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Forum: Offtopic heimlich unterwandert - die INSM


Autor: Beobachter (Gast)
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Schon ein "dicker Hund" was PlusMinus am Dienstag Abend in der ARD da
aufgezeigt hat (vielleicht hat es jemand gesehen). Da ruft doch laut
Bericht der ehemalige hochrangige Arbeitgebervertreter Kannegießer
einen Interessenverband mit dem Namen "Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft" (INSM) ins Leben, einzig mit der Absicht, die Bürger
"auf Linie" zu bringen, d.h. radikale Reformen und den Umbau des
Sozialstaats im Volk einzuleiten. Das alleine aber ist für mich noch
kein Grund sich aufzuregen, schliesslich kann jeder erstmal gründen was
er möchte und mit welcher Absicht auch immer.

Nicht schlecht gestaunt habe ich dagegen, als aufgezeigt wurde, wer
alles diesem Verband zugerechnet wird, bzw. im Einfluss dieser
Interessengruppe steht. Da finden wir den Grünen Oswald Metzger mit
seinen mittlerweile recht radikalen Thesen, der sich immer mehr von
seiner Partei entfernt.

Paul Kirchhoff, der die Einheitssteuer für alle anstrebt und gerade in
der CDU als potenzieller Finanzminister gehandelt wird.

Friedrich Merz, der in jeder Talkshow davon spricht "der Arbeitsanreiz
müsse vergrößert werden" und ständig ALG-2 Empfängern das Bestreiten
des Lebensunterhalts durch Schwarzarbeit unterstellt und somit bewusst
Neid unter den Geringverdienern schürt und damit indirekt zum
Spitzeltum und zur Denuntiation ermuntert.

Michael Glos (schreibt der sich so?), der Chef der CSU-Landesgruppe im
Bundestag ist ebenfalls mit von der Party und auch "Cleverle" Lothar
Späth ist mit dabei. Vor allem aber einer, der unser Land in den
letzten Monaten systematisch mit Sätzen wie "Deutschland liegt am
Boden" und "Bürger auf die Barrikaden" schlecht geredet hat reit
sich hier ein - der liebe Professor .. (verdammich, Name will mir nicht
einfallen, Professor Unrat? :) Ach nee, unterste Reihe). Und ebenfalls
der Chef der Bundesagentur für Arbeit Florian Gerster mischt mit, nicht
zu verschweigen die Grüne Abgeordnete Scheel und der ehemalige Hamburger
Oberbürgermeister (SPD) Klaus von Donani (bei der Scheel befremdet mich
das besonders, weiss die Frau am Ende gar nicht bei welchem Verein sie
gelandet ist? Anhand ihrer Redebeiträge hätte ich sie bislang
jedenfalls nicht diesem Club zugeordnet - ein Grund künftig noch
genauer hinzuhören).

Dieser merkwürde Lobbyverein kontrolliert laut Bericht rund 100
Millionen Euro. Mit diesem Geld soll mit Hilfe einer Werbeagentur den
Deutschen die "neue Marktwirtschaft" beigebracht werden. Allerdings
eine, bei der das Thema Sozial nur noch eine untergeordnete oder gar
keine Rolle mehr spielen soll. Ungeheurlich! Ist die "Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft" INSM etwa sowas wie der Opus-D der
katholischen Kirche?!

Kein Wunder, wenn jeder Ansatz einer Diskussion um Details sofort
stereotyp mit den Phrasen "5 Millionen Arbeitslose", "wieder mehr
Wachstum schaffen" usw. im Keim erstickt wird. Bitte nicht falsch
verstehen, es spricht nichts gegen notwendige Veränderungen. Nur wer in
wessen Einfluss steht und welche Gruppe ihre Interessen durchzudrücken
versucht sollte uns dabei nicht egal sein!

Hier der Bericht aus der ARD "Getarnte Lobby" (weiss nicht, wie lange
dieser Link funtioniert)
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,8...

