats. Aber am AVR
geht alles problemlos... Und soblad mir wer sagt, was ich falsch mache,
wird alles funktionieren...



Sooo, das wars von meiner Seite erstmal.
Danke schon mal im voraus für den Support...
Sid


PS: Ich habe KEIN Testboard von Olimex und nein, ich habe auch KEIN
Windows, also auch kein WinARM. Ich habe den GNU arm gcc 3.4.3...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zu 1.)
Sollte zum Lieferumfang des Compilers gehören (jeweils an den µC
angepasst). Ist bei den kommerziellen gcc-Varianten der Fall. Du
könntest Dir allerschlimmstenfalls eine Testversion einer kommerziellen
gcc-Variante besorgen und Dir da den Code ansehen (Rowley Crossworks
existiert auch in einer nicht-Windows-Version).

Zu 3.)
Benutzt Du zufälligerweise das JTAG-Interface? Das legt auch die
Portleitungen oberhalb (mit größeren Nummern) des vom Interface
verwendeten Bereichs lahm. Interessant ist hier die Verwendung des
"secondary JTAG Interface", dann kann man noch einige Portleitungen
zusätzlich verwenden.

Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1) THX

3) Hmm JTAG habe ich noch nie genutzt.

Die PORTs 11-19 und 25-28 gehen definitiv. Und 23-24 gehen nicht. Die
anderen habe ich noch nicht getest.

Ich habe noch folgende Konfiguration:
PIN 26 (RTCK)  PULLUP
PIN 27 (DBSEL) PULLDOWN

Das sollte ja so passen... Naja evtl hab ich sie geschrottet.

Die Punkte 2) und 4) wären mir momentan wichtiger G


Besten Dank für die Infos.
S1D

Autor: mthomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
so viele ? und ! ... ich lege mal ein paar ? nach

1. Linker-Skripte sind in der Dokumentation zu ld erlaeutert
(gnu.org...), Syntax ist nicht ARM-spezifisch. Vorlagen fuer
Startup-Code und Linker-Skripte findet man fuer den LPC2106 doch
einige. Wenn Wissen und Zeit fehlt, nimmt man halt "vorgekaute"
(Keil-gcc-Beispiele, yahoo-Group, WinARM-Beispiele etc.)

2. Sind die Interrupts ueberhaupt global aktiviert? Ist der
Interrupt-Vector im RAM auch initialisiert? Die Stacks? Wie sieht das
genutzt Linker-Skript und der Startup-Code aus? In welchem Mode laueft
die Anwendung? UART-Interrupts ohne Ringpuffer? - Gute Idee?

4. Fehlermeldung? libm?

FP-Berechnungen nur fuer Linien? Gute Idee?

Die Beispiele auf meiner WinARM-Seite sind fuer die arm-elf-gcc, newlib
und die arm-elf-binutils, hat nichts mit Windows zu tun. Fuer RX/TX der
LPC-UARTs gibt es nicht viele Moeglichkeiten der Anschaltung, egal von
welchem Hersteller das Board ist.

Martin Thomas

Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Junge Junge geht das heute fix G

2) Interrupts global eingeschaltet? - Ich hab das Ding erst 2 Tage. =>
Ich hab noch ned sooo viel Plan. Der Interrupt Vector sollte im RAM
liegen. Den Rest schaust du dir vielleicht doch mal selber an. Ich hab
mal das ganze "Chaos" in den Anhang gepackt. (Achtung: CHAOS)
Und zum Thema des Ring-Buffers: Der kommt schon noch, ich will nur mal
die Basic Funktionen checken und dann implementier ich die 3 Zielen
selber.

4) Die Fehlermeldung schaut folgendermassen aus:
/usr/local/arm/bin/arm-elf-gcc  glcdpaint.c -c -o glcdpaint.o
/usr/local/arm/bin/arm-elf-gcc -mcpu=arm7tdmi -I. -Tlpc2106-rom.ld
-Wall -Werror -nostartfiles -Wl,-Map=test.map,--cref -nostdlib  -Os -s
-o test boot.s test.o system.o uart.o glcd.o glcdpaint.o
glcdpaint.o(.text+0x2e0): In function `LCD_Line':
: undefined reference to `__floatsidf'
glcdpaint.o(.text+0x314): In function `LCD_Line':
: undefined reference to `__floatsidf'
glcdpaint.o(.text+0x340): In function `LCD_Line':
: undefined reference to `__gtdf2'
glcdpaint.o(.text+0x3e0): In function `LCD_Line':
: undefined reference to `__floatsisf'
[--noch einige mehr--]
collect2: ld gab 1 als Ende-Status zurück
make: *** [test] Fehler 1

Kann das sein, das ich beim kompilieren des Compilers vergessen hab die
math_lib mit anzugeben? Ich habs folgendermassen gemacht:
# cd [binutils-build]
# [binutils-source]/configure --target=arm-elf
--prefix=[toolchain-prefix] --enable-interwork --enable-multilib
# make all install
# export PATH="$PATH:[toolchain-prefix]/bin"
# cd [gcc-build]
# [gcc-source]/configure --target=arm-elf --prefix=[toolchain-prefix]
--enable-interwork --enable-multilib --enable-languages="c,c++"
--with-newlib --with-headers=[newlib-source]/newlib/libc/include
# make all-gcc install-gcc
# cd [newlib-build]
# [newlib-source]/configure --target=arm-elf
--prefix=[toolchain-prefix] --enable-interwork --enable-multilib
# make all install
# cd [gcc-build]
# make all install
# cd [gdb-build]
# [gdb-source]/configure --target=arm-elf --prefix=[toolchain-prefix]
--enable-interwork --enable-multilib
# make all install

Sind dann eigentlich die ganzen Typ-Definitionen auch in der Math_lib
verankert? Weil die mag er ja auch nicht...