Wen es interessiert, der kann sich ja auch noch den Artikel "Heimlich
unterwandert" des gleichen Autors (Politologe Dr. Rudolf Speth, FU
Berlin) mal durchlesen.
http://www.rudolfspeth.de/

Als Anhang noch die Grafik mit den Clubmitgliedern der INSM

Übrigens, dass die CDU sich den ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von
Pierer gerade mit hinzugeholt hat passt auch ganz gut dazu. :)

Ein Beobachter

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Schöne Sammlung von Dreckschweinen.

Autor: Patrick (Gast)
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Es ist schon interessant zu sehen, wer sich da zusammenschliesst.
Gerade, weil diejenigen ja normalerweise nicht unbedingt in das selbe
Horn stossen. (Dem Pauschalurteil von Rufus möchte ich mich da
nätürlich nicht anschliessen (wie den meisten Pauschalurteilen))

Was hättet ihr denn bei der "Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft" vermutet? Eine weitere "Alles wird gut" oder wir
"wir können so weiter machen wie bisher" Gruppe? Solange die Karten
auf dem Tisch liegen und die Absichten nicht gegen unsere
rechtstaatliche Grundordnung verstößen ist - aus meiner Sicht - nichts
verwerfliches daran

Autor: Daniel Braun (khani)
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Ein kleines Rezept :

Verschwörungsauflauf a'la Wahljahr

Zutaten :

3-10 bekannte Persönlichkeiten (am besten latent unbeliebte)
Spucke
Dreck

500g Scheißhausparolen
200g Verdächtigungen
2-3  alte Hüte
150g dünnes Eis
5 bunte Wahlsprüche (am besten schmecken rote, schwarze, gelbe und
grüne)
1 TL Tatsachen
1 Messerspitze Wahrheit

Zubereitung :
Zunächst die berühzmten Persönlichkeiten bearbeiten, dabei auf keinen
Fall waschen ! Die Schale könnte abgehen und es gibt dann keine leckere
Kruste. Alles was normal aussieht entfernen. Anschließend gut mit der
Spucke anfeuschten und in Dreck wenden. Kalt stellen.

Für das Gemüse die Scheißhausparolen in einen großen dreckigen Topf
geben und bei mittlerer Hitze blubbernd kochen. Die Verdächtigungen
klein schneiden, mischen und hinzufügen. Zusammmen mit den alten Hüten
alles langsam weiter köcheln, bis ein sämiger Brei entsteht. Nach 10
Minuten das dünne Eis, sowie die Wahlsprüche einrühren. Mit den
Tatsachen würzen. Die Dosierung ist hier sehr wichtig, zuwenig
Tatsachen machen das Gericht fad, bei zu vielen wird es ungenießbar.
Vorsichtig mit Wahrheit abschmecken. Auf keinen Fall zu Wahrheit
nehmen. Kurz aufkochen.

In der Zwischenzeit eine möglichst wasserdichte Form mit
Pseudoseriosität ausschlagen und die Persönlichkeiten hineinlegen. Das
Gemüseragout darüber gießen. Das ganze im vorgeheizten Fernseher
überbacken.

Vor dem Servieren noch mit einigen Namen garnieren und kurz abkühlen
lassen. Dazu schmeckt ein warmes Dünnbier.

Sollte der Verschwörungsauflauf nicht all werden, kann man ihn auf Eis
gelegt gute vier Jahre aufheben. Nicht selten ergibt sich dann ein ganz
neuer interessanter Geschmack. Guten Appetit.


MfG, Daniel

P.S.: Die Google-Anzeige zu diesem Thread ist witzig :

Soziale Ängste bewältigen
Individuelle, intesive Behandlung sonzialer
Angst und Unsicherheit.
www.christoph-dornier-klinik.de

Das stand in der Anzeigen-Spalte lol

Autor: HariboHunter (Gast)
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Ist mein Lieblingsessen ;)

Autor: Daniel Braun (khani)
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Es wird immer lustiger, die google-AdBar ist ein Spaß :

"Soziale Phobie von A-Z
Das Buch zum Thema -
per Download. Alles was
Sie hierzu wissen
müssen !
URL"

MfG, Daniel

Autor: Beobachter (Gast)
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@Patrick
Gruppen wie diese sind erstmal nicht verwerflich. Oswald Metzger
scheint es aber gar nicht recht gewesen zu sein, als PlusMinus mal
bezüglich der INSM nachgefragt hat. Warum legt er als Volksvertreter
nicht einfach bei seinen vielen öffentlichen Auftritten die Karten auf
den Tisch. Ebenso die anderen, zumindest die, die als Berufspolitiker
unser aller Interessen zu vertreten haben. Es ist doch nur recht und
billig zu wissen, welche Abgeordnete in welchen Vereinen sind und von
wem diese Vereine unterhalten werden.

Ich weiss auch nicht was das mit "Verschwörungstheorie" zu tun haben
soll. Als Friedrich Merz auf einem CDU-Parteitag sich Hermann Josef
Arentz beiseite genommen hat, fielen folgende Worte (Original Zitat
Merz) "Was ich mache, ist Arbeit - Was du machst, ist Korruption".
Diese Szene ging über den Sender. Beide (Merz und Arentz) bekamen Geld
aus weiteren Quellen. Merz (zwar gesetzes-konform, aber trotzdem
fragwürdig) durch die Mitgliedschaft in einer großen amerikanischen
Anwaltskanzlei. Arentz hingegen hatte sich dummerweise von RWE bezahlen
lassen, OHNE GEGENLEISTUNG dafür zu erbringen. Arentz mußte deswegen
sein Amt als Sozialpolitiker der CDU aufgeben.

Es gibt noch eine Menge anderer Beispiele des sog. Lobbytums, die sich
ausserhalb jeglicher Öffentlichkeit abspielen. Aufklärung tut also not
und von uns gewählte Volksvertreter sollten sich nicht in
Gemeinschaften tummeln, die das Licht scheuen und deren Finanzierung im
Geheimen stattfindet.

Übrigens, ich bedaure Arentz Rücktritt sehr, weil er bis dato einer der
internen Gegner (wie auch Horst Seehofer) von Merkels ungerechter
Kopfpauschale war. Der Parteiführung kam es bestimmt nicht ungelegen
den Bereich Gesundheit mit willfährigeren Köpfen zu besetzen. Ursula
von der Lyen versucht uns seitdem die Kopfpauschale schön zu reden.

Noch kurz zum Schlagabtausch der bei "Berlin Mitte" zwischen dem
möglichen neuen Finanzminister Paul Kirchhof und unserem derzeitigen
(noch) Finanzminister Hans Eichel am Donnerstag Abend stattfand. Zwei
interessante Aspekte ergaben sich dort:

1. Jetzt weiss ich endlich einigermaßen warum die Bundesregierung so
große Steuerausfälle bei der Körperschaftsteuer hatte.

2. Ein schönes Beispiel, wer der Gewinner bei Kirchhoffs
Steuerreformplänen sein wird (siehe Anhang). Ist deswegen so schön,
weil Kirchhof selbst zugab, das das Beispiel stimmt (allerdings hat er
in einer sehr gequält wirkenden Art versucht, nachträglich den
Sachverhalt abzuschwächen. Geschenkt!)

zu 1.)
Das Eichelsche Steuerloch - Ein Versuch der Erklärung

Vorab: Veräußerungserlöse ist der Gewinn der beim Verkauf eines
Unternehmens dem Verkäufer bleibt. Darauf waren noch unter der
Kohlregierung Steuern fällig.

Falls Gewinne auf Veräußerungserlöse anfallen, dann: Steuern sind
fällig
daraus folgt: Staat nimmt Geld vom Veräußerer ein

dann gilt aber auch wegen der Steuersystematik (!)

Falls Verluste auf Veräußerungserlöse anfallen, dann: Steuern müssen
erstattet werden (Stichwort: Verluste auf Veräußerungserlöse
besteuern)
daraus folgt: Staat muss Geld an Veräußerer auszahlen

Weil 2001 massive Verluste der New Economy (> 600 Milliarden EUR) an
der deutschen Börse auftraten, drohte dem Staat Riesensummen an
Veräußerer zurück zahlen zu müssen (wegen der Gesetzeslage). Um das zu
Umgehen hat der Finanzminister (Eichel) die sog. Freistellung auf
Veräußerungserlöse erlassen.