SiD

PS: @mthomas: wie is den deine WinARM Seite?

Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also an der math.h sollte das doch nicht liegen, das die floats und
doubles und so nicht gehen oder?! vorallem hab ich eine math.h in
meinem   Include dir.

n8 s1d

Autor: mthomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> @mthomas: wie is den deine WinARM Seite?
Wie? Na ja, schlicht, viel Text, kaum Bilder.
Eher wo ... google, WinARM, erster Treffer

Ich meinte nicht math.h sondern libm (Linkeroption -lm). Keine libc und
libgcc in den Linker-Optionen? (selbst nie ohne ausprobiert). Vielleicht
einfach mal die Beispiele von der WinARM-Seite anschauen.

Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@mthomas:
Ach das ist deine Seite G Nett... Ich hab bisher immer die 2.Zeile
überlesen sry

JUHU!!! Es geht. Ich kann jetz float und alles verwenden. 2 kleine
Sch*** Optionen haben gefehlt beim linken: -lc -lgcc


Dann wäre da jetzt nur noch die Sache mit den Interrupts. mthomas, was
hast du damit gemeints, mit den Interrupts global zu enablen? So was
wie das sei(); beim AVR? Ich hab (bis jetzt noch nichts passenden
gefunden, ausser:

static inline unsigned __get_cpsr(void)

{

  unsigned long retval;

  asm volatile (" mrs  %0, cpsr" : "=r" (retval) : /* no inputs */
);

  return retval;

}



static inline void __set_cpsr(unsigned val)

{

  asm volatile (" msr  cpsr, %0" : /* no outputs */ : "r" (val)
);

}


unsigned enableIRQ(void)

{

  unsigned _cpsr;



  _cpsr = __get_cpsr();

  __set_cpsr(_cpsr & ~IRQ_MASK);

  return _cpsr;

}

Wenn ich aber dann enableIRQ(); machen und dann kommt ein Interrupt,
dann steht der ganze Prozessor und ich muß ihr reseten. Was paßt da
dann nicht?! (Der Code ist immernoch ziemlich der gleiche wie oben. Und
die Interrupt Geschichte steht in der uart.c)


Noch ein kurzes Wort zu der *.ld und *.s geschichten. Bis jetzt habe
ich noch nichts damit gemacht. Aber mal vom Prinzip her:
In der *.ld steht drinnen was vom Programm er wo ablegen soll und was
er alles für Speicherarten hat und wieviel. Ich verwende da immer das
*-rom.ld Damit das Programm ins Flash kommt und der Stack (und Co) ins
RAM. Das is doch so weit ok oder? Und das *.s ist doch so eine art BIOS
für das ganze. Es wird zuerst gestartet, und dieses initialsiert dann
alles und übergibt dann die Kontrolle an das eigentliche Programm!?
Liege ich da total falsch oder stimmt das so einigermasen?! Gibts da
evtl ein paar gute Doku Seite zu dem ganzen? (I know, ich wiederhole
mich)

thx4all
S1D

PS: Ich brauch n mini-Progi: "Interrupt für Dummies"

Autor: mthomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, grob wie "sei" beim AVR. Der zitierte Code ist zumindest aehnlich
dem, den ich verwende. Da es "haengt", ist man schon mal einen
Schritt weiter, denn der Interrupt wurde zumindest ausgeloest.

Interrupt-Vector immer noch auf RAM "gemapped"? Ist da auch Platz
reserviert (vom Linker-Skript) und der Vektor auch an den
RAM-Speicheradressen initialisiert (von Startup-Code)?. Testweise nicht
remappen. Wenn's "geklaute" .ld und .s fuer "ROM" sind, wird sehr
wahrscheinlich nichts fuer remapping vorbereitet.

Prinzip Linker-Skripte und Startup ist im Prinzip so wie geschrieben.

>PS: Ich brauch n mini-Progi: "Interrupt für Dummies"
Hmm, auf welcher Seite es so eines wohl gibt? Ist fuer Timer-IRQ -
sollte das "Eis brechen".

Autor: Jürgen Eckert (sid)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
JAAAAAAAAAAAAAAAAA

Juhu, es geht... Ich hatten den Interrupt Vector irgendwie falsch
gemappt. Irgendwo haben ich mal gelesen: MEMMAP=2; aber es muß heissen:
MEMMAP=1; Und jetz gehts...

So, dann sind jetz praktisch all meine Fragen beantwortet worden, bis
auf die mit den PORTs 0.23 0.24, aber die werde ich wohl irgendwie
geschossen haben. Ich habe leider momentan nur einen Prozessor,
deswegen kann ich nichts sicheres sagen, aber es muß so sein G...
Egal.


@mthomas:
Kein wunder das dir der Code oben bekannt vor kommt G. Er is von dir
"geklaut"... Ich hab von niemand anderen was gutes dazu gefunden. Und
zum rein kommen ist copy&paste immer noch die schnellst und einfachste
Methode. Später schreib ich das dann mal neu... (Das Makefile hab ich
z.B. schon seit dem Begin selber geschrieben, weil mir ein 10kB
Makefile einfach viel zu groß und unübersichtlich ist.)


##### thx4all #####

Jürgen

PS: also dann praktisch:
THREAD CLOSED (oder?)

Autor: Bertrik Sikken (bertrik)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
If you want to set a GPIO output pin, use
IOSET = (1<<23)|(1<<24);
instead of
IOSET |= (1<<23)|(1<<24);

The |= operation is already implicitly done in IOSET.
The same goes for IOCLR.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.