Damaliger Vorteil: Der Staatssäckel musste 2001 und folgend keine
Verluste der Firmen tragen.
Nachteil: Es gab auch in der Folgezeit bei Veräußerung keine
Steuergelder mehr, also auch keine Einnahmen.

Eichels Fazit daraus ist das der Steuersäckel sehr viel Geld gespart
hat.

So hat sich das mir dargestellt. Keine ganz einfache Materie, wie auch
die Zuschauer des Trios sicher am heutigen Abend festgestellt haben. Ob
es da nicht 2001 auch bessere Wege gab kann ich nicht beurteilen. Aus
Eichels Sicht scheint mir die Argumentation zumindest schlüssig. Ein
fader Beigeschmack bleibt aber zurück. Ein paar unparteiliche
Finanzexperten müßten da nochmal Klarheit hinein bringen.

zu 2.)
Um über 16.000 Euro würde nach Kirchhofs Plänen ein 150.000 Euro
verdienender Glückspilz entlastet. Bravo, Volkspartei CDU!

Ein Beobachter

Autor: Patrick (Gast)
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Hallo Beobachter,

ich habe mir die Webpage der INSM mal ausführlich angeschaut.
Vermutlich muß man das oben genannte Politmagazin gesehen haben, um den
Verschörungstheorie zu verstehen.
Der Punkt welche Infos ein Volksvertreter bekannt geben muß ist
allerdings ein sehr interessanter ;-) damit könnten wir sicher eine
Diskussion starten, die das Forum sprengt

Autor: HariboHunter (Gast)
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nicht nur dieses forum sondern auch diverse regierungen. ^^

Autor: Unbekannter (Gast)
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@Beobachter:

Der böse 150.000-Euro-Brutto-Verdiener, der rund 17.000,- Euro weniger
Steuern ausgibt, kann 17.000,- Euro mehr an Handwerker für seine Villa
bezahlen, jedes zweite statt jedes dritte Jahr einen fetten Benz
kaufen, und kann jeden Abend in das Restaurant zum essen gehen.

Und was passiert dann? Die Handwerker, der Benz-Verkäufer und der
Restaurant-Betreiber machen mehr Umsatz und haben viel zu tun. Also
brauchen sie mehr Personal. Ausserdem entwickeln sie sich auch in
Richtung "böser 150.000.- Verdiener" weil sie viel zu tun haben.

Und was machen die ganzen angestellten von den Handwerkern,
Benz-Verkäufern und Restaurant-Betreiber? Sie habe auch mehr in der
Tasche weil sich arbeiten lohnt! Und was machen sie mit ihrem Geld?!?!
Z.B. ins Kino gehen, dickere Internetverbindungen bezahlen usw.

Und was ist wiederum die Folge davon? Na, merkst Du etwas?

Arbeit und Geldverdienen muss sich wieder lohnen. Es kann nicht sein,
dass ein Arbeitnehmer sich aus steuerlichen Gründen die Überstunden
nicht auszahlen lässt, sondern lieber abfeiert weil die Steuern
nicht-linear mit dem Einkommen steigen.

Das Geld muss sich im Kreis bewegen, damit es der Wirtschaft gut geht.
Und nur wenn es der Wirtschaft gut geht, kann es auch dem Volk gut
gehen. Eine funktionierende Wirtschaft und Wohlstand ist aber
Grundvoraussetzung dafür.

Die Berufs-Neider in diesem Land finde ich zum Kotzen. Sobald hier
einer seinen Arsch bewegt, und mehr als 25.000,- Euro im Jahr macht,
ist er ein böser Kapitalist den man hier aus dem Land rausekelt.

Nur dumm, wenn irgendwann alle "Besserverdiener" gegangen sind, die
noch etwas getan haben und dafür gesorgt haben, dass auch ein
Tellerwäscher ohne Schulabschluss noch ein paar Kröten verdienen
konnte.

Es ist eben soviel sozialer, wenn der Tellerwäscher ohne Schulabschluss
von der Sozialhilfe lebt, und sein Job von einem ausgebildetem Ingenieur
gemacht wird, der nichts anderes findet, weil in Deutschland niemand
mehr da ist der sich die Dienstleistungen des Ingenieurs leisten
könnte.

Also, auf gehts: PDS wählen, dann müssen wir alle nichts mehr arbeiten
und bekommen eine 750,- Euro Grundversorgung, die der Staat aus dem
Ärmel zaubert!

Alles kein Problem: Die paar die noch Geld haben kann man ja zum Wohle
der Allgemeinheit enteignen. Das machen die alle in stohischer Ruhe
mit, die ziehen ihr Kapital garantiert nicht aus diesem Land ab.

Also, wo ist das Problem? An der Ex-DDR und an der Sowjetunion hat man
doch wunderbar gesehen, das Gleichmacherei und Sozialismus ein
Erfolgsrezept war!

Oder etwa doch nicht?

Autor: Funbirdy (Gast)
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@Unbakannter,

interessante Meinung von Dir, nur:

Warten wir ab, inwiefern der "kleine Mann" mit ebenso (prozentual
gesehen) hohen Entlastungen rechnen kann. Und da habe ich meine
Zweifel.

"Der böse 150.000-Euro-Brutto-Verdiener, der rund 17.000,- Euro
weniger
Steuern ausgibt, kann 17.000,- Euro mehr an Handwerker für seine Villa
bezahlen, jedes zweite statt jedes dritte Jahr einen fetten Benz
kaufen, und kann jeden Abend in das Restaurant zum essen gehen."

Das mag ja so sein. Nur kommt tatsächlich irgendwann, igendwas bei den
Angestellten an? Denn wie Du selbst so treffend schreibst:
"Und was passiert dann? Die Handwerker, der Benz-Verkäufer und der
Restaurant-Betreiber machen mehr Umsatz und haben viel zu tun.
...Ausserdem entwickeln sie sich auch in Richtung "böser 150.000.-
Verdiener" weil sie viel zu tun haben."
Ich ließ bewußt den Satz mit dem "mehr Personal brauchen" raus, weil
ich nicht glaube, daß in dem Maße Arbeitsplätze geschaffen werden, wie
die Firmen mehr Umsatz machen. Ihnen ist, wie jedem von uns, das Hemd
näher als die Hose.

Du hast Recht, Geld muß fließen. Es gibt in unserem Land sicher eine
erheblich Menge Menschen, die auch heute noch reichlich davon haben.
Die leisten sich auch heute ihren Luxus. Doch machen die nur einen
kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus, auch wenn es Benz, Gucci und
Armani ist. Außerdem bin ich der Meinung, daß diese Menschen, mit den
möglichen Steuerentlastungen nicht in gleichem Maße mehr Geld ausgeben.
Eigentlich ist das auch egal, denn selbst wenn sie deutlich mehr Geld in
Umlauf bringen, reißen die die Konjunkturschwäche nicht raus.

Alle müssen etwas davon haben, egal ob 150.000 oder 25.000 Eur Brutto.

Funbirdy

Autor: buz11 (Gast)
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" Und nur wenn es der Wirtschaft gut geht,
kann es auch dem Volk gut gehen.  "

War wohl früher mal so , in der BRD .
Gilt heutzutage nicht mehr .
Wenns der Wirtschaft gut geht ,
lässt sie im (billig-)Ausland produzieren .
Der Wirtschaft ist das Volk s*****egal .

Und der böse 150.000-Euro-Brutto-Verdiener kann gar nicht mehr
so viel konsumieren , wie er Kohle kriegt .
Was hat das Volk davon , wenn der böse 150.000-Euro-Brutto-Verdiener
das Geld in der Bank hortet ?

Autor: Beobachter (Gast)
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Also zunächst mal, lieber Unbekannter, irgendwie kann ich mich an
bessere Kommentare erinnern, die in der Vergangenheit unter diesem
Pseudonym gepostet wurden. Aber Unbekannter kann ja schliesslich jeder
sein. Merken tue ich (und viele Andere) auch sehr viel, da kann ich
dich beruhigen.

Zur Sache. Dass sehr Wohlhabende ihren "Kirchhof-Zugewinn" direkt in
den Konsum fliessen lassen werden ist ein albernes Märchen und gehört
in den Bereich der Träumerei. Das mag es im Einzelfall zwar geben, in
der Fläche aber sind die einzigen, deren Kohle direkt in den Konsum
geht die unteren Einkommensschichten. Vermögenszuwächse in oberen
Gehaltsregionen werden weit überwiegend auf der Bank in Wertpapieren
o.ä. geparkt und vermehren sich dort emsig, während Kleinverdiener mit
lumpigen Sparbuchzinsen abgespeist werden. Natürlich kann der sog.
"kleine Mann" theoretisch sich auch anderer Anlageformen bedienen. Er
trägt dabei aber ein für seine Existenz ungleich höheres Risiko und
begnügt sich deswegen meist mit primitiven Anlageformen wie dem
Sparbuch bzw. hat nicht mal das Geld dafür.

Wenn hoher Zuwachs bei Spitzeneinkommen die Probleme am Arbeitsmarkt
lösen würden, warum dann nicht gleich Kirchhof+, also keine Flat-Tax
d.h. ein Einheitssteuersatz für alle, sondern ein Einheitsbetrag für
alle, wie bei dem Kopfpauschalenmodell der CDU? Also weg mit der
Progression und alle werden glücklich? Mitnichten! Die Gesellschaft
würde sich in einen Haufen Superreiche und einem Riesenanteil
bettelarme, hilfsbedürftige Menschen spalten mit all seinen Folgen. Der
Staat würde dem völligen Bankrott entgegengehen (gigantische
Steuerausfälle) und müßte sich als Folge davon weitestgehend aus
öffentlichen Aufgaben (Bildung, Straßenbau, Wasserversorgung, Umwelt
etc.) zurückziehen.

Ein Blick auf das derzeitige Krisengebiet New Orleans in USA spricht
Bände. Die reichste Nation und größte Militärmacht der Welt ist nicht
in der Lage einer angekündigten Katastrophe angemessen
entgegenzutreten. Woran liegt das? Nicht nur unsere Fachjournalisten
stellen fest, dass Bushs Krieg gegen den Terror den heimischen
Katastrophenschutz faktisch hat zum Stillstand kommen lassen
(öffentliche Ausgaben runterfahren). Das gab sogar der bekannte und
Bush-freundliche amerikanische Journalist Andrew Dennisson im Interview
zu. Kein Geld für marode Deiche (obwohl die Gefahr bekannt war);
Stromversorgung wie in einem Dritteweltland (herunterfallende Kabel ins
Wasser  = tötliche Gefahr); keine wirklich organisierte Hilfe in den
ersten Stunden (der Bürgermeister New Orleans flehte wütend nach Hilfe
in einem gesendeten Telefonat) nach dem Prinzip: jeder hilft sich
selbst; die größenteils sehr armen Schwarzen werden eklatant
benachteiligt, sogar soweit, dass man einen Teil von ihnen schlicht
verrecken lässt (kein Trinkwasser, keine Medizinische Hilfe in den
ersten Tagen); auch die Verbreitung von Schusswaffen (Bushs Politik)
rächt sich jetzt - das Faustrecht hat die Oberhand und statt
"Rotkreuz" ziehen schwer bewaffnete Guards mit Angst vorm eigenen
Volk durch die zerstörten Städte.

Und der absolute Hohn:

Der größte Verschwender (staatlich befürwortet, weil Texanische
Kapital-Interessen doninieren) von Erdöl gerät in Knappheit und braucht
zur Unterstützung Benzin aus (klein-) Deutschlands Reserven.

ALL DAS KANN MAN GAR NICHT GLAUBEN - MAN MEINT MAN IST IM IRRENHAUS!

Zurück zu unseren Problemen.
Leistung muss sich wieder lohnen wurde gefordert, im Hinblick auf das
150.000 Euro Steuerentlastung-durch-eine-Einheitssteuer-Beispiel. Das
heißt im Umkehrschluss, ohne Einheitssteuer lohnt sich Leistung also
nicht. Aha! Dann würde sich ja Leistung unter Merkel die nächsten 4
Jahre nicht lohnen, die die CDU ja erstmal ihr Stufen-Steuermodell
einführt (15, 25, 39 Prozent). Kirchhof soll nämlich nicht vor 2009
angegangen werden, weil noch keiner weiß, wo die Kohle dafür herkommen
soll (Wen wird man später wohl heranziehen um das Modell zu bezahlen?
Bitte mal raten!).

Ich bin es übrigens leid immer von Leuten vor die Alternative gestellt
zu werden, mich zwischen der Vollversorger-Mentalität a' la PDS und
der Richtung Sozialabbau, dass die Schwarte Kracht a' la FDP
entscheiden zu sollen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.

Der Großteil der Reformen geht zu Lasten der unteren bis mittleren
Einkommen. Genau diese Schichten darf man nicht noch weiter schröpfen
mit der Anhebung der Mehrwertsteuer, dem Abbau von
Fahrtkostenzuschüssen usw. Das ist zumindest in der Kummulation
(=Belastungen addieren sich) leider der Fehler im CDU-Konzept. Wenn man
schon Steuerprivilegien der Normalverdiener abbaut, so muß deren
Steuerbelastung dafür im Gegenzug deutlich sinken. Genau das ist im
Kirchhof-Konzept aber nicht vorgesehen. Statt dessen bekommt nur der
Spitzenverdiener die saftige Entlastung. Mit Neid hat das überhaupt
nichts zu tun. Es ist wirtschaftspolitisch unsinnig, denn damit
generiert man kein Wachstum. Steigende Belastungen bei Normalverdienern
wird die Binnennachfrage weiter in den Keller fahren.

Nachreichen möchte ich noch (aus der Berlin-Mitte Sendung) das Beispiel
der Steuerentlastung einer Krankenschwester nach den Kirchhof-Plänen:
Die Krankenschwester dürfte 133 Euro mehr bezahlen. Während der
Spitzenverdiener mit über +16000 Euro entlastet wird, wird die
Krankenschwester mit -133 Euro entlastet. Das nenne ich Klientelpolitik
(=Politik für eine bestimmte Gruppe) nach FDP-Art, leider diesmal von
der Volkspartei CDU gewollt. Schade!

Ein Beobachter

Autor: Funbirdy (Gast)
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@Beobachter
APPLAUS!!! Super Beitrag.

Ich bin auch der Meinung, daß sich Leistung wieder lohnen muß. Vorallem
und eigentlich nur für die, die Leistung bringen.
Die, die nur davon leben, daß Andere für sie leisten, müssen lernen
sich ein wenig zu bescheiden. Das perfide daran ist allerdings, daß es
denen nicht darum geht mehr Geld für den Konsum zu haben, sondern um
die Macht, die sie mit dem Geld ausüben können. Diesen Leuten muß
langsam bewußt werden, daß sie sich an der Gesellschaft, die ihnen
dieses Leben ermöglicht, auch angemessen beteiligen müssen.

Nochmal was zum Beitrag von Unbekannter:
"An der Ex-DDR und an der Sowjetunion hat man
doch wunderbar gesehen, das Gleichmacherei und Sozialismus ein
Erfolgsrezept war!"
Da man als Ex-DDR-Bürger schon frühzeitig, z.B. in der Schule, der
sogenannten "Rotlichtbestrahlung" ausgesetzt war, mußte man sich
zwangsläufig mit dem Thema befassen. Ich gebe Dir recht, es hat nicht
funktioniert mit dem Sozialismus. Aber ich bin der Meinung, es hat
nicht funktioniert, weil eben kein Sozialismus war, sondern eine Form
von Staatskapitalismus. Das mußte scheitern.
Sozialismus und Kommunismus können, so sehr Marx auch Recht haben möge,
nicht funktionieren, weil es in den Köpfen der Menschen nicht
funtioniert.

Funbirdy

Autor: Linker (Gast)
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>> Der böse 150.000-Euro-Brutto-Verdiener,
>> der rund 17.000,- Euro weniger Steuern ausgibt, kann
>> 17.000,- Euro mehr an Handwerker für seine Villa bezahlen...

Kann man auch so sehen:
der 150000-Euro-Verdiener kann 17000,- Euro mehr zur Bank tragen.
Dafür velangt er dann Jahr für Jahr seine Zinsen - Geld für das er
keinen Finger krumm gemacht hat.
Dieses leistungslose Einkommen in Form von Zinsen muss von der
arbeitenden Bevölkerung mit erwirtschaftet werden, wird ihnen
aber nicht als Arbeitslohn ausbezahlt, sondern geht an den
150000-Euro-Verdiener.
Denn: Geld vermehrt sich nicht! Auch nicht auf der Bank.
Es muss vermehrt werden - und das geht nur durch Arbeit.
Nur dadurch werden die neuen Dienstleisungen oder Sachwerte geschaffen,
die dem Zinsertrag als Leistung gegenüberstehen.

Autor: Linker (Gast)
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Huch...viermal ?? Sorry !

Autor: Frustrierter (Gast)
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Mich würd mal ernsthaft interessieren wie sowas passieren kann, mir
fällt kein Scenario ein, welches Mehrfachposts rechtvertigt, aber so
oft wie das hier vorkommt gibts bestimmt eins.

Autor: Linker (Gast)
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Ich hab den Post abgeschickt, und dann wohl ein
paar mal den "Zurück"-Button im Browser gedrückt,
weil ich nochmal ledititeren wollte.
Dann wird der Text anscheinend immer wieder abgesendet,
obwohl man in garnicht zu sehen bekommt...

Autor: Netbandit (Gast)
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Das Problem an der ganzen Sache ist ja nicht unbedingt alleine, daß
Spitzenverdiener entlastet werden. Sondern viel mehr, daß im Gegenzug
Geringverdiener weiter belastet werden. Das sind nämlich die Menschen,
die nicht mal so nebenbei einen Koffer mit Geld in die Schweiz bringen
können. Sondern die oft schon erhebliche Probleme haben jeden Monat
ihre Familie zu ernähren.

Dieses Land hat Probleme. Klar! Und jeder muß mithelfen diese Probleme
aus der Welt zu schaffen. Schuldenabbau, Reformen etc.

Aber wie gesagt: JEDER!
Und wenn ich den geringverdienern 50 EUR im Monat aus der Tasche nehme,
was für viele von ihnen schon einer Katastrophe gleich kommt und sie
einem Spitzenverdiener dafür in die Tasche stecke. Dann ist es eben
nicht gegeben, daß JEDER mithilft.
Meine güte, 50 EUR sind für viele Menschen schon eine ganze Menge, für
einen Spitzenverdiener ein halbherziges Trinkgeld.

Derzeit muß ich für eine 100 EUR Reicheltbestellung 2 Monate sparen
aber der Herr Ackermann kann sich Stündlich einen nagelneuen Benz, dann
kaufen, dann finde ich das schon etwas unausgewogen. Klar hat mir Mann
mehr Verantwortung und führt sicherlich einen Job aus, der sehr
Stressbelastet ist. Klar soll er davon gut leben können! Aber das geld
was der Typ bekommt reicht nicht nur für ein Leben, es reicht für 20
Leben! Muß das denn wirklich sein? Muß es wirklich sein, daß ein Teil
der Bevölkerung zunehmend verarmt, weil die Löhne sinken, weil die
Lebenshaltungskosten steigen und ein anderer Teil der Bevölkerung
bekommt den Hals nicht voll?

Wenn ich 50 EUR mehr im Monat habe würde ich sie jedoch sicherlich gut
in unserer Wirtschaft investieren und zwar durch Konsum. Macht das ein
Mensch der eigendlich schon alles hat was man so braucht auch?

Als Herr Spitzenverdiener: "Ich packe gerne an um Deutschland zu
helfen! Du auch...?"

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